Metal-CD-Review: FRETERNIA – The Gathering (2019)

Alben-Titel: The Gathering
Band: Freternia (mehr)
Veröffentlichung: 14. Juni 2019
Land: Schweden
Spielart / Stil: Power Metal
Label: Rock Of Angels Records

Lineup:

Tomas Wäppling – Guitars
Tommie Johansson – Keyboards
Pasi Humppi – Vocals
Patrik von Porat – Guitars
Nicklas von Porat – Bass
Oskar Lumbojev – Drums

Track-Liste:

1. Intro (01:01)
2. Reborn (04:33)
3. Last Crusade (04:45)
4. The Escape (05:07)
5. In Solitude (04:28)
6. Eye the Shadow of Your Sins (04:55)
7. End of the Line (06:13)
8. Fading World (04:54)
9. Change of Life (05:44)
10. Last Fragments of Sanity (05:44)
11. Dark Vision (05:26)
12. Final Dawn (05:50)
13. Age of War (05:34)

Unverhofft kommt (nicht) oft.

Natürlich, Bands kommen und gehen… und doch ist es einstweilen verwunderlich, warum manche Künstler – und das schlimmstenfalls noch in ihrer musikalischen Blütezeit – plötzlich von der Bildfläche verschwinden. Die Schweden von FRETERNIA könnten wohl kein treffenderes diesbezügliches Beispiel abgeben. Bereits im Jahre 1998 gegründet, schien nach den ersten Demos und dem Debütalbum WARCHANTS & FAIRYTALES (siehe Review) alles auf dem besten Weg für die noch junge Band zu sein. Und tatsächlich: als dann gute zwei Jahre später auch noch das von vielen geschätzte A NIGHTMARE STORY (Review) nachgelegt wurde, konnte man es förmlich spüren: FRETERNIA waren gerade dabei, den Genre-Olymp zu erklimmen. Aber leider nur scheinbar – denn was danach kam, ist bereits Geschichte. Die Band verfiel von heute auf morgen in einen tiefen Schlummer, der auch von einem merkwürdigen zwischengeschobenen Independent-EP-Release (das war 2009) nicht wirklich unterbrochen wurde. Bis heute – denn mit THE GATHERING liegt endlich FRETERNIA’s drittes Studioalbum vor. Und das, man darf es ruhig noch einmal erwähnen; nach sage und schreibe 17 Jahren.

Umso erstaunlicher ist, dass die Band sich selbst und ihrem Stil offenbar weitestgehend treu geblieben ist – und gar nicht erst großartig an der angepeilten Spielart geschraubt hat. Natürlich blieb es nicht aus, dass es nach all den Jahren durchaus zu Besetzungswechseln gekommen ist – doch als wirklich einschneidend sind diese nicht zu bezeichnen. So sind mehrere der ursprünglichen Mitglieder wieder mit von der Partie – allen voran natürlich der für den Wiedererkennungswert von FRETERNIA essentielle Frontmann Pasi Humppi. Diesbezüglich gilt es auch gleich, eine erste wichtige Feststellung zu treffen: Herr Humppi (einigen werden ihn vielleicht noch aus IRONWARE kennen, etwas frischer sind seine Darbietungen bei CROMONIC) hat in all den Jahren nichts von seinen Fähigkeiten – und vor allem auch seiner relativen Einzigartigkeit – eingebüßt. So röhrt er auch heute noch angenehm energisch und kraftvoll – wobei sich die Tatsache, dass er sich in der letzten Zeit absolut rar gemacht hat sogar noch zusätzlich positiv auszuwirken scheint.

