Metal-CD-Review: VICTORIUS – The Awakening (2013)

Alben-Titel: The Awakening
Künstler / Band: Victorius (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 22. März 2013
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Sonic Attack Records

Alben-Lineup:

David Baßin – Vocals
Andreas Dockhorn – Bass
Dirk Scharsich – Guitars
Steven Dreißig – Guitars
Rene Wähler – Drums

Track-Liste:

1. Age of Tyranny (03:33)
2. Starfire (03:50)
3. The Awakening (04:31)
4. Lake of Hope (04:27)
5. Under Burning Skies (03:50)
6. Black Sun (04:15)
7. Demon Legions (05:55)
8. Through the Dead Lands (04:42)
9. Call for Resistance (04:21)
10. Kings Reborn (04:29)
11. Metalheart (03:38)

Alles, nur kein böses Erwachen.

Sie sind vergleichsweise selten, doch es gibt sie – Bands; die nach einem eher mittelprächtigen Karriestart und den damit einhergehenden kritischen Rückmeldungen plötzlich doch noch geneigt sind, alle Register ziehen. Doch ganz egal ob die deutschen Power Metaller von VICTORIUS nun tatsächlich einige Überstunden eingelegt; oder sich schlicht noch einmal konspirativ zu einer fruchtbaren Grundsatzdiskussion zusammengesetzt hatten – das Ergebnis in Form des zweiten Band-Langspielers THE AWAKENING kann sich allemal sehen und hören lassen. Und das aus vornehmlich einem Grund: VICTORIUS legten speziell in Bezug auf den Leadgesang von David Baßin – und damit einhergehend auch die Inszenierung der inhaltlichen Komponente – einen regelrechten Quantensprung hin. Neben der eher schwachbrüstigen Produktion war vor allem das eines der großen Mankos des Debütalbums UNLEASH THE TITANS (siehe Review) – das damit eher den Eindruck eines schnellen Hobby-Outputs denn eines lange geplanten Meisterstücks erweckte.

Umso schöner erscheint es, mit dem Zweitwerk THE AWAKENING nun tatsächlich eine kleine Sound-Revolution zu erleben. Was genau in und mit der Band passiert war steht in den Sternen, aber: man hört deutlich, dass es VICTORIUS endlich geschafft hatten ihre eigene Identität zu finden. Anders gesagt: nach dem noch nicht wirklich aussagekräftigen, einstweilen etwas unentschlossen wirkenden Debütalbum schien die Spielart plötzlich gefestigt. THE AWAKENING bietet dem geneigten Genre-Konsumenten so eine äußerst eingängige und dabei stets handwerklich überzeugende Power Metal-Mixtur; die stilistisch irgendwo zwischen den flott agierenden Kollegen von CELLADOR, den hymnischen Fanfaren von FREEDOM CALL und vielleicht auch den Schweden von BLOODBOUND  anzusiedeln ist. Andere wiederum ziehen gerne die Briten von DRAFONFORCE zwecks eines Vergleiches zu Rate, und auch das erscheint nicht gänzlich abwegig. Wobei man lediglich einschieben müsste, dass VICTORIUS vergleichsweise gemäßigt zu Werke gehen, nicht nur was die Soli betrifft – und somit auch kein Problem mit stampfenden Midtempo-Nummern a’la LAKE OF HOPE haben.

Im Falle von THE AWAKENING hat man also die Qual der Wahl. Sollen es nun die temporeicheren, nicht nur in den Refrains mit einem starken Hymnen-Potential ausgestatteten Brecher a’la AGE OF TYRANNY, UNDER BURNING SKIES oder KINGS REBORN sein – oder doch lieber die mit dezenten progressiveren Strukturen ausgestatteten, sicher nicht minder spektakulären Nummern vom Schlage eines THE AWAKING oder BLACK SUN ? Denn auch oder gerade hier überzeugen VICTORIUS in einem ganz und gar überraschenden Ausmaß. Insgesamt betrachtet hatten VICTORIUS schlicht vieles richtig gemacht – sodass sie mit THE AWAKENING endlich auf dem richtigen Weg waren.

Absolute Anspieltipps: AGE OF TYRANNY, THE AWAKENING, UNDER BURNING SKIES, BLACK SUN


„Erst Recht nach dem eher durchwachsenen Debütalbum ein ganz schön starkes Stück.“

Aufgrund der hohen Wertung hat sich dieses Album einen Platz in der ewigen Metal-Bestenliste erkämpft.

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