Metal-CD-Review: DRAGONLAND – Astronomy (2006)

Land: Schweden – Stil: Melodic Power Metal

Die Trackliste des Albums:

1. Supernova
2. Cassiopeia
3. Contact
4. Astronomy
5. Antimatter
6. The Book Of Shadows Part IV: The Scrolls of Geometria Divina
7. Beethoven´s Nightmare
8. Too Late For Sorrow
9. Direction: Perfection
10. The Old House On The Hill Chapter I: A Death in the Family
11. The Old House On The Hill Chapter II: The Thing in the Cellar
12. The Old House On The Hill Chapter III: The Ring of Edward Waldon

DRAGONLAND holen zum vierten großen Schlag aus.

Vorwort: Nach dem durchaus sensationellen Erfolgsalbum STARFALL aus dem Jahre 2004 lassen es die Schwedischen Recken von DRAGONLAND gute zwei Jahre später erneut krachen – ihr neuestes Werk ASTRONOMY ist am Start. Bereits das überaus gelungene, stimmige Cover-Artwork impliziert: DRAGONLAND haben sich erneut weiterentwickelt, und sind sich ihrer nunmehr eindeutig gehobenen Position in den weltweiten Power Metal-Ranglisten bewusst. Wird die Fans der Band erneut ein melodisches Feuerwerk a’la STARFALL erwarten, oder besinnt man sich eher auf die beiden ersten Alben ? Oder, geht man gar ganz neue Wege; und versucht, die DRAGONLAND zweifelsohne innewohnende Erhabenheit auf das nächste Level zu bugsieren ? Die Spannung ist groß, ebenso wie die Erwartungen und die Vorfreude.

Kritik: Wie schon auf dem Vorgängeralbum wird auf ein Intro verzichtet – man startet DRAGONLAND-typisch sofort durch, und eröffnet das Spektakel freudig mit dem Opener SUPERNOVA. Die Band vermittelt in diesem Fall vor allem eines: es geht schon deutlich progressiver zu als auf dem mehr als eingängigen Melodic Metal-Vorgänger. Der Instrumentalteil bietet ein erhöhtes Maß an Abwechslung feil, häufige Tempowechsel und die mehrspurigen Arrangements aus Gitarren, Keyboards und Schlagzeug sorgen für ein sattes, in diesem Sinne ‚vollmundiges‘ Klangbild. Tatsächlich wird man hier schon mehrere Anläufe brauchen, um in den vollen Genuss des Titels zu kommen – der Zugang fällt nicht mehr ganz so leicht; doch gerade das zeichnet eine sinnige Weiterentwicklung einer Band unter anderem aus. Denn umso größer wird die Freude sein, in den vielschichtigen Strukturen das ein oder andere Highlight für sich zu entdecken – die Möglichkeit dazu bieten DRAGONLAND auf ASTRONOMY in jedem Fall.

Dafür ist auch das folgende CASSIOPEIA ein Anhaltspunkt. Hier handelt es sich um einen gut durchdachten, abwechslungsreichen Titel; der hauptsächlich von den beigesteuerten weiblichen Gast-Gesängen lebt. Im Zusammenspiel mit Leadsänger Jonas Heidgert, der längst nicht mehr beweisen muss das er ein Meister seines Fachs ist, entsteht so ein äusserst harmonischer Gesamteindruck. Die wunderbaren Gesänge werden untermalt von einem Instrumentalteil, der alles andere als aufdringlich daherkommt; sondern schön dezent (aber dennoch druckvoll) im Hintergrund agiert. Nun stechen auch die Gitarren deutlicher hervor, die dem Ganzen einen deutlicheren Metal-Anstrich verleihen. Stichwort Metal – mit CONTACT wird ein ebensolches Feuerwerk abgefackelt, und das in einem ungewönlich hohen Tempo. Zumindest für DRAGONLAND-Verhältnisse – hier geht es drumtechnisch schon ordentlich(er) zur Sache, zusammen mit dem wirklich guten Gesangspart entsteht so ein niveauvoller Gesamteindruck, der ein wenig an die Outputs von LABYRINTH in ihren Glanzzeiten erinnert. Denn auch die Keyboard-Elemente kommen alles andere als zu kurz, und lassen so eine zusätzliche Verspieltheit und Melodiösität in das Liedgut einfliessen. Solide, wirklich solide.

