TV-Kritik / Serien-Review: GAME OF THRONES (Staffel 7)

Originaltitel: Game Of Thrones
Typ: TV-Serie
Basierend Auf: A Song Of Ice And Fire
Umfang / Laufzeit: 7 Folgen (je ca. 53-77 Minuten)
Land: USA
Idee: David Benioff, D. B. Weiss
Genre: Abenteuer / Fantasy / Drama
Tags: GoT | Staffel 7 | Siebte Staffel | Fortsetzung | HBO | George R. R. Martin

Die Liste der 7 Episoden (deutsche und englische Titel):

01 Drachenstein Dragonstone
02 Sturmtochter Stormborn
03 Die Gerechtigkeit der Königin The Queen’s Justice
04 Kriegsbeute The Spoils of War
05 Ostwacht Eastwatch
06 Jenseits der Mauer Beyond the Wall
07 Der Drache und der Wolf The Dragon and the Wolf

Irgendwann geht es eben doch in die heiße Phase.

Kurzinhalt: Nachdem Daenerys Targaryen und ihre Truppen endlich in Westeros angekommen sind, stehen sie kurz vor ihrem geplanten Feldzug gen Königsmund – und damit auch gegen die hiesige Herrscherfamilie der Lannisters. Doch während noch auf allen Seiten Machtverhältnisse neu ausgelotet und Kräfte gebündelt werden, rücken die Armeen des Nachtkönigs weiter in Richtung Süden vor. Dabei sind sich zunächst nur Jon Snow und seine Anhänger der immensen Gefahr einer potentiellen Invasion der Untoten bewusst. So versuchen sie möglichst jeder auf dem Kontinent lebenden Fraktion klarzumachen, dass sich der wahre Feind erst noch zeigen wird – und man in Anbetracht der bevorstehenden Katastrophe kaum eine andere Wahl hat, sich zumindest für den Zeitraum des kommenden Winters zu verbünden. Immerhin: mit ihren drei Drachen hat Daenery Targaryen noch einen Trumpf im Ärmel, der sich auch im Kampf gegen die Untoten als äußerst nützlich erweisen könnte. Es bleibt zu hoffen, dass der Nachtkönig eben doch nicht mehr im Gepäck hat als eine Horde wilder Untoter – und durch das Zusammenspiel von Drachenfeuer und Waffen aus Drachenglas geschlagen werden kann.

Kritik: Mit erstmals nur 7 vorgesehenen Episoden wurde auch sie nun komplett ausgestrahlt – die mittlerweile siebte Staffel des beliebten Fantasy-TV-Epos GAME OF THRONES. Wie es sich bereits in der vorangegangenen sechsten Staffel angedeutet hat, geht es dabei langsam aber sicher in die heiße Phase – wenn die Verantwortlichen an ihrem Plan festhalten, wird es nur noch eine weitere Staffel mit lediglich sechs Folgen geben. Das ist der vorliegenden siebten Staffel auch zweifelsohne anzumerken – und das nicht nur in Bezug auf den unmittelbar bevorstehenden, schlussendlich schon der finalen siebten Folge beginnenden Kampf zwischen den Menschen und den Untoten. Auch einige der nunmehr über Jahre gepflegten Nebengeschichten werden weiter oder zu Ende erzählt, wichtige Charaktere sterben, neue kommen nicht mehr hinzu. Das besondere dabei ist: auch oder gerade weil das Gefühl, dass die Serie bald abgeschlossen sein wird omnipräsent ist; hat die Serie keine nennenswerten Qualitätseinbußen zu verzeichnen. Stattdessen übernimmt sie so gut wie alle bisherigen Stärken und Schwächen der vorherigen Staffeln – was gut ist und zeigt, dass die Macher nicht wirklich von ihrem bisher eingeschlagenen Marschrichtung abweichen und sich so gesehen treu bleiben.

Eine handvoll neuerlicher Probleme gibt es dann aber doch. Vornehmlich solche; die im gleichen Atemzug mit dem noch einmal ordentlich angezogenen Spannungsbogen, den wie schon zuvor beeindruckenden handwerklichen Aspekten und dem allgemeinen Spaßfaktor der Serie zu nennen sind – und so gewissermaßen wieder ausgeglichen werden können. Beispielsweise erscheint es fast schon aberwitzig, welches Gefühl dem Zuschauer in Bezug auf etwaige zurückgelegte Entfernungen einiger Charaktere oder aber bestimmte zeitliche Faktoren vermittelt wird. Wirklich sinnig wirken die allgemeinen Truppenbewegungen, und insbesondere die der Untoten jedenfalls nicht. Auffälliger als jemals zuvor ist auch die Tatsache, dass bestimmte Charaktere (noch) nicht das zeitliche segnen soll; und sie deshalb selbst aus den ausweglosesten Situationen gerettet werden können – analog zu einigen sich durchaus anbietenden Gelegenheiten, bestimmte Konflikte zu verhindern oder zumindest deutlich zu entschärfen. Hier hat man dann eben doch das Gefühl, als hätte das Drehbuch obsiegt – und nicht die Vernunft, respektive die durch die Serie vermittelte Logik des GAME OF THRONES-Universums. Sei es drum – auch die siebte Staffel der Serie wurde insgesamt hervorragend umgesetzt und macht schlicht einen Heidenspaß. So kann es gerne weitergehen, aber bitte wirklich nur noch in oder mit einer einzigen Staffel – und nicht auch noch in zahlreichen Spin-Offs.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © HBO

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„Auch die siebte Staffel hält das bisherige Qualitätsniveau – und ist daher kaum in der Lage, die allgemeine Faszination für das GAME OF THRONES-Universum zu brechen. Überhaupt: in Anbetracht des baldigen und im besten Falle entsprechend eindringlichen Serien-Finales kann man relativ problemlos über die meisten der kleineren Schwächen der Serie hinwegzusehen.“

Für weitere Film- und Serienkritiken von unterschiedlichem Umfang – etwa auch der ausführlichen Analyse der bisherigen Staffeln von GAME OF THRONES – empfiehlt sich ein Blick auf das alphabetisch geordnete Film- und Serienarchiv des Blogs.

