EHEC Und Die Plötzliche Massenpanik

Foto: Manfred Rohde/HZI

Liebe Leser, nun möchte auch ich einmal die Gelegenheit ergreifen, um auf ein aktuell heiß diskutiertes und durch die Medien hochgepushtes Thema zu sprechen zu kommen. Das Stichwort, welches nunmehr jedem Fernsehzuschauer und Tageszeitungsleser bekannt vorkommen sollte, lautet EHEC. Diese vier Buchstaben klingen zwar verdächtig „böse“ (schließlich sind gerade die Deutschen durch ein gewisses Tagesblatt entsprechend vorbelastet), jedoch… wird sich am Ende (sofern man über den Horizont eines einzelnen Tages hinauszuschauen vermag) herausstellen, dass die EHEC-Panikmache vielleicht doch auf einem eher wenig nachvollziehbaren Fundament basiert. Schließlich lehrt und vor allem die Zeit, dass wir viele Dinge entweder über- oder unterbewerten, was die jeweils aktuelle Bedeutsamkeit angeht. Nicht ? Ja, aber wer redet denn heute noch von MKS oder BSE… ?

Weniger möchte ich nun auf die Infektionskrankheit selbst eingehen, dafür gibt es genügend andere Experten. Wobei – schade eigentlich, dass man gerade diese weniger in den Medien zitiert. Denn was viele nicht wissen ist die Tatsache, dass diese Krankheit bereits seit etwa 40 Jahren (!) international bekannt ist und seitdem ihr (relatives) „Unwesen“ treibt – als besondere Risikogruppen gelten allerdings Babys und Kleinkinder. Eine sehr gute Internet-Seite (besonders hilfreich für Familien mit Kindern) findet sich dazu übrigens hier. Ich selbst möchte Sie an dieser Stelle lediglich mit einer (hoffentlich wachrüttelnden) Statistik konfrontieren. Zahlen sagen mehr als tausend Worte – solche zu EHEC-Toten findet man aktuell natürlich zuhauf in den Medien, während gewisse andere aber lieber verschwiegen werden. Doch sehen Sie bitte selbst.

Im Zuge der seit Mai 2011 anhaltenden EHEC-Epedemie spricht man von aktuell etwa 25 Todesfällen deutschlandweit, wobei die Zahl der Infizierungen deutlich höher lag. Man stirbt also gewiss nicht automatisch, sobald man diesen Erreger in sich trägt… nein, es gibt eine weitaus „bedrohlichere“ Zahl von Sterbefällen, die allerdings nicht von einer Krankheit herrührt.

In Deutschland nehmen sich pro Tag (!) in etwa 30 Menschen das Leben. Davon wird allerdings nichts in den Medien berichtet, und hier fragt auch keiner nach dem warum. Was ist also gravierender – ein Erreger, der durch eine Mutation ein wenig aggressiver geworden ist; oder ein allgemeine Lebensmüdigkeit in Deutschland, die jährlich etwa 10.000 Menschen das Leben kostet ? Ich rate, mal darüber nachzudenken.

Nun – wir Menschen machen es uns einfach zu leicht. Ein „gemeiner Erreger“ lässt sich schließlich besser anprangern und bekämpfen als allzu allgemeine (wirtschaftliche, soziale) Missstände in Deutschland… auch wenn zu einem Großteil sicherlich persönliche Probleme zum Freitod vieler Lebensmüder führen. Doch – reden wir lieber über EHEC, da können sich die Gemüter wenigstens schön erhitzen – gefahrlos, da man schon weiss dass sie sich in 2-3 Monaten wieder abkühlen werden. Macht doch Laune, oder ?

2012, Gott Steh Uns Bei

Jawohl, am 21.12.2012 werden wir es (endlich) alle hinter uns haben – oder etwa doch nicht ? Man muss zumindest eines feststellen: ein Austausch zu diesem heiklen Thema findet rege statt. Sei es in den Medien – gerne auch mal mit ganz dicker Überschrift in einem bekannten Tagesblatt – sei es in den unendlichen Weiten des Internets, in zahlreichen Community’s und Foren. Betrachtet man die verschiedenen Menschen und verschiedenen Ansichten zum Thema (die hauptsächlich aufgrund des jeweiligen Wissensstandes stark differieren), so kommt man zu dem Schluss, dass es hauptsächlich 3 Gruppendynamiken gibt:

  • 1. Die Gruppe der unwissenden Paranoiden / der unwissenden Gleichgültigen

Diese Gruppe glaubt erst einmal alles, was ihr erzählt oder angedeutet wird – was sie zu den perfekten Empfängern von hysterischen Botschaften und Aussagen a’la der volksverdummenden Medien (oftmals mit drei oder vier Buchstaben) macht. Oder, man formuliert es so… Sie alle haben eins gemein: sie wissen nichts, beziehungsweise sehr wenig über die Hintergründe, und lassen sich so perfekt „füttern“, je nachdem mit panikmachenden oder „entwarnenden“ Botschaften. Folglich kann eine (unbegründete, da unfundierte) Furcht,  oder aber eine allgemeine Gleichgültigkeit in Bezug auf die Jahreszahl 2012 entstehen.

  • 2. Die Gruppe der Interessierten

Diese Gruppe gibt sich mit den Informationen der allseits gegenwärtigen Medien nicht zufrieden und bemüht sich, selbst zu recherchieren, um möglichst unvoreingenommene Aussagen zu erhalten und sich eine eigene Meinung zu bilden. Sie sind vielleicht nicht sonderlich interessiert an der genauen Bedeutung des Tages, sind in Anbetracht der allgemeinen Hysterie aber auch nicht gleichgültig. Sie wollen wissen, wie es zu dergleichen kommt – so können (astronomische) Hintergründe des speziellen Tages des 21sten Dezembers erforscht und bewertet werden; so kann der Ursprung des Maja-Kalenders untersucht werden. Wissen schafft Distanz zu den einseitigen Behauptungen und Ansichten, die allgemein im Umlauf sind.

  • 3. Die Gruppe der Experten

Einige sind tatsächlich Experten auf dem Gebiet der Astronomie und sollten als wahre Ansprechpartner für Fragen bezüglich der vermeintlichen Apokalypse dienen. Sie wissen genau, was für eine (durchaus seltene) Konstellation dieser Tage in unserem Sonnensystem eintreten wird und was für eine „Gefahr“ dies für die Erde bedeutet. Es können aber auch andere Berufsgruppen vertreten sein, beispielsweise die, die sich mit kultur- und sozialrelevanten Fragen beschäftigen. So kann schnell zwischen hysterischer Gruppendynamik und fundierter Forschung differenziert werden.

  • 4. Die Gruppe der Fanatiker

Diese Gruppe macht sich die allgemeine Hysterie um vermeintlich besonders wichtige Daten zu nutze, um ihre ganz eigenen Ideologien und Ansichten der Welt zu präsentieren. So finden sich zahlreiche Seiten in den weiten des Internets, die von einem höchst mystischen Unterton durchzogen sind, und ganz und gar fantastische Dinge keinesfalls ausschließen. Sämtliche historische Daten (und besonders die Geschichte der Mayas) werden so präsentiert, dass man automatisch glaubt, es müsste doch irgendetwas seltsames an all diesen Ereignissen dran sein. Es wird von einem „höchst seltenen Ereignis innerhalb des Universums“, von einer interstellaren Konjunktion (Stellung Sonne zu Milchstraße), oder gar von der Geburt eines neuen Zeitalters gesprochen.

