SARS-CoV-2 Aka Covid-19 Aka Coronavirus – (K)eine Wahrheit In Sicht

Bildquelle: https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19.html

Achtung: dieser Beitrag ist nicht dazu gedacht, aktuell mit SARS-CoV-2 infizierte oder gar bereits verstorbene in irgendeiner Art und Weise zu verunglimpfen. Auch soll die Viruserkrankung nicht harmloser dargestellt werden als sie es möglicherweise ist. Immerhin scheinen derzeit zumindest zwei Dinge definitiv festzustehen..

  1. Ja, es handelt sich um eine ernsthafte bzw. auch unbedingt ernstzunehmende Infektion / Erkrankung.
  2. Etwaige Schätzungen zu Zahlen, Ursachen oder wie-auch-immer geartete Prognosen können nur eine Momentaufnahme sein, da die (weltweite) Krise noch nicht überstanden ist.

Aber, und deshalb auch dieser Beitrag; macht es einen schon etwas mulmig wie derzeit mit der Erkrankung – und das vor allem in den Medien – umgegangen wird. Genauer gesagt sind es hierbei vor allem die Zahlen (die der Infizierten und die der Todesfälle), die für Nervosität sorgen. Jedoch, und das ist das besondere; spielen dabei weniger die Zahlen an sich eine Rolle – was ohnehin schwierig ist, da sie zu keinem Zeitpunkt in irgendeine Relation gestellt werden – sondern vielmehr wie und mit welcher Ernsthaftigkeit sie präsentiert werden.

So ist es natürlich mehr als traurig, dass mittlerweile (und mit dem Stand vom 24.03.2020) 156 Menschen in Deutschland am sogenannten Coronavirus gestorben sind (Quelle). 156 Menschen in recht genau 14 Tagen – was einem Schnitt von 11,14 Menschen pro Tag entspricht. Und noch einmal: die Krise ist noch nicht vorüber, manche befürchten sogar noch einen markanten Anstieg. Dennoch, und zum Vergleich: in Deutschland starben im Jahr 2017 932.272 Menschen, was einem Durchschnitt von rund 2554 Menschen pro Tag entspricht. Hätte das Coronavirus also im Jahr 2017 hier gewütet, wäre die Zahl – nach jetzigem Stand versteht sich – also in einem Zeitraum von zwei Wochen von (so gesehen: üblichen) 2554 auf 2565 Todesfälle pro Tag gestiegen. Aber noch etwas gibt einem zu denken, und deshalb auch der bereits erwähnte Einwurf der fehlenden Relationen:

In Deutschland haben sich im Jahr 2017 9235 Personen umgebracht. Das entspricht einem Durchschnitt von 25,30 Personen am Tag.

Nun, eine Tatsache wie diese könnte man natürlich auch mal unkommentiert im Raum stehen lassen. Man könnte aber vielleicht auch sagen, dass sich – nach jetzigem Stand – mehr Menschen in Deutschland umbringen, als durch Corona sterben. Warum gerade das nicht traurig sein soll – zumindest den Medien nach, in deren Wahrnehmung es derlei Fakten gar nicht erst gibt – erschließt sich nicht ganz. Sicher, die hier betroffenen Menschen haben selbst entschieden, dass sie nicht mehr Leben wollen und sind keinem wie auch immer gearteten Virus ausgeliefert – aber macht es das wirklich weniger dramatisch ?

Um überhaupt erst einmal diese – im Vergleich zu anderen Todesursachen wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen sogar noch extrem niedrige – Zahl zu schlagen, müsste das Coronavirus nicht nur noch exakt 50 Wochen so weiter wüten wie bisher – es müssten auch noch mehr als doppelt so viele sterben (auf den Durchschnitt bezogen) als in den letzten zwei Wochen. Und das wäre – auch in Anbetracht dessen, dass man bezüglich etwaiger Prognosen vorsichtig sein sollte – schon eine sehr, sehr düstere Prognose.

Doch wie sieht es eigentlich in Italien aus, dem Land; das offenbar am schlimmsten von der Krise betroffen ist ? Diesbezüglich sind mindestens zweierlei Dinge festzustellen. Zum einen, dass es stimmt – und zum anderen, dass dies mehrere, teils höchst verschiedene Gründe hat. Gründe, die von einer allgemein eher älteren Gesellschaft (und somit einer automatisch höheren Sterblichkeit) bis hin zu einem maroden Gesundheitssystem reichen. Doch auch hier könnte – oder sollte – man einen Blick auf die Zahlen riskieren. In Italien sind bisher 6820 Menschen am Coronavirus gestorben (Quelle). Das ist eine Menge, jedoch gilt auch folgendes zu beachten:

  • Ein extrem großer Anteil der Verstorbenen befand sich in einem hohen Alter (70 oder älter).
  • Ein extrem großer Anteil der Verstorbenen besaß eine oder mehrere schwere Vorerkrankungen.

