PATHFINDER – Neuer Sänger, Crowdfunding & Mehr (Metal News)

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Wer das neue Mitglied entdeckt, erhält einen Preis… oder auch nicht.

Auch im Bereich des symphonischen Power Metals gibt es gute und eher schlechte Nachrichten – und solche, die man zunächst nur schwerlich einordnen kann. Wie in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen der polnische Genre-Senationsband PATHFINDER (siehe ihr 10/10-Album FIFTH ELEMENT – Review), die zuletzt mit zwei wichtigen Botschaften auf sich aufmerksam machten. Die eine, vielleicht wichtigere bezieht sich dabei auf einen weiteren einschneidenden Besetzungswechsel, der erst kürzlich vervollständigt wurde. Bereits bekannt war, dass der ehemalige Leadsänger Szymon Kostro die Band bereits vor einigen Monaten verließ – dass ein gewisser Przemyslaw Uliczka (ANOTHER WORLD) diese Rolle fortan ausführen wird, war die eigentliche Überaschung. Nun wurde auch eine erste Hörprobe veröffentlicht:

Wie man sieht und hört, bleibt es mindestens… interessant, wie sich die Polen mit ihrem neuen Leadänger schlagen werden. Dass er nicht wirklich mit Szymon Kostro vergleichbar sein würde, ist da eine – doch gerade in Anbetracht seiner stimmlichen Bandbreite müsste das ehemalige Konzept der Band eventuell nochmal auf den Kopf gestellt werden. Luft nach oben ist jedenfalls noch reichlich. Sind die Zeiten, in denen beinahe zeitgleich zaghaft geflüstert, stimmig erzählt und inbrünstig gescreamt wurde etwa vorüber ? Selbst wenn, könnten sich PATHFINDER noch immer auf ihre instrumentellen Stärken konzentrieren; auf dass man nicht auch noch diesbezügliche Abstriche machen muss. Übrigens: dies ist der bereits zweite Besetzungswechsel nach dem grandiosen FIFTH ELEMENT, zuvor ging bereits Slawek Belak (2006-2012) an den Keyboards. Es bleibt also spannend… genau so, wie es sich auch mit der zweiten Meldung verhält:

In der Tat haben nun auch PATHFINDER zu einem Crowd-Funding aufgerufen – um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen soll das schon länger geplante Video zu FIFTH ELEMENT endlich realisiert werden, und zum anderen auch das Budget für ein weiteres Musikvideo gesichert werden. Nett: je nach dem Umfang der gespendeten Gabe gibt es entsprechende, abzugreifende Goodies – wie etwas T-Shirts oder sogar Darsteller-Rollen in den Musikvideos (allerdings nur bei Beträgen, die sich nicht jeder leisten kann). Doch so unterstützenswert das Ganze anmuten mag – die Frage, ob die ’neue‘ Version von FIFTH ELEMENT genauso einschlagen wird wie die alte (d.h. die der alten Besetzung), sollte vielen Fans auf der Seele brennen.

Hier geht es zur offiziellen Crowdfunding-Kampagne von PATHFINDER.

Wie genau die ’neuen‘ PATHFINDER klingen werden, lässt sich wohl aber ohnehin erst sagen, wenn man das kommende (noch nicht datierte) Album erst einmal in den Händen hält. Bis dahin gilt es abzuwarten, zu hoffen – und die Wartezeit mit dem ein oder anderen spektakulären Titel des letzten Albums zu verkürzen. Vielleicht ja auch in einer entsprechend bebilderten Version ?

PATHFINDER – Ready To Die Between Stars (Official Video)

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Oh; einstige Helden von PATHFINDER, warum nur…

Ja, auch als super-solide Symphonic Power Metal-Band, die bereits zwei hochkarätige alben an den Start gebracht hat; kann man seine Fans vergrätzen. Und das – zu allem Überfluss – auch noch mit einem offiziellen Video, welches eher gegenteilig ausgelegt ist. Schließlich riefen die ambitionierten Polen zu einer Teilnahme über Facebook auf, bei der weltweite Fans eine Textstelle aus dem Titel READY TO DIE BETWEEN STARS singen und kameratechnisch festhalten sollten. Besagte Aufnahmen sollten dann im neuen, nun vorliegenden Video eingebracht werden – was auch geschehen ist – nur irgendwie wirkt das Ganze eher albern und alles andere als erhaben. Ganz im Gegensatz zur (immer noch) sagenhaften Musik also.

