Das Beste Power Metal-Album Des Jahres 2016: Die Kandidaten

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Auch wenn das Jahr hat noch ein paar Wochen hat und weiterhin fleißig gesammelt wird, sollen an dieser Stelle schon einmal einige der Kandidaten für den Titel des besten Power Metal-Albums des Jahres 2016 vorgestellt werden. Hierbei gilt: um sich überhaupt zu qualifizieren, muss das entsprechende Album mindestens 8.5 von 10 möglichen Wertungspunkten eingefahren haben. Übrigens: bisher hat noch kein 2016’er Album die volle Wertung erhalten, alles was nun folgt bewegt sich Rahmen von 8.5 – 9.5 Punkten. Fehlt eurer Meinung nach ein Album, welches schon regulär erschienen ist ? Dann bitte ich um einen kurzen Kommentar. Ansonsten gilt: abwarten und Tee trinken.

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Schon einmal klar mit von der Partie sind IRON SAVIOR, AVANTASIA und TWILIGHT FORCE mit jeweils 9.5 Punkten, ASTRALION mit 9.0 Punkten; sowie DERDIAN, WISDOM und WONDERONCE mit jeweils 8.5 Punkten.

Update 15.09.2016: Auch die WINGS OF DESTINY haben sich mit 8.5 Punkten qualifiziert.

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Die Besten 1-Alben-Bandwunder Aller Zeiten #3: AETHRA (Mexiko)

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„To know, it’s never too late
To realize what it takes to live free from hate
And to play in the rain like a child again…
To know, it’s never too late
To forget all her words and the painful days
To believe that one day we’ll be better men
never to late…“

Auch wenn im Rahmen des 1-Alben-Bandwunder-Specials dieses Blogs eigentlich nur jene Power Metal-Combos erwähnt werden sollen, deren einziges Album auch tatsächlich über alle Zweifel erhaben ist; könnte oder sollte man für die Mexikaner von AETHRA ruhig mal eine Ausnahme machen. Denn auch wenn das bis heute einzige Album der Band (TIME AND ETERNITY aus dem Jahre 2011, siehe Review) mit einer Bewertung von 8.0 von 10 Punkten nicht ganz den Vorgaben entspricht, wohnt der Musik von AETHRA dennoch etwas ganz besonderes inne. Etwas, das im Sinne dieses Specials in jedem Fall erwähnenswert erscheint; auch wenn dafür gleich noch einmal mit den Regeln gebrochen werden muss. Schließlich spielen die zwei – sonst ebenfalls nicht in diesem Special zu berücksichtigenden – Demos der Band eine nicht unwesentliche Rolle.

Bereits der Einstieg und das allererste Lebenszeichen der Band fiel mit TALES FROM DISTANT SKIES FROM FAR BEYOND (2003, siehe Review) enorm hochkarätig und vielversprechend aus. Der Sound der Demo mag nicht perfekt sein, und hier und da hätte man dem Ganzen noch etwas mehr Feinschliff verpassen können – doch der Grundstein war gelegt. Ein Grundstein, auf den man bald darauf etwas noch größeres aufbauen konnte. Und eben das ist glücklicherweise auch geschehen. Die zweite Demo der Band stammt aus dem Jahre 2005, trägt den eher ungewöhnlichen Titel INTOXICATING EVOLUTION – und ist nicht weniger als ein Meisterstück der Band (siehe Review). Gerade mit einer Über-Nummer wie FAR BEYOND THE DISTANT SKIES hat man offenbar aus dem Vollen geschöpft – viel besser geht es nicht.

Alles andere ist wohl (leider) Geschichte, denn es scheint als sei die Band schon länger nicht mehr aktiv. Nicht einmal die einzelnen Mitglieder scheinen noch anderswo im Genre unterwegs zu sein – was schade ist, und einen leicht wehmütig stimmt. Speziell in Anbetracht der an den Tag gelegten Leistungen. Vielleicht war TIME AND ETERNITY demnach nicht nur als Debütalbum, sondern gleichzeitig auch als Abschiedsalbum gedacht… bleibt zu sagen: danke AETHRA, danke Eduardo Gómez ‚Walo‘, Rick J. Alvarez ‚Tex‘, René Almaguer, Alan Gómez, Daniel Pastor, Alberto Rojas, Dany Saenz und Oscar Ortega Lankenau.

