Metal-CD-Review: SKYLARK – 全部 / Zenbu (2010)

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Alben-Titel: 全部  / Zenbu / Quanbu
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. Oktober 2010
Land: Italien
Stil / Genre: Melodic / Symphonic Power Metal
Label: Rubicon Music

Alben-Lineup:

Kiara – Vocals
Eddy – Keyboards, Piano, Vocals (backing)
Brodo – Bass, Guitars (rhythm)

Track-Liste CD 1:

1. Symbol of Freedom (07:23)
2. The Final Answer (04:16)
3. The Triumph (09:02)
4. Song for a Day (03:18)
5. Summer of 2001 (05:15)
6. Lady of the Sky (10:22)
7. Escape from the Dark (04:44)
8. Sun (Keeper of the Dreams) (07:41)

Track-Liste CD 2:

1. Welcome (06:06)
2. The Princess‘ Day (04:07)
3. A Rose in Her Hand / Rainbow in the Dark (03:55)
4. A Tale That Wasn’t Right (Helloween cover) (02:58)
5. The Triumph (05:01)
6. Dying Inside (04:03)
7. Creature of the Devil (05:03)
8. Twilight (06:03)
9. The Final Countdown (Europe cover) (04:33)
10. Fear of the Moon / Belzebú (08:17)

Man wird doch wohl mal frech sein dürfen.

Was, ja was sollte man als schon viele Jahre bestehende Power Metal-Formation tun, wenn man es allen noch einmal richtig zeigen möchte – aber eine eher durchwachsene Diskografie (siehe hier) im Gepäck hat ? Eine vorgefertigte Antwort hierauf gibt es wohl nicht. Vielleicht aber sollte man zumindest versuchen, aus bereits begangenen Fehlern zu lernen – und ein Album auf die Beine zu stellen, welches die der Vergangenheit in jedem Fall schlägt. So oder so ähnlich müssen wohl auch die Gedankengänge der Mitglieder von SKYLARK ausgesehen haben, die sich für ihr mittlerweile neuntes Studioalbum etwas eher ungewöhnliches ausgedacht haben. Das 2010 veröffentlichte 全部 (oder auch ZENBU) kommt schließlich als Doppel-CD mit nur zwei gänzlich neuen Titeln, dafür aber einigen neu aufgenommenen alten Hits sowie einer Bonus-Live-CD daher. Damit handelt es sich um ein Album, welches zumindest theoretisch das Zeug dazu hätte sowohl alteingesessene Fans der Italiener; als auch allgemein am Genre interessierte Hörer zufriedenzustellen.

Wie so oft, und gerade im Fall von SKYLARK aber zeigt sich; dass Theorie und Praxis nicht immer nah beieinander liegen müssen. SKYLARK, das sind jene Italiener um Band-Frontmann Eddy Antonini; die sich schon 1995 aufmachten um ihre ganz eigene Interpretation eines melodischen und symphonischen Power Metal zu inszenieren. Und das mit einem mal mehr, zumeist aber deutlich weniger erfreulichen Ergebnis. Wie sich 全部 schlägt, bleibt demnach auch nicht lange ein Geheimnis – denn eine positive Überraschung gibt es nicht. SKYLARK haben die Gelegenheit schlicht abermals verpasst, mehr aus sich selbst und ihrer Musik zu machen – auf dass sie der Welt schon wieder ein Power Metal-Album kredenzen, welches diese Bezeichnung eigentlich kaum verdient. Das kuriose oder auch bemerkenswerte dabei ist, dass es den Italienern nicht einmal gelungen ist ihre alten Nummern in irgendeiner Art und Weise aufzupeppen geschweige denn ansprechender zu präsentieren – obwohl gerade das mit einem Konzept wie dem hier an den Tag gelegten quasi unmissverständlich versprochen wurde. Viel eher ist das Gegenteil der Fall: so gut wie alle hier vertretenen Nummern klingen abgedroschener und plumper als jemals zuvor.