Diese beiden Feststellungen gelten im übrigen für alle Länder respektive betroffene Regionen, oder anders gesagt: der schlichte Lauf der Natur (d.h. das Erreichen eines hohen Alters) oder im allgemeinen eher unvorteilhafte gesundheitliche Zustand machen den Tod durch Corona wesentlich wahrscheinlicher. Durch Corona – oder aber etwaige andere Viren.

Von denen haben im übrigen nicht wenige – und nach aktuellem Stand – eine wesentlich höhere Mortalitätsrate als SARS-CoV-2. Natürlich sind etwaige Vergleiche zumindest momentan noch schwierig, und vielleicht sogar abwegig – doch dass die allgemeine Grippe (das Influenza-Virus) oftmals in einer Gegenüberstellung erwähnt wird, kommt nicht von ungefähr. Natürlich generieren sich die diesbezüglichen Zahlen innerhalb ganz anderer Zeiträume (die der sogenannten Grippewellen) – doch auch hier ist schon jetzt festzustellen, dass die aktuelle Grippesaison (von der verständlicherweise niemand redet) schätzungsweise 202 Menschenleben in Deutschland gefordet hat (Quelle). Das sind – nach jetzigem Stand – ebenfalls mehr als durch das Corona-Virus. Und wieder: selbst wenn die Zahlen noch weiter steigen, sollte es für das Coronavirus nicht ganz einfach werden, an Zahlen wie die der Grippesasion 2017/2018 heranzukommen – bei der mehr als 25.000 Menschen ihr Leben verloren (Quelle). Wahre Katastrophen, wie etwa der Ausbruch der spanischen Grippe (ebenfalls ein Influenza-Virus); möchte man lieber erst gar nicht zu Vergleichen heranziehen.

Natürlich, es handelt sich hierbei um ein Jonglieren mit Zahlen – und damit um einen Vorgang, bei dem noch ganze handvoll Variablen unbekannt sind. Zumal es ebenso schwerfällt wie schlicht müßig ist feststellen zu wollen, welche Viruserkrankung nun tatsächlich tödlicher ist als die andere. Eine Rolle spielt dies wenn überhaupt nur in Bezug auf die Verpflichtungen von Staat und Bürgern, sich in Zeiten einer grassierenden Epidemie oder auch Pandemie entsprecht zu verhalten – was aktuell bereits in vielen Ländern der Fall ist.

Eines ist schließlich nicht von der Hand zu weisen: SARS-CoV-2 scheint extrem ansteckend zu sein, und sich etwa in Bezug auf die Inkubationszeit vergleichsweise tückisch zu verhalten (Quelle). Solange die tatsächliche Mortalitätsrate also noch unklar ist, wäre es fatal sich in Bezug auf etwaige zur Eindämmung des Virus notwendige Maßnahmen zurückzuhalten.

Vielleicht können wir ja auch den aktuellen Zahlen aus China glauben – ja, gerade hier ist eine gesunde Skepsis mehr als angebracht – und davon ausgehen, dass SARS-CoV-2 dort auf eine ganz bestimmte Art und Weise wütete. Eine weder besonders schlimme (so wie es in den Medien zu hören ist) noch eine explizit harmlose (so wie es manche behaupten); sondern schlicht und ergreifend eine, die – ganz nüchtern und Fakten-basiert betrachtet – immerhin 0.005 Prozent der Bevölkerung etwas vergleichbares wie eine Grippe bescherte, und 0.0002 Prozent der Bevölkerung das Leben gekostet hat. Wenn, ja wenn die Zahlen denn stimmen.

Was beileibe – und trotz allem Verständnis – eines nicht bedeuten soll: dass eine allgemeine, gar auf eine unbestimmte Zeit ausgelegte Ausgangssperre das Mittel der Wahl ist (oder: sein sollte), wenn es um die Eindämmung bestimmter Infektionen / Krankheiten geht. Doch das ist ein anderes, mindestens ebenso brisantes Thema. Was momentan vor allem hilft – zumindest, wenn man sich gerade nicht mit wirklich existenziellen Problemen (welche nicht nur finanzieller Natur sein können) konfrontiert sieht – ist ein wenig Entspannung.

 

 

 

 

 

 

Metal-CD-Review: AGE OF ARTEMIS – Monomyth (2019)

Alben-Titel: Monomyth
Band: Age Of Artemis (mehr)
Veröffentlichung: 02. April 2019
Land: Brasilien
Spielart / Stil: Power Metal
Label: Keins / Independent

Lineup:

Giovanni Sena – Bass
Gabriel Soto – Guitars
Riccardo Linassi – Drums
Jeff Castro – Guitars
Pedro Campos – Vocals

Track-Liste:

1. Status Quo (01:36)
2. The Calling (05:25)
3. Helping Hand (05:50)
4. Unknown Strength (04:26)
5. Lightning Strikes (04:51)
6. The Call of the Fear (05:37)
7. Reborn (04:59)
8. Endless Fight (04:32)
9. What Really Matters (05:48)
10. Where Love Grows (06:37)
11. A Great Day to Live (05:25)
12. Prelude to a New World (02:10)

Von nur schwerlich zu beantwortenden Geschmacksfragen.