Man braucht also keine ‚Angst‘ zu haben, dass die neue DRAGONLAND-Scheibe möglicherweise zu ‚technisch‘ daherkommt. Denn im Grunde spielen sie noch immer die Art Metal, die ihnen im Blut liegt: einen melodischen Power Metal mit dezenten Symphonischen Anleihen, immer auf einem episch-erhabenen Niveau. Mit dem Titeltrack ASTRONOMY geht es nun schon ein stückweit progressiver zu. Hier werden alle Freunde der Metal-lastigen Seite von DRAGONLAND vollends auf ihre Kosten kommen, ohne Zweifel. Als wahrhaftig oder herausragend kann dieser Titel dann allerdings auch nicht bezeichnet werden – dafür gibt es aber genügend andere Kandidaten. Wie eventuell auch das folgende, epische ANTIMATTER. Neben dem sehr gelungenen Songtext kann hier auch der abermals leicht progressive Einschlag überzeugen, sowie die ‚dämonischen‘ Untertöne, welche dem Titel einen zusätzlich düsteren A nstrich verpassen. Eine kleine Überraschung folgt  in Form eines vierten Teils der THE BOOK OF SHADOWS-Sage, die man erinnerungswürdig auf dem Vorgängeralbum zelebrierte. Endlich rückt auch wieder der klassisch-kompositorische Aspekt der Musik von DRAGONLAND ins Rampenlicht, der hier für einen Soundtrack-Atmosphäretitel der ganz besonderen Art sorgt. So wird man sich schnell gewahr sein, dass die Schweden auch ganz ohne Gesang und Gitarren wahre Wunderwerke hervorbringen können – wenn der Gesamteindruck nicht gar noch ein stückweit erhabener, eleganter und zeitloser ist wenn komplett auf die Metal-Elemente verzichtet wird. An Stücken dieser Art sollten die Jungs unbedingt festhalten – sie sorgen für ein Höchstmaß an Atmosphäre und steigern den Unterhaltungswert eines jeden Albums. BEETHOVEN’S NIGHTMARE ist ein ebenso interessantes Stück, welches nicht umsonst auf diesen Namen getauft wurde – erzählt wird eine entsprechende Geschichte, und auch einige klassische Elemente finden sich im Lied selbst wieder. MEhr noch: Mr. Beethoven selbst wäre stolz auf diesen Titel, und auf dass, was DRAGONLAND aus der Faszination für einen großartigen Künstler gemacht haben. Hier liefern sie die wohl stärkste, einprägsamste und zugleich vielschichtigste Nummer des gesamten Albums ab – ganz großes, anspruchsvolles Kino.

Auf eine derartige Über-Nummer kann eigentlich nur ein Titel folgen, der es etwas gemäßigter angeht – doch auch TOO LATE FOR SORROW kann als Halb-Ballade der ganz besonderen Metal-Art überzeugen. Wären da nicht die schweren Riffs und die eingängigen Melodielinien, könnte man fast meinen es handelte sich um ein Popmusik-Stück – aber selbst dann noch um ein ganz besonderes, einzigartiges. Und gefühlvolles – zumal hier Jonas Heidgert im Duett mit einer Dame singt und so reichlich Gefühl an den Tag legt. Die Dämme werden spätestens mit dem großartigen, wenn auch viel zu kurzem Soli-Teil gebrochen, sowie der finalen Gesangspassage des Titels. Hier regiert gänsehaut pur, von Kitsch gibt es (überraschenderweise) keine Spur. DIRECTION PERFECTION legt dann noch eine Schippe drauf und steigert das Niveau abermals um ein bemerkenswertes Maß – es wird immer anspruchsvoller, komplexer, bombastischer; DRAGONLAND erklimmen just in diesen Momenten den Ehrenhügel der ‚Besten‘ Melodic-Metaller. Wer allerdings glaubt, dass das schon alles war, hat sich geschnitten. Zum großen Finale des Albums gibt es eine weitere drei-teilige Sage präsentiert, betitelt mit THE OLD HOUSE ON THE HILL. Machen wir es kurz – hier handelt es sich um ein hochqualitatives, äusserst unterhaltsames Metal-Hörspiel der symphonisch-düsteren Art. Einfach unglaublich, was die Schweden hier auf die Beine gestellt haben; Respekt.