Dementsprechend muss man sich schon beim Opener SYMBOL OF FREEDOM mit seinen zusätzlich makaberen Gesangseinwürfen (die am ehesten nach wilden Tiergeräuschen klingen) die Frage stellen, ob SKLYLARK das hier präsentierte wirklich ernst meinen. Doch ganz egal, wie die Antwort darauf ausfällt – wirklich zumutbar klingt das Ganze in keinem Fall. Denn ob man sich nun auf die alten oder die beiden neuen Titel bezieht, die Probleme sind die ewig gleichen. SKYLARK bringen die wohl mit Abstand am miesesten produzierten und abgemischten Genre-Alben auf den Markt, die aufgrund eben dieser Schludrigkeit gar nicht erst die Lust entstehen lassen sich intensiver mit ihnen zu befassen. Ein gutes Beispiel dafür findet sich auch in einem der beiden neuen Titel, dem leider nur theoretisch emotionalen SONG FOR A DAY. Während der weibliche Gesangspart hier sogar vergleichsweise gut abschneidet, sorgt der männliche Gegenpart (vertreten von einem gewissen Bob Gramm) eigentlich nur für eine gehörige Portion Fremdschämen – aufgrund der an den Tag gelegten Leistungen, aber eben auch nicht unwesentlich durch die unterirdische Abmischung. Das Urteil fällt entsprechend vernichtend aus: selbst bei einer rein akustischen Nummer wie dieser gelingt es SKYLARK nicht, ein halbwegs akzeptables Handwerk zu verrichten.

Das ist natürlich auch – und absolut uneingeschränkt – auf den Leadgesang in den anderen Nummern zu beziehen. Was die hiesige Gesangsakrobatin Kiara beispielsweise in Titeln wie THE FINAL ANSWER fabriziert, geht schlicht auf keine Kuhaut – sodass ein Album wie das vorliegende am ehesten noch als reine Instrumental-Version funktionieren könnte. Doch selbst dann erwarten einen nur relativ stumpfe, in Versatzstücken schon zigmal gehörte Kompositionen; die sowohl das nötige Fingerspitzengefühl als auch dringend benötige gute Ideen vermissen lassen. Es wirkt am ehesten, als würden SKYLARK immer wieder dasselbe schlechte Programm durchlaufen lassen – und das nicht erst seit gestern, was der Sache eine zusätzliche Brisanz verleiht. ZENBU ist somit gleich in mehrerlei Hinsicht eine gnadenlose Enttäuschung – wobei klar ist, dass es als mit anderen Werken in Konkurrenz stehendes Einzelwerk komplett versagt. Dass es aber selbst für SKYLARK-Verhältnisse einen echten Rückschritt markiert, war nicht unbedingt zu erwarten. ZENBU kann demnach nicht einmal in der Wertungsnähe eines schon hanebüchenen Vorgängers wie Wings (2.0 von 10) oder gar FAIRYTALES (1.5 von 10) verortet werden. Schließlich sollte die Tatsache, dass es sich hier fast ausschließlich um fragliche Nauaufnahmen und einen dezent irreführenden Alben-Titel handelt; ebenfalls mit in die Wertung einfließen. SKYLARK schaffen somit das bisher unmögliche – und fahren die bisher niedrigste aller auf diesem Blog vergebenen CD-Wertungen ein. Ob hier ein herzlicher Glückwunsch angebracht erscheint, ist aber eine ganz andere Frage…

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„Eine einzigartige Frechheit – aber immerhin vermag es ein Album wie dieses, selbst etablierte Wertungssysteme komplett neu auszuloten.“

Metal-CD-Review: SKYLARK – The Storm & The Horizon (2015)

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Alben-Titel: The Storm & The Horizon
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Juni 2015
Land: Italien
Stil / Genre: Melodic / Symphonic Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Roberto „Brodo“ Potenti – Bass
Eddy Antonini – Keyboards, Piano, Harpsichord, Vocals (backing)
Max Ferri – Guitars
Mr. Steven – Drums
Ashley Watson – Vocals
Mai Shaira – Vocals
Fabio Dozzo – Vocals
Savannah Ferguson – Vocals

Track-Liste:

1. Eyes (06:28)
2. The Kiss That Never Happened (04:12)
3. Crystal Lake (06:48)
4. Just One Word (To Fall in Love) (04:48)
5. マジンガーZ (01:51)
6. Don’t Know What You Got (Till It’s Gone) (Cinderella cover) (05:45)
7. The Run Towards the Sun (03:35)
8. Shot Through the Heart (Bon Jovi cover) (04:07)
9. Tears (03:50)
10. Another Reason to Believe (05:46)
11. The Hardest Part Is the Night (Bon Jovi cover) (04:43)
12. 離したくはない (T-Bolan cover) (04:48)
13. Road to Heaven (05:04)
14. 会いたかった (AKB48 cover) (03:48)
15. Santa Fe (Bon Jovi cover) (05:34)
16. さんぽ (01:49)
17. Carrying You (03:01)
18. Bridges Are Burning (03:14)

Da kann man ruhig mal ein Auge drauf werfen… oder etwas ganz anderes.

Ja, auch im Bereich des Power Metal gibt es eine gewisse Form der Langlebigkeit. Und das nicht nur auf etwaige stilistische Ausrichtungen bezogen, denn gerade mit einzelnen Genre-Combos ist schon seit vielen Jahren immer wieder zu rechnen. Allerdings sagt das noch lange nichts über die Qualität einzelner Acts aus. So scheinen auch die Italiener von SKYLARK, die nun schon seit 1994 eine Genre-Mixtur aus Elementen des melodischen und symphonischen Power Metal kreieren; seit jeher dazu auserkoren die Gemüter zu spalten – und das wie kaum eine andere Genre-Formation. Doch ganz gleich, wie man etwa zu den frühen Alben a’la THE HORIZON AND THE STORM (Review) oder DRAGON’S SECRETS (Review) stehen mag – eines scheint im Falle der Italiener unausweichlich festzustehen. Denn wie man es auch dreht und wendet, viel hat sich wahrlich nicht getan im musikalischen Camp um die einzigen auch heute noch aktiven Gründungsmitglieder Eddy Antonini (Keyboards, Piano) und Roberto „Brodo“ Potenti (Bass) – zumindest, wenn man sich auf einen gewissen Lerneffekt bezieht. Erst Recht natürlich wenn man ganz offensichtlich Fehler gemacht hat – die Chance das nächste Level zu erreichen aber einfach nicht beim Schopfe packt.

Und so scheinen SKYLARK noch immer in einer merkwürdigen, und für das Genre sicherlich einmaligen Schockstarre zu verharren. Einer, die immerhin seit bald 20 Jahren anhält – und verhindert, dass die Band einen deutlichen Fortschritt in welche-Richtung-auch-immer (das wäre eigentlich zweitrangig) macht. Eine der Folgen, die sich zumindest auf diesem Blog hier bemerkbar macht; ist eine Ansammlung von geradezu kläglich bewerteten Alben – was die Diskografie von SKYLARK zur vermutlich unterirdischsten macht, die je auf diesem Blog behandelt wurde. Dabei hatte die Band zwischenzeitlich schon aufgezeigt, dass möglicherweise mehr in ihr steckt – die dreiteilige DIVINE GATES-Saga etwa beschreibt auch heute noch die beste Kreation der Italiener. Vielleicht können SKYLARK mit THE STORM & THE HORIZON, dem mittlerweile elften Studioalbum der Band; ja wieder an diese noch halbwegs akzeptablen Werke anknüpfen. Für alle Die-Hard-Fans der Band gibt es neben der regulären CD-Version sogar noch eine Deluxe-Edition mit sage und schreibe 4 Silberlingen in einem A5-Digibook. Die ist aber nicht Gegenstand dieser Rezension, zumal viele der hier enthaltenen Titel bereits bekannt sind.