MONOMYTH ist der Titel des mittlerweile dritten offiziellen Studioalbums von AGE OF ARTEMIS – einer 2009 gegründeten, aus dem Herzen Brasiliens stammende Combo; die in Anbetracht der Historie des Leadsängers Alírio Netto sowie natürlich auch der Qualität des 2011 erschienenen Debütalbums OVEROMING LIMITS (siehe Review) oft in einem Atemzug mit ANGRA genannt wurde. Nun aber schreiben wir das Jahr 2019 – und die Frage, ob AGE OF ARTEMIS noch immer mit ihren theoretischen Vorbildern – oder zumindest musikalisch verwandten Kollegen, zu denen man auch noch ALMAH, SHAMAN und ANDRE MATOS hinzufügen könnte – mithalten können; rückt stärker in den Vordergrund als jemals zuvor. Immerhin mussten AGE OF ARTEMIS in der Zwischenzeit gleich drei einschneidende Besetzungswechsel verkraften – wobei nicht nur Pedro Sena (Drums) und Nathan Grego (Gitarre) die Band verließen, sondern – und ausgerechnet – auch noch der hiesige Leadsänger Alírio Netto. Für ihn kam erst kürzlich, das heißt 2017 der neue Frontmann Pedro Campos – den einige als Leadsänger der ebenfalls brasilianischen Power-Prog-Combo HANGAR, oder aber durch seine zahlreichen Auftritte bei den Kollegen von SOULSPELL kennen dürften.

So steht eines schon einmal unumstößlich fest: der Sound von AGE OF ARTEMIS hat sich weiter gewandelt. Vornehmlich aufgrund der eben erwähnten Besetzungswechsel – aber eventuell auch, da die Brasilianer den zutiefst mittelprächtigen Eindruck ihres 2014 erschienenen zweiten Albums THE WAKING HOUR (Review) vergessen lassen möchten. Vermutlich wird es dabei aber längst nicht jeden zufriedenstellen, in welche Richtung sich AGE OF ARTEMIS zusehends bewegen, oder anderes gesagt: der ursprünglich auf OVERCOMING LIMITS angepeilte Power Metal mit dezent symphonischen Einflüssen kommt bei den Brasilianern überhaupt nicht mehr vor. Das bedeutet mindestens zweierlei: zum einen, dass MONOMYTH mit seinen insgesamt 12 enthaltenen Titeln eher das Genre eines progressiven Power Metals bedient, womit die Brasilianer einen ganz ähnlichen Weg beschreiten wie jüngst die Italiener von LABYRINTH (gemeint ist hauptsächlich das 2017 erschienene ARCHITECTURE OF A GOD, siehe Review) – und zum anderen, dass allzu temporeich voranpreschende Gangarten, melodiöse Kraftakte oder hymnische Tendenzen im Sinne eher klassischer Power Metal-Combos ausbleiben. Natürlich muss das noch nichts schlechtes bedeuten – doch um der Enttäuschung jener entgegenzuwirken, die sich ein zweites OVERCOMING LIMITS gewünscht haben; sei es an dieser Stelle noch einmal angemerkt.

Wie gut oder schlecht MONOMYTH damit wirklich ist, ist demnach gar nicht so leicht zu beantworten – was des öfteren der Fall ist oder sein kann, wenn sich Bands vergleichsweise heftige Stilwechseln unterziehen. Klar, grundsätzlich spricht eine Menge für die neuen AGE OF ARTEMIS – etwa das wirklich in jeder Hinsicht tadellose Handwerk, die gelungene Abmischung und Produktion inklusive der nötigen Aufmerksamkeit für den Bass, die zumindest hie und da noch immer durchscheinende Band-Vergangenheit respektive die musikalische Verbindung zu anderen brasilianischen Combos (wie etwa beim Opener THE CALLING oder dem an ANGRA erinnernden HELPING HAND), Kracher-Titel wie WHERE LOVE GROWS (das alles andere als eine Ballade ist) oder der grundsätzlich starke, raspelig-raue Leadgesang von Pedro Campos, der im Zusammenspiel mit den Instrumenten auch mal an den Sound der Kollegen von den (neueren) NOCTURNAL RITES erinnern kann.