„Then I’ll be with you
All the way down
Through all the dark and all the bad times
I’ll stay with you
All the way down
I’ll stand by your side
Holding your hand…“

Die Besten 1-Alben-Bandwunder Aller Zeiten #2: INSTANZIA (Kanada)

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„The strongest power lies deep in your heart
Free it from its cage and make it shine
Now live your own life with faith in yourself
The strongest power is the power of the mind…“

Nicht nur im Bereich des Power Metal gibt es Bands, die ihre wahre Position erst noch finden müssen – und im besten Fall auch solche, die schon auf ihrem Debütalbum zeigen wo sie stehen. Und vor allem auch was sie können. Die bereits im Jahre 2005 und damit von den meisten unbemerkt gegründete Band INSTANZIA hat 5 Jahre nach ihrer Gründung eben das getan – und mit GHOSTS OF THE PAST ein Album abgeliefert, welches seinesgleichen sucht. Im entsprechenden Komplett-Review wurden die Kanadier entsprechend belohnt – eine sonst eher seltene volle Wertung (oder anders gesagt, eine 10/10) schien und scheint hier absolut gerechtfertigt.

Und das liegt vor allem an zwei Dingen. Zum einen wäre da die gleichermaßen unglaubliche wie speziell für die bis dato unbekannte Band überraschende handwerkliche und technische Perfektion, die auf dem Album durchgehend an den Tag gelegt wurde: die Gitarren klingen satt und angenehm variabel, der Bass nicht zu hintergründig, das Drumming kräftig, der Leadgesang von Alexis Woodbury markant; die Produktion an sich ist schier perfekt. Hinzu kommen weitere Feinheiten wie etwa die besonders unverwechselbar abgemischten Chor-Elemente, der nicht übermäßige aber doch bestimmte Keyboard-Einsatz oder die dezent progressiv anmutenden Song-Strukturen; die immer wieder mit Höhepunkten aufwarten.

Zum anderen ist INSTANZIA respektive Alexandre Paquin, Francis Ducharme, Jean-Christophe Binette und Alexis Woodbury noch etwas gelungen – wobei erst jener hier gemeinte Aspekt das Album (und damit auch die erreichte 10/10-Wertung) komplett macht. Die Rede ist von der gesamten inhaltlichen Aufmachung und Präsentation – die tatsächlich einzigartig ist, und ausnahmsweise mal rein gar nichts mit den typischen Genre-Klischees am Hut hat. Grundsätzlich spricht hier ein jeder der 8 Titel für sich, auch wenn einer besonders herausragt: THE DESERT FOX. Hier haben INSTANZIA das schier unmögliche gewagt, und Aspekte des Power Metal mit einer wahren Begebenheit aus der Zeit des Dritten Reichs verknüpft. Wie es der Titel bereits impliziert, geht es hier um den sogenannten Wüstenfuchs Rommel.

„He was the Desert Fox
The unstoppable warrior with a heart of gold
When he could he spared lives
Desert Fox
The unstoppable warrior with a heart of gold
In history his own war will remain“

In wie weit das Ganze nun als gewagt oder gar als Gratwanderung zu bezeichnen ist oder nicht – es handelt sich allemal um eine interessante und einmalige Angelegenheit. Eine, die analog zu den weder verherrlichenden noch beschönigenden Textelementen überaus gut klingt – und den Titel mit seiner Spielzeit von knapp 11 Minuten zu einer echten Entdeckungsreise werden lässt. Aber auch die anderen Titel haben alle etwas ganz besonderes an sich. Sei es das leicht düstere und mystische GHOSTS OF THE PAST irgendwo zwischen Realität und Fantasie, das enorm energetische POWER OF THE MIND (welches fast wie ein Aufruf zu glorreichen Taten anmutet), das kongeniale A GENIUS WHO BELIEVES als Geschichtsstunde über verzweifelte Freigeister; oder das leicht sphärische THE KEY mit seiner verträumten Gesamtwirkung – hier stimmt einfach alles. Und vor allem wirkt es seltsam erhaben. Erhaben über viele Zweifel, und sicherlich auch über die Frage nach der Genialität der Mitglieder von INSTANZIA. Denn die haben den Vogel hier tatsächlich abgeschossen und nicht weniger als ein zeitloses, brachiales Meisterwerk abgeliefert.