Das Hauptaugenmerk gilt also der eigentlichen THE STORM & THE HORIZON-CD mit seinen üppigen 18 Titeln, sowie einer Spielzeit von satten 80 Minuten. Dabei fällt vor allem eines direkt auf: das Vorhandensein von mehr Material als üblich bedeutet leider nicht automatisch, dass auch die Qualität stimmt – erst Recht nicht im Falle von SKYLARK. Eher ist hier das Gegenteil der Fall: die Titel-Liste weist auf eine recht wirre Zusammenstellung höchst verschiedener Nummern hin, zwischen die sich auch immer wieder Cover-Versionen sowie komplett auf japanisch eingesungene Titel eingeschlichen haben. Dass wäre vielleicht gar kein allzu großes Problem, würde man SKYLARK anmerken dass sie tatsächlich eine halbwegs kontinuierliche Schiene fahren. Letztendlich aber probieren sie sich in derart viele Richtungen aus, dass es schmerzt – und beileibe nicht alle Nummern problemlos unter dem Oberbegriff des Heavy oder Power Metal fungieren können. Aber selbst das wäre noch kein KO-Kriterium, würden die Italiener nur ihr eigentliches Handwerk verstehen. Vielleicht tun sie das ja, es kommt ganz auf die Perspektive an – doch überträgt sich diese grundsätzliche Voraussetzung schlicht nicht auf den geneigten Genre-Hörer. Der erhält hier nicht viel mehr als ein auffällig müdes und uninspiriertes Genre-Album mit einem vergleichsweise hohen Nerv-Faktor – und sogar Momenten, die mehr als nur dezent zum Fremdschämen einladen.

Dabei geht die relative Misere schon im Auftakt los, obwohl EYES noch zu den stärkeren Titeln des Albums gehört. Doch schon hier, sowie noch deutlicher im folgenden THE KISS THAT NEVER HAPPENED zeigt sich, dass die eingesetzten Sängerinnen (das sind in diesem Falle gleich mehrere) einfach nicht das Zeug dazu haben eine stimmige Performance abzuliefern; geschweige denn im Vergleich mit anderen Bands mitzuhalten. Das Hauptproblem liegt aber ohnehin eher woanders begraben – und das seit vielen Jahren respektive vielen SKYLARK-Alben. So klingen gerade die instrumentalen Kompositionen nicht nur nach den ärgsten Genre-Klischees – sie sind darüber hinaus auch noch schlecht arrangiert, klingen auffällig kraftlos und laufen des öfteren ins Leere. Ausnahmen gibt es hier keine, selbst nicht bei 18 enthaltenen Titeln und den Stilwechseln. Anders gesagt: ob nun eher rockig, poppig, elektronisch oder auch mal explizit in Richtung Power Metal (CRYSTAL LAKE, CARRYING YOU) – wirklich gelungen klingt die Musik von SKYLARK zu keinem Zeitpunkt. Und schon gar nicht innovativ, was man anderen Bands aber viel eher geneigt ist zu verzeihen.

Der andere Aspekt bezieht sich auf die auch nach 20 Jahren noch immer unglaubliche schlechte Präsentation und Produktion des Albums – das gelinde gesagt wie eine schnell zusammengebastele Demo-CD respektive nach Hobbykeller klingt. Warum SKLYARK hier einfach nichts dazulernen können oder wollen, bleibt wohl für immer ein Rätsel. So klingt THE STORM & THE HORIZON in jedem Fall nur noch stumpfer, als es ohnehin schon ist. Anders gesagt: die SKYLARK-Originale sind kaum der Rede wert, während gerade die Cover-Versionen (mit Ausnahme des irgendwie passig klingenden AKB48-Covers) zusätzlich in den Gehörgängen schmerzen. Es bleibt demnach zu hoffen, dass SKYLARK mit ihrem THE STORM & THE HORIZON und seinen Bezügen auf die Band-interne Vergangenheit tatsächlich ein Kapitel abschließen – und zwar endgültig. Vielleicht ja, um sich daraufhin neu zu erfinden – was in jedem Fall bitter nötig wäre.

