Random (& Possibly Epic) Power Metal Youtube-Finds: FIONN LEGACY – Valley Of The Lyzards (2013)

Filmkritik: „Die Tribute Von Panem 2 – Catching Fire“ (2013)

Originaltitel: The Hunger Games – Catching Fire
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Buchvorlage
Regie: Francis Lawrence
Mit: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 146 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Action, Drama, Science Fiction
Tags: Zukunft | Regime | Militär | Gewalt | Totalitär | Dezimierung

Eine Rebellion wird zum Lauffeuer.

Inhalt: Auch wenn es die 17-jährige Katniss Everdeen (Jenniger Lawrence) und ihr Freund Peeta (Josh Hutcherson) geschafft haben die letzte Ausgabe der sogenannten Hungerspiele zu überleben, kehrt noch lange keine Ruhe in das Leben der jungen Helden. Und das vornehmlich, da die hiesige Regierung unter dem diktatorischen Präsidenten Snow (Donald Sutherland) den Sieg der beiden für ihre ganz eigenen Zwecke nutzen will – und nicht aufhört, die Bevölkerung zu drangsalieren. Da Katniss dabei langsam aber sicher zu Art Galionsfigur für eine aufkeimende Rebellion avanciert, planen die Verantwortlichen eine besondere Jubiläumsausgabe der Hungerspiele – in der nicht nur Katniss und Peter erneut antreten müssen, sondern auch die bisherigen Gewinner aller vergangenen Spiele. Ob dieser Plan und die menschenverachtenden Machtdemonstrationen des Regimes allerdings ausreichen um den vermeintlichen Frieden wiederherzustellen, ist eine ganz andere Frage…

Kritik: Nein, und das wissen offenbar auch die Verantwortlichen: einen Blumentopf (geschweige denn einen nennenswerten Filmpreis) kann oder sollte auch der sich auf die gleichnamige Fantasy-Buchtrilogie von Suzanne Collins beziehende zweite Teil der TRIBUTE VON PANEM-Reihe nicht gewinnen. Schuld daran ist allerdings weniger die zugrundeliegende Grundidee an sich – oder aber die sich aus der Verfilmung ergebende Nähe zu weitaus anspruchsvolleren Genre-Filmen wie etwa BATTLE ROYALE – sondern vielmehr die Art und Weise, wie und vor allem auch mit welchen Schwerpunkten das Ganze umgesetzt wurde. Fest steht: auch die im zweiten PANEM-Teil anberaumte Mixtur der Darstellung eines in dieser Form mindestens unglaubwürdig (oder ersatzweise auch unfreiwillig komisch) erscheinenden totalitären Regimes und der trotz allem postulierten Ernsthaftigkeit respektive Zeigerfingermoral geht nicht wirklich auf – woran auch die Titel-gebenden, dabei aber nicht minder hanebüchen erscheinenden Hungerspiele als potentiell streitbares Kernelement nicht viel ändern. Die nach wie vor fragliche Zielgruppe (die in Bezug auf die Hauptdarstellerin sowie die inkludierte Love-Story auch ganz explizit ein jüngeres weibliches Publikum ansprechen soll) macht es ebenfalls nicht gerade besser – nur noch prätentiöser; zumindest in Bezug auf den tiefen Griff in die Trickkiste jener Elemente, die so schon in (zu) vielen Hollywood-Spektakeln verwendet wurden. Neben einer handvoll guter Setdesigns und Effekte sowie gerade noch passablen Leistungen der beteiligten Darsteller im Teenager-Alter bleibt so nicht viel übrig für und an CATCHING FIRE – der dennoch oder gerade deshalb seine Zuschauer finden wird.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © StudioCanal Deutschland

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„Überzeichnet, aber nicht satirisch. Gewaltsam, aber nicht verstörend. Spannend, aber nicht packend. Emotional, aber nicht wirklich gefühlvoll. CATCHING FIRE orientiert sich klar am Mainstream, und bugsiert sich nicht zuletzt dadurch auf einen bestenfalls mittelmäßigen Posten.“

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Metal-CD-Review: WE ARE LEGEND – Rise Of The Legend (2013)

Alben-Titel: Rise Of The Legend
Künstler / Band: We Are Legend (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 08. November 2013
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Pure Legend Records

Alben-Lineup:

Heiko Burst – Drums
Siggi Maier – Guitars
Dirk Baur – Guitars
Selin Schönbeck – Vocals, Piano
Dominik Burgdörfer – Bass

Track-Liste:

1. Hungry Mirrors (04:46)
2. This Holy Dark (04:57)
3. Enemy Within (06:10)
4. Birth of the Legend (01:18)
5. Rise of the Legend (06:52)
6. God Is Dreaming (04:44)
7. Out ! (06:04)
8. Only Time Can Tell (05:08)
9. March of the Living (04:43)

Eine Abkürzung auf dem Weg zur Legende ?