Fazit: DRAGONLAND schaffen mit ASTRONOMY einen weiteren unglaublichen und zweifelsohne bemerkenswerten Sprung. Das Vorgängeralbum STARFALL war bereits klasse, da es vor allem in Sachen Eingängigkeit überzeugen konnte – nun wird es wieder merklich progressiver und technischer. Gewiss, leicht progressiv angehaucht waren bereits die ersten beiden Alben der Band (beide mit 6.5/10 bewertet) – doch ASTRONOMY schafft es nun endlich, auch der progressiven Seite von DRAGONLAND reichlich Leben einzuhauchen. Die Kompositionen können nun nicht mehr als ‚belanglos‘ oder unspektakulär eingestuft werden wie dies eventuell noch zuvor der Fall war – und auch die Produktion wirkt absolut rund. Kurzum: es regiert ein absoluter Bombast-Sound, der größtenteils technisch-anspruchsvoll daherkommt, sich in den richtigen Momenten aber auch wunderbar eingängig inszeniert. Einige der Titel von diesem Album werden sich zurecht für längere Zeit in das Metal-Gedächtnis brennen – und vielleicht ja auch in die Alltime-Metal-Chroniken. Zu wünschen wäre es… DRAGONLAND liefern mit ASTRONOMY eine 1A-Qualität ab, und quasi ’nebenbei‘ noch eines der besten Metal-Alben aus dem Jahre 2006.

Anspieltipps: CONTACT, THE BOOK OF SHADOWS PART IV, BEETHOVEN’S NIGHTMARE, TOO LATE FOR SORROW, THE OLD HOUSE ON THE HILL

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Metal-CD-Review: DRAGONLAND – Starfall (2004)

Land: Schweden – Stil: Melodic Power Metal

Die Trackliste des Albums:

01. As Madness Took Me
02. Starfall
03. Calling My Name
04. In Perfect Harmony
05. The Dream Seeker
06. The Shores Of Our Land
07. The Returning
08. To The End Of The World
09. The Book Of Shadows Part I: A Story Yet Untold
10. The Book Of Shadows Part II: The Curse Of Qa’a
11. The Book Of Shadows Part III: The Glendora Outbreak

Manchmal braucht es eben 3 Anläufe… aber es geht doch !

Vorwort: Gute 2 Jahre nach ihrem zweiten Studioalbum (HOLY WAR, Wertung 6.5/10 Punkten) kehren DRAGONLAND mit einem neuen Werk im Gepäck auf die Bildfläche zurück – STARFALL. Nachdem sie bereits ausreichend Gelegenheit hatten um zu zeigen welches Potential in ihnen steckt, ist es also nun – hoffentlich – an der Zeit für ein wahrlich aussagekräftiges, überdurchschnittlich gutes und einzigartiges Melodic Power Metal-Album. Aber würden die Schweden es wirklich schaffen, alle Mängel aus der Vergangenheit ein für allemal hinter sich zu lassen um dem Genre-Thron ein gutes Stückchen näher zu kommen ? Schließlich waren die beiden ersten Alben alles andere als schlecht – doch es fehlte der zündende Funke; etwas, was einen wirklich nachhaltigen Eindruck hätte hinterlassen können.