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TV-Kritik / Serien-Review: GAME OF THRONES (Staffel 6)

Game Of Thrones, GoT, HBO, TV, Sequel, Franchise, Poster, Screening, Exklusive

Originaltitel: Game Of Thrones
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 10 Folgen (je ca. 53-67 Minuten)
Land: USA
Idee: David Benioff, D. B. Weiss
Genre: Abenteuer / Fantasy / Drama
Tags: GoT | Staffel 6 | Sechste Staffel | Fortsetzung | HBO | George R. R. Martin

Die Liste der 10 Episoden (deutsche und englische Titel):

01 Die Rote Frau The Red Woman
02 Zuhause Home
03 Eidbrecher Oathbreaker
04 Das Buch Des Fremden Book Of The Stranger
05 Das Tor The Door
06 Blut Von Meinem Blut Blood Of My Blood
07 Der Gebrochene The Broken Man
08 Niemand No One
09 Die Schlacht Der Bastarde The Battle Of The Bastards
10 Die Winde Des Winters The Winds Of Winter

Am Ende sind sie alle gleich, die großen und die kleinen Schlachten.

Inhalt: Achtung, Spoiler ! Die Schlacht der Könige und solcher, die es gerne werden wollen; geht weiter. Doch was sind schon zwischenmenschliche Konflikte, wenn die sogenannten Weißen Wanderer mit ihrer Armee von Wiedergängern bereits nahe vor den Toren der großen Mauer im Norden stehen ? Trotzdem gibt es weiterhin mannigfaltige Machtkämpfe in Westeros – die im schlimmsten Fall erst dann enden, wenn es bereits zu spät ist. Nicht nur Stannis Baratheon steht mit seiner Armee dem Clan der Boltons gegenüber, sondern später auch der überraschenderweise von der Feuerfrau gerettete John Snow – gemeinsam mit den wenigen verbündeten Häusern des Nordens und den letzten Mitgliedern seiner Familie. In Königsmund regiert derweil der junge und unerfahrene Tommen Baratheon, allerdings nur mit Hilfe seiner Mutter Cersei Lannister – die Gefahr im neuerdings aufkeimenden Glauben und seinen Vertretern sieht, und bald darauf tatsächlich einen erniedrigen Bußgang absolvieren muss. Doch sinnt sie bald auf Rache, zumal sie noch immer die Geschicke der Stadt zu lenken scheint – gemeinsam mit ihrem geliebten Bruder Jamie. Selbst der Bruch mit Dorne und dem Haus der Tyrells scheint sie so vorerst nicht weiter zu kümmern, doch drohen noch andere Gefahren.

Die bisher größte Streitmacht des umkämpften Herrschaftsgebietes erhebt sich schließlich in Meereen, der einstigen Sklavenstadt im Wüstensand – die von Daenerys Targaryen befreit wurde und langsam aber sicher unter Kontrolle gebracht werden kann. Auch durch die Hilfe von Tyrion Lannister, der seiner Familie endgültig den Rücken kehrte und fortan für eine neue Machtverteilung kämpft. Nachdem sich eine Entführung der Mutter der Drachen geradezu schicksalhaft zu ihren Gunsten wendet und auch noch eine von Theon und Asha angeführte Splittergruppe der Graufreuds von den Eiseninseln zu ihr stößt; verfügt sie über das wohl größte kampfähige Heer – sowie ihre drei ihr gehorsamen, sichtlich gewachsenen Drachen. Doch auch die überlebenden Sprösslinge der einst mächtigen Stark-Familie könnten noch eine große Rolle in den folgenden Kämpfen spielen. Der junge Bran trifft endlich den mysteriösen dreiäugigen Raben und geht bei ihm in die Lehre, Arya wird in Braavos von den Gesichstslosen ausgebildet; und Sansa erweist sich als waschechte Überlebenskünstlerin und starke Verhandlungspartnerin. Eines scheint unausweichlich: bis Westeros der wohl schlimmsten Gefahr aus dem eisigen Norden die Stirn bieten kann, wird es noch die ein oder andere menschliche Schlacht geben…

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Die Grausamkeiten eines Mannes hätten diese beiden beinahe gebrochen. Beinahe…

Kritik: Auch wenn sie nun schon seit einigen Jahren ausgestrahlt wird und so gesehen zu einem festen Bestandteil der Medienlandschaft geworden ist, geht es für Fans der renommierten TV-Serie GAME OF THRONES plötzlich ganz schnell. Nicht nur, dass die kürzlich komplett ausgestrahlte sechste Staffel der beliebten Fantasy-Mär durch das vorgelegte Erzähltempo erstmals einen deutlicheren Abstand von den Buchvorlagen nimmt und zu etwas ganz und gar eigenständigen geworden ist – auch ein Ende des beliebten Franchise ist möglicherweise schon in Sicht. Genauer gesagt sollen nur noch zwei Staffeln folgen, und das auch noch mit jeweils weniger Episoden als den bisherigen 10 – eine potentiell endlose oder zumindest unbestimmte Fortsetzung der Serie bleibt somit aus. Das mag gerade in Anbetracht der immensen, sogar stetig weiter steigenden Zuschauerzahlen und der ungebremsten Popularität der Serie eine kleine Überraschung sein; und nicht zuletzt viele Fans der Serie etwas wehmütig stimmen.

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Ein dreiäugiger Rabe kann vor allem eines: gut sehen. Alles andere wird sich zeigen…

Jedoch scheint sich gerade hier eine jener guten alten Lebensweisheiten zu bestätigen, die man sonst eher geneigt ist zu belächeln: man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Und da ist in Bezug auf das TV-Serien-Franchise von GAME OF THRONES durchaus etwas dran, trotz des hochkarätigen und zeitlosen Erzähl-Materials. Denn so gut es auch ist oder sein mag – es lässt sich nicht endlos strecken, zumindest nicht ohne den ein oder anderen verärgerten Zuschauer. Gerade mit einem absehbaren Ende könnte die Serie ihr hohes Qualitätsniveau noch bis zum großen Finale beibehalten und mit Würde abgeschlossen werden – was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, wie man weiß aber leider keine ist. Unzählige einst erfolgreiche Serien werden plötzlich abgesetzt, verändern sich im Laufe der Jahre markant oder drohen immer uninteressanter zu werden. So gesehen würden die Verantwortlichen alles richtig machen, sollten sie sich bereits auf das Ende der Serie konzentrieren und noch einmal alle verfügbaren Mittel, Energien und Ideen in die verbleibenden Episoden stecken.