Kurz nachdem sich die deutsche Power Metal-Fraktion WE ARE LEGEND im Jahre 2011 zusammengefunden und bald darauf eine erste vielversprechende Demo (WE ARE LEGEND, siehe Review) an den Start gebracht hatte, folgte mit dem 2013’er RISE OF THE LEGEND der erste offizielle Langspieler der bei Pure Steel Records unter Vertrag stehenden Recken um Frontmann Selin Schönbeck (HÄVY ROXX). Wenn man so will – und vor allem dem vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Bandnamen selbst Glauben schenkt – könnte man die Rezension dabei eigentlich schon an dieser Stelle beenden. Vermutlich wäre das dann aber doch etwas unfair gegenüber den zahlreichen anderen Bands, die sich ihren Legenden-Status erst über die Jahre erarbeitet haben – aber wer weiß, vielleicht ist das vorliegende RISE OF THE LEGEND ja bereits der erste markantere Schritt in die richtige Richtung. Oder eher in die Richtung jener Tage, in der der gewissermaßen visionäre Bandname auch tatsächlich mit einer automatischen; ja wenn nicht gar völlig indiskutablen Qualitätsgarantie einhergeht.

Bis es soweit ist, muss sich RISE OF THE LEGEND aber noch als reguläres Debütalbum einer ebenso talentierten wie aufstrebenden Band profilieren – und wohl auch als Album, dass auf den ersten Blick nicht ganz so viel neues Material anzubieten vermag wie eventuell erwartet. Immerhin könnten die Titel THIS HOLY DARK, ENEMY WITHIN und GOD IS DREAMING einigen bereits von der Demo bekannt sein – sodass eigentlich nur 5 neue (und dabei auch vollwertige) Titel übrig bleiben. Das eher deplatziert wirkende Interlude BIRTH OF THE LEGEND, das sich nebenbei bemerkt schier perfekt als Intro geeignet hätte; fällt hier schließlich nicht wirklich ins Gewicht. Aber, und um dem angedeuteten negativen Verlauf der Rezension gleich wieder Einhalt zu gebieten: allzu gravierend ist all das nicht. Immerhin wurden die von der Demo übernommenen Titel noch einmal ordentlich aufpoliert, sodass sie nun endlich den Eindruck hinterlassen können der ihnen ursprünglich angedacht war – wovon insbesondere die beiden Brecher THIS HOLY DARK und ENEMY WITHIN profitieren.

Weitaus wichtiger erscheint indes, dass RISE OF THE LEGEND im allgemeinen ein recht buntes, vielschichtiges und abwechslungsreiches Genre-Album geworden ist – und weniger eines, dass eine gradlinige oder gleichmäßig stampfende Marschrichtung voraussetzt. Mit verantwortlich dafür sind auch die häufig anberaumten Tempo-Wechsel, der teils überraschend vordergründige Einsatz des ebenfalls von Leadsänger Selin Schönbeck bedienten Pianos, die zahlreichen Wendungen und dezent progressiv angehauchten Strukturen innerhalb einzelner Titel (wie etwa im Titeltrack RISE OF THE LEGEND) sowie sicher auch der allgemeine Eindruck, dass WE ARE LEGEND wirklich jeden einzelnen Augenblick intensiv nutzen. Anders gesagt: man sollte hier weniger von einem typischen Power Metal-Album mit einem unkomplizierten Einstieg oder einem hohen Hymnen-Faktor ausgehen – sondern vielmehr von einem vergleichsweise anspruchsvollen Werk, das mit jedem Durchlauf wächst und dementsprechend auch Zeit braucht um im Sinne der Hörerschaft zu gedeihen.