Dennoch – und selbst in Anbetracht eines prinzipiell ehrenwerten Rückkehrer-Albums wie diesem – gilt es natürlich auch in diesem Fall, ein klein wenig zu meckern. Mit dem an den Tag gelegten Handwerk der einzelnen Mitglieder oder dem gelungenen Auftakt des Albums haben diese potentiellen Nörgeleien allerdings weniger am Hut – das Intro sowie der (richtiger als Videosingle ausgekoppelte) Opener REBORN schöpfen schließlich aus dem Vollen. Im weiteren Verlauf – und mit der schieren Fülle an Material – ergibt sich jedoch durchaus die ein oder andere Durststrecke. Natürlich – im allgemeinen ist es nur gut und richtig, dass FRETERNIA dem Hörer eine volle Breitseite an neuen Titeln (insgesamt sind es 13 – oder 12, wenn man das Intro abzieht) um die Ohren hauen. Zum anderen aber (und mit einer Gesamtspielzeit von über einer Stunde) konnte man so kaum verhindern, dass sich nicht doch der ein oder anderen Lückenfüller einschleichen konnte. Wobei, und das muss man zugeben; es schwierig ist einzelne Titel auszumachen, auf die man eventuell hätte verzichten können. Vielmehr ist es das Fehlen von wirklichen Highlights, die sich eindeutig und nachhaltig von den anderen Titeln abheben.

So kredenzen FRETERNIA dem Hörer schon am dem dritten Titel (LAST CRUSADE) ein relativ großzügiges Aufgebot an grundsoliden Power Metal-Titeln im Midtempo-Bereich. An und für sich funktionieren selbige auch, zumal FRETERNIA durchaus darauf bedacht waren für Abwechslung zu sorgen – und das etwa in Form von überraschenden Tempi-Wechseln, dezent progressiv angehauchten Strukturen oder auch mal einer leicht düster-symphonischen Komponente (wie bei IN SOLITUDE). Spätestens mit Titeln wie EYE THE SHADOW OF YOUR SINS oder END OF THE LINE wird jedoch klar, dass THE GATHERING insgesamt betrachtet doch etwas zu gleichförmig ausfällt, um wirklich zu begeistern. Das gewisse Etwas scheint FRETERNIA jedenfalls abhanden gekommen sein. Immerhin, mit Titeln wie dem stark mit verschiedenen Stimmungen spielenden FADING WORLD oder dem hymnisch-flotten DARK VISION können die Schweden noch einmal für ein markantes Aufhorchen sorgen – doch davon abgesehen ist einfach etwas zu wenig los auf THE GATHERING. Das mag Kritik auf hohem Niveau sein, und darf auch gerne so aufgefasst werden – ein paar Besonderheiten mehr hätten es dennoch gerne sein dürfen.

Für eine Empfehlung reicht es aber locker, zumal allein das technische Handwerk, die schier perfekte Abmischung sowie die angenehm druckvolle Produktion überzeugen. Am interessantesten sollte das Album aber ohnehin für diejenigen sein, die schon damals FRETERNIA gehört haben – und einfach selbst erleben wollen, wie eine verschollene Band nach 17 Jahren Abstinenz klingt.

Anspieltipps: REBORN, FADING WORLD, DARK VISION, FINAL DAWN


„Ein nicht perfektes, aber ebenso überraschendes wie solides Rückkehrer-Album.“

Metal-CD-Review: FRETERNIA – Warchants & Fairytales (2000)

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Alben-Titel: Warchants & Fairytales
Künstler / Band: Freternia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2000
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Loud ’n‘ Proud

Alben-Lineup:

Tomas Wäppling – Bass
Mikael Bakajev – Guitars
Patrik von Porat – Guitars
Stefan Svantesson – Drums
Pasi Humppi – Vocals
Tommie Johansson – Keyboards

Track-Liste:

1. The Worst of Enemies (05:03)
2. Ride With the Wind (04:42)
3. The War of the Crown (04:32)
4. Mistress of the Deep Black Sea (05:17)
5. Guardians of the Night (04:40)
6. The Woods of the Elvenking (03:48)
7. Dragonsong (04:55)
8. Friends in Enemyland (05:50)
9. The Flame (05:20)

Krieger aller Herren Länder, vereinigt euch.