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Die Rolle von Arya Stark war schon immer eine besondere, aber bisher eher zweitrangige. Bisher…

Bis dahin gilt es jedoch, sich mit den unmittelbaren Ereignissen zu beschäftigen – wie nun auch der abgeschlossenen sechsten Staffel der Serie. Diese markiert insofern eine Besonderheit, als dass sie die gefühlte Essenz von GAME OF THRONES abermals angenehm kompromisslos vermittelt, aber möglicherweise noch weniger Anreiz zu Kritik gibt als die vorherigen Staffeln – und sich vor allem in den letzten beiden Folgen in bisher unerreichte qualitative Gefilde steigert. Das, was die Verantwortlichen allein in der Folge Die Schlacht Der Bastarde auf die Beine gestellt haben; ist schließlich tatsächlich mit dem Eindruck eines fulminanten Fantasy-Blockbusters wie DER HERR DER RINGE zu vergleichen – und das eben nicht nur in rein visueller, sondern auch handwerklicher und erzählerischer Hinsicht. Anders gesagt: im Vergleich mit den anderen Episoden scheint man hier schlicht noch einmal eine ordentliche Portion Qualität auf jeden einzelnen Teilbereich der Serie gepackt zu haben. Die Kameraführung vermittelt eine ungeahnte Ästhetik, die Schnitte und das Sounddesign sind grandios, die Szenengestaltungen aufwendig, die Leistungen der Darsteller auf höchsten Niveau – und die eigentliche Geschichte in Anbetracht der unweigerlichen Zuspitzung diverser Plots spannend und unterhaltsam wie nie.

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Kommt Zeit, kommt Rat. Und das Ende einer grausamen Herrschaft. Hoffentlich…

Geradezu perfekt scheint dann auch das Serienfinale mit Die Winde Des Winters ausgefallen zu sein, auch wenn die Weißen Wanderer vorerst keine größere Bühne erhalten haben. Analog zum verkündeten absehbaren Serien-Ende hat man hier tatsächlich das Gefühl, als würde eine große Aufbruchstimmung vorherrschen – und das nicht nur in Bezug auf die Mutter der Drachen, die nun auf einen Konfrontationskurs ohne die Möglichkeit eines Rückziehers gehen wird. Auch die gesamte Auslegung der anderen Ereignisse lässt darauf schließen, dass man sich auf ein großes Finale vorbereitet. Viele interessante Subplots wurden bereits abgeschlossen oder zusammengeführt, es geschieht nicht mehr viel im kleinen – GAME OF THRONES wird endgültig zu einer Bühne für eine auf der regulären TV-Ebene so noch nie dagewesene, episch angelegte Auseinandersetzung verschiedener Fraktionen. Eine Auseinandersetzung, die den Action-Anteil der Serie (und damit auch den der Spezialeffekte) noch einmal deutlich steigen lassen wird – was sich indes nicht negativ auf die Atmosphäre auswirken sollte. Schließlich hat man sich mit teils intensiver Charakterzeichnung und eingeworfenen Ruhephasen ausführlich vorbereitet. Der Vorteil: ein jeder Zuschauer sollte spätestens jetzt seine ganz persönlichen Favoriten und Hassfiguren haben, auf dass er sich in Bezug auf das Finale auf die eine oder andere Seite schlagen an. Aber eben nicht bloß aus einem Gefühl heraus – sondern durch das Wissen und den Eindrücken der vorangegangen Staffeln.

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Was sind schon menschliche Auseinandersetzungen, wenn da jemand oder etwas noch ein Wörtchen mitzureden hat ?

Bemerkenswert ist, dass es GAME OF THRONES trotz der nunmehr entscheidenden Plot-Zusammenführungen und der gesteigerten Action nicht verpasst, noch immer ein besonderes Augenmerk auf die einzelnen Charaktere sowie ihre Gefühlswelten und Ambitionen zu legen. Und das mit einem mal mehr und mal weniger zufriedenstellenden Ergebnis – wobei zweiteres glücklicherweise häufiger vorkommen sollte. Schließlich hat man nur selten das Gefühl, als würden potentiell wichtige Details ausgelassen. In Bezug auf die verständlicherweise eher unbeliebten Clan der Boltons, die grundsätzlich sympathischen Starks und die wie immer zwielichtigen Lannisters stehen so alle Zeichen auf grün, während sich der Kreis auch langsam bei den vermeintlich kleineren Fraktionen wie den Eisenmännern, den Bewohnern des grünen Tals und speziell auch Peter Balish zu schließen beginnt. Ein besondere Erwähnung sollte wohl auch die Geschichte von und um Arya Stark erhalten, die in der sechsten Staffel noch einmal maßgeblich intensiviert wurde – mit Erfolg.

Einzig im Bereich anderer königlicher Sprösslinge scheint man sich eher zurückgehalten zu haben – ob mit Absicht oder nicht. Vom neuen König Tommen beispielsweise erhält man kein sonderlich erwähnenswertes Bild, da er ein reiner Spielball der Interessen anderer bleibt und so gesehen wenig Eigenleben durchscheinen lässt. Das war beim charakterlich sicher nicht vergleichbaren Joffrey noch anders, hier hatte man das Gefühl etwas tiefer blicken zu können – sicher nicht zuletzt aufgrund der höheren Screentime. Doch auch wenn Tommen ein völlig anderer Charakter ist und hier möglicherweise weniger spektakuläres hätte gezeigt werden können, bleibt das Gefühl einer gewissen Lückenhaftigkeit des Porträts bestehen. Das gilt zwar nicht unbedingt für Bran Stark – doch gesellen sich hier andere Probleme hinzu. Nicht nur, dass die gesamte Geschichte um den dreiäugigen Raben recht zäh daherkommt und sich gefühlt zu sehr streckt – es werden auch einige eher gewöhnungsbedürftige Elemente eingeführt, wie etwa Bran’s teils krude Visionen zwischen Fiktion und Realität inklusive des Hodor-Paradoxons. Hier hat man sich wahrlich viel Zeit gelassen, was in Anbetracht des deutlich sichtbaren Alterungsprozesses des Darstellers Isaac Hempstedt Wright zusätzlich unfreiwillig komisch wirkt.