Ach ja, war da eigentlich noch etwas am 31.12.1999 ? In der Tat, auch der Übergang ins neue Millennium wurde äusserst kritisch erwartet. Fanatische religiöse Köpfe und unwissende Menschen propagierten Panik; und alle waren schon beinahe wieder enttäuscht darüber, dass letztendlich doch nichts geschah. Ausser vielleicht, dass manche (Computer-)Systeme Probleme bei der Umstellung des Datensystems hatten; aber solche Probleme sind höchst irdischer und menschlicher Natur… in Bezug auf das Jahr 2012 gibt es aber einen Unterschied: die „Angst“ entsteht nicht gänzlich unbegründet, sondern greift man auf einen alten Kalender zurück, der angeblich „die Wahrheit“ spricht. Natürlich waren die Maya fähige Astronomen, was eine sehr bemerkenswerte Tatsache ist in Anbetracht ihres Daseinszeitraums. Wenn sie also gewisse Dinge voraussagen konnten, dann ist daran höchstens erschreckend, dass sie es schon damals konnten – während man heute ganz andere Möglichkeiten zur Weltraumbeobachtung hat (und natürlich weitaus entwickelter auf den Gebieten der Astronomie, Physik und Wissenschaft ist).

Letztendlich stellt sich also die Frage, was (heute noch) so „besonders“ an interstellaren Vorhersagen ist. Wie wissen, wie unser Sonnensystem aufgebaut ist, wir kennen die Umlaufbahnen der Planten, können viele Vorgänge im Weltall erklären. Und, dass Planetenbewegungen und spezielle Konstellationen dabei eigentlich unspektakulär erscheinen… außer vielleicht die einer Sonnenfinsternis, da hat man wenigstens noch „was zu sehen“ ! Alles andere wird ebenso unspektakulär an uns vorübergehen, wie bisherige Prophezeiungen… bis wieder ein neues Datum gefunden wird, an dem es sich aufzubauschen gilt. So oder so… spätestens mit dem 22.12.2222 sollte es dann aber endgültig vorbei sein mit unserer Welt so wie wir sie kennen. Oder… ?

Fast schon wieder enttäuschend, dass dem nicht so ist. Dann würde diese kümmerliche Existenzform, die man auch Menschheit nennt, endlich ein (schon lange prophezeites ?) Ende finden. Denn alles wäre ehrenwerter, als einen selbstverschuldeten Tod zu sterben. Den Weg dahin beschreiten wir ja gerade…

Ein guter Artikel zu Thema, der zwar aus wissenschaftlicher Sicht, aber dennoch gut verständlich für Einsteiger gehalten wurde, lässt sich hier finden: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/die-sonne-die-milchstrasse-und-2012.php. Jetzt aber wieder ein wenig gute Stimmung…

Casino-Philosophie Für Arme und Adelige

Hach, das waren noch Zeiten… 10-Cent-Spiele und trotzdem gute Unterhaltung.

Heute mal ein eher ungewöhnliches Thema – es geht um das Glücksspiel ! Natürlich handelt es sich um ein (beinhartes) Verlustgeschäft für die Kunden, die eigentlichen Spieler – aber wer kann im Zuge der steigenden Anzahl der Spielsüchtigen und der überall aus dem Boden sprießenden Casino-Filialen überhaupt noch „nein“ zum Spiel sagen ? Betroffen sind vor allem Jugendliche – die entweder aus Mangel an Beschäftigung oder der stillen Hoffnung, das meist mickrige Gehalt (Azubi-Gehälter, 400-Euro-Jobs) aufzubessern, in die Spielotheken strömen. Es fängt harmlos an… doch für viele wird das blosse „Spiel“ bald zu einem ernsthaften Problem. Jedoch gilt es, eine Unterscheidung zu wahren – zwischen den Spielsüchtigen, die tatsächlich ihre gesamte (erst einmal: finanzielle) Existenz aufs Spiel setzen, und denjenigen; die das Spiel zu einer Art überteuerten Hobby machen.

Vor allem erstere Gruppe wird in den offiziellen Statistiken erfasst – da es sich hier meist um extreme Fälle handelt, bei denen ohne eine vernünftige Therapie nichts mehr zu machen ist. Sie spielen längst nicht mehr um des Spiels wegen – sondern darum, Gewinne zu erzielen; beziehungsweise treffender: bereits verspielte Summen wieder „zurückzugewinnen“. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, wie hoch die Differenz zwischen bisherigen Verlusten und den temporären „Gewinnen“ ist – selbst wenn es an nur einem von 10 Spieltagen (oder mehr) „gut läuft“, genügt dies als Motivation.

Es gilt aber ebenfalls nicht, die zweite Gruppe der Spieler ausser acht zu lassen. So gibt es tatsächlich Spieler, die in erster Linie wegen des Spiels in entsprechende Etablissements gehen – bei denen folglich auch das „Drumherum“ eine Rolle spielt. Das können Faktoren wie ein bereits etabliertes soziales Umfeld während des Spiels sein, das kann der teilweise gute Service und die Aufmerksamkeit seitens des Personals (bei großen Ketten) sein, das kann schlicht die Tatsache sein, dass man „mal wieder rauskommt“. Andere gehen anderen Hobbys nach, und so zählt für manche Spielotheken-Geher ein derartiger Besuch oftmals als Freizeitaktivität die „Spaß“ macht – und die möglichst wenig kosten soll.

Doch genau das ist der Punkt: selbst diese „Unterhaltungsspieler“ verlieren oft größere Summen. Kommt man nun zu dem Punkt, bei dem es um die Frage nach der Sucht und dem Zeitpunkt, aufzuhören geht – so landet man unweigerlich bei der grässlichen Doppelmoral, wie sie sonst nur in Bezug auf Tabakwaren vorherrscht. Natürlich, Vater Staat propagiert öffentlich, dass es „gefährlich“ sei, sich derartigen Süchten hinzugeben – doch andererseits kann er keinesfalls auf die daraus entstehenden Einnahmen verzichten. Oder, er könnte es: doch eine weitere Mehrwertsteuererhöhung von schätzungsweise 20-30 Prozent würde wohl vielen übel aufstoßen. Gewiss nicht zu unrecht – aber hier haben wir eben die besagte Doppelmoral. Es „darf“ offiziell nicht mit Süchtigen gehen, es ist inoffiziell aber gar nicht anders möglich. Und so werden noch viele weitere „Kandidaten“ geködert und mehr oder weniger dazu verleitet, eben diesen Süchten zu frönen…

Gibt es eine Lösung ? Gewiss nicht. Aber es gibt Wege, Dinge zu verbessern – diese wären in erster Linie in zwei unterschiedliche Herangehensweisen einzuteilen. Die eine bezieht sich auf die „Entschärfung“ des Spielprinzipes, wäre also die Pro-Spiel-Variante. Die andere, Kontra-Spiel-Variante wäre die Schaffung von adäquaten Alternativen für das Spiel. Stichpunkte für die erste Variante sind demnach: deutliche Limits hinsichtlich der Anzahl von Spielstätten je nach Bevölkerungsdichte, deutliche Reduzierung der möglichen Einsätze und Gewinne, absolute Kontrolle der Betreiber (Betrugsausschluss). Nur ein Stichpunkt für die zweite, beinahe utopische (und klar von mir favorisierte) Variante: die Schaffung von ähnlich attraktiven Orten der Freizeitbeschäftigung bei denen weitaus weniger „auf dem Spiel“ steht. Was das sein oder wie das  aussehen soll, bleibt schleierhaft – doch dies soll auch nicht meine Aufgabe sein. Aber es ist nun einmal Fakt: je „desolater“ die Zustände in einer Gesellschaftsstruktur, desto häufiger sind… fragwürdige Aktivitäten an der Tagesordnung (am häufigsten: übermäßiger Alkoholkonsum).