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„Eine minimale Steigerung im Vergleich zu Alben wie TWILIGHTS OF SAND, aber dennoch: viel schlechter geht es einfach nicht.“

Metal-CD-Review: SKYLARK – Twilights Of Sand (2012)

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Alben-Titel: Twilights Of Sand
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. Januar 2012
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Radtone Music

Alben-Lineup:

Roberto „Brodo“ Potenti – Bass, Guitars
Eddy Antonini – Keyboards
Ashley Watson – Vocals

Track-Liste:

1. The Tears of Jupiter (01:36)
2. とべ!グレンダイザー (02:33)
3. The Princess and Belzebú (06:57)
4. She (06:06)
5. Love Song (05:08)
6. Tears (03:20)
7. Lions Are the World (07:29)
8. The Wings of the Typhoon (05:04)
9. Sands of Time (03:18)
10. Mystery of the Night (05:59)
11. Road to Heaven (05:07)
12. Believe in Love (05:43)
13. Follow Your Dreams (06:03)
14. Eyes (00:49)
15. とべ!グレンダイザー (karaoke version) (02:37)
16. Faded Fantasy (03:48)
17. Follow Your Dreams (female voice version) (05:39)

Quäl mich noch einmal.

Bereits das Cover zu TWILIGHTS OF SAND verheißt nichts gutes. Aber wie haben sich SKYLARK auf ihrem mittlerweile achten offiziellen Studioalbum wirklich geschlagen ? Festzuhalten ist, dass die Band nach den bisherigen, teils erschreckenden Kreationen eher dem Genre des Trash Metals zuzuordnen ist – wobei das Trash in diesem Fall nicht für eine musikalische Ausrichtung, sondern eher für das Maß der an den Tag gelegten Qualität steht. In der Tat war das letztaktuelle Album DIVINE GATES PART 3 (Review) eine gefühlte Offenbarung, was aber auch kein Wunder ist bei dem vorherigen FAIRYTALES (Review) – das zumindest auf diesem Blog eine der niedrigsten Wertungen aller Zeiten eingefahren hat. Und TWILIGHTS OF SAND ? analog zur gefühlten Weiterentwicklungen auf DIVINE GATES PART 3 hatte sich zumindest eines getan: man hatte den (weiblichen) Leadgesangsposten mit Ashley Watson neu besetzt, was auch dringend nötig war. Das Ergebnis lässt sich nun schon eher hören – was aber eher auf die Stimmfarbe an sich zu beziehen ist, nicht auf die kaum vorhandene Symbiose mit den Instrumentalparts. Wenn höhere Töne erreicht werden sollen, oder sie sich eher klassisch gibt ist es aber ohnehin vorbei – am besten klingt sie noch in SANDS OF TIME. Dumm nur, dass es sich hier um eine vor Schmalz triefende Pop-Ballade handelt. Markante Probleme ergeben sich dieses Mal aber nicht nur aufgrund der fragwürdigen Gesangsleistungen (für die Darbietung in THE PRINCESS AND BELZEBU müsste man sich eigentlich schämen) – vielmehr kommen sie aus gänzlich anderen Richtungen.

Vornehmlich solchen, von denen man hätte annehmen müssen dass sie der Vergangenheit angehören. Doch weit gefehlt: TWILIGHTS OF SAND ist in Bezug auf das Instrumentenspiel, die Arrangements und Produktion abermals eine mittelprächtige Katastrophe. Allzu lange dauert es auch gar nicht, bis das festzustellen ist: bereits der Opener TOBE! GLENDZIER (der auf japanisch eingesungen wurde) zeigte beherzt auf, wie schlimm es um SKYLARK stand. So gut wie alle Titel klingen rein Sound-technisch extrem unausgefeilt, flach – und werden zudem mit arg kitschigen Zusatzelementen (hauptsächlich seitens des Keyboards) ausstaffiert. Was dezent verwunderlich ist, hatte man auf DIVINE GATES PART 3 doch immerhin ansatzweise gezeigt, dass man zu mehr imstande wäre. Theoretisch natürlich, mit einer großen Portion Engagement und dem Willen sich wirklich zu verändern. TWILIGHTS OF SAND aber ist als gehöriger Schritt zurück zu bezeichnen – ein Schritt zurück in die Versenkung und in qualitative Gefilde des Power Metal, die man eigentlich kaum in Worte fassen kann. TWILIGHTS OF SAND ist das mit Abstand ärgerlichste, peinlichste und schlichtweg mieseste SKYLARK-Album aller Zeiten – und das will schon etwas heißen.

Absolute Anspieltipps: /


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„Ein Album, welches man am besten mit Kopfhörern verköstigen sollte – Schallschutzkopfhörern.“

Metal-CD-Review: SKYLARK – Divine Gates Part 3 – The Last Gate (2007)

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Alben-Titel: Divine Gates Part III: The Last Gate
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. Mai 2007
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Soundholic Co. Ltd.