„We want to help you rise above the stars
And find the key
Will you open your eyes before it’s too late
And find the key“

Und, deshalb gibt es auch die Erwähnung in der Sparte der 1-Alben-Bandwunder – das bis heute einzige. Sollte doch noch ein Nachfolger kommen, so wäre das sicher nicht verkehrt – aber auch so bleibt es bei einem bemerkenswerten Eindruck, denn den haben INSTANZIA in jedem Fall in der Power Metal-Landschaft hinterlassen. Chapeau !

Die Besten 1-Alben-Bandwunder Aller Zeiten #1: TIMELESS MIRACLE (Schweden)

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„The full moon is rising… over the moor And I know it will come back… to haunt me again !“

Auch wenn die Schweden von TIMELESS MIRACLE nur unter Vorbehalt in der Liste der sogenannten 1-Alben-Wunder geführt werden können – schließlich ist schon seit längerem ein zweites Album mit dem Titel UNDER THE MOONLIGHT in Vorbereitung (siehe News-Link) – reicht vermutlich allein der zeitliche Abstand zwischen INTO THE ENCHANTED CHAMBER und dem eventuell noch folgenden für eine Qualifizierung aus.

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Doch nicht nur das – das bereits 2005 erschienene Debütalbum der Band ist auch völlig unabhängig von seiner zeitlichen Verortung oder seines Herkunftslandes eines jener Power Metal-Alben, die dem geneigten Fan allemal in Erinnerung bleiben werden. Gründe dafür gibt es einige – wie sie auch im entsprechenden Komplett-Review zum Album nachzulesen sind. Zusammengefasst lässt sich wohl nur eines sagen: TIMELESS MIRACLE haben das geschafft, was sie mit ihrem Bandnamen angedeutet haben; und das ist nicht weniger als ein zeitloses musikalisches Wunderwerk auf die Beine gestellt zu haben.

„Far beyond the gates of Hell
Tricked the devil, broke the spell
Travelled on the river Styx to freedom
Hate and pain I left behind
Done with burning, it’s my time
To leave the fiery gates of Hell behind me“

Ein einmaliges noch dazu (obwohl die früheren Demos, wie etwa diese hier bereits großes erahnen ließen), das bis heute auf eine Fortsetzung wartet – aber vielleicht macht es ja gerade das zusätzlich interessant. Wer das Album noch nicht kennt, sollte definitiv mal ein genaueres Auge darauf werfen – passende Videos (vor allem von Fans erstellte) gibt es zuhauf, beispielsweise auf Youtube. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei wohl den beiden WEREWOLF-Teilen gelten, dem gleichermaßen energetischen wie rührenden THE RED ROSE; und sicher auch dem episch angelegten Mehrteiler THE VOYAGE. Das ist Melodic Power Metal vom allerfeinsten.

„Can you see the fiery light
A beacon in the dead of night
We have reached our port of call
Our journey ends by morning light…“

Und: folgender Titel ist zwar noch keiner des neuen Albums, ist aber immerhin als aktuell zu bezeichnen – es handelt sich um den 2015’er Auftritt von TIMELESS MIRACLE auf dem SONATA ARCTICA-Tributalbum. Auch bei MARIUS DANIELSEN hatte sich Leadsänger Mikael Holst zwischenzeitlich mal wieder gemeldet (siehe hier). Es bleibt also bei einem 1-Album-Wunder. Noch…

Die Besten Power Metal Bands Aller Zeiten #1: DREAMTALE (Finnland)

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„Just Memories of Time
Live forever over our lives
They will see the future
To the end of the time
This little moment that we live here
Don’t let us waste it in vain
Let’s sail at full speed straight on…“

Eines steht fest: geht es um nennenswerte Power Metal-Combos aus Finnland, so darf man die Rechnung keineswegs ohne DREAMTALE machen. Schließlich ist die bereits 1999 in der Stadt Tampere gegründete Band nach zwei frühen, zweifelsohne vielversprechenden Demos (SHADOWS OF THE FROZEN SUN und REFUGE FROM REALITY) direkt durchgestartet – und das auch in internationaler Hinsicht.