Dass das Album einen vergleichsweise hohen Anspruch vermittelt, liegt aber nicht allein an den ebenso abwechslungsreichen wie musikalisch ausgewogenen Strukturen und der äußerst variablen Atmosphäre – sondern auch am Handwerk der einzelnen Mitglieder. Tatsächlich ist das, was WE ARE LEGEND hier abliefern; kaum auf ein Debütalbum einer Band zurückzuführen – vielmehr klingt es nach einem Output, das aus einer langjährigen Erfahrung resultiert. Dass auch die Abmischung und Produktion relativ gnadenlos zu überzeugen vermag, ist dann auch keine wirkliche Überraschung mehr – wobei es angenehm ist, dass auch der von Dominik Burgdörfer gespielte Bass eine größtmögliche Aufmerksamkeit bekommt. Auch wenn sie gerade erst mit ihrem potentiellen Siegeszug begonnen haben, stehen die Zeichen für WE ARE LEGEND damit klar auf grün, oder anders gesagt: sollten die Jungs so weitermachen und auch in Zukunft entsprechend abliefern, könnte die Bedeutung des Bandnamens irgendwann tatsächlich Realität werden.

Absolute Anspieltipps: HUNGRY MIRRORS, THIS HOLY DARK, ENEMY WITHIN, RISE OF THE LEGEND, OUT


„Ein ebenso vielseitiges wie schlicht hervorragendes Album, dass eine gewisse Vorlaufzeit braucht – dann aber umso mehr überzeugt.“

Metal-CD-Review: SOUL OF STEEL – Destiny (2013)

Alben-Titel: Destiny
Künstler / Band: Soul Of Steel (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Januar 2011
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Nicola Logrillo – Bass
Lorenzo Chiafele – Drums
Nicola Caroli – Guitars
Daniele Simeone – Keyboards
Gianni Valente – Vocals
Valerio De Rosa – Guitars

Track-Liste:

1. Intro (01:24)
2. Swordcross (04:38)
3. Running in the Fire (05:16)
4. Reborn (05:40)
5. Wild Cherry Trees (03:48)
6. Till the End of Time (03:21)
7. Endless Night (06:56)
8. Wings of Fire (05:55)
9. Destiny (05:05)

Ein möglicherweise etwas zu früh aus der Schmiede gezogenes Schwert.

Fakt ist: auch in den Gefilden des Power Metals ist aller Anfang schwer. Wenn dann auch noch einige erschwerende Umstände hinzukommen – wie etwa, dass man es nach der Bandgründung verpasst hat direkt durchzustarten; oder vielleicht auch einem längst von zahlreichen Genre-Bands überschwemmten Land namens Italien kommt – muss man sich schon extrem ins Zeug legen, um überhaupt Gehör zu finden. Vor einem eben solchen Problem standen offenbar auch die Musiker von SOUL OF STEEL, die sich bereits im Jahre 2007 zusammengefunden haben – es aber erst 2011 zum vorliegenden Deübtalbum DESTINY brachten. Immerhin erschien selbiges über das Label Underground Symphony, und wurde durch die Zusammenarbeit mit einigen berühmt-berüchtigten Genre-Musikern (wie etwa Roberto Tiranti oder Olaf Thörsen, beide bei LABYRINTH) geadelt – was indes noch nicht wirklich etwas über die tatsächlich offerierte musikalische Qualität aussagt. Und schon gar nicht über die Originalität – schließlich kann eine Zusammenarbeit mit einer Combo wie LABYRINTH erst recht bedeuten, dass man sich eher seinen potentiellen Vorbildern nähert als etwas eigenständiges zu versuchen.

Und tatsächlich, nennenswert anders oder aufregend klingen die Jungs von SOUL OF STEEL auf ihrem Debütalbum nicht – wohl aber wie eine Combo, die trotz der bereits einige Jahre zurückliegenden Gründung etwas; man nenne es unreif klingt. Das muss genrell nichts schlechtes bedeuten, zumal es beileibe nicht jede neu erscheinende Band schaft bereits auf dem Debütalbum vollständig zu überzeugen – doch scheinen sich in diesem Fall zusätzliche Probleme zu ergeben. Den Anfang macht der Leadgesang von Gianni Valente, der in einem vergleichsweise tiefen Register agiert – dabei aber nicht selten so klingt, als würde er bloß einen beliebigen Text ablesen. Wenn es dann auch noch zu einem Moment wie in WILD CHERRY TREES kommt, macht sich seine relative Unsicherheit und auch fehlende Emotionalität zusätzlich bemerkbar – mit dem Ergebnis einer der gesanglich ungünstigsten Power-Balladen aller Zeiten, die auch sonst nur so vor Schmalz und einer gewissen Lieblosigkeit trieft. Fest steht: so etwas hat auf einem ambitionierten Power Metal-Album nichts zu suchen.