Play Safe lautet das Stichwort – denn nur ein kontrolliertes Spiel ist noch ein Spiel, und keine Sucht. Was jedem klar sein sollte: ob Gewinn oder Verlust ist reiner Zufall, wobei man eher davon ausgehen sollte dass man „verliert“ – schließlich muss man sich vor Augen halten, dass Spielhallenbetreiber ihre Kosten decken und selbstverständlich einen (großen) Gewinn machen möchten… das heisst: der Ausgang des Spiels lässt sich nicht beeinflussen, und man muss das „Ergebnis“ so hinnehmen wie es ist. Stattdessen sollte man sich, sofern noch nicht in die Sucht-Sparte abgerutscht, am Spiel selbst erfreuen und es „genießen“. Denn ein Casino-Gang dient schließlich nicht nur dem Gewinn oder Verlust, sondern auch: richtig, der Unterhaltung. Wenn man sich selbst noch so einschätzt, dass man genau aus diesem Grund in ein Casino geht, dann ist man (halbwegs) auf der sicheren Seite. Wobei, natürlich nicht immer – denn auch ein solches Verhalten kann schnell zu einer Abhängigkeit führen – wohl weniger wegen des zu erwarteten Gewinns, als aufgrund dem Verlangen nach dem Spielen selbst. Oder aber den Spielen – denn selbst wenn es theoretisch Spiele geben würde bei denen man „mehr“ gewinnt – so würde eben genannte Spielerfraktion dennoch vorrangig zu „ihren“ Spielen greifen, zu ihren Lieblingsspielen.

Klein aber fein… das war einmal.

Spielhallen, Casinos, Glücksspiel – alles nur Ärgernisse, gar sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen für „Unterbelichtete“ ? Eine vorgegaukelte Gewinnchance für Menschen, die Geld setzen obwohl sie ohnehin wenig haben ? Oder handelt es sich, sofern in Maßen genossen, um eine attraktive Freizeitgestaltung ? Was meint Ihr ? Wenn Ihr Eure Meinung beisteuern möchten, so nutzt bitte die Kommentarfunktion.

Nachwort: You’re Man In The World

Herzlich willkommen zu einem meiner vielleicht epischeren Beiträge der letzten Zeit. Ich betitelte ihn wie bereits kryptisch in der Überschrift angegeben, ebenso gut könnte ich aber auch in die Welt hinausrufen: was ist nur los mit mir, was ist nur los mit der Welt ? Nein, besser noch: was ist nur los mit mir und meiner Selbstreflexion in Bezug auf die Welt, meine ganz persönliche (Um-)Welt ? Nichts anderes tue ich hiermit, doch ich erwarte keine Antwort. Aber, an der Zeit für ein kleines Zeichen wäre es allemal…

Zufriedenheit – eine Illusion, nur ein physisches Produkt ?
Zufriedenheit – unerreichbar, wenn man sie anders definiert ?
Zufriedenheit ist, nicht darüber nachdenken zu müssen
sondern sie zu erleben.

Diese Fragen über Fragen die jeder kennt, die einen zermürben können wenn man die Antwort auch nach langer Zeit nicht findet; mehr oder minder aus freiwilligem Anlass. All diese Gedankengänge könnten auch unmittelbar mit meinem erneuten, vorzeitigen Ausscheiden aus dem Berufsalltag zu tun haben. Sicherlich, es gab keinen großen Knall, keinen Big Bang welcher zu gewissen innerbetrieblichen und verwaltungstechnischen Differenzen geführt hat. Einerseits ist das gut, da zwischenmenschliche Kataklysmen gerade in sozialen Arbeitsbereichen eine enorme Detonationskraft (mit entsprechenden Nachwirkungen) haben können. Andererseits ist das schlecht, da mir nun und wieder einmal ein gewisses Maß an Klarheit fehlt. Jedoch; vielleicht hat es irgendwann tatsächlich einmal einen Big Bang gegeben, in meinem Leben, zu irgendeinem Zeitpunkt. Wobei man sicherlich festhalten muss, dass solche Ereignisse erst einmal einiges auf- und durcheinanderrütteln; aber auch gewisse Vorteile nach sich ziehen. Blicken wir doch auf einige Milliarden Jahre Historie zurück – das ist doch besser als nichts, oder ?  Bei meinem ganz persönlichen Big Bang, der zur letztendlichen Entfaltung meines (Frei-)Geistes geführt hat, bin ich mir aber nicht ganz so sicher. Was tun mit diesem rastlosen, ständig suchenden und eigensinnigen Geist ? Immerhin, es ist auch ein friedlicher, ein gütiger, ein einzigartiger. Vielleicht hat er trotz dieser allzu menschlichen Attributierung also eine Existenzberechtigung. Doch leicht war es noch nie, und wird es auch nie werden.

Was hat all dies mit meinem (bisherigen) Berufsalltag zu tun ? Auf den ersten Blick nicht viel – bei genauerem Hinsehen jedoch gar nicht mal so wenig. Wie meiner bisherigen Historie zu entnehmen ist, habe ich bisher einige Berufsfelderprobungen hinter mir. Alle endeten mehr oder weniger unrühmlich – bis auf einige Ausnahmen im sozialen Bereich. Denn auch hier gab es Stationen, auf die das Wort unrühmlich recht gut zutrifft. Sei es drum – allein die Tatsache, dass bei meinen zahlreichen Stationen im sozialen Bereich bisher die meisten positiven Ergebnisse auftraten, bestätigt meine Thesen. Warum es gerade die Arbeit mit Kindern / Jugendlichen sein soll, ist leicht herzuleiten; wobei das mit dem leicht bei mir so eine Sache sein kann. Versuchen wir es wie folgt:

Kindern wissen noch, was es heisst zu leben; weil sie es eben nicht wissen.