WEITERHIN POSITIVE Aspekte der Serie in der sechsten Staffel:
  • Stimmig-atmosphärische Gesamtoptik
  • Aufwendige Szenenaufbauten und Kostüme
  • Guter Soundtrack
  • Grandiose Darsteller
  • Packende Geschichte mit vielen kleinen Höhepunkten
  • Imposant-interessantes Charakter-Aufgebot
  • Interaktion von verschiedenen Handlungssträngen
  • Großer Abwechslungsreichtum in allen Belangen
  • Ungeschönte, aber verträgliche Darstellung von Sex und Gewalt
NEUE POSITIVE Aspekte der Serie in der sechsten Staffel:
  • Einzelnen Geschichten und Schicksale erreichen neue Höhepunkte
  • Grandioses Staffelfinale
  • Uninteressantere / langatmige Nebengeschichten bleiben größtenteils aus
WEITERHIN NEGATIVE Aspekte der Serie in der sechsten Staffel:
  • /
ERSTMALS NEGATIVE Aspekte der Serie in der sechsten Staffel:
  • Die Geschichte von Bran Stark bleibt relativ uninteressant und wirkt unausgegoren

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Da ist eine aber gut zu Vögel… pardon: Drachen. Und los geht’s gen Westeros.

Fazit: Die mittlerweile sechste Staffel von GAME OF THRONES steht den vorangegangen in nichts nach, im Gegenteil – es scheint gar, als hätten sich alle Beteiligten noch einmal ein stückweit mehr ins zeug gelegt. Vielleicht ja auch, da das Ende der Serie nunmehr in Sicht ist; und man sie möglichst gelungen abschließen möchte ? In jedem Fall ist der Unterhaltungsfaktor hoch wie nie, die Geschichte wirkt lebendiger und greifbarer als jemals zuvor – während sich die einzelnen Höhepunkte immer mehr verdichten und insbesondere das Staffel-Finale mit den Episoden 9 und 10 in der TV-Serienlandschaft seinesgleichen sucht. Nicht nur, da die investierten Mittel rekordverdächtig sind – sondern auch, da man in Bezug auf die Schwerpunktgewichtung und Inszenierung so gut wie alles richtig gemacht hat. In Bezug auf potentielle Durststrecken kann ebenfalls Entwarnung gegeben werden. Wirklich langatmig wird es in der sechsten Staffel nicht, nur ein oder zwei Nebengeschichten wirken etwas deplatziert – wie die spätere von einem plötzlich Holztürme errichtenden Bluthund; sowie die noch stark gestückelte und weitestgehend unspektakuläre Geschichte von Bran, dem dreiäugigen Raben und allen dazugehörigen Mysterien. Immerhin gibt es genug andere Aspekte, die dies wieder wettmachen. Und das ganz locker. Man darf gespannt sein auf die noch verbleibenden Staffeln respektive Episoden.

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„Die Qualität und Faszinationskraft von GAME OF THRONES nehmen nicht ab – sondern legen analog zum möglicherweise baldigen Serienende noch einmal deutlich zu.“

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TV-Kritik / Serien-Review: GAME OF THRONES (Staffel 5)

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Originaltitel: Game Of Thrones
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 10 Folgen (je ca. 53-62 Minuten)
Land: USA
Idee: David Benioff, D. B. Weiss
Genre: Abenteuer / Fantasy / Drama
Tags: GoT | Staffel 5 | Fünfte Staffel | Fortsetzung | HBO | George R. R. Martin

Die Liste der 10 Episoden (deutsche und englische Titel):

01 Die Kriege, Die Da Kommen The Wars To Come
02 Das Haus Von Schwarz Und Weiß The House Of Black And White
03 Der Hohe Spatz High Sparrow
04 Die Söhne Der Harpyie Sons Of The Harpy
05 Töte Den Jungen Kill The Boy
06 Ungebeugt, Ungezähmt, Ungebrochen Unbowed, Unbent, Unbroken
07 Das Geschenk The Gift
08 Hartheim Hardhome
09 Der Tanz Der Drachen The Dance Of Dragons
10 Die Gnade Der Mutter Mother’s Mercy

Oh mächtige Khaleesi, errette uns…

Inhalt: In der Welt von GAME OF THRONES überschlagen sich wieder mal die Ereignisse. Während die junge Daenerys Targaryen versucht, die Kontrolle über ihre immer schwerer zu bändigen Drachen wiederzuerlangen; sind Tyrion Lannister und Lord Varys auf dem Weg zu ihr – um sie als mögliche neue Königin von Westeros zu unterstützen. Doch dafür müsste Daenerys erst einmal die Kontrolle über Meereen erlangen; eine Stadt, die ihr noch immer nicht gerade wohlgesonnen zu sein scheint. Auch Lord Peter Baelish und Sansa Stark sind unterwegs – allerdings aufgrund eines weit weniger freudigen Anlasses. Sansa soll in Sicherheit gebracht werden – doch ob die Bolton’s tatsächlich die richtige Adresse sind, wird sich zeigen. Ebenfalls sehr entschlussfreudig agiert Stannis Baratheon – der im Norden seine Truppen sammelt, sich mit den Wächtern der Mauer verbündet und gen Winterfell ziehen will; natürlich nicht ohne die Unterstützung der Feuerfrau. In Dorne dagegen hat die junge Prinzessin Myrcella ein neues Leben begonnen, und sich in Trystane Martell verliebt. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt entsendet ihre Mutter Cercei Lannister ihren Bruder Jamie, um sie zu holen… ungewiss bleibt auch das Schicksal der jungen Arya Stark. Nachdem sie das Haus von Schwarz und weiß erreicht hat, lernt sie mehr über die Geschicke der Gesichtslosen… doch wirklich geheuer ist ihr all das nicht. Das gleiche gilt wohl auch für die aufstrebenden Gläubigen in Königsmund, die sich nun einiges herausnehmen und – sofern es um die Verletzung von Glaubensregeln gilt – sogar nicht vor Anhängern der königlichen Familie Halt machen…

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Wer weiß schon, wann der nächste Kampf beginnt… entsprechende Kulissen gibt es jedenfalls reichlich.