Alben-Lineup:

Roberto „Brodo“ Potenti – Bass
Fabrizio „Pota“ Romani – Guitars
Eddy Antonini – Piano, Keyboards, Harpsichord
Fabio Dozzo – Vocals
Kiara – Vocals

Track-Liste:

1. Intro (00:35)
2. The Scream (06:24)
3. Soul of the Warrior (05:48)
4. Dying Inside (04:01)
5. Hurricane (01:35)
6. Believe in Love (05:46)
7. All Is Wrong (06:17)
8. Time (03:46)
9. The Heaven Church (new version) (04:17)
10. A Story Not to Tell (05:26)
11. Mt. Fuji (electric version) (04:08)
12. Mt. Fuji (acoustic version) (05:02)

Das Laster der Unverbesserlichkeit.

Nach dem wahren Desaster auf und mit FAIRYTALES (review) schickten sich die italienischen Symphonic Power Metaller von SKYLARK im Jahre 2007 erneut an, ihre bis dato heftig umstrittene Diskografie mehr oder weniger erfolgreich fortzusetzen. Problematisch war indes etwas, was man sonst eher als durch und durch positiv erachten würde: es gab keine Veränderungen im Lineup. Und so ertönt auch auf DIVINE GATES PART III größtenteils die höchst durchwachsene Stimme von Chiara Letizia Pernigotti. Immerhin klang sie hier nicht mehr ganz so dilettantisch und unsicher wie auf dem Album zuvor – doch als Genre-Highlight war auch diese neuere Darbietung nicht zu bezeichnen. Wobei es nach wie vor zweifelhaft erscheint, warum man sich ausgerechnet für diese Sängerin entschieden hatte. Vielleicht ja, um den eigentlichen Leadsänger Fabio Dozzo – der auf DIVINE GATES PART III wieder etwas öfter zu Wort kam – nicht ganz so betröppelt dastehen zu lassen ? Mit jenen beiden SKYLARK-Stimmen an der Front ergab sich immerhin eine gewisse Gesangs-Harmomie – wenn auch eine eher negativ zu interpretierende. Und eine, die sich verständlicherweise nicht einmal ansatzweise mit der Konkurrenz messen ließ. Allemal interessant aber ist der Fakt, dass das Album dezente Verbesserungen hinsichtlich eines der größeten Knackpunkte der Band offenbarte: der allgemeinen Produktionsqualität.

Das mochte nach sage und schreibe sieben relativ mies produzierten vorherigen Studioalben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein – aber immerhin. Es gilt demnach festzuhalten: gesanglich hatte sich wenig getan (man lausche nur einmal eher gefühlvollen Nummern wie DYING INSIDE, dem kitschigen BELIEVE IN LOVE oder dem ganz und gar peinlichen TIME), produktionstechnisch immerhin ein wenig – und wie sah es an der sontigen handwerklichen Front aus ? Tatsächlich waren auch hier dezente Mini-Sprünge nach vorne zu bemerken: die Kompositionen schienen schon eher dem übegoerdneten Begriffs des Symphonic Power Metals zu entsprechen, wobei sie etwas weniger Pop-Anleihen aufwiesen und zusätzlich nciht ganz so Keyboard-überladen ausgefallen sind wie noch zuvor. Bezüglich der wichtigen Gitarren waren sogar die größten Verbesserungen festzustellen. Doch reichte und reicht das bei weitem nicht, um das Album empfehlenswert zu gestalten. Es ist immer gut, wenn sich dezente Verbesserungen einstellen und sich eine Band weiterentwickelt – doch wenn das Ganze vergleichsweise spät kommt und man nach dem längst überfälligen Sprung ungefähr auf dem Niveau eines ungeschliffenen Debütalbums einer x-beliebigen Genreband landet – dann ist das Ziel noch lange nicht erreicht.