Dazwischen, und in den etwas knackigeren Momenten sieht es schon etwas besser aus; wobei auch hier fast ausnahmslos gilt: man hat Material wie das hier dargebotene einfach schon zu oft gehört. Und, was sich letztendlich als reichlich fatal erweist; einen zusätzlichen Mehrwert bringen SOUL OF STEEL eher nicht mit. Insbesondere die schwache Produktion erledigt hier alles übrige – was etwas merkwürdig ist, zeichnet sich doch der bereits erwähnte Olaf Thörsen für den Sound des Albums verantwortlich. Natürlich nicht allein, aber zu einem insgesamt etwas ausgewogener und druckvoller klingenden Album hätte man es hier schon bringen müssen. Aber auch die Abmischung erscheint nicht wirklich gelungen – wofür schon der Opener SWORDCROSS Pate steht. Anders gesagt: der Leadgesang ist viel zu oft deutlich zu laut und vordergründig platziert, was auch für das Schlagzeug gilt – wohingegen die Gitarren und der Bass relativ sang- und klanglos in den Komposition unterzugehen drohen.

Wenn man nun noch die Tatsache hinzunimmt, dass dem Album entgegen des Bandnamens nicht wirklich eine Seele innezuwohnen scheint und die Nummern entsprechend generisch und austauschbar klingen – erhält man eines der zweifelsohne weniger überzeugenden Debütalben einer Band, die wenn sie so weitermachen sollte eine mehr als ungewisse Zukunft hat. Sicher, einige Ansätze scheinen vorhanden; und ENDLESS NIGHT ist mit seiner Gesangsdarbietung von Roberto Tiranti ein kleiner Geheimtipp. Doch wenn SOUL OF STEEL in absehbarer Zeit wirklich als ernstzunehmende Konkurrenzband aus Italien wahrgenommen werden wollen, muss sich noch einiges ändern.

Absolute Anspieltipps: ENDLESS NIGHT


„Ein Debütalbum mit noch zu wenig vielversprechenden Ansätzen.“

Metal-CD-Review: VANDROYA – One (2013)

Alben-Titel: One
Künstler / Band: Vandroya (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. Februar 2013
Land: Brasilien
Stil / Genre: Heavy / Power Metal
Label: Voice Music

Alben-Lineup:

Gee Perlati – Bass
Otávio Nuñez – Drums
Marco Lambert – Guitars
Rodolfo Pagotto – Guitars
Daísa Munhoz – Vocals

Track-Liste:

1. All Becomes One 01:50)
2. The Last Free Land (05:17)
3. No Oblivion for Eternity (06:00)
4. Within Shadows (05:29)
5. Anthem (For the Sun) (05:56)
6. Why Should We Say Goodbye? (05:23)
7. Change the Tide (05:17)
8. When Heaven Decides to Call (05:34)
9. This World of Yours (04:06)
10. Solar Night (07:39)

Und das Schweigen ward gebrochen.

Geht es um mehr als nur nennenswerte Ursprungsländer diverser hochkarätiger Genre-Acts, war mit Brasilien eigentlich schon immer zu rechnen. Etwas aber könnte dem Land des Karnevals und der hiesigen Power Metal-Szene noch gefehlt haben, was entgegen des generell eher negativ behafteten Grundtons der Formulierung auch genau so gemeint ist: eine ebenso ambitionierte wie bestenfalls knackig-markant agierende Combo, die von einer Frau angeführt wird. Und genau hier kommen die Heavy- und Power Metaller von VANDROYA ins Spiel – die sich mit ihrem lang ersehnten Erstwerk ONE aufmachen, als eben solche Combo Punkte zu sammeln und entsprechend bekannt zu werden. Lang ersehnt war das Album vor allem deshalb, da die Band eigentlich schon im Jahre 2001 gegründet wurde – daraufhin, und bis auf eine alleinstehende Independent-Demo (WITHIN SHADOWS) aus dem Jahre 2005 aber gar nicht erst allzu viel von sich hören ließ. Gut also, dass eetwaige potentielle Startschwierigkeiten mit dem Release von ONE endgültig der Vergangenheit anzugehören scheinen.