 Ja, TV-Serien können noch Spaß machen. Erst Recht, wenn man Woche für Woche auf eine neue GAME OF THRONES-Episode wartet – und sich jedes mal aufs neue dabei ertappt, mit einer fast schon kindlichen; in jedem Fall aber reichlich kribbelnden Vorfreude zur Fernbedienung zu greifen. Nur auf einen Wermutstropfen könnte man dabei gern verzichten, auch wenn er kein Bestandteil der eigentlichen Kritik ist: so lang die tatsächliche Wartezeit auf die fünfte Staffel des beliebten Franchise auch erschien – einmal begonnen, rauschten die stimmigen Bilder ferner Welten letztendlich wieder viel zu schnell über die Bildschirme ins heimische Wohnzimmer. Man verliert sich schließlich nur allzu gerne in den einerseits wunderbar fantastisch anmutenden, andererseits doch alles andere als weit hergeholten Fantasy-Welten von George R. R. Martin – der noch immer fleißig damit beschäftigt ist, die voraussichtlich letzten beiden Bände zu DAS LIED VON EIS UND FEUER fertigzustellen.

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Wie wird es Arya wohl bei den mysteriösen Gesichtslosen ergehen…

Während sich die weltweite Leser-Schar also noch weiter gedulden muss, könnte es für die Serien-Fans vergleichsweise zügig vorangehen – in wie weit, bleibt abzuwarten und ist abermals von George R. R. Martin abhängig. Fest steht nur, dass die TV-Adaption bereits mit der zweiten Staffel immer mal wieder den Pfad der Buchvorlagen verließ; und die Serie in Zukunft noch freier gestaltet werden könnte. Das scheint zumindest momentan noch in keinerlei Problemen zu münden: auch die fünfte Staffel ist als ganzheitlicher Erfolg zu bezeichnen; sowohl auf der Produktions-relevanten als auch der erzählerisch-inhaltlichen Ebene. Dieser mittlerweile locker als Phänomen durchgehende Umstand hat bekanntlich mehrere Gründe, von denen einige bereits in den vorangegangen Staffel-Rezensionen (Link) genannt wurden. Vor allem in Bezug auf die Produktion und die gesamte handwerkliche Gestaltung des Mammut-Projekts gibt es dabei nach wie vor nur eines zu vermelden: GAME OF THRONES hält die bereits mit der ersten Staffel etablierte Qualität – und glänzt mit pompösen (aber eben auch inhaltlich untermauerten) Bildern, einem stets passigen und nicht zu aufdringlichen Soundtrack, durchweg grandiosen darstellerischen Leistungen und einem investierten Aufwand; der bis ins kleinste Detail bemerkenswert erscheint.

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Natürlich gibt es im Game Of Thrones-Universum nicht nur Sympathie-Bolzen…

Vor allen diese Faktoren führen dazu, dass man sich schnell zuhause fühlt in den Welten von GAME OF THRONES – und allein aufgrund der Szenerie und den interessanten Charakteren entsprechend mitfiebert. Hier handelt es sich um einen Umstand, auf dem sich die Produzenten durchaus ausruhen könnten – wobei es umso schöner ist zu sehen, dass ihnen das allein nicht ausreicht. So wird GAME OF THRONES zu einem beinahe ganzheitlichen Erlebnis, welches mit einem immensen Unterhaltungswert und der größtmöglichen Bandbreite von vermittelten Emotionen einhergeht. Die Serie ist eben so wie das Leben selbst – nur ein klein wenig spannender.

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Bleibt zu hoffen, dass Khaleesi ihre Drachen unter Kontrolle behält…

Und doch ist nicht alles Gold was glänzt – auch nicht in der fünften Staffel. Wie schon in den Staffeln zuvor wird es auch hier Momente geben, von denen man sich gewünscht hätte dass sie anders realisiert würden. Und das gilt nicht einmal für das weiterhin rasante Ableben von wichtigen Charakteren, über das man sich zwar wunderbar ärgern kann – doch gehört ein Spannungs-fördernder Aspekt wie dieser eben zu GAME OF THRONES dazu. Nein, vielmehr geht es um die doch recht häufigen Cliffhanger respektive Vertröstungen auf einen späteren Zeitpunkt – ein Problem, dass nur in der ersten Staffel noch nicht ganz so explizit offenbar wurde. Nun ist es allerdings wieder omnipräsent: sei es in Bezug auf die Weißen Wanderer (die zwar einige Szenen spendiert bekommen, aber eben nur wenig aussagekräftige), den weiteren Werdegang von Arya (eine richtige Entwicklung will sich hier nicht einstellen), die Geheimnisse der Feuerfrau, die Beziehung von Khaleesi zu ihren Drachen; oder aber das Schicksal des jungen Bran im hohen Norden. Kurios: ausgerechnet dieses in der letzten Staffel als Highlight postulierte Ereignis kommt in der fünften erst gar nicht vor. Gar nicht bedeutet: die entsprechenden Darsteller haben wohl frei bekommen, die Geschichten ihrer Charaktere werden nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Überhaupt; und um noch einmal zu den Weißen Wanderern zu kommen (die wohl nicht zu Unrecht das Highlight einiger Zuschauer sind): dem Zuschauer wird stets das Gefühl vermittelt, als befänden sich die Armeen der Untoten noch in weiter Ferne. Dabei sind ihnen einige Charaktere bereits begegnet, und John ist dieses Mal in ein bereits besetztes Gebiet gereist… wie lange die Reise dauerte wird zwar nicht ersichtlich; doch langsam aber sicher sollte es doch zu einer entscheidenden Konfrontation kommen.

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Wer bekommt denn da nicht ein kleines bisschen Fernweh ?