Puh, braucht es wirklich noch ein Album wie WARCHANTS & FAIRYTALES ? Immerhin, die schwedische Bancombo FRETERNIA liefert hier ihr Debütalbum ab; doch wirklich neu erscheint das vorgestellte Konzept auch für das Jahr 2000 nicht. Wieder einmal schmücken Drachen ein Artwork und kommen auch textlich des öfteren vor, wieder einmal geht es um allerlei glorreiche Heldentaten und kriegerisch-hymnischen Singsang; wieder ahmt eine aufstrebende Band alteingesessene Genre-Größen nach ohne etwas neues zu wagen…

Ein Zusammenspiel von Vorurteilen, das man jäh unterbrechen sollte – und das nicht nur, weil man möglichst unvoreingenommen an ein jedes zu bewertendes Werk herangehend sollte. WARCHANTS & FAIRYTALES braucht sich wahrlich nicht hinter anderen Genre-Veröffentlichungen zu verstecken, ganz im Gegenteil – sollte die Band entsprechende Vorbilder oder Inspirationsquellen gehabt haben, so haben sie deren Niveau bereits mit ihrem Debütalbum erreicht. Kurios dabei ist, dass FRETERNIA so gesehen tatsächlich nichts anbieten, was man so oder in ähnlicher Form nicht schon einmal gehört hätte – doch ist es die erzielte Wirkung, die mitunter wesentlich von der eventuell erwarteten abweicht.

So kommt der Frische-Kick dieses Mal nicht in Form möglichst atemberaubender, experimenteller oder noch nie dagewesener Konzepte daher; sondern vielmehr in Form einer Ausdruckskraft und Glaubwürdigkeit, die ihresgleichen sucht. FRETERNIA spielen ihren Power Metal ohne großartige Schnörkel oder zusätzliche Spielereien – und sorgen so für ein recht puristisches Gesamtbild. Einen Großteil des Raums nehmen hierbei die Gitarren ein, nicht selten entstehen exzellente und nachhaltig wirkende Riff-Passagen. Ebenfalls bemerkenswert ist das vergleichsweise organisch klingende Schlagzeug – das man mal energetisch-antreibend in Szene setzt, mal aber auch eher dezent. Kommen beide Elemente zusammen, entsteht die perfekte Instrumentalkulisse – eine, die kontinuierlichen Variationen ausgesetzt ist und geradezu spielerisch mit verschiedenen Stimmungen hantiert. Man braucht also kein stupides Doublebass-Dauerfeuer erwarten – FRETERNIA wissen genau, wann und wie lange sie welches Element verwenden um sowohl den Abwechlungsreichtum als auch die immer wieder auftretenden Überraschungseffekte zu garantieren.

Das man mit Pasi Humppi auch noch einen außergewöhnlichen Leadsänger als Frontmann vorzuweisen hat – einen, der zwar in recht hohen Lagen singt, das aber ohne eine gewisse Aggressivität vermissen zu lassen – macht die Sache nur noch runder. So fällt es auch vergleichsweise schwer, einzelne Titel als Highlights herauszupicken – grundsätzlich ist die hier etablierte Qualität eine, die keine Wünsche offen lässt. Sei es das epische RIDE WITH THE WIND mit seinen Tempi-Wechseln und den schmackigen Chor-Elementen, das vergleichsweise simpel gestrickte GUARDIANS OF THE NIGHT mit seinem wuchtigen Refrain und dem überaus engagierten, kräftigen Leadgesangspart; der eher balladeske DRAGONSONG als gefühlvolles Zwischenspiel oder der mit Soundeffekten gespickte Rausschmeißer THE FLAME – das Album macht von der ersten bis zur letzten Sekunde einen Heidenspaß. Wie auch immer FRETERNIA es geschafft haben sowohl Langeweile und Eintönigkeit auf der einen, wie auch einen allzu aufdringlichen Sound auf der anderen Seite zu vermeiden – das Endprodukt profitiert wesentlich von der eher bodenständigen Inszenierung. Es gibt keinen unnötigen Bombast, keine extravaganten Spielereien – nur einen glasklaren, schön flotten und enorm Riff-dominierten Sound.

Es ist demnach immer wieder faszinierend, was für Perlen das Genre des Power Metals für den geneigten Hörer bereithalten kann. Ein weiteres solcher absolut vorzeigbaren Paradebeispiele ist auch WARCHANTS & FAIRYTALES – ein Album, das stimmiger und kräftiger nicht hätte ausfallen können. Gerade Power Metal-Puristen sollten hier voll auf ihre Kosten kommen, legen FRETERNIA einen großen Wert auf wuchtige Riffs, schmackige Männerchöre und großartige Melodien – die bestens ohne zusätzlichen Schnickschnack auskommen. Die typischen Erzählungen von Heldensagen, Ruhmestaten und natürlich Drachen gibt es dennoch obendrauf – man sieht, es geht auch ohne eine Extraportion Kitsch und Pathos. Und auch wenn mancher an dieser oder anderer Stelle trotzdem ‚Klischee‘ schreien wird; haben jene Klischees noch sie so schön und vor allem glaubhaft geklungen. Wer braucht schon MANOWAR, wenn man stattdessen mit FRETERNIA in den (imaginären) Krieg ziehen kann ?

