Epic Metal Moments: ALBERTO RIONDA’S ALQUIMIA – Indomable (2015)

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Ya no hay mas niebla en el cielo,
ya no hay peligro de volar.
El mundo ante ti se muestra tan real,
puedes vivir creando tu voluntad.

Jamas renunciaste a tus sueños,
es hora de hacerlos realidad.
La noche se fue y vuelve el Sol a Brillar,
ponte en pie, ¡despliega tus alas!

¡Vive en la Eternidad, siempre indomable!
con tu estandarte de paz, orgulloso de existir.
¡Vence a la oscuridad, siempre indomable!
Libre para vivir, tu voluntad así se hará por siempre.

¿Puedes sentir como tu fuego arde con fuerza en tu interior?
Aquello que ves lo forjas dentro de ti,
lo puedes crear con solo un deseo.
Puedes volar, no tengas miedo,
¡despliegas tus alas en la eternidad!
eres un rey con tu propio ejército,
impones tu ley con autoridad.

¡Vive en la Eternidad, siempre indomable!
con tu estandarte de paz, orgulloso de existir.
¡Vence a la oscuridad, siempre indomable!
Libre para vivir, tu voluntad así se hará por siempre.

¡Vive en la Eternidad, siempre indomable!
con tu estandarte de paz, orgulloso de existir.
¡Vence a la oscuridad, siempre indomable!
Libre para vivir, tu voluntad así se hará por siempre.

Metal-CD-Review: ALQUIMIA – Espiritual (2015)

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Alben-Titel: Espiritual
Künstler / Band: Alquimia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2015
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Mutus Liber

Alben-Lineup:

Rubén Lanuza – Bass
Leo Duarte – Drums
Alberto Rionda – Guitars
Chez García – Keyboards
Israel Ramos – Vocals

Track-Liste:

1. Indomable (05:57)
2. La flor en el hielo (05:15)
3. Éxodo (05:22)
4. Caballero blanco (04:49)
5. El ocaso de los dioses (05:00)
6. Espiritual (04:45)
7. Vulnerable (04:21)
8. Sol negro (06:44)
9. Morir por nada (05:19)
10. Almas unidas (05:09)

También quiero sentir el fuego.

Erinnert sich noch jemand an die von Alberto Rioanda gegründete Power Metal-Combo ALQUIMIA ? Die hatte im Jahre 2013 für einen echten Überraschungs-Hit gesorgt; und zwar in Form des gleichnamigen, sehr guten Debütalbums ALQUIMIA (Review). Wenn man so will könnte man wohl sagen, dass die Spanier nicht nur den Rhythmus sondern auch Feuer im Blut haben – sodass es auch kein Wunder ist, dass mit ESPIRITUAL nun endlich ein Nachfolger ins Haus steht. Einer, der mit dem Opener INDOMABLE sogleich erneut aus dem Vollen schöpft – und den Hörer im besten Fall direkt auf eine Reise in die anberaumten spirituelle Gefilde mitnimmt. Allerdings muss man sich an den doch recht reichhaltigen Klangeindruck erst einmal gewöhnen. Denn: ALQUIMIA bewegen sich hier nah an der Grenze des unerträglichen, will heißen überladenen – gerade in Bezug auf das allerlei symphonische Spielereien kredenzende Keyboard. Dieses Problem zieht sich interessanterweise auch durch viele der anderen Nummern, die so einstweilen eher künstlich aufgeblasen wirken – was etwas nachdenklich stimmt, schließlich war der Vorgänger bei weitem nicht so explizit davon betroffen. Dabei hätte gerade Leadsänger Israel Ramos derlei Ausstaffierungen nicht nötig – auf auf ESPIRITUAL überzeugt der Spanier mit seiner Darbietung irgendwo zwischen einer unmissverständlichen Bestimmtheit, einer glaubwürdigen Emotionalität und einer Extraportion Kraft.