Vielleicht ist es also doch nicht so einfach. Eine genaue Erörterung würde den Rahmen an dieser Stelle vermutlich sprengen. Doch die Entwicklungsgeschichte der Menschheit selbst, sowie auch die Entwicklung des Menschen im einzelnen, von der Wiege bis zur Bahre; gibt viele Rätsel auf. Rätsel, mit denen sich manche mehr, manche weniger beschäftigen. Ich brauche nicht mehr zu erwähnen, zu welcher Gruppe ich gehöre – jedenfalls fasziniert mich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. So manch einer wird es kaum glauben; gerade die, die denken, ich sei nur irgendein dahergelaufener Spinner (verkannter Freigeist): Die Kinder kennen diese Seite von mir, so wie ich sie hier präsentiere, nicht. Ganz im Gegenteil, sobald ich in den sozialen Arbeitsprozessen und der Betreuung eingebunden bin, scheint sich dieses abstrakte Denken ein wenig in den Hintergrund zu bewegen. Ein Aspekt, der sehr interessant ist: vielleicht lerne ich (mit der Arbeit mit Kindern) selbst wieder, was es heisst, zu leben. Als Erwachsener tendiert man eben dazu, es so manches Mal zu vergessen. Und auch folgende Aussage ist vielleicht ungewöhnlich, für mich als (noch) Nicht-Vater: Kinder entkomplizieren das Leben, sie sind ein Geschenk. Eine Aussage, von der ich hoffe, dass dies ein Großteil der Eltern dieser Welt ebenso sieht. Ich selbst habe noch keine eigenen Kinder, Zeit lassen ist eines der obersten Gebote: schließlich muss (m)ein Leben erst in absolut geregelten Bahnen verlaufen, damit ich selbige Bahnen auch für meinen Nachwuchs garantieren kann. Alles andere wäre voreilig, und ein klein wenig verantwortungslos. Doch wenn die Zeit reif ist (und die Umstände), dann steht dem nichts mehr im Wege. Ich denke, ich wäre ein guter Vater – zumal ich des öfteren bereits so behandelt wurde. Alles, was man dazu braucht, ist ein gewisses Maß an Menschlichkeit, Wärme, erzieherische Kompetenz auf der einen Seite – aber auf der anderen, und das ist enorm wichtig: Ehrlichkeit – man darf den Kindern nicht immer nur das Gefühl vermitteln, dass man hier lediglich einen Job zu erledigen hat. Diese Herausforderung besteht vor allem für männliche Erzieher, wenn man sich die heutige Lage der Aufteilung weiblicher und männlicher Einflusspersonen im Leben der Kinder ansieht. So einfach, so gut ? Nicht ganz, denn gerade dieser Gedanke bringt automatisch einige Probleme mit sich.

Denn: die Emanzipation der Frau hat dazu geführt, dass das geschlechtsspezifische Gleichgewicht im sozialen Bereich in jeder Hinsicht gekippt ist. Und das nicht erst seit einigen Jahren – doch bestenfalls stellt man eine solche Tatsache erst einmal am eigenen Leib fest, bevor man sich polemisch dazu äussert. Nun, (um-)gekippt ist das Ganze in mehrerlei Hinsicht: zum einen ist es die Zahl der männlichen Beschäftigten, die gerade im Bereich der Kinderbetreuung (Paradebeispiel Kindergarten) konstant niedrig ist. Auch in Grundschulen und Freizeiteinrichtungen finden sich zum Großteil Frauen – zu den Gründen gleich mehr. Aber es ist auch das hierarchisch gekippte Verhältnis, welches es den Männern schwer macht, sich gleichberechtigt zu fühlen. Früher war es genau umgekehrt- und das ist es heute teilweise auch noch, aber in anderen Bereichen. Da ist es auch nur verständlich, als Frau mehr Rechte einzufordern – doch irgendwann hätte es einfach heissen müssen: Stop. Doch man hat die Waagschale im sozialen Bereich viel zu einseitig gefüllt. Hinzu kommen noch die offensichtlichen Gründe, die es Männern von vornherein erschweren, sich für den sozialen Bereich bzw. für eine Arbeit mit Kindern zu entscheiden. Diese wären eben schon genannte Stellungsfragen (viele Männer sind noch eher konservativ eingestellt, nein; ich gewiss nicht), aber in erster Linie ein nicht zu unterschätzender Grund über den niemand gerne spricht. Denn: Männer sind allesamt potentielle Kinderschänder und Vergewaltiger.

Ein gesellschaftliches Stigma, welches durch die einseitige Berichterstattung der Medien genährt und konsequent ausgeweitet wird. Im allgemeinen ist die Hetze gegen vermeintliche Verbrecher (gerade wenn sie im Fernsehen stattfindet) schon schlimm genug – egal um was für Verbrechen es sich dabei handelt. Diese anprangernde Darstellung dient lediglich der Befriedigung des immer dümmlicher werdenden Konsumvolkes; sie ermöglicht es, mit dem Finger auf andere zu zeigen obwohl man selbst eigentlich genügend Dreck vor der eigenen Haustür zu kehren hätte. Oder besser noch drinnen: so zeigen perfide Sendungen wie „Tatort Internet“ (RTL 2) auf, wie gefährlich der virtuelle Raum des Internets im wirklichen Leben von Kindern werden kann. An und für sich ein ehrenwertes Konzept – wenn dem Zuschauer aber weisgemacht werden soll, dass dies die einzige Gefahr für unsere Kinder sein soll, und häusliche Gewalt und familiärer sexueller Missbrauch nicht einmal ansatzweise erwähnt werden – dann kann irgendetwas nicht stimmen. Denn die Statistiken besagen etwas ganz anderes – eine Wahrheit, die der geneigte RTL2-Zuschauer nicht wahrhaben kann und will. Wie einfach ist es da, sich die am besten zu bekämpfenden Formen des Missbrauchs herauszupicken und zu thematisieren – während der Vater (die Mutter) den Sohn (die Tochter) weiterhin quält. Entschuldigen Sie meine Direktheit.

Ja, auch Eltern können ihren Kindern gegenüber echte Monster sein – und nicht nur der unbekannte Mann im Busch, den es Statistiken zufolge ohnehin nur sehr selten gibt. Doch genug der allgemeinen Denkweise – hin zum sozialen Bereich. Hier wird natürlich auch pauschalisiert und verallgemeinert – als Mann wird man nun einmal kritischer beäugt als eine Frau. Warum das so ist, ist eventuell noch verständlich. Schließlich fühlen sich weitaus mehr Männer als Frauen zu Kindern in einem unnatürlichen Maße hingezogen (entschuldigen Sie meine Indirektheit), und die Medien würden niemals eingestehen, dass es so etwas wie missbrauchende Frauen gibt. Doch warum bei Männern der Grundsatz gilt: erst einmal sind alle potentiell schuldig; das bleibt fraglich. Vielmehr sollte man von einer Unschuld ausgehen, gerade bei (eventuell noch zögernden) Männern die sich für den Beruf entscheiden. Und, dass es dennoch einige schwarze Schafe darunter geben könnte.

So einfältig wie es klingen mag, aber wenn man nicht von dieser Unschuld der Männer ausgeht, gerät man an ein Problem, welches auch heute schon deutlich spürbar ist: kein Mann wird mehr im sozialen Bereich arbeiten, die Zahl nimmt mehr und mehr ab je jünger die Kinder werden. Und das, obwohl viele vielleicht gern mit Kindern arbeiten würden, sich irgendwann einmal eigene Kinder wünschen. Meist ist es ja andersherum, und Kinder / Jugendliche bekommen selbst erstmal eigene Kinder – aber das ist ein anderes Thema. Sicherlich ist die miserable Ausbildungssituation im sozialen Bereich ein weiterer Aspekt, doch im Grunde ist diese wohl an zweiter Stelle der Problem-Rangliste aufzuführen. Denn neben der gesellschaftlichen Vorurteile sind es auch noch die, die in einem kleineren Rahmen stattfinden: in Form der eigenen Familie (Eltern, Geschwister), in Form des sozialen Umfeldes, der Freunde.