Absolute Anspieltipps: RIDE WITH THE WIND, GUARDIANS OF THE NIGHT, DRAGONSONG, FRIENDS IN ENEMYLAND


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„Eine der edelsten und ungekünstelsten Perlen aus dem Reich des Vergessens.“

Metal-CD-Review: FRETERNIA – A Nightmare Story (2002)

Land: Schweden – Stil: Power Metal

Die Trackliste:

Grimbor The Great
Arrival
The Dark Side
Shadowdancers
The Saviour
The Unexpected
New Hope
Battle Of Minds
Requiem#

Enter the world… of Grimbor the great… !

Vorwort: FRETERNIA ist eine (relativ unbekannte) Schwedische Power Metal-Band, die im Jahre 1998 gegründet wurde. Nach der ersten Demo im selben Jahr und einer weiteren im folgenden, erschien 2000 das erste offizielle Album WARCHANTS & FAIRYTALES; welches recht gut von der Szene (den ‚Schwertschwingern‘ & Drachentötern des Metal) angenommen wurde. Die Band bewegt sich mit ihrer Musik irgendwo zwischen klassischem Power Metal a’la HELLOWEEN, eingängigen ‚Warrior‘-Hymnen a’la CRYONIC TEMPLE, und etwas episch-verpsielteren Arrangements a’la DREAMTALE. Eine perfekte Mischung möchte man meinen, sofern sie ihren eigenen Stil entwickeln können – und dazu hatten sie spätestens mit dem 2002 erschienenen Album A NIGHTMARE STORY die Gelegenheit. Das kuriose ist nur, dass die Band danach kaum noch Lebenszeichen von sich gab – bis heute wartet man auf neue Informationen. Aber ein neues Release ist auch jetzt (2012) noch immer nicht in Sicht… obwohl 2009 ein neuer Sample-Trailer veröffentlicht wurde. Es lohnt sich aber zweifelsohne, noch einmal einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, und direkt in den Alben-Kosmos der NIGHTMARE STORY einzusteigen. Einerseits, um die Vorfreude auf ein potentielles nächstes Album zu wecken – andererseits ganz schlicht, um sich ein überdurchschnittlich gutes Power Metal-Album nicht durch die Lappen gehen zu lassen.

Kritik: Rumms – mit A NIGHTMARE STORY bricht ein typisch Fantasy-lastiges, melodisches und schlicht Laune-machendes Power Metal-Album über uns herein. Bereits der straighte Opener GRIMBOR THE GREAT führt den Hörer in eine epische Fantasy-Welt aus zeitlosen Heldensagen ein, die zwar typisch für das Genre sind – aber sich in diesem Fall dennoch positiv von der Masse abheben können. Der Leadsänger von FRETERNIA hört auf den (für Deutsche Verhältnisse sicher lustigen) Namen Pasi Humppi, und ist unter anderem noch in der etwas bekannteren Formation IRONWARE tätig. Und, was er hier abliefert, ist eine durchaus respektable Leistung. Jedoch handelt es sich hier um einen Sänger, an dem sich die Geister und Geschmäcker scheiden werden – seine Stimme ist relativ hoch, aber dennoch mit einem Höchstmaß an ‚Kraft‘ ausgestattet. Eine interessante Mischung, die man einfach einmal selbst gehört haben muss, um sich ein Bild zu machen – ich jedenfalls kann mir diese Power Metal-Stimme durchaus und immer wieder gerne anhören, auch wenn sie nicht mit den ‚ganz Großen‘ des Genres (Fabio Lione, Michael Kiske et cetera) mithalten kann.Und rein instrumentell ? Da geht natürlich die Post ab – wie man es auch im folgenden ARRIVAL feststellen kann. Schön satte Drums und Gitarren tragen jedes der Stücke, die zusätzlich mit einigen (aber vergleichsweise dezenten !) KEyboard-Elementen garniert werden. So klingen FRETERNIA durchaus weniger ‚kitschig‘ oder ‚cheesy‘ als viele andere Vertreter des Genres.