Beinahe ebenso ärgerlich wie dieser Aspekt fällt dann wohl auch die finale Episode der fünften Staffel aus. So viel sei verraten: wer glaubt, dass die Geschichten um Stannis Baratheon ein; man nenne es würdiges Ende finden wird gnadenlos enttäuscht. Wieder einmal macht sich eines der großen, oder vielleicht sogar einzigen GAME OF THRONES-Probleme bemerkbar: man baut einzelne Geschichten ellenlang und über zahlreiche Episoden auf – nur um sie dann derart rigoros fallenzulassen. Erneut gilt: es geht nicht um das Ableben der Charaktere, dass man hinnehmen muss und sollte – aber um die einstweilen lieblos und ideenarme Darstellung eben jenes Prozesses. Die hie und da eingestreuten heftigeren Szenen verfehlen dagegen kaum ihren Zweck: auch in der fünften Staffel wird des öfteren brutal gemordet und gemeuchelt; allerdings gänzlich ohne sich am eigentlichen Akt der Gewalt zu ergötzen oder ihn zumindest visuell auf eine andere, manchen eventuell unangenehme Ebene (a’la SPARTACUS) zu hieven. Fast schon gravierender sind dieses Mal allerdings etwaige Andeutungen – wie etwa in einer Szene in einem Bordell, in der ein skrupelloser Rittersmann stets etwas am Alter der ihm offerierten Damen auszusetzen hat…

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Was genau diese Dame beabsichtigt, bleibt schleierhaft…

Es bleibt in jedem Fall spannend in und um GAME OF THRONES. Fans werden ohnehin einschalten, und im Gegensatz zu anderen Serien (Stichwort: UNDER THE DOME) wird es wohl weniger Zuschauer geben; die nach den ersten paar Staffeln abgesprungen sind und sich das Ganze nur noch zur Belustigung ansehen. Wenn es auch inhaltlich und atmosphärisch einstweilen wieder so zugeht wie in der ersten Staffel – dann steht einer bedenkenlosen Empfehlung nichts mehr im Weg. Die Frage wird aber auch sein, wie viele Staffeln es überhaupt geben wird – denn selbst ein Franchise wie dieses sollte irgendwann Gefahr laufen, sich abzunutzen. Bleibt zu hoffen, dass es erst gar nicht so weit kommt und die Macher rechtzeitig das Ruder rumreißen – und den Zuschauer bis dahin auch weiterhin mit vielen erstklassigen Folgen versorgen.

WEITERHIN POSITIVE Aspekte der fünften Staffel:
  • Stimmig-atmosphärische Gesamtoptik
  • Aufwendige Szenenaufbauten und Kostüme
  • Guter Soundtrack
  • Grandiose Darsteller
  • Packende Geschichte mit vielen kleinen Höhepunkten
  • Imposant-interessantes Charakter-Aufgebot
  • Interaktion von verschiedenen Handlungssträngen
  • Großer Abwechslungsreichtum in allen Belangen
  • Ungeschönte, aber verträgliche Darstellung von Sex und Gewalt
NEUE POSITIVE Aspekte der fünften Staffel:
  • Die einzelnen Geschichten / Schicksale werden wieder interessanter
  • Das Gefühl, dass alles auf einen großen Höhepunkt hinausläuft; wird präsenter
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In Zeiten des Krieges wären Bündnisse von Vorteil…
WEITERHIN NEGATIVE Aspekte der fünften Staffel:
  • Gefühlt: willkürliche Themengewichtung / Vernachlässigung potentiell spannender Haupt- und Nebengeschichten
ERSTMALS NEGATIVE Aspekte der fünften Staffel:
  • Geschichte des Stark-Gespanns im hohen Norden wird nicht weitererzählt
  • Etwas zu gewollter Spannungsbogen (Staffel-Auftakt eher langatmig, in den letzten Folgen überschlagen sich die Ereignisse)
  • Relativ enttäuschendes Finale
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Und hat der junge Tommen zu all dem zu sagen ?

Fazit: Die fünfte Staffel von GAME OF THRONES macht wie schon die vorherigen reichlich Spaß. Selten hat man eine Serie mit einem so hohen Unterhaltungswert erlebt: von der gelungenen Gestaltung über die interessanten Inhalte bis hin zu den gut ausgearbeiteten Figuren stimmt einfach alles. Der Action hätte es eventuell noch etwas mehr sein dürfen – doch man kennt es speziell von GAME OF THRONES, dass lange auf die entscheidenden Momente (die des öfteren auch mal eine größere Schlacht beinhalten) hingearbeitet wird. Ein kleiner Wermutstropfen aber bleibt: man kann sich nicht des Gefühls erwehren, dass die Macher nach wie vor nicht aus dem Vollen schöpfen. Das heißt, vornehmlich in erzählerischer Hinsicht – man will die Serie strecken, was an sich noch nicht allzu verwerflich ist. Dass man es aber in so gut wie jeder Folge merkt, dagegen schon eher. Es werden schlicht zu viele Informationen zurückhalten oder bewusst ausgespart, nur um den Zuschauer an die Serie zu binden. Sicher, das ist üblich und noch funktioniert es, beziehungsweise ist es erträglich – doch in Zukunft sollte man die wichtigen Ereignisse vielleicht doch etwas kompakter erzählen und etwas weniger Cliffhanger einbauen. Genug zu erzählen gibt es schließlich auch so…

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„Auch die fünfte Staffel kommt mit einigen inhaltlichen Enttäuschungen daher – doch überwiegen Spannung und Unterhaltungswert. Vom Sucht-Faktor der Serie erst gar nicht zu sprechen…“

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Sammlung: Very RANDOM Game Of Thrones Pics (Memes, Fails & Mehr)

Heute mal wieder ein eher ungewöhnlicher Beitrag zum Thema GAME OF THRONES – präsentiert werden die besten und vielleicht auch witzigsten Webfinds in Bilderform. In der Tat sind diese am ehesten als spontane Spaßprojekte von Fans zu verstehen, es sollte sich also niemand angegriffen fühlen. Da es schwierig ist die tatsächlichen Bildquellen anzugeben, vorab nur der Hinweis: sollte eines oder mehrere Bilder hier nicht hergehören, so bitte ich um eine kurze Nachricht. Have fun…

TV-Kritik / Serien-Review: GAME OF THRONES (Staffel 4)

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Originaltitel: Game Of Thrones
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 10 Folgen (je ca. 53-62 Minuten)
Land: USA
Idee: David Benioff, D. B. Weiss
Genre: Abenteuer / Fantasy / Drama
Tags: GoT | Staffel 4 | Vierte Staffel | Fortsetzung | HBO | George R. R. Martin

Die Liste der 10 Episoden (deutsche und englische Titel):

01 Zwei Schwerter Two Swords
02 Der Löwe und die Rose The Lion and the Rose
03 Sprengerin der Ketten Breaker of Chains
04 Eidwahrer Oathkeeper
05 Der Erste seines Namens First of His Name
06 Die Gesetze von Göttern und Menschen The Laws of Gods and Men
07 Die Spottdrossel Mockingbird
08 Der Berg und die Viper The Mountain and the Viper
09 Die Wächter auf der Mauer The Watchers on the Wall
10 Die Kinder The Children

Langsam wird’s brenzlig in Westeros.