Auch die Gitarren-Arbeit von Alberto Rionda höchstselbst ist alles andere als von schlechten Eltern – und verleiht dem Albu m gerade in den Soli-Momenten einen ganz besonderen Schliff. Wie also sollte man mit einem Album wie diesem verfahren ? Klar ist, dass es aufgrund der plötzlich doch stark im Vordergrund stehenden Keyboard-Elemente und der gefühlt nicht mehr ganz so gleichberechtigten Abmischung (die Gitarren stehen klar im Vordergrund, Schlagzeug und Bass sind im schlimmsten Fall kaum hörbar – übertrieben gesprochen) kaum an den Vorgänger heranreicht. Auch scheint das Songwriting nicht mehr so effektiv – wobei gerade der Mittelteil etwas länglich ausfallen kann und sich durch die ständigen Keyboard-Einschübe viele Momente ähneln. Anders gesagt: unter einer einstweilen etwas zu aufgeblasenen und süffigen Deckschicht lässt sich auch auf ESPIRITUAL ein kleines Power Metal-Highlight entdecken. Weniger ist manchmal mehr… erst recht, wenn die Grundzutaten so schmackhaft sind wie im Falle von ALQUIMIA.  Hoffentlich beherzigen die Spanier das für ein potentielles nächstes Mal.

Absolute Anspieltipps: INDOMABLE, CABALLERO BLANCO, EL OCASO DE LOS DIOSES, ALMAS UNIDAS


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„Es ist Kritik auf hohem Niveau, aber: ein deutlich zu strapazierender Keyboard-Einsatz und eine eher ungünstige Abmischung werden der eigentlichen Genialität der Band kaum gerecht.“

Metal-CD-Review: ALBERTO RIONDA’S ALQUIMIA – ALQUIMIA (2013)

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Alben-Titel: Alquimia
Künstler / Band: Roberto Rionda’s Alquimia (mehr)
Land: Spanien
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: Mutus Liber

Alben-Lineup:

Rubén Lanuza – Bass
Leo Duarte – Drums
Alberto Rionda – Guitars
Chez García – Keyboards
Israel Ramos – Vocals

Track-Liste:

1. Mutus Liber (01:40)
2. El Lobo y el Arca (07:25)
3. Dama Oscura (05:43)
4. La Cuna de Arce (06:09)
5. La Penitencia del Noble (05:19)
6. Divina Providencia (05:36)
7. Claro de Luna (07:11)
8. Lagunas de Sal (05:21)
9. Aliento (04:41)
10. La Fuente Dorada (06:26)
11. Sacrificio (04:56)
12. La Morada del Alquimista (07:19)
13. Cábala XIII (02:41)

Von jetzt an gibt es nur noch eine wichtige Band mit dem Namen ALQUIMIA.

Es war einmal eine Band, die auf den Namen ALQUIMIA hörte… eine (noch) schwammige Aussage, gibt es aktuell zumindest vier Bands, die sich diesen Namen teilen. Und so scheint es mehr als schlüssig, dass sich der Gründer jener heute behandelten Band zwecks ausreichender Unterscheidungsmöglichkeiten im Bandnamen verewigt hat. Alberto Rionda heißt der gute Mann und Gitarrenspieler, der sich bis dato vor allem durch seine Mitarbeit in der traditionellen Metal-Band AVALANCH einen Namen machte. Die gilt jedoch als so gut wie aufgelöst, sodass er sich seinen Kollegen Chez García (Keyboard) schnappte und eine neue Band gründete. Eine Möglichkeit offenbar auch für zwei Mitglieder der ebenfalls pausierenden Band AMADEÜS, Israel Ramos (Leadgesang) und Rubén Lanuza (Bass) – der Neuzugang Leo Duarte komplettiert das Quintett durch seine Position am Schlagzeug. Obwohl die Band erst im Jahre 2013 gegründet wurde, folgte das vorliegende Erstwerk ALQUIMIA bereits kurze Zeit später – offenbar scharrten alle Beteiligten schon mit den Hufen, und wollten so schnell wie möglich wieder der von ihnen geliebten Musik widmen, wenn auch unter anderer Flagge. Und: auch wenn man zumindest in Bezug auf den Albentitel etwas mehr Fantasie hätte spielen lassen können, so beweisen ALBERTO RIONDA’S ALQUIMIA schnell, dass die schnelle Veröffentlichung des Albums die absolut richtige Entscheidung war.

