Metal-CD-Review: VICTORIUS – Unleash The Titans (2010)

Alben-Titel: Unleash The Titans
Künstler / Band: Victorius (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Januar 2011
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Andreas Dockhorn – Bass
Tyl Fiedler – Drums
Dirk Scharsich – Guitars
David Baßin – Vocals
Steven Dreißig – Guitars

Track-Liste:

1. Unleash the Titans (03:36)
2. Oblivion (03:16)
3. Stormrider (03:46)
4. Break the Spell (04:11)
5. Wings of Destiny (04:11)
6. Slave to the Dark (03:37)
7. Last Sanctuary (03:38)
8. Fly with Me (04:12)
9. Angel (03:33)

Ja dann… lassen wir sie mal frei, die Titanen.

VICTORIUS ist eine 2004 gegründete Power Metal-Combo aus Deutschland, die im Jahre 2008 eine erste offizielle Demo an den Start gebracht hat. Bevor die Band aber von einem Label unter Vertrag genommen und analog dazu auch einen größeren Bekanntheitsgrad erreichte, sollten noch einige Jahre vergehen. Aus eben jener Zwischenphase stammt auch das vorliegende Debütalbum UNLEASH THE TITANS, welches 9 Titel bei einer recht übersichtlichen Gesamtspielzeit von 34 Minuten beinhaltet – und von der Band noch in kompletter Eigenregie produziert und vermarktet wurde. Das gleichermaßen interessante wie kuriose dabei ist, dass VICTORIUS nicht nur deshalb vergleichsweise schlecht abgeschnitten hatten – sondern auch davon unabhängig nur ein eher mäßiges Genre- respektive Debütalbum abliefern konnten. Eines, welches nur wenig mit der später glücklicherweise doch noch erreichten Stilsicherheit der Band am Hut hatte. Anders gesagt: zu den interessanteren Debütalben diverser aufstrebender Bands, denen eine gewisse Magie sowie der spürbare Drang mehr erreichen zu wollen innewohnt; gehört UNLEASH THE TITANS nicht – oder nur höchst eingeschränkt.

Denn neben der eher schwachbrüstigen, insbesondere für die Gitarren zum Nachteil ausfallenden Abmischungs- und Produktionsarbeit hat das Album mindestens eine weitere frappierende Schwäche. Oder eher zwei, schließlich ist weder das was Leadsänger David Baßin hier von sich gibt von besonderer Bedeutung, noch kann seine gesangliche Darbietung generell überzeugen – mit Darbietungen wie der in BREAK THE SPELL, dem auch sonst recht merkwürdigen LAST SANCTUARY oder dem balladesken ANGEL als negative Paradebeispiele. Dabei ist insbesondere das einer der Gründe dafür, dass viele der vertretenen Nummern wie ein relativ müder Abklatsch diverser sogenannter True Metal-Bands a’la MAJESTY oder WIZARD wirken – die grundsätzlich soliden, aber eben auch alles andere als spektakulären Instrumentalparts sowie die selbst im Vergleich zu den frühen WIZARD geradezu kärglich ausfallenden Gangshouts erledigen den Rest. Immerhin geben einige Riffs und harmonische Strukturen (wie etwa in STORMRIDER) einen dezenten Hinweis darauf, dass schon zu diesem frühen Zeitpunkt mehr in VICTORIUS geschlummert hatte als sie es in der Lage waren zu zeigen – doch gegen den insgesamt eher platten Gesamteindruck konnten und können diese feinen Nuancen auch nicht mehr viel ausrichten.

Was dem Debütalbum somit bleibt, ist sein eher rauer und ungeschliffener Eindruck – der die Musiker von VICTORIUS in einer frühen, potentiell interessanten Schaffensphase zeigt. Wer seine Sammlung vervollständigen möchte, kann also getrost zuschlagen – wer dagegen nur auf die Essenz von VICTORIUS aus ist; der sollte UNLEASH THE TITANS vielleicht eher überspringen und mit den späteren, besseren Alben beginnen.

Absolute Anspieltipps: UNLEASH THE TITANS, STORMRIDER


„Eine interessante, insgesamt aber viel zu ungeschliffene und gerade in gesanglicher Hinsicht problematische Werkschau.“

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