Metal-CD-Review: ALQUIMIA – Espiritual (2015)

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Alben-Titel: Espiritual
Künstler / Band: Alquimia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2015
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Mutus Liber

Alben-Lineup:

Rubén Lanuza – Bass
Leo Duarte – Drums
Alberto Rionda – Guitars
Chez García – Keyboards
Israel Ramos – Vocals

Track-Liste:

1. Indomable (05:57)
2. La flor en el hielo (05:15)
3. Éxodo (05:22)
4. Caballero blanco (04:49)
5. El ocaso de los dioses (05:00)
6. Espiritual (04:45)
7. Vulnerable (04:21)
8. Sol negro (06:44)
9. Morir por nada (05:19)
10. Almas unidas (05:09)

También quiero sentir el fuego.

Erinnert sich noch jemand an die von Alberto Rioanda gegründete Power Metal-Combo ALQUIMIA ? Die hatte im Jahre 2013 für einen echten Überraschungs-Hit gesorgt; und zwar in Form des gleichnamigen, sehr guten Debütalbums ALQUIMIA (Review). Wenn man so will könnte man wohl sagen, dass die Spanier nicht nur den Rhythmus sondern auch Feuer im Blut haben – sodass es auch kein Wunder ist, dass mit ESPIRITUAL nun endlich ein Nachfolger ins Haus steht. Einer, der mit dem Opener INDOMABLE sogleich erneut aus dem Vollen schöpft – und den Hörer im besten Fall direkt auf eine Reise in die anberaumten spirituelle Gefilde mitnimmt. Allerdings muss man sich an den doch recht reichhaltigen Klangeindruck erst einmal gewöhnen. Denn: ALQUIMIA bewegen sich hier nah an der Grenze des unerträglichen, will heißen überladenen – gerade in Bezug auf das allerlei symphonische Spielereien kredenzende Keyboard. Dieses Problem zieht sich interessanterweise auch durch viele der anderen Nummern, die so einstweilen eher künstlich aufgeblasen wirken – was etwas nachdenklich stimmt, schließlich war der Vorgänger bei weitem nicht so explizit davon betroffen. Dabei hätte gerade Leadsänger Israel Ramos derlei Ausstaffierungen nicht nötig – auf auf ESPIRITUAL überzeugt der Spanier mit seiner Darbietung irgendwo zwischen einer unmissverständlichen Bestimmtheit, einer glaubwürdigen Emotionalität und einer Extraportion Kraft.

Auch die Gitarren-Arbeit von Alberto Rionda höchstselbst ist alles andere als von schlechten Eltern – und verleiht dem Albu m gerade in den Soli-Momenten einen ganz besonderen Schliff. Wie also sollte man mit einem Album wie diesem verfahren ? Klar ist, dass es aufgrund der plötzlich doch stark im Vordergrund stehenden Keyboard-Elemente und der gefühlt nicht mehr ganz so gleichberechtigten Abmischung (die Gitarren stehen klar im Vordergrund, Schlagzeug und Bass sind im schlimmsten Fall kaum hörbar – übertrieben gesprochen) kaum an den Vorgänger heranreicht. Auch scheint das Songwriting nicht mehr so effektiv – wobei gerade der Mittelteil etwas länglich ausfallen kann und sich durch die ständigen Keyboard-Einschübe viele Momente ähneln. Anders gesagt: unter einer einstweilen etwas zu aufgeblasenen und süffigen Deckschicht lässt sich auch auf ESPIRITUAL ein kleines Power Metal-Highlight entdecken. Weniger ist manchmal mehr… erst recht, wenn die Grundzutaten so schmackhaft sind wie im Falle von ALQUIMIA.  Hoffentlich beherzigen die Spanier das für ein potentielles nächstes Mal.

Absolute Anspieltipps: INDOMABLE, CABALLERO BLANCO, EL OCASO DE LOS DIOSES, ALMAS UNIDAS


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„Es ist Kritik auf hohem Niveau, aber: ein deutlich zu strapazierender Keyboard-Einsatz und eine eher ungünstige Abmischung werden der eigentlichen Genialität der Band kaum gerecht.“

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