Schließlich klingt das Album nach allem, nur nicht nach Belanglosigkeiten oder schnell herunterproduziertem Material. Im Gegenteil, das Debüt tönt überraschend aussagekräftig und wirkt daher auch ein wenig wie eine Kampfansage; mindestens aber wie ein energischer Vorstellungsgruß an alle etablierten Genrebands. Frei nach dem Motto schaut her, uns gibt es nicht nur; wir können auch locker mit euch mithalten wird ein explosives Genrefeuerwerk abgeliefert, welches vor allem Fans eines melodischen Power Metals zufriedenstellen sollte. Bereits das klassisch aufgemachte, Soundtrack-artige Intro lässt vermuten, dass hier etwas großes auf den Hörer zukommen könnte – und tatsächlich, auch im folgenden wissen sich ALQUIMIA schnell zu profilieren. Vor allem aber scheinen sie gezielt ihre Stärken auszuspielen; sodass vor allem Alberto Rionda’s hervorragende Arbeit an der Gitarre zur Geltung kommt. Doch brauchen sich die anderen Mitglieder kaum hinter ihrer Galionsfigur verstecken – vor allem Leadsänger Israel Ramos hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Einen äußerst energischen noch dazu – man merkt einfach sofort, dass er eine große Portion Herzblut in seine Darbietung hineinbringt. Von der ultraklaren Aussprache über das perfekte Timing bis hin zur angenehmen Intonation, stimmt hier einfach alles.

Ein potentieller Knackpunkt des Albums ist jedoch dessen recht lange Spielzeit. Zieht man das Intro und Outro ab, so bleiben noch immer knapp 65 Minuten reines Material, recht gleichmäßig auf 11 Titel verteilt. Man könnte zumindest vermuten, dass sich hier an der ein oder anderen Stelle ein wenig Gleichförmigkeit eingeschlichen hat – doch das ist im Grunde nicht der Fall. Denn immer wenn das Album droht gefühlt etwas abzusacken, serviert man dem Hörer eine mehr als zufriedenstellende Hymne – wie zu Beginn etwa LA CUNA DE ARCE. Die legt dann die Messlatte wieder etwas höher; doch auch die folgenden Nummern können durchweg begeistern, wie etwa das kraftvolle LA PENITENCIA DE NOBLE. Ganze allgemein beweisen ALQUIMIA, dass sie in vielerlei Hinsicht ein Händchen haben – sei es für überaus wirksame, fesselnde und unverbraucht klingende Refrains; für die Implementierung kongenialer Soli, für lebendige Stimmungs- und Atmosphärenwechsel, für ein Höchstmaß an Abwechslung bei gleichbleibender Stilsicherheit. Ebenfalls erwähnenswert erscheint die allgemein reich ausstaffierte Instrumentalkulisse, die eben nicht nur aus den typischen Metal-Elementen besteht. ALQUIMIA setzen vermehrt auf den Einsatz des Keyboards – was aber nicht stört, im Gegenteil.

Und so wird selbst aus stark balladesk angehauchten Nummern wie DIVINA PROVIDENCIA oder CLARO DE LUNA ein waschechtes, emotionale Schau- bzw. Hörspiel. Man weiss nicht, in wie weit das gerne erwähnte spanische Feuer hier eine Rolle spielt – doch wirken diese dezent auf Herzschmerz abzielende Balladen hier wesentlich effektiver als bei vielen anderen (englischsprachigen) Kollegen; auch wenn man sich die Mühe macht und die Texte übersetzt. Speziell gegen Ende des Albums wird dann noch einmal richtig aufgedreht – hier reiht sich die eine Hymne an die nächste. Der absolute Höhepunkt wird dann vermutlich mit dem Über-Titel LA MORADA DEL ALQUIMISTA – eine Hommage an den europäischen Power Metal und noch so viel mehr – erreicht.

Fazit: Mit fremdsprachigen Alben und damit einhergehenden potentiellen Sprachbarrieren ist es ja immer so eine Sache. Ist es ? Manchmal vielleicht – doch die von Alberto Rionda gegründete Band ALQUIMIA vermag es schnell, etwaige dahingehende Zweifel zu beseitigen. Einmal mehr zeigt sich, dass der Heavy Metal eines der universellsten Musikgenres überhaupt ist; und es nicht immer eines wortgenauen lyrischen Verständnisses bedarf, um ein Album in seiner Gesamtheit zu begreifen. Was für ein Schlachtruf, was für ein Album – in der Geschichte des Power Metals wurde selten ein so überzeugendes Debüt abgeliefert. Gut, das ist vielleicht nicht ganz fair, schließlich konnten die Mitglieder (fast) alle auf eine recht ansehnliche Erfahrung zurückgreifen – aber dennoch. Eine absolute Empfehlung.

Anspieltipps: LA CUNA DE ARCE, LA FUENTA  DORADA, LA MORADA DEL ALQUIMISTA

Vergleichsbands: DARK MOOR | DRAGONFLY | DIGNITY

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„Wenn dieses Album nicht das berühmt-berüchtigte spanische Feuer beschreibt, welches dann ?“