Mit ein Grund dafür war sicher das starke und in gewisser Weise überraschende Debütalbum BEYOND REALITY aus dem Jahre 2002, das unter anderem auch das Material der Demos in überarbeiteten Versionen enthält. Jenes Album markiert bis heute einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Band, und spielt womöglich auch in Bezug auf das übergeordnete Genre selbst eine essentielle Rolle. Entsprechendes kann man auch in der dazugehörigen Rezension nachlesen, wobei die Analyse mit einer satten 10/10-Wertung abgeschlossen wurde. Das geschieht beileibe nicht allzu häufig und ist schon einmal eine echte Hausnummer – erst Recht, da es sich um ein Debütalbum einer bis dato relativ unbekannten Band handelte.

Glücklicherweise aber ging die Erfolgsgeschichte von DREAMTALE munter weiter – und das trotz potentiell einschneidender Besetzungswechsel speziell in Bezug auf den Leadgesangsposten. Gerade diesbezüglich scheint sich die Band bis heute von einigen anderen abzugrenzen, denn: zumindest auf Oliverdsw.Wordpress und unter Einbeziehung der zugehörigen Wertungs-Standards hat sich die Band noch keinen Ausrutscher geleistet. Eventuell könnte das 2008’er Album PHOENIX zu den etwas schwächeren gezählt werden – was in Anbetracht der gegebenen Wertung von 7.5/10 Punkten aber noch immer ein Niveau ist, welches so manche Band womöglich gar nicht erst erreichen wird.

Schlussendlich kommt die Band mit ihren 6 Studioalben, die im Zeitraum von 2002 bis 2013 in angenehmen und für die Band offenbar optimalen Abständen veröffentlicht wurden; so auf einen Wertungsdurchschnitt von 8.67 von 10 Punkten. Trotz dessen, dass in der Liste der besten Power Metal Bands des Blogs noch 4 andere vor DREAMTALE erscheinen; ist das ein Rekord – denn jene anderen haben bisher teils deutlich weniger als 6 Alben veröffentlicht. Wenn man so will, könnte man DREAMTALE also tatsächlich als eine der besten Power Metal-Bands überhaupt – oder zumindest aus dem europäischen Raum – bezeichnen. Das mag wie immer eine höchst subjektive Einschätzung sein, mit der nicht jeder einverstanden sein wird. Doch ist eine derartige Einstufung hier vielleicht etwas realistischer als bei anderen Bands, wie beispielsweise HELLOWEEN, GAMMA RAY, SONATA ARCTICA oder STRATOVARIUS. Zwar handelt es sich hier ebenfalls um verdammt hochkarätige Bands, durchaus auch mit einer gewissen Vorreiter-Funktion – doch haben sich diese eben auch schon den ein oder anderen markanten Ausrutscher geleistet. DREAMTALE aber noch nicht – was hoffentlich auch so bleiben wird.

Hier noch einmal die Links zu den Reviews der bisherigen Alben:

Beyond Reality (2002)
Ocean’s Heart (2003)
Difference (2005)
Phoenix (2008)
Epsilon (2011)
World Changed Forever (2013)

Und nun gilt es, die hauseigene Power Metal-Sammlung mit den entsprechenden Alben aufzustocken – sofern noch nicht geschehen. Im Falle von DREAMTALE lohnt es sich schließlich wirklich.

„And your soul’s released
As you’re watching the feast
Where angels of light
Are dancing with the beast
It’s a wind, weird scene
Yes, It’s hard to believe
But the good and bad
Are the same at last…“