Doch gehen wir einen Schritt zurück. Schließlich war die nun präsentierte Single nicht die, die eigentlich für ein Videorelease ausgewählt worden war. Der eigentliche Kandidat war nämlich der Titeltrack des gleichnamigen neuen Albums, FIFTH ELEMENT. Dieses sollte sinnig an das zuvor veröffentlichte, geniale erste Musikvideo der Band anschließen, LORD OF WOLVES. Wie das aussah ? Nun ja… verdammt gut:

Schließlich wirkt dieses episch angelegte Video niemals billig, plump oder in irgendeiner Art und Weise lächerlich – und wurde der präsentierten Musik absolut gerecht. Was aber ist dann geschehen ? Man kann nur munkeln. Ging der Band das Geld aus, war der Titeltrack einfach zu lang (immerhin knapp 9 Minuten) ? Wie dem auch sei, schließlich wählte man doch READY TO DIE BETWEEN STARS aus – einen guten Titel, dessen Videoumsetzung nicht der Rede wert ist, so miserabel fällt sie aus. Ein solches auf Witz und Banderleben (mit Live-Ausschnitten) getrimmtes Video kann man sich vielleicht nach einigen Jahren im Geschäft erlauben – doch nicht als Alternative zu einem eigentlich geplanten Video und als Anschluss an ein LORD OF WOLVES. Dass Konstantin Naumenko von SUNRISE ebenfalls (in einer eher plumpen Aufnahme) auftritt, tröstet in diesem Falle nicht.

Was das Ganze so ärgerlich macht, ist jedoch nicht nur die Gestaltung des Videos zum Song selbst – sondern vor allem auch das, was danach kommt. Das Video hat eine Spielzeit von über 12 (!) Minuten – bei einem 6-Minuten-Titel. Man sehe selbst, was sich PATHINDER dazu haben einfallen lassen… als eigenständiger Clip für polnisch sprechende vielleicht ganz witzig – doch nicht in dieser Form, bei der man dieselben Aufnahmen auch noch unzählige Male wiederholt und hintereinander geschnitten hat…

Dann doch lieber ein Video wie dieses… ich sage es immer wieder: engagiert mich.

Metal-CD-Review: PATHFINDER – Fifth Element (2012)

Land: Polen – Stil: Symphonic Power Metal

01. Ventus Ignis Terra Aqua
02. Fifth Element
03. Ready To Die Between Stars
04. The Day When I Turn Back Time
05. Chronokinesis
06. March To The Darkest Horizon
07. Yin Yang
08. Elemental Power
09. Ad Futurum Rei Memoriam
10. When The Sunrise Breaks The Darkness
11. Vita
12. Bonus: Spartakus And The Sun Beneath The Sea

Wenn das keine würdige Tributzollung an den (Power) Metal ist, was dann ?

Vorwort: Endlich ist es da – das neue Album der Polnischen Metal-Recken von PATHFINDER, welches auf den Namen FIFTH ELEMENT getauft wurde. Dreimal geraten – vom welchem mysteriösen ‚fünften Element‘ könnte hier wohl die Rede sein ? In der Tat, ein einziger Versuch sollte eigentlich ausreichen. Es ist die Kraft des Heavy Metal, welche – wieder einmal – hoch gelobt wird. Allerdings, in derart hohe Sphären vermochte bisher noch keine musikalische Lobpreisung eines Musikgenres vorzudringen. PATHFINDER zelebrieren wie auf ihrem verspielten Debütalbum aus dem Jahre 2010 (Review hier) einen Power Metal, der spätestens jetzt das Zusatz-Attribut ‚Symphonic‘ geboren hätte – hätten nicht schon andere Bands diese Spielart geprägt. Dieses Mal sind sie allerdings noch bombastischer, noch schneller, noch sphärischer, noch komplexer und noch epischer unterwegs – sodass sich der geneigte Hörer bereits im voraus ein ungefähres  Bild vom Klang des ‚FITH ELEMENT‘ machen kann. Zweifelsohne werden Neueinsteiger vom recht druckvollen Sound überrascht, oder gar überrollt werden – doch genau das wollen PATHFINDER. Sie wollen erhabener, mächtiger und schlicht unantastbarer klingen als alle Genrekollegen, und mit FIFTH ELEMENT servieren sie den sinngemäßen Soundtrack für dieses ehrenwerte Ziel. Aber, kann der Silberling mit der Qualität des überraschend guten Debüts mithalten ?

