Metal-CD-Review: SOUL OF STEEL – Destiny (2013)

Alben-Titel: Destiny
Künstler / Band: Soul Of Steel (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Januar 2011
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Nicola Logrillo – Bass
Lorenzo Chiafele – Drums
Nicola Caroli – Guitars
Daniele Simeone – Keyboards
Gianni Valente – Vocals
Valerio De Rosa – Guitars

Track-Liste:

1. Intro (01:24)
2. Swordcross (04:38)
3. Running in the Fire (05:16)
4. Reborn (05:40)
5. Wild Cherry Trees (03:48)
6. Till the End of Time (03:21)
7. Endless Night (06:56)
8. Wings of Fire (05:55)
9. Destiny (05:05)

Ein möglicherweise etwas zu früh aus der Schmiede gezogenes Schwert.

Fakt ist: auch in den Gefilden des Power Metals ist aller Anfang schwer. Wenn dann auch noch einige erschwerende Umstände hinzukommen – wie etwa, dass man es nach der Bandgründung verpasst hat direkt durchzustarten; oder vielleicht auch einem längst von zahlreichen Genre-Bands überschwemmten Land namens Italien kommt – muss man sich schon extrem ins Zeug legen, um überhaupt Gehör zu finden. Vor einem eben solchen Problem standen offenbar auch die Musiker von SOUL OF STEEL, die sich bereits im Jahre 2007 zusammengefunden haben – es aber erst 2011 zum vorliegenden Deübtalbum DESTINY brachten. Immerhin erschien selbiges über das Label Underground Symphony, und wurde durch die Zusammenarbeit mit einigen berühmt-berüchtigten Genre-Musikern (wie etwa Roberto Tiranti oder Olaf Thörsen, beide bei LABYRINTH) geadelt – was indes noch nicht wirklich etwas über die tatsächlich offerierte musikalische Qualität aussagt. Und schon gar nicht über die Originalität – schließlich kann eine Zusammenarbeit mit einer Combo wie LABYRINTH erst recht bedeuten, dass man sich eher seinen potentiellen Vorbildern nähert als etwas eigenständiges zu versuchen.

Und tatsächlich, nennenswert anders oder aufregend klingen die Jungs von SOUL OF STEEL auf ihrem Debütalbum nicht – wohl aber wie eine Combo, die trotz der bereits einige Jahre zurückliegenden Gründung etwas; man nenne es unreif klingt. Das muss genrell nichts schlechtes bedeuten, zumal es beileibe nicht jede neu erscheinende Band schaft bereits auf dem Debütalbum vollständig zu überzeugen – doch scheinen sich in diesem Fall zusätzliche Probleme zu ergeben. Den Anfang macht der Leadgesang von Gianni Valente, der in einem vergleichsweise tiefen Register agiert – dabei aber nicht selten so klingt, als würde er bloß einen beliebigen Text ablesen. Wenn es dann auch noch zu einem Moment wie in WILD CHERRY TREES kommt, macht sich seine relative Unsicherheit und auch fehlende Emotionalität zusätzlich bemerkbar – mit dem Ergebnis einer der gesanglich ungünstigsten Power-Balladen aller Zeiten, die auch sonst nur so vor Schmalz und einer gewissen Lieblosigkeit trieft. Fest steht: so etwas hat auf einem ambitionierten Power Metal-Album nichts zu suchen.

Dazwischen, und in den etwas knackigeren Momenten sieht es schon etwas besser aus; wobei auch hier fast ausnahmslos gilt: man hat Material wie das hier dargebotene einfach schon zu oft gehört. Und, was sich letztendlich als reichlich fatal erweist; einen zusätzlichen Mehrwert bringen SOUL OF STEEL eher nicht mit. Insbesondere die schwache Produktion erledigt hier alles übrige – was etwas merkwürdig ist, zeichnet sich doch der bereits erwähnte Olaf Thörsen für den Sound des Albums verantwortlich. Natürlich nicht allein, aber zu einem insgesamt etwas ausgewogener und druckvoller klingenden Album hätte man es hier schon bringen müssen. Aber auch die Abmischung erscheint nicht wirklich gelungen – wofür schon der Opener SWORDCROSS Pate steht. Anders gesagt: der Leadgesang ist viel zu oft deutlich zu laut und vordergründig platziert, was auch für das Schlagzeug gilt – wohingegen die Gitarren und der Bass relativ sang- und klanglos in den Komposition unterzugehen drohen.

Wenn man nun noch die Tatsache hinzunimmt, dass dem Album entgegen des Bandnamens nicht wirklich eine Seele innezuwohnen scheint und die Nummern entsprechend generisch und austauschbar klingen – erhält man eines der zweifelsohne weniger überzeugenden Debütalben einer Band, die wenn sie so weitermachen sollte eine mehr als ungewisse Zukunft hat. Sicher, einige Ansätze scheinen vorhanden; und ENDLESS NIGHT ist mit seiner Gesangsdarbietung von Roberto Tiranti ein kleiner Geheimtipp. Doch wenn SOUL OF STEEL in absehbarer Zeit wirklich als ernstzunehmende Konkurrenzband aus Italien wahrgenommen werden wollen, muss sich noch einiges ändern.

Absolute Anspieltipps: ENDLESS NIGHT


„Ein Debütalbum mit noch zu wenig vielversprechenden Ansätzen.“

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