Denn gerade der leicht harsche Gesang in Verbindung mit den recht Heavy Metal-lastigen Instrumentalpassagen lässt einen Eindruck entstehen, bei dem man eher weniger an Fantasy Metal-Gefilde denken würde. Vielleicht könnte man auch die Deutschen IRON SAVIOUR zu einem Vergleich heranziehen. Gerade Stücke wie THE DARK SIDE zeigen diese eher True Metal-lastige Seite von FRETERNIA auf – allerdings hätten gerade hier die ‚Chöre‘ (bestehend aus 2-3 Backgroundsängern) ein klein wenig eleganter ausfallen können. Das gleiche Problem hat auch das folgende SHADOWDANCERS, auch wenn man hier einen Tucken mehr Charme verbreiten kann. Ja, auch dank der flotten Instrumentalisierung und der treibenden Soli-Passage. Das Teil macht sogar richtig Laune – wobei, bei diesem Stichwort müsste man viel eher das Mittelstück THE SAVIOUR heranziehen. Erstmals sollte man dringend ein dickes Melodic vor das Power Metal schreiben – hier regiert die pure Eingängigkeit, die im Refrain ihren Höhepunkt erreicht. Aber auch sonst gibt es keinen Grund zur Beanstandung – extraklasse Riffs, Bass-Lines und Soli-Passagen runden den beinahe perfekten Gesamteindruck ab. Und gerade zum Finale hin legen FRETERNIA hier noch eine ordentliche Portion Epicness drauf – bombastisch.

Mit Titeln wie THE UNEXPECTED gibt man sich dann schon wieder etwas gemäßigter, andererseits u8nd durch die Keyboard-Elemente auch etwas verspielter. Der Grundeindruck bleibt jedoch bestehen – nichts allzu spektakuläres, aber mehr als solides. Es folgt NEW HOPE, ein mit 7 Minuten Spielzeit etwas längeres und ‚epischer‘ arrangiertes Stück, welches tatsächlich einige Highlights zu bieten hat. Der Leadsänger wagt hier erstmals Ausflüge in die ganz hohen Lagen, durch verschiedene Tempo- und Stimmungswechsel regiert ein Höchstmaß an Abwechslung, Höhen und Tiefen wechseln sich stimmig untereinander ab. Eindeutig einer der stärksten Titel des Albums ! BATTLE OF MINDS bietet dagegen wieder durchschnittliche Metal-Kost, die weder intensiv zu begeistern noch zu enttäuschen vermag. Bleibt der Finaltitel REQUIEM, der in etwas ruhigere Kerbe schlägt, aber gerade deswegen nochmal für eine Portion Abwechslung sorgt. Das Teil lässt sich hören – die Mischung aus etwas melancholischeren Klängen und Bombast-Elementen macht’s. Ein mehr als würdiger Abschluss für ein insgesamt zufriedenstellendes Album !

Fazit: FRETERNIA machen mit A NIGHTMARE STORY eines klar – sie haben sich offensichtlich enorm weiterentwickelt, besonders im direkten Vergleich zum Vorgängeralbum WARCHANTS & FAIRYTALES. Die Produktion wirkt recht solide, der Sound satt, das Songwriting weist zwar keine absoluten Novitäten, aber doch ein angenehmes Maß an Qualität auf. Zudem ist mit Pasi Humppi ein recht einzigartiger Leadsänger mit von der Partie, der im Zusammenspiel mit den treibenden Drums, Riffs und Melodie-Reihen sein volles Potential entfalten kann. Hoffentlich bleibt es nicht bei diesem Album (2002 !) und einigen weiteren nicht mehr aufgegriffenen Samples (2009)… FRETERNIA, wir hoffen aus ein baldiges Lebenszeichen !

Anspieltipps: THE SAVIOUR, NEW HOPE, REQUIEM

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