Kritik: Es scheint, als stünden die Sterne gut für PATHFINDER. Nicht nur, dass sie ihre Interpretation des Symphonic Power Metal mit einer ungeheuren Freude und Ausdruckskraft inszenieren, auch wirkt die Bandformation in sich stimmig und weiss sich gut zu präsentieren. Einen Eindruck davon erhält man bereits beim Öffnen des nett aufgemachten Digipacks – welches nicht nur mit einem sagenhaften Cover-Artwork und dem applizierten PATHFINDER-Logo glänzt, sondern auch mit einem schicken Booklet aufwartet. Darin finden sich alle Songtexte, für zusätzliche Stimmung sorgen die heroischen Posen der einzelnen Bandmitglieder, die hier auf stilistisch erhabenen Fotografien abgebildet sind. All das lässt vor allem einen Eindruck entstehen: bei FIFTH ELEMENT müsste es sich zweifelsohne um ganz großes (musikalisches) Kino handeln. Also in etwa um etwas, was ein gewisser LUCA TURILLI mit dem durch ihn geprägten Begriff des ‚Cinematic Metal‘ erreichen wollte. Dazu hat er auch noch die Chance – doch bis zum geplanten Release des nächsten RHAPSODY-Albums stehlen ihm PATHFINDER nun erstmal die Show.

Das 12 Titel (inklusive Bonustrack) starke Album beginnt mit dem Intro VENTUS IGNIS TERRA AQUA – einer etwa 2 Minuten langen Einstiegsnummer mit typischem Soundtrack-Touch, die weder zuviel verrät noch den Hörer allzu kalt lässt. Im Gegenteil, man steigert die Spannung ins schier unermessliche und sorgt bereits im voraus für eine erhaben-symphonische Grundstimmung. Sicher, der Sprecherpart hätte atmosphärischer ausfallen können, der Text etwas weniger klischeehaft – doch man wird nicht umherkommen zuzugeben, dass gerade diese Form der Überzeichnung zu PATHFINDER dazugehört. Gleich darauf geht es auch schon hinüber zum Opener und Titeltrack des Albums, FIFTH ELEMENT. Hier klingen PATHFINDER wieder wie sie leiben und leben – irgendwo auf Wolke 7 (oder höher) schwebend, während sie dabei die ein oder andere geniale Songpassage in die Welt (hinab-)schmettern. Aber auch als wohl durchdachtes, abwechslungsreiches Ganzes funktioniert dieser Auftakt-Titel – der die Qualitäten des Debütalbums nicht nur aufzugreifen, sondern direkt zu übertreffen vermag. Die für die Polen typischen, technisch höchst versierten Gitarrenriffs, der zutiefst epische Anspruch der Orchestrierungen und der kräftige Gesang von Sänger Szymon Kostro machen den Ersteindruck perfekt. Innerhalb dieser 8 Minuten wird keine Langeweile aufkommen – vielmehr kann man sich von der mitreissenden Wirkung des Liedguts wunderbar treiben und begeistern lassen.

Es folgt das episch anmutende READY TO DIE BETWEEN STARS, welches bereits mit einem fulminanten Beginn punkten kann. Ohne Zweifel, hier wird ein üppiges Festmahl geboten – zumindest für hartgesottene Fans der Spielart des Symphonic Power Metal. Umso treffender erscheint es da, dass sich PATHFINDER für diesen Titel Konstantin Naumenko von SUNRISE ins Boot geholt haben – der natürlich ebenfalls mit Leidenschaft bei der Sache ist. Allerdings wirkt der Sound von PATHFINDER nach wie vor recht ‚überladen‘, und das in mancherlei Ohren sicherlich nicht zu knapp. Hier wird wahrlich alles vermengt, was das Power Metal-Zutatenbuch hergibt – dennoch, das Ganze klingt weitaus ansprechender als beispielsweise der Output der ebenfalls kaum Grenzen kennenden Schweden von REINXEED. THE DAY WHEN I TURN BACK TIME ist wiederum ein melodramatisches Stück voller Kraft, Eingängigkeit und Melodie – welches druckvoller und ’schmetternder‘ nicht hätte inszeniert werden können. Gut, dass in Sachen Instrumentation ein gewisses Maß an Abwechslung aufgeboten wird, und der Titel so nicht ganz so überfrachtet wirkt wie der davorige. Nur im Refrain konnten sich PATHFINDER alles andere als zurückhalten – der gleicht einer kosmisch-symphonischen Explosion, die ein wenig zuviel des guten ist (spätestens in dem Moment in dem der Frauengesang einsetzt). Die Strophen aber sind angenehm und textlich ansprechender konstruiert – ansprechender als der leichte Schwächen (in Sachen Sprache, Satzbau und Poesie) offenbarende Text des Refrains. Das spätere Soli aber glättet die Wogen – ein solch verdammt episches, technisch erhabenes und pompöses Brett vermag derzeit keine andere Metal-Band vorzulegen.