Inhalt: Auch nach dem Tod von Robb Stark und der Vernichtung seines Heeres ist die Lage im Königreich von Westeros weiterhin angespannt. Während in der Hauptstadt Königsmund vor allem interne Machtspielchen an der Tagesordnung stehen, plant Stannis Baratheon noch immer seinen Platz auf dem Eisernen Thron zu beanspruchen. Doch scheint er aus seiner letzten Niederlage in der Schlacht von Schwarzwasser gelernt zu haben – und bleibt erst einmal im Verborgenen, um weitere Truppen um sich zu scharen. Überhaupt scheint ein ganz anderes Unheil dringlicher zu sein, nämlich die Gefahren jenseits der Mauer im Norden – wo Manke Rayer regiert und über ein ansehnliches Heer bestimmt. Er steht kurz davor, seinen Plan auszuführen – der die Erstürmung der Mauer und eine Besetzung der dahinter liegenden Gegenden vorsieht. Denn nicht nur er weiß um die Gefahren, die im nahenden Winter jenseits der Mauer drohen – die sogenannten Weißen Wanderer könnten erneut erstarken und jeden Menschen der ihnen begegnet töten. Mit ganz anderen Sorgen hat dagegen Arya Stark zu kämpfen, die als Gefangene des Bluthundes durch die Lande zieht – um gewinnbringend an ihre Tante verkauft zu werden. Ihr Bruder Bran ist währenddessen weiterhin im Norden unterwegs – um einer geheimnisvollen Prophezeiung auf die Spur zu kommen. Und auch die Mutter der Drachen, Danaerys Targaryen; sorgt für immer mehr Aufsehen – wenn auch zunächst nur auf dem Nachbarkontinent Essos. Sie befreit immer mehr Sklaven, erobert immer mehr Städte und sieht sich mit Problemen bezüglich ihrer immer größer und unkontrollierbarer werdenden Drachen konfrontiert…

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Vorwort & Ersteindruck: Die letzten Tage und Wochen ging es heiß her – zumindest für Serienfans. Nachdem die sehnlichst erwartete vierte Staffel der nunmehr legendären TV-Serie GAME OF THRONES komplett in den USA ausgestrahlt wurde, zog kürzlich auch der deutsche Pay-TV-Sender SKY ATLANTIC mit der finalen zehnten Episode (Titel: DIE KINDER) nach. So werden die meisten Fans die Staffel bereits komplett abgeschlossen haben – und schon wieder auf die nächste warten; mit der frühestens 2015 zu rechnen ist. Eines kann man dabei schon jetzt sagen: auch die vierte Staffel von GAME OF THRONES dürfte für viele ein ganzheitliches Erlebnis gewesen sein. Wie viele Höhen und Tiefen man nun während der Wartezeit auf die jeweils nächste Episode glaubte zu verspüren, muss ein jeder mit sich selbst ausmachen – Fakt ist nur, dass GAME OF THRONES die Zuschauer bewegt und auch notorische Serien-Muffel an den Bildschirm zu fesseln vermag. In wie weit die vierte Staffel das Niveau der Vorgänger halten, unterbieten oder gar übertrumpfen kann; soll dennoch an dieser Stelle geklärt werden – und sei es nur im Gedenken an eine mitunter großartige Serie, die wie keine zweite Spuren in der Medienlandschaft hinterlässt. Auch, wenn viele der eingefleischten Fans ohnehin bedenkenlos zugreifen werden; sofern sie denn auf eine Ausstrahlung im Free-TV oder eine entsprechende Veröffentlichung im Heimkino-Segment warten – oder warten müssen. Doch ganz egal wie lange man auf die neue Staffel gewartet hat oder noch warten wird – in diesem Fall lohnt es sich, respektive wird es sich lohnen. Denn während insbesondere die zweite Staffel genügend Anhaltspunkte gab um mit einem etwas kritischeren Blick beäugt werden zu können, ist nach dem enormen Qualitätsschub der dritten Staffel wieder alles im Lot.

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So offenbart auch die vierte Staffel von GAME OF THRONES eine mittlerweile Staffel-typische Besonderheit: nicht nur während der Episoden, sondern selbst nach dem Ende der letzten Folge ist oftmals völlig unklar welche der erzählen Geschichten; welche Story-Arc nun eine größere Rolle spielen wird oder nicht. Klar ist nur, dass man durchaus für Überraschungen zu haben ist – und auch weiterhin einst immens wichtige (Haupt-)Charaktere urplötzlich ihr Leben lassen können. Jenes Konzept sorgt dabei nicht nur für reichlich Spannung – sondern ist auch relativ eng an die Buchvorlage angelehnt, in der die Geschichten der Charaktere jeweils in Kapiteln erzählt werden. So gut und stimmig jene einzelnen Abschnitte auch wiedergegeben werden – das schöne ist, dass man auch in der TV-Serie niemals das Gefühl hat, als ginge die gefühlte Bedeutungsschwere der Geschichte im Gesamten verloren. Trotz der schier epischen Dichte an Inhalten und Charakteren kann man den wohl dosierten Entwicklungen stets gut und nachvollziehbar folgen, während sich im Sinne eines großen Hexenkessels nach und nach immer mehr Unheil zusammenbraut. Mal kreuzen sich die Wege der Beteiligten, mal eben nicht – die ganz großen, epischen Konfrontationen wird man sich ohnehin für den weiteren Staffel-Verlauf aufheben. Sicher ist das auch ein Grund mehr, warum die Fans stets auf heißen Kohlen sitzen – man will einfach erfahren, wie es mit den mittlerweile liebgewonnenen Charakteren weitergeht. Und, um zur alles entscheidenden Frage zu gelangen: wer letztendlich das Zepter in Westeros in die Hand nehmen wird um mehr oder weniger friedlich über das Land zu regieren.