Dennoch, ein etwas flaues Gefühl bleibt zurück. Ob selbiges auf den insgesamt betrachtet eher modern ausfallenden Sound (und sei es nur gefühlt, siehe etwa Titel wie ENDLESS FIGHT), die doch prägnante Anzahl von Titeln mit einer deutlich ruhigeren Gangart, einzelne Titel wie das in vielerlei Hinsicht anstrengende THE CALL OF THE FEAR, das fehlen von wirklich kraftvoll-ausbrechenden Momenten oder die teils etwas zu gleichförmigen und gerade in Bezug auf die Gitarren höchst unspektakulären Refrains zurückzuführen ist; offenbart sich dabei nicht wirklich. Vermutlich ist es eine Mischung aus allem. Freunde einer progressiven Spielart, die eine gut inszenierte Symbiose aus Handwerk, Technik und Emotionen erleben wollen; sollten aber in jedem Fall einen Blick riskieren. Alle anderen, und das gilt insbesondere für Fans eines eher klassischen Power Metals; sollten sich dagegen schnell mit einem vergleichsweise handzahmen Album (insgesamt betrachtet) wie MONOMYTH langweilen – und seien entsprechend gewarnt. Zumal es ganz aktuell auch einige relativ ähnliche, aber eben doch deutlich interessantere Alternativen gibt – wie etwa die Jungs von den WINGS OF DESTINY, die sich mit ihrem neuesten Werk REVELATIONS (siehe Review) selbst übertroffen haben.

Anspieltipps: THE CALLING, WHAT REALLY MATTERS, WHERE LOVE GROWS


„Vergleichsweise anspruchsvoll und gerade technisch hervorragend – aber dennoch alles andere als atemberaubend.“

Metal-CD-Review: WINGS OF DESTINY – Revelations (2019)

Alben-Titel: Revelations
Band: Wings Of Destiny (mehr)
Veröffentlichung: 31. Mai 2019
Land: Costa Rica
Spielart / Stil: Power Metal
Label: Melodic Revolution Records

Lineup:

Emil Minott – Bass
Roberto Ulloa – Drums
Cristian Jiménez – Guitars
Anton Darusso – Vocals
Dani Chaves – Guitars

Track-Liste:

1. Revelations (06:51)
2. Divine? (Chaos Theme) (01:12)
3. Rising Chaos (05:44)
4. Here We Go (04:26)
5. Facing the Beast (04:38)
6. Stand and Fight (04:46)
7. Under the Moon (04:08)
8. Free Fall (04:28)
9. Lost in the Dark (05:00)
10. Wake Me Up (05:23)
11. Possessed (04:37)
12. Requiem (05:55)
13. Post Mortem (04:59)

Mich dünkt, es wird sich etwas offenbaren.

Schon kurz nach ihrer Bandgründung im Jahre 2013 (damals noch pur als DESTINY) avancierte sie zu einem waschechten Genre-GEheimtipp: die aus Costa Rica stammende Combo WINGS OF DESTINY, die mit ihrem ebenso kurzen wie knackigen Debütalbum TIME (siehe Review) einiges an Aufmerksamkeit erregen konnte. Und auch der 2016 nachgeschobene, letztendlich gar nicht so leicht in Worte zu fassende Nachfolger KINGS OF TERROR (Review) präsentierte sich als etwas ganz und gar besonderes – sodass es mehr als nur verwunderlich war, dass die Band das bis dato etablierte Niveau mit dem dritten Studioalbum BUTTERFLY EFFECT (Review) erstmals deutlich untergraben hatte. Immerhin, damit dürfte es nur umso spannender werden ein Album wie REVELATIONS für sich zu entdecken – wobei das auch für all jene gilt, die bisher noch nichts von den WINGS OF DESTINY gehört haben. Eines steht schließlich unweigerlich fest: auch REVELATIONS ist ein alles andere als gewöhnliches, einfaches oder gar vorhersehbares Genre-Album geworden.

Vielmehr werfen die WINGS OF DESTINY auch dieses Mal mit allerlei verschiedenen Gangarten, Einflüssen und teils auch überraschenden Elementen um sich – sodass REVELATIONS trotz seiner vielen kraftvollen und temporeichen Brecher durchaus ein gewisser progressiver Anspruch innewohnt. Immerhin, der Leadsänger ist mit Anton Darusso noch immer derselbe wie dereinst beim unter dem Bandnamen DESTINY veröffentlichten Debüt – was man zweifelsohne hört, oder in Anbetracht seines stimmlichen Volumens inklusive einer; man nenne es subtilen Aggressivität auch stets spürt. Nummern wie der Opener und Titeltrack REVELATIONS, HERE WE GO oder FACING THE BEAST avancieren so schnell zu ungeahnt kraftvollen Hymnen ohne allzu schnell aufkommenden Vergleichsmöglichkeiten – wobei es den WINGS OF DESTINY dieses Mal wieder deutlich besser gelingt, ein zielgerichtetes respektive effektives Songwriting zu betreiben. Zumindest im Gegensatz zum eher konfusen Vorgänger BUTTERFLY EFFECT – den man in Anbetracht der bereits zum Auftakt von REVELATIONS gebotenen Stärke und Spielfreude getrost vergessen kann oder vielleicht auch sollte. Die dezent eingebrachten symphonischen Elemente stehen der Band jedenfalls gut zu Gesicht.