Das fünfte Stück horcht auf den Namen CHRONOKINESIS, und schöpft abermals aus dem musikalischen Vollen. Eine flotte Gangart, zahllose symphonische Arrangements und Bombast-Samples sowie die Unterstützung der weiblichen Sopranistin machen auch diesen Titel zu einem potentiellen Highlight. Wenngleich die Songstruktur im Gesamten abermals leicht überladen und unstrukturiert wird, so kann man stets sicher sein dass PATHFINDER wissen was sie da tun – und spätestens mit dem Refrain gibt es einen weiteren ‚erhellenden‘, da etwas eingängigeren Moment. Eine solide Nummer – die vom nun folgenden MARCH TO THE DARKEST HORIZON allerdings locker getoppt werden kann. Man gebe die Bühne frei – für das wohl stärkste Stück des neuen Albums der Polen. Satte 8 Minuten dauert das epische Bombardement aus Fanfaren, Kriegsgesang und purer Erhabenheit; und wird dabei zu keinem Zeitpunkt langatmig. Als besonderes Merkmal des Titels stellt sich der Refrain heraus, der einer besonderen Rhythmik unterliegt und so das generell recht innovative Klangbild unterstreicht. Komplexe Instrumentalpassagen, Soli, atmosphärische Zwischenspiele und das stetig wechselnde Grundtempo sorgen für die nötige Abwechslung und das endgültige Abtauchen des Zuhörers in die Welt des FIFTH ELEMENT. Wer PATHFINDER also noch nicht kennt, sollte sich diesen Titel zu Gemüte führen – man wird eine mehr als nur grundsolide Einführung in den musikalischen Kosmos der Polen erhalten.

Mit der Ballade YING YANG wird es nun eher andächtig – zweifelsohne eine Seltenheit, wenn es um den musikalischen Output von PATHFINDER geht. Allen potentiellen Vorurteilen zum Trotz – das Ganze wirkt ansprechend, die operettenhaften Anleihen werden stimmig und überaus gut in Szene gesetzt. Dieses Duett der besonderen, da ruhigen (aber dennoch epischen) Art sorgt also – ganz dem Titel entsprechend – für einen sinnigen Ausgleich. Richtig – ELEMENTAL POWER fungiert daraufhin wieder als purer Uptempo-Brecher. Hier handelt es sich um einen Titel, der von der Band bereits vorab veröffentlicht wurde. Die abwechslungsreiche Struktur macht Laune, alle einzelnen Elemente ergeben ein großes Ganzes, mündend im wunderbar schmetternden Refrain. Wer glaubt, dass dies bereits alle Highlights des Albums waren, hat sich getäuscht – mit AD FUTURAM REI MEMORIAM folgt gar eine der kultverdächtigsten Titel. Hier heisst es schlicht: Gänsehaut pur, durch und durch. Auch wenn man den ein oder anderen klischeehaften Begriff (gerade im Refrain) hätte beiseite lassen können – sei es drum. Dem Titel wohnt eine gewisse ‚Poesie‘ inne, gekennzeichnet von einem markanten Wechselspiel aus Aggressivität und märchenhafter Erhabenheit.