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Dabei weiß nach wie vor vor allem das vielfältige Grundkonzept von GAME OF THRONES zu begeistern. Und das nicht nur, da man auf die entsprechenden Buchvorlagen von George R. R. Martin zurückgreifen und reichlich aus ihnen schöpfen kann. Es fällt einfach schwer, sich dem hier angebotenen, riesigen Fantasy-Universum voller lebendiger Charaktere, um die Macht kämpfenden Fraktionen und zahlreichen Besonderheiten zu entziehen. Auch, da alles überaus durchdacht erscheint und stimmig in Szene gesetzt wird – vom geologischen und klimatischen Konzept über die umstrittenen Herrschaftsgebiete der Fraktionen bis hin zu den abwechslungsreichen Schauplätzen bietet auch die vierte Staffel von GAME OF THRONES die besten Voraussetzungen, um die Zuschauer sofort in den Bann zu ziehen. Man fühlt sich einfach wohl in jener erdachten Welt die einerseits fern, andererseits doch zum Greifen nah erscheint – und in der sich beschauliche Idyllen mit Schlachtengemetzel und charakterlichen Herausforderungen abwechseln. Der Coup der Serie ist und bleibt, dass niemals zu viele Informationen und / oder Entwicklungen auf einmal preisgegeben werden; und das schon gar nicht innerhalb einer einzelnen Staffel. So erfährt man nur schrittweise mehr über die Welt, die teils verfahrenen Charakter-Situationen und die sich in einem steten Wandel befindenden Machtverhältnisse. Letztendlich ließe sich der komplette Inhalt der vierten Staffel zwar auch auf ein einzelnes, über allem stehendem Element zusammenfassen – doch würde man der Serie einfach nicht gerecht werden, spräche man ’nur‘ um einen Kampf um die Macht im Königreich. Gut ist, dass etwaige Fantasy-Elemente weiterhin nur dezent vorkommen – GAME OF THRONES bleibt auch in der vierten Staffel recht bodenständig, und unterhält den Zuschauer viel eher mit inhaltlichen Offenbarungen.

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Tatsächlich gibt es derer auch in der vierten Staffel nicht wenige – auch wenn keine zweite rote Hochzeit gefeiert wird. Ein besonderes Augenmerk gilt in diesem Fall der Geschichte der Nachtwache, für die man dieses Mal sogar eine komplette Episode reservierte (Folge 9: DIE WÄCHTER AUF DER MAUER) – das ist Neuland in der Geschichte von GAME OF THRONES, funktioniert aber überraschend gut. Etwas enttäuschend ist dagegen, dass man erneut keinen wirklich nennenswerten Fokus auf Bran und seine Gefolgschaft legte – im Gegenteil, durch die nur sehr spärlichen Einschübe und die etwas stumpf präsentierten Ziele (wir müssen den einäugigen Raben finden) gibt man seine Reise zumindest teilweise der Lächerlichkeit preis. Vielleicht ist das nur ein Gefühl, die sicherlich unterschiedlich ausfallende Zuschauerwirkung betreffend – Fakt ist aber, dass man so gut wie keine weiterführenden Informationen erhält (zu den Visionen und Bran’s Schicksal), sodass diesbezüglich selbst die letzte Folge nicht mehr viel reißen kann. Hier geschieht dann doch noch zu viel auf einmal, vor allem die ansonsten angenehm spärlich dosierten Fantasy-Elemente gewinnen plötzlich die Oberhand und verwirren eher, als dass sie zu einem runden Abschluss der Staffel führen.

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Weiterhin POSITIVE Aspekte der vierten Staffel:
  • Stimmig-atmosphärische Gesamtoptik
  • Weniger Effekthascherei, mehr handfestes
  • Aufwendige Szenenaufbauten und Kostüme
  • Guter Soundtrack
  • Grandiose Darsteller
  • Packende Geschichte mit vielen kleinen Höhepunkten
  • Imposant-interessantes Charakter-Aufgebot
  • Interaktion von verschiedenen Handlungssträngen
  • Großer Abwechslungsreichtum in allen Belangen
  • Ungeschönter Gewaltgrad
  • Stilbruch in Form einer kompletten Episode über die Mauer / Nachtwache

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Weiterhin / erstmals NEGATIVE Aspekte der vierten Staffel:
  • Gefühlt: willkürliche Themengewichtung / Vernachlässigung potentiell spannender Haupt- und Nebengeschichten

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Fazit: Die vierte Staffel von GAME OF THRONES ist für Serien-Fans der ersten Stunde ein Muss – aber auch davon unabhängig als gelungen zu bezeichnen. Nach wie vor offenbart die Serie ausreichend markante Stärken, die sie deutlich über den Status eines Durchschnittswerkes bugsieren – während die Konkurrenz auch weiterhin nichts zu lachen hat. Selbst eine einzelne, aus dem Kontext gerissene Episode von GAME OF THRONES wirkt in sich stimmiger und aufwendiger produziert als so manch vermeintlicher Fantasy-Blockbuster – was sicher nicht ausschließlich an der hochkarätigen Buchvorlage liegt, sondern auch am Geschick der für die TV-Serie verantwortlichen Macher. Und nicht zuletzt: den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. So ist die vierte Staffel allenfalls einer thematischen und vielleicht auch inhaltlichen Geschmacksfrage ausgesetzt – wie auch schon die Staffeln davor. Wer generell eher weniger mit episch angelegten Erzählungen vor einer abenteuerlichen Kulisse anfangen kann, wird auch mit der vierten Staffel von GAME OF THRONES nicht glücklich werden – wer dagegen schon ähnlich aufgemachte Filme wie DER HERR DER RINGE mochte, schon eher. Es bleibt abzuwarten, welche inhaltlichen Schwerpunkte George R. R. Martin in Zukunft setzen wird – sollte er sich auch wieder vermehrt den bisher eher vernachlässigten Themen widmen (Stichwort Weiße Wanderer oder auch Bran inklusive Gefolge), steht einer goldenen GAME OF THRONES-Zukunft nichts mehr im Wege.

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„Gelungene Nachfolge-Staffel zum beliebten Franchise.“

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