Metal-CD-Review: NÚMENOR – Sword And Sorcery (2015)

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Alben-Titel: Sword And Sorcery
Künstler / Band: Númenor (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 15. September 2015
Land: Serbien
Stil / Genre: Epic Black / Power Metal
Label: Stormspell Records

Alben-Lineup:

Despot Marko Miranović – Vocals
Srđan „Sirius“ Branković – Guitars, Bass, Drums
Bálint Kemény – Keyboards

Track-Liste:

1. Prelude (01:17)
2. Dragonheart (04:13)
3. The Arcanist (03:23)
4. Interlude (01:15)
5. The Prince in the Scarlet Robe (03:20)
6. The Oath of Fëanor (03:49)
7. Dragon of Erebor (03:50)
8. Prelude II (01:02)
9. Bane of Durin (05:24)
10. Sleeping Sorceress (06:23)

Mach’s mir hart.

Dass Power Metal nicht gleich Power Metal ist, weiß man spätestens seit den bewegten 90ern – in denen zahlreiche Bands neue Richtungen ausprobierten und so langsam aber sicher viele der heute beliebten Subgenres etablierten. Doch während beispielsweise der Symphonic Power Metal floriert wie nie zuvor, wird das Feld in Bezug auf deutlich schroffere Kombinationen aus verschiedenen Genre-Versatzstücken schon wesentlich dünner. Als eine der bekanntesten Vertreter eines kombinierten Melodic Death- und Power Metals fungieren sicherlich die CHILDREN OF BODOM – doch im großen und ganzen scheint man eine klare Trennung zu bevorzugen. Nicht so die aus Serbien stammenden Metal-Recken von NUMENOR, die erst als eher klassische Black Metal-Combo begannen – nun aber erstmals den Power Metal ins Boot holen. Das erste handfeste Ergebnis in diese Richtung ist SWORD & SORCERY – ein 10 Titel starkes Album, das ein wenig so klingt als wären BAL SAGOTH auf Power Metal-Pfaden gewandelt. Eine entsprechende Vorliebe für einen gewissen Pomp und auch ein wenig Pathos sollte man also schon mitbringen, widmet man sich SWORD & SORCERY – sowie auch eine dezente Gnädigkeit in Bezug auf den allgemeinen Soundeindruck. Denn: das Album ist alles andere als perfekt abgemischt und produziert und klingt so recht ungeschliffen – was eigentlich nicht hätte passieren dürfen, gerade bei einer Ambition wie dieser. Die Geister werden sich aber ohnehin an einem anderen Punkt scheiden.

Denn auch wenn musikalische Experimente wie die auf SWORD & SORCERY grundsätzlich zu begrüßen sind, werden sie nicht jedermann gefallen – im schlimmsten Fall weder eingefleischten Hörern der Band noch potentiellen Power Metal-Quereinsteigern. Anders gesagt: man hätte schon ein Genie sein müssen, um mit einem Album wie SWORD & SORCERY beiden Seiten zufriedenstellen zu können. Immerhin hat man es versucht, und sich dabei nicht gänzlich die Blöße gegeben. Am ehesten funktioniert das Konzept noch im überraschend mächtigen Opener DRAGONHEART, der zwar nicht gänzlich vor Klischees gefeit ist (eher im Gegenteil) – aber dank seines hymnischen Charakters und der perfekten Gegenüberstellung von schroffen und melodiösen Elementen direkt zündet. Das Intro sowie die 2 instrumentalen Interludes sind nett, aber eben auch nicht mehr als bloßes Füllwerk – während die verbleibenden Nummern einen höchst gemischten Eindruck hinterlassen. Hauptsächlich wohl aufgrund des Zusammenspiels vieler kleinerer Elemente wie der bereits erwähnten Produktionsqualität (die einfach nicht das herüberbringen kann was NUMENOR offenbar beabsichtigten), den programmierten Drums, den alleinstehend betrachtet nicht unbedingt herausragenden Leistungen der Sänger; sowie dem Fehlen klarer Highlights. Hörer, die die neue Spielart von NUMENOR interessant finden aber eventuell auf die Black Metal-Vocals verzichten können, sollten vielleicht auch mal einen Blick hinüber zu MAGMA DRAGON (Link) riskieren. In diesem Fall reicht es noch für den Durchschnitt.

Absolute Anspieltipps: DRAGONHEART


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„Eine spannendes, aber nicht gänzlich gelungenes Experiment.“

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