Über den Aufstieg oder Fall des Albums werden – je nach persönlicher Facón – aber wohl ohnehin die ganz und gar besonderen Momente des Albums entscheiden. Das können dann Dinge wie das höchst merkwürdige, durchaus unterhaltsame Zwischenspiel DIVINE (CHAOS THEME) sein, fremdartig klingende Intros wie das zu UNDER THE MOON; oder Nummern wie RISING CHAOS – das vergleichsweise harsche Töne anklingen lässt und ganz nebenbei noch etwaige Genre-Grenzen zwischen der eigentlich angepeilten Spielart des Power Metals und ebenfalls gerne zu Rate gezogenen Elementen aus dem Thrash Metal niederreißt. Fest steht: das Handwerk der WINGS OF DESTINY war noch nie so überzeugend wie aktuell, und auch hinsichtlich der Abmischung und Produktion gibt es so gut wie nichts zu mäkeln. Im besten Fall führt das dazu, dass allein der Genuss eines Auftakts wie der zu STAND AND FIGHT für einen wahren Gänsehaut-Moment sorgt. Einen von vielen, sollte man wohl sagen – schließlich fällt die Qualität auch zur Alben-Mitte hin nicht ab.

So stellen sich auch Titel wie UNDER THE MOON als höchst atmosphärische, gut inszenierte Nummern mit dem gewissen Etwas heraus – wobei es nicht einmal stört, dass das Keyboard hie und da eine etwas größere Aufmerksamkeit zugestanden bekommt. Schließlich ist die Entschädigung in Form der knackigen Metal-Elemente, und das inklusive zahlreicher genialer Soli- und Instrumentalstrecken; schlicht enorm. Dass den WINGS OF DESTINY dann selbst gefühlt modernere Titel wie das bei anderen Bands sicher zum Scheitern verurteilte FREE FALL oder die Ballade WAKE ME UP (die sich im weiteren Verlauf noch ungemein steigert) gelingen, rundet das Ganze ab. Wie eventuell auch das tatsächlich mehr als überraschende Finale des Albums – das mit drei Nummern aufwartet, die man so überhaupt nicht hätte erwarten können. Die aber – und das ist das wichtige – noch immer recht gut zu den WINGS OF DESTINY passen. Sei es das kaum noch dem Power Metal zuzuordnende und extrem aggressive POSSESSED, das plötzlich enorm doomige REQUIEM oder das experimentelle, dabei aber dennoch emotionale und dezent an AYREON erinnernde POST MORTEM – mittlerweile ist den WINGS OF DESTINY alles zuzutrauen. Solange es nur gut klingt und der Unterhaltung respektive Abwechslung dient – die auf REVELATIONS nicht hätte größer sein können – ist alles in Ordnung. Aktuell sind die Costa-Ricaner jedenfalls wieder auf dem absolut richtigen Weg.

Anspieltipps: REVELATIONS, RISING CHAOS, FACING THE BEAST, STAND AND FIGHT


„Angenehm anders, enorm vielfältig und verdammt gut inszeniert – eine echte Überraschung.“

Metal-CD-Review: FUGATTA – Tales Of A New Century (2019)

Alben-Titel: Tales Of A New Century
Band: Fugatta (mehr)
Veröffentlichung: 04. März 2019
Land: Mexiko
Spielart / Stil: Power Metal
Label: Keins / Independent

Lineup:

Hugo Medina – Bass
Daniel Viña – Vocals
Eusebio Ismael Medrano Mendoza „Chemo“ – Guitars
Homero Lezama – Keyboards
Diego Aguilar – Drums

Track-Liste:

1. Awakening of the Inner Warrior (02:16)
2. Rise Your Pride (04:12)
3. Incubus (03:56)
4. Owners of This World (03:02)
5. Seas of Sirens (04:18)
6. Far Away (03:58)
7. The Autumn Was Long (04:34)
8. Waiting for Tomorrow (04:49)
9. My World Never Ends (05:04)
10. Decadence (04:26)
11. Seas of Sirens (Orchestral Bonus Track) (04:44)

Ein Albentitel, der einer gewissen Ironie nicht entbehrt.