In jedem Fall prescht das Album schon mit dem schmackigen Opener THE LAST FREE STAND ordentlich voran, und macht dabei auf vornehmlich eines aufmerksam. Denn: VANDROYA bedienen nicht unbedingt das, was man gemeinhin als gängige oder gar standardisierte Genre-Kost bezeichnen würde. Im Gegenteil, trotz der teils deutlich herauszuhörenden Einflüsse von Genre-Urgsteinen wie ANGRA – etwa in Bezug auf den Gitarrensound und die Soli – scheinen VANDROYA um ein möglichst eigenständiges Soundkonstrukt bemüht. Eine diesbezügliche Hauptrolle spielt sicher auch die Darbietung der Frontfrau Daísa Munhoz – die eine angenehme Stimmfarbe hat und dabei gekonnt zwischen eher getragenen und kraftvollen Momenten variiert. So, und durch nur wenige sich anbietende Vergleichsmöglichkeiten (MORNINGSTARLETT etwa) trägt sie entscheidend zum vergleichsweise erfrischenden Gesamteindruck des Albums bei. Aber natürlich brauchen sich auch die Verantwortlichen hinter den Instrumenten nicht zu verstecken – wobei gerade das Gitarrenspiel von Marco Lambert und Rodolfo Pagotto zu begeistern weiß. Und das in einem solchen Ausmaß, dass man sich stellenweise noch einmal die Frage stellen muss; ob es sich hier wirklich um ein Debütalbum handelt.

Anders gesagt: ONE klingt nicht wie ein aufdringlicher Schnellschuss einer beliebigen Newcomer-Band, sondern wie ein gut durchdachtes und handwerklich bereits über viele Zweifel erhabenes Power Metal-Werk. Sicher, in Bezug auf den allgemeinen Soundeindruck wäre eventuell sogar noch mehr drin gewesen – die Abmischungs- und Produktionsarbeit erscheint solide, aber eben auch noch nicht perfekt. Was bleibt, ist ein Blick auf die einzelnen Titel – von denen zwei bereits auf der ursprünglichen Demo enthalten waren (WITHIN SHADOWS und WHY SHOULD WE SAY GOODBYE). Eindeutig erscheint, dass VANDROYA vor allem dann eine enorm gute Figur machen; wenn sie schön kräftig agieren und eine gewisse Spielfreude durchklingen lassen – also etwa in Nummern wie dem Opener, dem mit einer Priese männlichem Gastgesang versehenen CHANGE THE TIDE oder dem schier furiosen THIS WORLD OF YOURS. Doch auch wenn VANDROYA eine etwas progressivere Schiene bedienen, und in Nummern wie NO OBLIVION FOR ETERNITY, WITHIN SHADOWS oder ANTHEM FOR THE SUN immer mal wieder die ein oder andere überraschenden Moment einstreuen; klingt das überaus ansprechend.

Vorsichtig sein müssen die Brasilianer wohl nur, wenn es um eher balladeske bis rockig-lockere Strömungen geht. Wie etwa in WHY SHOULD WE SAY GOODBYE – wozu es nicht erst die als Bonus enthaltene Piano-Version braucht. Auch SOLAR NIGHT hat einige diesbezügliche Ansätze – wobei die Band aber noch immer ausreichend gegensteuert, um nicht zu weichgespült zu klingen. Insgesamt aber, und das ist einer der markanteren Eindrücke die man vom insgesamt 10 Titel starken Debütalbum gewinnen kann; scheinen VANDROYA voller Tatendrang zu stecken und wohl noch einiges vorzuhaben. Ob es ihnen dabei tatsächlich gelingen wird, einen nachhaltigen Eindruck in der Metal-Szene zu hinterlassen bleibt natürlich abzuwarten – mit ONE scheint man sich jedenfalls schon einmal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben.

Absolute Anspieltipps: THE LAST FREE LAND, NO OBLIVION FOR ETERNITY, WITHIN SHADOWS, CHANGE THE TIDE


Ein ebenso erfrischendes wie angenehm wandelbares Debütalbum.“