Das wird schon nichts ausmachen, wenn es keine Männer mehr in Kindergärten gibt, sagt jetzt so mancher ? Falsch, und diesem „falsch“ muss nicht einmal zwingend eine Gegenargumentation folgen. Denn eigentlich sollte es offensichtlich sein, dass es einfach nicht geht, Kinder (sowohl Jungen als auch Mädchen) geschlechtsspezifisch einseitig aufwachsen zu lassen. Nicht anderes hat die zunehmende soziale Feminisierung bewirkt. Wenn man dann noch die Zahl der alleinerziehenden Mütter nimmt, ist es in manchen Fällen endgültig aus mit der Existenz der Männlichkeit – besonders fatal natürlich für die Jungen, die (realistische) männliche Vorbilder zwecks einer Identifikation so dringend brauchen. Gerade diese Kinder „schnappen“ sich dann natürlich jeden männlichen Erzieher, den sie kriegen können (sofern denn überhaupt einer in der jeweiligen Institution arbeitet), und sehen in ihm vielleicht auch so etwas wie eine Vaterfigur. Und so schließt sich der Kreis: weil man dieser Tatsache als männlicher Erzieher kaum ausweichen kann, wird man umso kritischer beäugt. Diese Balance zwischen der Berufsausübung und dem Dasein als männliche Bezugsperson gerät oftmals zu einer echten Herausforderung. Ja, nur Männer sind davon betroffen. Ja, auch Neid spielt eine Rolle: der männliche Erzieher muss schließlich kaum noch etwas tun, um bei den Kindern beliebt zu sein. Wenn er dazu auch noch ein generell umgänglicher Mensch ist (beispielsweise: eher wenig streng, warmherzig, kontaktfreudig, wirklich interessiert am Wohlergehen der Kinder), dann könnte man einen ähnlichen Berufsausstieg erleben wie meine Wenigkeit; ohne je böse Absichten gehabt zu haben. Mein Resümee ? Fraglich… sagen Sie es mir. Ich schließe heute eher mit folgenden (bebilderten) Worten:

EVANGELION FAQ Teil #01: Von Adam(s) Und Den Impacts

In diesem Text behandelte / beantwortete EVANGELION-Fragen:

  • Wer sind die ENGEL, und was wollen sie ?
  • Wer oder was sind ADAM und LILITH; was hat es mit ihren Monden, den Lanzen und den Impacts auf sich ?
  • Wie passen die nunmehr 4 ADAMS der REBUILD-Reihe zum ADAM der TV-Serie ?

Und damit herzlich willkommen zum ersten Teil der großen EVANGELION-Interpretationsodyssee bei Oliverdsw. Sicher, eine Odyssee mag ganz grundsätzlich ein eher langwieriges und anstrengendes Unterfangen sein… doch es gilt, sich nicht vorschnell abschrecken zu lassen. Schließlich setzt eine umfangreiche Kultserie wie NEON GENESIS EVANGELION es geradezu voraus, dass man sich ausgiebiger mit ihr beschäftigt – und sich dem Prozess des ausgiebigen Rätselns einfach mal hingibt. Gleichzeitig aber sollte man hervorheben, dass es so etwas wie die eine Wahrheit oder die eine richtige Interpretation einfach nicht geben kann. Dafür ist das NGE-Universum schlicht zu komplex – und sein Schöpfer Hideaki Anno zu genial. Und vielleicht auch etwas zu wahnsinnig – doch bekanntlich liegen die diesbezüglichen Grenzen des öfteren verdächtig nah beieinander.

Wichtig ist: da das Kapitel EVANGELION ist nicht noch nicht abgeschlossen ist, kann dieser Text kaum als vollständig bezeichnet werden. Zumindest nicht, solange der letzte Teil der REBUILD-Reihe noch nicht erschienen ist. Aber selbst, und das wäre wohl nicht untypisch für Hideaki Anno; könnte es nach dem Erscheinen des so heiß erwarteten EVANGELION-Finales noch in der einen oder anderen Form weitergehen. Auch muss vorab erwähnt werden, dass es sich bei dem folgenden Text weniger um ein sortiertes Begriffsglossar handelt, in dem jeder einzelne Begriff aus dem NGE-Universum explizit erläutert wird – sondern eher um einen bunten Interpretationstext, der ein gewisses Grundwissen voraussetzt. Es wird empfohlen, sich einen Becher Tee oder Kaffee parat zu stellen – und dann kann es auch schon losgehen mit der Interpretation zu den „ganz großen“ Themen von NEON GENESIS EVANGELION. Viel Spaß und Kopfzerbrechen – etwaige Kommentare sowie Diskussionsansätze sind natürlich wie immer gern gesehen.

Die Geschichte von NEON GENESIS EVANGELION beginnt mit dem FIRST IMPACT – einem gewaltigen Einschlag, der einen Großteil aller bisherigen Lebensformen auf der Erde ausgelöscht hat und von den Menschheit als simpler Meteor-Aufprall wahrgenommen wird. Ganz im Sinne der großen Verschwörungen des EVA-Universums kann man jedoch annehmen, dass sich in exakt diesem Meteor LILITH befand, die Urmutter allen menschlichen Lebens. Demnach wäre der Meteor nichts anderes als der SCHWARZE MOND, die eigentliche Heimat von LILITH. Das Problem: vermutlich war dieser Einschlag so nicht vorhergesehen. Denn: auf der Erde (genauer: in den Tiefen der Antarktis) befand sich bereits ein anderer Mond welcher Leben hervorbringen solle – der sogenannte WEISSE MOND. Dieser beherbergte aber kein menschliches Leben, sondern einen schlafenden ADAM als Vater der Engel. Dadurch, dass nunmehr zwei Monde auf der Erde vorhanden waren wäre es beinahe zu einem ernsthaften Konflikt zwischen ADAM und LILITH gekommen. Immerhin erscheint der Grund dafür einleuchtend: Wesen, die aus ADAM und LILITH hervorgegangen sind können zwar jeweils für sich existieren – nicht aber zusammen. Anders gesagt: eine Koexistenz der beiden Wesen (und deren Nachkommen) ist nicht möglich, da sie beide die alleinige Herrschaft über einen Planeten für sich beanspruchen.

Glüklicherweise aber wäre dieser Konflikt eben nur beinahe entstanden – denn sowohl zu ADAM als auch zu LILITH gehört eine Lanze, die sogenannte LANZE DES LONGINUS (in den REBUILDS gibt es noch mehr Lanzen, die zudem andere Namen haben). Diese Lanze gilt demnach als eigentlicher Kopf und Steuereinheit aller weiteren Prozesse – sie kontrolliert ADAM beziehungsweise LILITH. Folglich könnte man annehmen, dass die Lanze von LILITH bei der Wucht des Meteors auf die Erde zerstört wurde – und sie sich frei entfalten konnte. Die Folge: die Geburtsstunde der LILIM, also des menschlichen Lebens war besiegelt. ADAM beziehungsweise die Lanze von ADAM „bemerkte“ dies, und versetzte ihn daraufhin in eine Art Tiefschlaf. Das schien auch notwendig, schließlich hatte das menschliche Leben die Vorherrschaft auf dem Planeten Erde übernommen, ob aus Versehen oder nicht – sodass die einzige noch funktionierende Lanze einen großen Konflikt verhinderte. Denn, und erneut: aus ADAM (die Frucht des Lebens) und aus LILITH hervorgehende Wesen (Die Frucht der Weisheit) können schlicht nicht koexistieren. Und so wurden die Lebensformen, die später als ENGEL bekannt werden sollten; unterdrückt.