In der Tat ist es nun schon wieder etwas her, dass die Jungs von FUGATTA mit ihrem Debütalbum MYSTIC KINGDOM (siehe Review) an den Start gegangen sind. Trotz dessen, dass sich die Mexikaner offenbar schon damals großes vorgenommen hatten; sollte es auch daraufhin erst einmal eine ganze Weile still werden um die Band. Warum genau, das wissen wohl nur die einzelnen Mitglieder selbst. Immerhin, und aus mancherlei Perspektive sicher glücklicherweise steht eines nunmehr fest: das immerhin ganze 8 Jahre währende Schweigen wurde doch noch gebrochen, und zwar mit dem kürzlich erschienenen zweiten Studioalbum TALES OF A NEW CENTURY. Wie schon der Vorgänger fristet es einen eher unscheinbaren Status als leicht zu übersehendes Independent-Release und wird von der Band selbst vertrieben – wobei man sich auch dieses Mal die Frage stellen könnte, wer genau mit einem Album wie diesem bedient werden soll. Schließlich, und diese Kritik sollte erlaubt sein; war schon der Vorgänger alles andere als ein rundum zufriedenstellendes geschweige denn sonderlich originelles Power Metal-Album. Eines, das in jedem Fall noch reichlich Luft nach oben ließ.

Immerhin – und in Bezug auf das vorliegende TALES OF A NEW CENTURY – ist FUGATTA dabei eines in jedem Fall hoch anzurechnen: sie haben sich spürbar bemüht, eben jene Lücke zu schließen. So merkt man den 11 enthaltenen neuen Nummern zweifelsfrei an, dass die Mexikaner einiges an Herzblut (und natürlich auch Zeit) investiert haben. Mit dem im Vergleich zum Vorgänger besser aufgehenden Songwriting, dem stärkeren Fokus auf die Metal-Elemente inklusive einiger guter Soli, kleinen Verbesserungen im Leadgesang und letztendlich auch in der Abmischung und Produktion macht TALES OF A NEW CENTURY jedenfalls schon deutlich mehr her als dereinst das reichlich ungeschliffene MYSTIC KINGDOM. Zweifelsohne handelt es sich hier um einen Vorteil, der klar für die Band und die Entwicklung von FUGATTA spricht. Eine unter Umständen entscheidende Frage ist nur, ob das wirklich reicht – vor allem in Bezug auf die aktuelle Konkurrenzfähigkeit von FUGATTA. Die steht schließlich – und bei einer näheren Betrachtung des auf TALES OF A NEW KINGDOM enthaltenen Materials – noch immer auf recht wackeligen Beinen.

Entsprechend spannend ist der Versuch herauszufinden, woran genau das liegen könnte – wobei zumindest das symphonisch angehauchte instrumentale Intro AWAKENING OF THE INNER WARRIOR sowie der als Videosingle ausgekoppelte Opener RISE YOUR PRIDE noch keine wirklichen Rückschlüsse ermöglichen. Ganz im Gegenteil: so wie in RISE YOUR PRIDE hätten FUGATTA vielleicht schon damals klingen sollen. Natürlich offenbaren sich gerade im Leadgesang einige Schwächen, und etwas ganz und gar besonderes ist auch dieser Titel nicht – doch die ebenso temporeiche und melodiöse Gangart passt recht gut zum allgemeinen Soundoutfit der Band, das hier ein wenig an die Kollegen von 4TH DIMENSION denken lässt. Die eigentliche Crux oder auch Problematik der Band und des Albums lässt sich dann allerdings auch nicht mehr allzu lange auf sich warten. Schließlich zeigen schon Nummern wie INCUBUS (das schlicht extrem viel will, letztendlich aber nur mäßig abschneidet und im besten Fall an die Glanzzeiten von CELESTY erinnert) oder OWNERS OF THIS WORLD (das relativ düster daherkommt und einen am ehesten an die Kollegen von KAMELOT denken lässt) auf; an welchen Ecken und Enden es bei FUGATTA noch hapert.

Kein Geheimnis ist etwa, dass bereits erwähnte Leadgesang von Daniel Viña eine diesbezüglich nicht ganz unwesentliche Rolle spielt. Der Mexikaner ist einfach nicht der beste geschweige denn markanteste Sänger, und offenbar gerade im Spagat zwischen verschiedenen Tonlagen teils frappierende Schwächen. Dass TALES OF A NEW KINGDOM – natürlich – auch eine der typisch-obligatorischen Balladen vorsieht, macht es nicht gerade besser: THE AUTUMN WAS LONG zündet einfach nicht, weder auf musikalischer noch auf emotionaler Ebene. Ebenfalls eher suboptimal ist der natürlich doch noch vergleichsweise großzügig ausfallende Einsatz des Keyboards – wobei es nicht unbedingt problematisch ist dass es zum Einsatz kommt, sondern eher wie es klingt. Das ist auch dann der Fall, wenn anstatt der allzu elektronisch anmutenden Klänge (OWNERS OF THIS WORLD) explizit symphonische Elemente zu Rate gezogen werden. Wie etwa in SEAS OF SIRENS, das einfach viel zu überladen klingt und den dünnen Leadgesang von Daniel Viña umso schlechter dastehen lässt. Interessanterweise klingt auch das Drumming alles andere als überragend (wie in FAR AWAY) – wobei fraglich bleibt, wie viele Anteile auf den handwerklichen Part von Diego Aguilar zurückfallen, und wie viele auf die Aufnahme, Abmischung und Produktion.