Es folgen noch WHEN THE SUNRISE BREAKS THE DARKNESS, VITA und der Bonustrack SPARTAKUS AND THE SUN BENEATH THE SEA, bevor das Album langsam aber sicher zu Ende geht. Man will nicht sagen, dass es ‚Zeit wird‘, doch einerseits wäre noch ‚mehr‘ wohl eindeutig ein zuviel des guten (des epischen), und zum anderen scheint sich so manches Arrangement in den letzten 4 Nummern zu ähneln – wenn auch nur leicht. Denn ‚Stoff‘ haben die Polen sicherlich noch genug – sodass man auch in Zukunft gespannt sein darf. Zu den Titeln: ersterer ist eine weitere grundsolide Uptempo-Nummer die kurz vor der Explosion zu stehen scheint, besonders gut wirken hier die etwas ‚düsterer‘ gehaltenen symphonischen Elemente im Hintergrund sowie die Instrumentation im Gesamten. Während es in den Strophen etwas gemäßigter zugeht (was gut ist), tritt man danach immer wieder aufs Gaspedal und erreicht stetig höhere Sphären. VITA ist das Outro des Albums, welches einen nett-orchestralen Auftakt hat, danach aber deutlich ruhiger wird und die epische Stimmung des Albums sinngemäß langsam ausklingen lässt. Fehlt nur noch der Schmankerl SPARTAKUS AND THE SUN BENEATH THE SEA, eine Nummer, die zweifelsohne das gewisse Etwas hat und irgendwo zwischen Melancholie, Freude und Nostalgie umherbalanciert.

Fazit: Wenn ein gewisser Herr TURILLI nicht noch das ein oder andere Ass im Ärmel hat, wird er es schwer haben mit seinem kommenden Album aus der Sparte des ‚Cinematic Metal‘ zu punkten – denn momentan definieren und dominieren PATHFINDER dieses Genre. FITH ELEMENT ist – gerade für ein zweites Album einer noch jungen Band – ein regelrechter Geniestreich in der Tradition der glorreichen Anfangszeiten von Bands wie RHAPSODY OF FIRE. Beinahe alles ist perfekt: die episch-atmosphärischen Orchestrierungen, die wahnsinnige Gitarrenarbeit, der Gesang, die stimmigen Gastgesänge, die hochtrabenden Refrains, das flott-antreibende Drumming und die generell sehr ‚erhabene‘ Stimmung. Nur eine minimale Schwäche lässt sich nicht ganz verhehlen: die Lyrics sind nicht immer auf einem derart ‚epischen‘ und unantastbarem Niveau wie die Musik selbst. Hier hätte man noch weiter ausholen können, und nicht in beinahe jedem Lied derart offensichtlich die Kraft des Metal anpreisen sollen. Und auch dass PATHFINDER offenbar nicht mehr so sehr des Englischen mächtig sind wie zuvor, könnte man kritisieren – andererseits sorgt auch dieser Aspekt für einen gewissen ‚Charme‘. Sei es drum. FIFTH ELEMENT bleibt die sinngemäße Fortsetzung von BEYOND THE SPACE, BEYOND THE TIME – und steigert das qualitative Niveau der Polen abermals um ein vielfaches. PATHFINDER sind nicht länger eine Band mit der man rechnen muss – sondern eine solche, die das Ruder des Symphonic Metal vollends in die Hand genommen hat und Geschichte schreibt, schreiben wird. Schöner und erhabener kann die (positive) Kraft des Heavy Metal nicht angepriesen werden – PATHFINDER schreiten voran in die nächste musikalische Dimension, die ihrer Zeit weit voraus ist. Sie müssen nur aufpassen, dass sie ihre Musik nicht zu sehr überfrachten – FIFTH ELEMENT bewegt sich in dieser Hinsicht schon hart an der Grenze. Aber dennoch ist das abschließende Urteil ganz und gar eindeutig: es gibt derzeit kein besseres Power Metal-Album.

Highlights: Alle, insbesondere MARCH TO THE DARKEST HORIZON, AD FUTURAM REI MEMORIAM

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PATHFINDER – 5th Element Vorbestellungs-Goodies (Metal News)

Land: Polen – Stil: Epic Symphonic Power Metal


Metal-Fans, aufgepasst: wie es das offizielle Banner so schön zeigt, ist bereits im Mai PATHFINDER-Zeit. Am 26.05.2012 wird das neue Album veröffentlicht, welches allem Anschein nach an die Qualität des Vorgängers anknüpfen wird. Oder vielleicht sogar… doch warten wir ab. In der Zwischenzeit kann man das (nette) Angebot der Polen nutzen, und sich beispielsweise in die Mailing-List der offiziellen Seite eintragen – und die beiden bereits veröffentlichen Songs gratis als Download erhalten. Immerhin, das gibt es auch nicht alle Tage; beziehungsweise macht das nicht jeder.