Vermutlich wäre alles gut gegangen, gäbe es da nicht den Fund der SCHRIFTROLLEN VOM TOTEN MEER sowie alle darauf folgenden Ereignisse – wie etwa die Gründung der Geheimorganisationen SEELE und GEHIRN (später: NERV), und die Expedition in die Antarktis. Bei selbiger sollte eine Art Kontakt-Experiment durchgeführt werden. Anzunehmen ist, dass die Team-Mitglieder den (schlafenden) ADAM entdeckt haben, und die dazugehörige Lanze entfernten. ADAM erwachte, wohl aber nur teilweise – sodass die ENGEL als seine „Kinder“ doch noch entstehen oder herbeigerufen werden konnten. Offenbar wollte man der mächtigen Lanze habhaft werden und sie manipulieren – was indes keine gute Idee war. Denn als man die Lanze wieder in ADAMS Seite stach, ereignete sich eine regelrechte Katastrophe: der sogenannte SECOND IMPACT.

Vermutlich löste ADAM diese Reaktion selbst aus, als Selbstschutz und Abwehrmaßnahme – oder aber auch diese heftige Maßnahme wurde von seiner Lanze gesteuert. Fakt ist, dass ein Großteil der Erdbevölkerung durch den Vorfall umkam, und die Meere seitdem rot gefärbt sind. Vollständig vernichtet wurde ADAM bei der Explosion jedoch nicht – offenbar blieb eine vollständig seelenlose und sich nicht verändernde Embryo-Form zurück, die NERV an sich nahm. Mithilfe dieser wollte man den Kontext zu den Bedingungen aus den Schriftrollen herstellen, die noch immer nicht vollständig offenbart wurden. Wichtig aber scheint, dass ADAM zumindest teilweise kontrollierbar gemacht werden musste. Seine Lanze wurde ebenfalls nicht bei der Explosion zerstört; stattdessen nahm man sie und verwendete sie bei LILITH – sodass ihre Form von nun an konstant blieb. Dies könnte man auch mit der Tatsache gleichsetzen, dass sich das Leben auf der Erde nicht mehr weiterentwickeln würde – und die Menschheit in ihrem jetzigen Zustand bereit ist für die unglaublichen Prophezeiungen der Schriftrollen. Die Seele von ADAM indes ging über auf ein Kind, welches im Moment des SECOND IMPACT geboren wurde – KAWORU. Aus bisher nicht ganz eindeutig geklärten Gründen ging die Seele von LILITH (obwohl sie am SECOND IMPACT nicht direkt beteiligt war) ebenfalls auf ein Kind über – REI AYANAMI. Vielleicht verhält es sich hierbei wie mit den Engeln und Menschen: es herrscht ein ständiger Konkurrenzkampf zwischen ADAM und LILITH, sodass beide ihre Boten aussenden mussten.

Den Schriftrollen konnte SEELE nun entnehmen, dass ungefähr 15 Jahre später die ersten ENGEL erscheinen würden, um sich mit dem ADAM in Embryo-Form zu vereinen. Diese Engel wären demnach während der Phase, in der ADAM erwachte entstanden – wobei sie nun davon beseelt sind, zu ihrem Ursprung zurückzukehren. Laut des Kanons des NGE-Universums hätte dies aber eine weitere Katastrophe zur Folge: dass alle auf LILITH basierenden Lebensformen auf der Erde in einem furiosen THIRD IMPACT vernichtet würden. NERV will dies unter allen Umständen verhindern – sie wollen, dass die Menschheit vorerst überlebt, um später den Plan von SEELE verwirklichen zu können. Es gilt also die entstandenen ENGEL allesamt zu vernichten, aber letztendlich auch KAWORU – der ebenfalls ein Engel ist. Offenbar nicht auf physischer, wohl aber auf psychischer Ebene – da er die Seele von ADAM oder zumindest einen Teil davon zu beherbergen scheint. Denn: wäre er ein ENGEL wie die vorherigen, und würde zusätzlich noch die Seele von ADAM in sich tragen, wäre der WAHRE ADAM wieder vollständig – und es gäbe ein ganz anderes Finale als das was man kennt. Eher vorstellbar ist, dass die Seele von ADAM nach dem Tod von KAWORU an einen anderen Ort gewandert ist, zum Ende von EVANGELION aber wieder in den Prozess des THIRD IMPACT eingebunden ist. Bei dem kommt es schließlich zur finalen Vereinigung so gut wie aller beteiligten Wesen, was auch der Plan von SEELE ist – wobei man niemand geringeren als SHINJI an die Spitze des überirdischen Schöpfungsprozesses gestellt hat.

Alles, was von ADAM stammt, will also zu ADAM zurückkehren – wie es KAWORU auch in einer der letzten Episoden sagt. Denn so negativ die Folgen für die Menschheit wären, so positiv wären sie für ADAM und die ENGEL – die nach der Vereinigung wieder konkurrenzlos auf der Erde vorherrschen würden. So könnte man annehmen, dass SEELE mit der Bekämpfung der ENGEL und der Verhinderung eben jener Fusion nur die Existenz der Menschheit sichern will – doch das reicht natürlich nicht. Stattdessen wollen sie mithilfe der Schriftrollen und der EVANGELIONS ihr ganz eigenes Instrumentalisierungs-Projekt wahr werden lassen – auf dass alle Menschen in einer einzigen, reinen Ursuppe (oder: ursprünglichen Lebensform) weiter existieren. Das besondere: dieser See des Lebens wäre gekennzeichnet durch die nicht-Existenz von AT-FELDERN, die Menschen erst zu Individuen machen. Es gäbe keine Grenzen, keine Barrieren – alles wäre eins. Das wiederum hätte mindestens zwei Folgen: dass es weitaus weniger (oder gar kein) individuelles Leid gibt – aber eben auch kein menschliches Erleben mehr. Und genau das ist das Ziel von SEELE. Der junge SHINJI wird dabei eingesetzt, da er der Vermutung von SEELE nach schon die „richtige“ Entscheidung treffen würde – die Menschheit in ihrer bisherigen Daseinsform auszulöschen.

Aber natürlich geht es immer etwas komplizierter – wie in den REBUILDS, in denen man die Existenz von nicht weniger als 4 Adams voraussetzen muss. Offenbar haben diese eine ähnliche Form wie der wahre ADAM aus der TV-Serie – es sind recht groß erscheinende Gestalten, die aus purer Energie zu bestehen scheinen. Der Grund für diese nicht wirklich klar abgegrenzte Daseinsform könnte ein mangelndes AT-Feld sein, oder zumindest ein weitaus schwächeres als das der Menschen und Engel. So unklar die Rolle der geheimnisvollen 4 ADAMS ist, so stark wird die REBUILD-Reihe diese Spekulationen noch in bisher unbekannte Dimensionen treiben – hoffentlich. In EVANGELION 2.0 und in einer auf MISATO bezogene Erinnerungs-Sequenz gibt es immerhin schon einen deutlicheren Hinweis auf die 4 Lichtgestalten.