Schlussendlich gilt es mindestens zweierlei Dinge festzuhalten. Zum einen, dass es FUGATTA durchaus gelungen sich zu steigern (was in Anbetracht der Zeitspanne zwischen den beiden Alben aber eigentlich auch ein Muss ist) – und zum anderen, dass dies noch immer nicht ausreicht um die Mexikaner zu einer der nennenswerteren Power Metal-Combos avancieren zu lassen. Wirklich entscheiden wird sich die Zukunft der Band also vermutlich erst bei einem potentiellen weiteren Album – auf dem man hoffentlich auf Titel wie das in jeder Hinsicht unterirdische MY WORLD NEVER ENDS verzichtet.

Anspieltipps: RISE YOUR PRIDE, OWNERS OF THIS WORLD, FAR AWAY


„Die richtigen Vorbilder scheinen FUGATTA zu haben – eine entsprechende Qualität aber können sie auch dieses Mal nicht etablieren.“

Metal-CD-Review: NORTHTALE – Welcome To Paradise (2019)

Alben-Titel: Welcome To Paradise
Band: Northtale (mehr)
Veröffentlichung: 02. August 2019
Land: Schweden
Spielart / Stil: Melodic Power Metal
Label: Nuclear Blast

Lineup:

Mikael Planefeldt – Bass
Patrick Johansson – Drums
Bill Hudson – Guitars
Jimmy Pitts – Keyboards
Christian Eriksson – Vocals

Track-Liste:

1. Welcome to Paradise (04:36)
2. Higher (03:45)
3. Follow Me (04:39)
4. The Rhythm of Life (03:50)
5. Time to Rise (03:51)
6. Way of the Light (04:47)
7. Shape Your Reality (03:46)
8. Everyone’s a Star (03:39)
9. Siren’s Fall (03:52)
10. Bring Down the Mountain (03:50)
11. Playing with Fire (04:31)
12. If Angels Are Real (04:28)
13. Even When (03:29)

Willkommen im (doppelten) Paradies.

Die meisten werden es wissen: gut erzählte Power Metal-Geschichten aus dem hohen Norden gibt es schon lange. Doch auch heute noch bringen das für das Genre enorm wichtige Länder-Trio aus Schweden, Finnland und Norwegen immer neue Bands hervor – wie etwa NORTHTALE. Dabei ist es beileibe keine Schande, wenn man bis dato noch nichts von der 2017 gegründeten Combo gehört hat – schließlich sollte es bis zum ersten handfesten Release (die erste Single erschien im Juni 2019) noch etwas dauern. Zumindest beim Lesen der Besetzungsliste aber sollten bei den meisten die Alarmglocken schrillen, denn so gut wie alle Beteiligten haben bereits einiges an großzügiger Genre-Erfahrung vorzuweisen. Neben Patrick Johansson (Drums), Bill Hudson (Gitarren) und Jimmy Pitts (Keyboards) ist es dann aber vor allem ein Name, der die Aufmerksamkeit zusätzlich erregt – immerhin hält niemand geringerer als Christian Eriksson das Leadgesangszepter von NORTHTALE in der Hand. Richtig; eben jener Christian Eriksson, der bis 2017 als ebenso markanter wie engagierter Frontmann der Recken von TWILIGHT FORCE fungierte – und der nun ein neues (Band-)Zuhause gefunden hat.

Jedoch, und um schon einmal dezent auf den Sound respektive die Spielart von NORTHTALE einzugehen; hält er sich im Vergleich zu seinen bisherigen Darbietungen eher zurück. Auch wenn man es durchaus vermuten könnte ist das aber keinesfalls negativ gemeint, zumindest nicht in diesem Fall – schließlich muss er bei NORTHTALE eine etwas andere Genre-Sparte bedienen als zuvor bei den symphonisch-durchtrieben agierenden Abenteurern von TWILIGHT FORCE. NORTHTALE sind eher im Bereich eines vergleichsweise gemäßigten Melodic Power Metals zu verorten, wobei sich gänzliche andere Parallelen ergeben – wie etwa zu den Kollegen von STRATOVARIUS oder SONATA ARCTICA (die früheren). Festzuhalten ist in jedem Fall, dass Christian Eriksson seine Sache auch bei seiner neuen Band gut macht. Mehr noch, und ganz grundsätzlich gesprochen: Eriksson, der einst bei den Kollegen von SABATON (allerdings eher im Hintergrund) gewerkelt und so seine Karriere begonnen hat; kann problemlos als Ausnahmetalent und waschechte Bereicherung für das Genre angesehen werden. Auch, aber längst nicht nur da er bei NORTHTALE eine so noch nicht gehörte gefühlvolle Seite von sich zeigen kann – und auch dabei wunderbar angenehm und glaubwürdig klingt. Demnach darf man gespannt sein, was er in Zukunft noch alles anpacken wird – wobei zu hoffen ist, dass er sich nicht vorschnell zur Ruhe setzt.