Ebenfalls interessant: das Album ist nunmehr vorbestellbar, im Gegensatz zu vielen anderen Bands / Vertrieben aber nicht ohne ein nettes zusätzliches ‚Goodie‘, beziehungsweise gleich mehrere davon. Denn: alle Vorbestellungen werden als Dreingabe folgendes enthalten:

  • – 1x PATHFINDER Logo-Patch
  • – 1x FIFTH ELEMENT Schlüsselring
  • – 1x „FIFTH ELEMENT Button
  • – 5x Sticker mit dem Motiv des vorherigen Albums
  • – 1x Signiertes PATHFINDER-Poster

Bis zum 26.05 hat man noch Zeit, das kleine Fanpaket zu erwerben – und das zu einem mehr als akzeptablen Preis. Schlappe 18 Dollar soll das Albums kosten – zum Vergleich, das kommende Album von LUCA TURILLIS RHAPSODY wird den gleichen Betrag in Euro kosten – und das ohne zusätzliche Dreingaben dieser Art. Das Highlight unter diesen 5 kostenlosen ‚Elementen‘ (da ist er wieder, der inhaltliche Bezug) ist sicher das signierte Poster. Nun, solch ein Service soll belohnt werden, weshalb der Link zum offiziellen PATHFINDER-Onlineshop guten Gewissens beworben und verbreitet werden kann, darf; muss. Keep the cosmic power alive…

PATHFINDER – 5th Element (Metal News)

Land: Polen – Stil: Epic Symphonic Power Metal

Nach einem mehr als zufriedenstellenden (Power-)Metal-Jahr 2011 scheint auch 2012 ein durchaus schmackhafter Jahrgang zu werden – zumindest was heiss erwartete Releases von etwaigen Bands angeht. So sind auch die Polen von PATHFINDER zurück, die mit 5TH ELEMENT ihr zweites Studioalbum kredenzen werden – nach dem sagenhaften Debüt- und Vorgängeralbum BEYOND THE SPACE, BEYOND THE TIME sicher kein allzu großes Wunder. Schließlich griffen die ambitionierten Polen etliche positive Reviews ab, und etablierten eine ansehnliche Fanbase rund um den Globus – und nun soll die (verdammt epische) Erfolgsgeschichte weiter gesponnen werden. Und man kann sich fast absolut sicher sein, dass ihnen auch mit 5TH ELEMENT ein kleiner Geniestreich gelingen wird.

Nachdem die Band auf ihrer offiziellen Seite nach und nach häppchenweise Informationen servierte, zeichnet sich das entgültige Release nun immer deutlicher ab. Neben der (verheißungsvollen) Trackliste wurde bereits das Artwork präsentiert – welches vom großartigen Felipe Machado Franco stammt, der sich durch seine Arbeiten für Bands wie RAHPSODY OF FIRE, IRON SAVIOUR und Co. bereits einen gerne ausgesprochenen Namen machen konnte. Noch viel wichtiger, beziehungsweise erwähnenswerter ist allerdings der Fakt, dass die Band bereits eine erste Hörprobe online gestellt hat – und zwar einen Titel vom kommenden Album, exklusiv und in voller Länge. Das ist doch mal ein netter Service – so kann man sich bereits vorab vergewissern, dass auch das kommende Album eine ziemlich hohe Messlatte anlegen wird was das Niveau der musikalisch transportierten ‚Epicness‘ anbelangt.

Die Frage die bleibt ist die, ob 5TH ELEMENT tatsächlich an die Qualität des überraschend großartigen Vorgängers anknüpfen kann (Wertung: 9.5/10) – oder ob die Band eher einen Schritt zurück gehen wird. Doch PATHFINDER wären nicht PATHFINDER, wenn sie nicht noch das ein oder andere EPISCHE ASS im Ärmel hätten… man darf gespannt sein. Zusammen mit LUCA TURILLI’s neuestem Release handelt es sich zweifelsohne um eines der Symphonischen Metal-Highlights 2012 !