Wie gesagt hat sich offenbar nur wenig an deren Form verändert – es sind lediglich einige weitere weiße Linien zu erkennen, die in Bezug auf den Ursprung der ENGEL eventuell Flügel andeuten könnten. Es ist jedoch unklar, ob dies nur ein weiterer Mythologie-Aspekt in EVANGELION ist, oder später noch an (massiver) Bedeutung gewinnen wird. Deutlich zu erkennen sind die dunklen Kreise, die Energiekerne der Wesen – ungefähr an der Stelle, wo auch das menschliche Herz zu finden ist. Interessant sind die kaum zu erkennenden Umrandungen der Kerne, denn sie sind nicht gleich.

  • Ganz links sind es 6 kleinere Kreise, die den Kern umgeben. 2 davon sind etwas dunkler als die anderen, was abgezogen von 6 wieder die mysteriöse Zahl 4 ergibt.
  • Danach ist es eine verschwommene Linie, die sich sehr nah am Kern befindet. In Anbetracht der Symbolik könnte man von einer Art kryptisch dargestellter Zusammenkunft oder Verschmelzung ausgehen.
  • Dann folgt dünne Linie, die sich in einem deutlichen Abstand zum Kern befindet. Es erscheint (noch) schleierhaft, was diese bedeutet.
  • Und als letztes sieht man einen weiteren Kreis (wohl nicht der Kern, da zu klein) über den Augen, oder vorsichtiger: den an Augen erinnernde Rundungen. Durch Linien verbunden würden sie ein Dreieck formen, und so zu weiterer Symbolik führen.

Nun gilt es natürlich, die Frage nach dem wahren Sinn beziehungsweise der wahren Bedeutung hinter diesen 4 ADAMS zu stellen. Bisher konnte man am ehesten davon ausgehen, dass diese 4 Wesen aus dem wahren ADAM geboren wurden – und demnach ENGEL sind. ENGEL, die vielleicht noch kein stabiles AT-Feld etablieren konnten und so in einem Zustand aus reiner Energie verharren. Doch gerade durch die nunmehr angebotene Symbolik (Symbole um die Kerne, Ähnlichkeit mit dem WAHREN ADAM) könnte man tatsächlich zu dem Schluss kommen, dass es tatsächlich ADAMS (im Plural) und keine formlosen ENGEL sind. Und diese kühne Vermutung wäre gar nicht mal so schlecht mit den Ereignissen in der REBUILD-Reihe zu vereinbaren, im Gegenteil – selbst in Bezug auf die Serie ergäbe dies einen Sinn. Dazu muss man sich nur folgendes vorstellen: der Second Impact gestaltete sich zwar so wie oben bereits beschrieben – doch außerhalb der menschlichen Wahrnehmung geschahen weitere Dinge. So wäre zu vermuten; dass der eine, WAHRE ADAM tatsächlich durch das Kontakt-Experiment von NERV getötet oder vernichtet wurde. Und nun zu der Zahl 4:

  • Die in der Serie gezeigte Embryo-Form könnte eine der Reinkarnationen ADAM sein, von denen es noch drei weitere (aber nicht ganz so mächtige) gibt. Wichtig: es wären nur körperliche Reinkarnationen, von der Energie-Signatur her zwar mit einer ähnlichen Relevanz wie der WAHRE ADAM – aber im Grunde nur seelenlose Hüllen. Ebenfalls anzunehmen: es wurden, mit der physischen Aufspaltung ADAMS auch 4 LANZEN Lanzen geschaffen, die die neuen Existenzformen unter Kontrolle halten. Die erste Lanze (die der Embryo-Form) hat man folglich bei LILITH angewendet – vielleicht, weil der Embryo bereits für andere Zwecke verplant war.
  • Eine zweite Reinkarnation von ADAM könnte (aus noch unerfindlichen Gründen) auf dem Mond gelandet sein. Dort wurde aus der Hülle der sogenannte göttliche EVANGELION geschaffen. Dies würde die wohl später noch gezeigte Macht des EVANGELIONS erklären, und auch warum KAWORU bei seiner Ankunft auf der Erde eine Lanze dabei hat – die er auf EVA EINHEIT 01 wirft um den THIRD IMPACT zu verhindern.
  • Die dritte Reinkarnation von ADAM wäre ein noch unbekannter EVANGELION.
  • Ebenso wie die vierte Reinkarnation. Der Verbleib der beiden dazugehörigen Lanzen bliebe ebenfalls noch schleierhaft.

Da dies jedoch nur die körperlichen, die physischen Reinkarnationen sind; so müsste man auch nach dem Verbleib der Seele von ADAM schauen. Diese könnte weiterhin und wie bisher angenommen, in KAWORU stecken – während sich die von LILITH in REI befindet. Oder aber, auch die Seele von ADAM hat sich in irgendeiner Art und Weise in 4 Teile aufgespalten. KAWORU hätte einen, und die anderen 3 wären auf die EVA-Piloten verteilt (mit Ausnahme von REI, die ja bereits „besetzt“ ist). All diese Vermutung würden aber schnell zum Evangelion-Embargo aus der REBUILD-Reihe führen: wenn 4 EVANGELIONS gleichzeitig in Aktion treten, besteht die Gefahr den WAHREN ADAM wiederzuerschaffen. Noch unklar ist, welche EVANGELIONS es genau sein müssten; da man bereits in END OF EVANGELION sah dass ein Zusammenspiel von mehreren Einheiten durchaus (und gefahrlos) möglich ist.

Doch damit bliebe noch ein weiteres Problem bestehen: es ist unklar was es bedeuten würde, wenn es 4 Lanzen gäbe. In Anbetracht von END OF EVANGELION reichte bereits eine (die wahre), um den finalen Instrumentalisierungsprozess abzuschließen – doch vielleicht haben sich die 4 Lanzen auch schon vorher wieder zu einer (dann: der einzig wahren) vereint, vom Zuschauer unbemerkt. Eine andere Theorie in Bezug auf die 4 Lichtgestalten führt schnell wieder zum Beginn dieses Artikels und damit der Frage, woher genau der SCHWARZE und der WEISSE MOND als Wiege allen Lebens stammen könnten. Wer oder was hat sie erschaffen, wer oder was entsendete sie auf die Erde (und vermutlich zahlreiche andere Planeten) ? Vielleicht war es tatsächlich eine höhere Lebensform, und damit eine ganz und gar göttliche. Diese ursprünglichen Wesen hatten es vermutlich nicht beabsichtigt, dass sowohl ADAM als auch LILITH gleichzeitig auf einem Planeten landen. Oder aber sie wollten es – als eine Art göttliches Experiment.