An dieser Stelle geht es jedoch erst einmal um NORTHTALE’s Debütalbum – das mit 13 Titeln und einer Gesamtspielzeit von knapp 53 Minuten aufwartet. Das interessante dabei ist, dass es wie bereits erwähnt klar dem Genre des Melodic Power Metals zuzuordnen ist – dabei aber ein recht breit gefächertes Spektrum an verschiedenen Gangarten und Stimmungen offeriert. Gangarten, die NORTHTALE offenbar alle beinahe perfekt beherrschen – sodass sowohl zünftige Uptempo-Hymnen wie der Opener WELCOME TO PARADISE, melodische Midtempo-Stampfer wie THE RYTHM OF LIFE oder emotionale Balladen wie WAY OF THE LIGHT (sowie natürlich der Rausschmeißer EVEN WHEN, bei dem Christian Eriksson kaum wiederzuerkennen ist) tadellos funktionieren. All das wäre aber vermutlich nur halb so schön, wenn es nicht auch eine ganze handvoll von Titeln gäbe die zusätzlich hervorstechen – und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. HIGHER etwa, das richtigerweise auch als vorab-Single ausgekoppelt wurde; präsentiert sich schnell als eindeutig zu identifizierender Hochkaräter – wobei die Strophen, und das ist eher selten; noch prägnanter ausfallen als der Refrain. Mehr als willkommen ist auch, und das gilt grundsätzlich für alle Titel; dass NORTHTALE das Keyboard eher unterstützend einsetzen – und im allgemeinen auf einen schön knackigen Metal-Sound setzen, der keines der Instrumente zu kurz kommen lässt. Auch nicht den Bass, glücklicherweise.

Und auch im weiteren Verlauf des Albums bleibt es spannend: das zunächst etwas unscheinbar wirkende FOLLOW ME schöpft mit seinen an die früheren SONATA ARCTICA angelegten Elementen ebenso aus dem musikalischen Vollen wie das dezent an ANGRA erinnernde, schlicht enorm mitreißende SHAPE YOUR REALITY oder das gleich in jeder Hinsicht geniale IF ANGELS ARE REAL. Weitere Überraschungen gibt es in Form von Nummern wie BRING DOWN THE MOUNTAIN – bei dem NORTHTALE erneut eine weitere musikalische Facette von sich zeigen. Eine, die einen ein wenig an eine (dann aber: starke) Version von BLOODBOUND denken lässt. Kurioserweise sollte es selbst kritisch eingestellten Beobachtern entsprechend schwerfallen, etwaige Ausfälle oder zumindest schwächere Momente auszumachen – die sich am ehesten in Feinheiten wie dem Ausklang von WELCOME TO PARADISE (bei dem Christian Eriksson plötzlich so klingt wie ein aufgedrehter Tobias Sammet) oder den merkwürdigen, sich etwas fremdartig anfühlenden Sprachfetzen in der Mitte von TIME TO RISE bemerkbar machen. Wenn es wirklich um komplette Titel gehen soll die zu potentiell  zu vernachlässigen sind, so träfe die Wahl wohl am ehesten EVERYONE’S A STAR – das dann doch mit einer etwas zu poserhaften Attitüde und einem zu dick aufgetragenen Keyboard daherkommt.

Schlussendlich – und tatsächlich – ist WELCOME TO PARADISE aber ein echter Kracher geworden. Einer, der die durch die Präsenz des Leadsängers Christian Eriksson gehegten Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertrifft. Und das vornehmlich, da es NORTHTALE wie derzeit keine zweite Band schaffen viele verschiedene Stimmungen unter einen Hut zu bekommen. Und, das ist das wichtige; dabei noch immer unglaublich überzeugend und glaubwürdig zu klingen. Anders gesagt: so vielfältig, abwechslungsreich und dabei noch immer nach einem gewissen Konsens klingend ist schon länger kein Power Metal-Album mehr ausgefallen. Erst Recht nicht in diesem Jahr – was WELCOME TO PARADISE ganz eindeutig zu einem der heißeren Kandidaten für den diesjährigen Genre-Thron macht. Wer hätte das gedacht…

Anspieltipps: WELCOME TO PARADISE, FOLLOW ME, SHAPE YOUR REALITY, BRING DOWN THE MOUNTAIN, IF ANGELS ARE REAL


„Hier gibt es alles, was das Genre-Herz begehrt.“