Absolute Anspieltipps: ALL IS WRONG


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„Für SKYLARK ein Sprung nach vorn – was insbesondere den Gesang betrifft aber noch lange nicht konkurrenzfähig.“

Metal-CD-Review: SKYLARK – Fairytales (2005)

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Alben-Titel: Fairytales
Künstler / Band: Skylark (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 07. November 2005
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Roberto „Brodo“ Potenti – Bass
Fabrizio „Pota“ Romani – Guitars
Eddy Antonini – Piano, Keyboards, Harpsichord
Fabio Dozzo – Vocals
Kiara – Vocals

Track-Liste:

1. Music (05:55)
2. First Night (06:20)
3. A Rose in Her Hand (03:04)
4. Lions Are the World (11:34)
5. I’m the Evil (04:36)
6. Moonlight Shadow (Mike Oldfield cover) (03:09)
7. Little Red Riding Hood (18:07)
8. Love (05:07)

Unheimliche Begegnungen der SKYLARK-Art.

Die italienischen Power Metaller von SKYLARK sind eine der wenigen Genre-Combos, die auf diesem Blog hier bisher ausschließlich unterdurchschnittliche Wertungen eingefahren haben. Und das ist mit bis dato sechs vollwertigen Studioalben von 1995 bis 2004 doch etwas verwunderlich. Schließlich sollte man doch bei so gut wie jeder Band von einem gewissen Reifeprozess ausgehen – sowie auch der Bereitschaft, allzu offensichtliche Mängel nach und nach auszubügeln. Doch offenbar verschloss man davor gerade bei SKYLARK immer wieder die Augen – sodass auch das siebte SKYLARK-Studioalbum FAIRYTALES vor allem durch einen Faktor gekennzeichnet ist. Durch eine enorm schwachbrüstige; wenn man so will gar dahingeschluderte Produktion nämlich – die erst gar nicht die Lust entstehen lässt, das Album weiter zu erforschen. Denn eines ist – auch ganz unabhängig vom Gefallen oder Nichtgefallen der Genre-Ausrichtung der Band – klar: nach sechs Alben hätte man zumindest in der Lage sein sollen, ein handwerklich anständig klingendes Album auf den Markt zu bringen. Doch die Produktion ist schwach, der Gesang schlecht abgemischt; die Arrangements wirken lieblos und vor allem die strapazierenden Keyboard-Elemente stark aufgesetzt. Mindestens ebenso ärgerlich wie der damals wie heute nicht vorhandene Lern-Effekt ist die Tatsache, dass SKYLARK auch auf FAIRYTALES grundsätzlich nichts nennenswertes anzubieten hatten – obwohl, oder gerade weil man sich weibliche Gesangsunterstützung ins Boot holte.

Schließlich ist die Leistung von Chiara Letizia Pernigotti alles andere als glanzvoll – sondern klingt eher ärgerlich dilettantisch. Nach dem bereits kläglichen Eindruck des eigentlichen Leadsängers Fabio Dozzo änderte sich in Bezug auf den Leadgesang also wenig – der erhoffte frische, zumindest etwas professionellere Eindruck blieb aus. Das gilt wohl auch für die instrumentalen Kompositionen, die auch ohne die ständigen Kopien diverser RHAPSODY-Elemente als Frechheit zu bezeichnen sind. Das Stichwort eines belanglosen Gedudels trifft es hier am ehesten: so dahingerotzt, plump und schlichtweg mies wie speziell das Cover zu MOONLIGHT SHADOW klang schon lange keine Power Metal-Nummer mehr. Da hilft es auch nicht, dass mit LITTLE RED RIDING HOOD ein eher peinliches und nur vermeintliches ‚Opus‘ mit einer Spieldauer von satten 18 Minuten enthalten ist – in dem die Schwächen der Band noch einmal vollends offenbar werden. Was auch immer mit Band-Mastermind Eddy Antonini los war und noch immer ist – ihn mit seinem Landsmann Luca Turilli vergleichen zu wollen (was schon hie und da geschehen ist) erscheint geradezu dreist. Denn eine nötige Passion, einen nötigen Ernst oder schlicht ein Gespür für gute Musik spürt man in seinen Werken nicht…

Absolute Anspieltipps: /


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„Nicht weniger als eines der schlechtesten Genre-Alben aller Zeiten.“