Damit könnten die 4 Wesen auch Abbilder dieser höheren Wesen sein – wobei es fraglich bliebe, warum sie beim SECOND IMPACT selbst auftauchten. Vielleicht waren sie einfach nur alarmiert ob der verbotenen Zusammenführung von ADAM und LILITH ? In EVANGELION 2.0 aber scheint der Second Impact ohnehin eingefroren – man sieht es, als GENDO und FUYUTSUKI einen Ausflug zum Mond machen. Hier sieht man zwar keine 4 ADAMS, aber immerhin 4 Kreuzsymbole welche diese repräsentieren könnten. Es wird sich zeigen, was genau es mit der mysteriösen Zahl 4 im EVANGELION-Kontext auf sich hat. Denn nicht zuletzt sind es exakt 4 Kinder als Piloten der EVANGELIONS (in der Serie: Shinji, Rei, Asuka, Toji). Doch in Bezug auf den SECOND und den THRID IMPACT wird es ohnehin noch viel zu rätseln geben. Und das nicht zuletzt, da die entsprechenden Darstellungen in der REBUILD-Reihe merklich von der denen der Originalserie abweichen.

In dieser Ansicht sieht man einen „eingefrorenen“ SECOND IMPACT, der sich aus irgendeinem Grund seit exakt 15 Jahren in diesem Zustand befindet. Man kann dazu wohl nicht viel sagen, außer dass es mit der nicht „vollständigen“ Präsenz von ADAM zu tun haben könnte (siehe Tiefschlaf), oder mit dem Kontaktexperiment selbst. Oder aber, es war wiederum das mysteriöse Werk der LANZE DES LONGINUS (bevor sie letztlich bei LILITH eingesetzt wurde). Dies würde bedeuten, dass man beim Second Impact bereits 3 Mal einen Einsatz der Lanze zu verzeichnen hätte:

  • Zuerst wurde sie von ADAM entfernt, woraufhin es zu einem (teilweisen) Erwachen kam.
  • Dann wurde sie (in einerverunreinigten Form) wieder ADAM zugeführt. Die Folge: der SECOND IMPACT.
  • Zuletzt wurde sie (von wem oder was auch immer) erneut eingesetzt, um den vollständigen SCOND IMPACT zu verhindern und stattdessen einen „milderen“ Ausgang zu erreichen (ADAM in Embryoform, „eingefrorener“ SECOND IMPACT als göttliches Mahnmal).

So könnte es auch sein, dass die an das Spektrum eines Regenbogens erinnernden Farben um das schwarze Loch (anstelle dessen sich zuerst vermutlich der WEISSE MOND befand) eine Art „Ergebnis“ des SECOND IMPACTS darstellen könnten – eine Art Paradies also, in dem es keine AT-Felder mehr gibt. Doch da der Vorgang unterbrochen wurde, droht vorerst keine weitere Gefahr für die restliche Menschheit in ihrer bisherigen Form. Dazu ein Bibelzitat (Genesis 9:15, 9:16) in Bezug auf den Regenbogen und die erwähnte Woge der Komplementarität:

Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, daß nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, daß ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Seelen in allem Fleisch, das auf Erden ist.

Dies führt direkt wieder zum THIRD IMPACT, der in EVANGELION 2.0 bereits angedeutet worden ist:

Auch hier ist die markante Kreisform über dem eigentlichen Ereignis zu sehen, dieses Mal jedoch in den Farben Schwarz und Rot – eventuell, da der THIRD IMPACT hier noch nicht weit genug fortgeschritten ist. Wäre er nicht unterbrochen worden, hätte sich diese „Woge“ der Energie sicher über den ganzen Planeten ausgebreitet – und alles Leben vernichtet. Lediglich SHINJI und REI hätten zusammen mit EVA EINHEIT 1 die neue Lebensform gegründet, offenbar sogar unbeeindruckt von ADAM und LILITH – die kurz während jener Szenen eingeblendet werden. Demnach wäre ein THIRD IMPACT auch unter anderen Umständen möglich, wie es FUYUTSUKI auch noch einmal betont. Das Fehlen des wahren ADAMS wird in dieser Darstellung offenbar durch den intensiven Wunsch eines einzelnen Menschen ausgeglichen. Oder aber, es hat sich (siehe eine Vermutung weiter oben) einfach eine eher „zufällige“ Konstellation aus Versatzstücken gebildet, die den THIRD IMPACT ermöglicht – doch nicht in der ursprünglich von SEELE angestrebten Version. REI hätte demnach die Seele von LILITH in sich, Shinji einen Teil von ADAM – und dazu hätte man noch je einen physischen Teil von ADAM (aus dem Engel) und von Lilith (aus EVA EINHEIT 1). In jedem Fall würde SEELE nicht sehr erfreut darüber sein – sodass KAWORU den THIRD IMPACT mit (s)einer Lanze stoppt. Dies hat offenbar noch mehr Gründe:

  • Zum einen scheint dieses Vorgehen in den SCHRIFTROLLEN VOM TOTEN MEER festgehalten zu sein – denn warum sonst sollten GENDO und alle anderen so ruhig bleiben, selbst in Anbetracht des schier apokalyptischen Geschehens ?
  • Zum anderen ist es KAWORU selbst der sagt, dass er dieses Mal zumindest SHINJI glücklich machen will. Will er also verhindern, dass SHINJI hier möglicherweise eine Art Affekt-Handlung begeht, und den THIRD IMPACT nur auslöst weil er REI retten will ? Auch sagt SHINJI vorher, dass ihm egal ist was mit der Welt passiert. Will ihm KAWORU also erst zeigen, dass die Welt auch ganz anders aussehen könnte – sodass SHINJI am Ende in der Lage wäre eine „objektivere“ Entscheidung zu treffen ?

Zum Abschluss gilt es noch einige letzte Thesen festzuhalten. So scheint es nunmehr fast bestätigt, dass die REBUILD-Reihe eine Fortsetzung der Serie beziehungsweise von END OF EVANGELION ist – und kein Remake oder eine Nacherzählung. Anders gesagt: das EVANGELION-REBUILD hievt das Ganze auf das nächstes Level, und beginnt da wo END OF EVANGELION aufgehört hatte – beziehungsweise einige Äonen danach. Alles ist stimmig in Bezug auf diese Vermutung – einzig das Problem um das Allwissen von Kaworu ist nicht eindeutig geklärt. Schließlich wird allein aus den von ihm ausgesprochenen Worten deutlich, dass er das andere Mal (oder weitere Male) bereits miterlebt hat. Vielleicht hängt dies aber mit der Seele von ADAM zusammen, die ihm innewohnt – und einer Art genetischem Grundwissen, dass vielleicht in jedem ADAM oder jeder ihn begleitenden Lanze gespeichert ist und über Generationen weitergegeben wird. Fakt ist: EVANGELION war und ist ein willkommener, eindeutiger Hammerschlag in die sich bis 1995 normal entwickelnde Anime-Traditionsgeschichte – indem die Serie das Genre vollkommen neu definierte. Für alles weitere sollte man aber den noch kommenden REBUILD-Film abwarten, der über vieles entscheiden wird. Ob im positiven oder im negativen Sinne, sollte man wohl sagen – schließlich hat man in EVANGELION 3.0 nichts von dem gesehen, was zuvor im entsprechenden Trailer angedeutet wurde.

Welche „verstörenden Schicksalsschläge“ werden noch auf die EVA-Fans warten ? Man wird es sehen, beziehungsweise eher: erleben – und zwar mit allen Sinnen.

Link: Weiter zum zweiten offiziellen Teil der EVANGELION-Fragenodyssee