Kritik: Alsdann, lasst die Show beginnen ! Und, welch eine freudige Überraschung – sie beginnt bereits auf einem Niveau, welches das der Vorgängeralben um Längen schlägt. DRAGONLAND haben sich endlich weiterentwickelt – mehr noch als in der Übergangsphase vom ersten zum zweiten Album. Nun kann man explizit erfahren und spüren, mit was sich die Jungs die letzte Zeit so beschäftigt haben – das Ergebnis schlägt sich in Form einer Über-Hymne wie AS MADNESS TOOK ME nieder, die als Opener des Albums fungiert. Es braucht nicht viel mehr als knappe 4 Minuten, um den Hörer zu verzaubern und im wahrsten Sinne des Wortes ‚Sterne regnen‘ zu lassen – der Funke springt sofort über. Die Komposition wirkt nun endlich ausgefeilt – und auch die Keyboards wirken nicht mehr aufdringlich, sonder fügen sich perfekt ins allgemeine Klangbild ein. Es entsteht ein Klangbild, das gleichsam eingängig ist (der fast schon ‚poppige‘ Mitsing-Refrain), aber immer noch genügend Metal-Elemente (wie das ein oder andere Solo) aufweist. Sicher, das neue DRAGONLAND-Album ist nichts für Power Metal-Abtrünnige, die lieber zu ‚härteren‘ Varianten des Metal greifen. Doch all jene, die das spezielle, höchst melodiöse Genre seit jeher lieben, werden ihre wahre Freude an STARFALL haben. Wie passend erscheint es da, dass die zweite Nummer sogleich der Titeltrack des Albums ist. STARFALL fesselt mit einer unglaublich eingängigen Keyboard- und Gitarrenhook, und die Strophen wirken endlich so wie sie es wohl seit jeher beabsichtigt waren: wunderbar erhaben und beinahe ’schwebend‘. Dezente Symphonische Elemente beleben die allgemeine Soundkulisse, und etwas verspieltere Instrumentalpassagen sorgen für den nötigen Metal-Kick. Ganz großes Kino gibt es dann in Form des Refrains und den gefühlvollen Gesangspassagen von Jonas Heidgert, der hier zum ersten Male in der DRAGONLAND-Diskografie sein ganzes Potential entfalten kann. Hier gilt es, die Anlage aufzudrehen – und sich bloß nicht falscher Scham (aufgrund des leicht kitschigen Ersteindrucks) hinzugeben.

Es folgt CALLING MY NAME, eine unglaublich starke Stampfer-Nummer; die deutlichere Metal-Elemente aufweist als die beiden vorherigen Titel; und auch generell etwas ‚düsterer‘ wirkt. Wobei dies der falsche Begriff ist; man sollte eher von einer gehobenen, leicht dramatischen Atmosphäre sprechen. Und wieder ist es Jonas Heidgert, der auf dem (bisherigen) Höhepunkt seiner Karriere zu sein scheint und eine Gesangsperformance abliefert, die ihresgleichen sucht. Als Zwischenspiele gibt es akustische (Sprach-)Einspieler von Charles Manson (!), sowie die immer komplexer werdenden Instrumentalparts mit einer deutlich zu spürenden Vorliebe für das Keyboard. Aber auch die Gitarren kommen nicht zu kurz; kurzum: DRAGONLAND ist eine weitere majestätische, einprägsame Hymne gelungen. The spirits are calling my name… das brennt sich ein, und bleibt zu recht in den Gehörgängen. Und das, wo man sich gerade diese Form der ‚Nachhaltigkeit‘ so sehr während der Vorgängeralben gewünscht hatte ! Der Ruf wurde also erhört… und es geht munter weiter. IN PERFECT HARMONY ist das nächste Stück im Bunde, welches einen geradezu ‚betörenden‘ Refrain aufweist, und dass ohne einen allzu kitschigen Eindruck (vergleichsweise) zu vermitteln. Keyboard und Gitarren finden – in Anbetracht des Titels passenderweise – ihre entgültige gemeinsame Harmonie, und koexistieren sowohl neben- und miteinander. Und das ganz ohne dass das eine Element das andere stört.

Titel wie THE DREAM SEEKER fungieren dann als etwas gemäßigtere Nummern, die unglaublich melodieverliebt daherkommen und nicht von ungefähr stellenweise an eine Ballade erinnern. Die Grundstruktur offeriert ein gehöriges Maß an Abwechslung, wirkt schön episch, verträumt; und zieht in den exakt richtigen Momenten wieder ein wenig an. Ein rundum gelungener Titel – wie auch THE SHORES OF OUR LAND, der den Hörer mit einem sanftes Meeresrauschen einstimmt. Hier gibt es zudem eine weitere Überraschung: für diesen Titel wurden gleich 3 Gastmusiker verpflichtet. Johanna Andersson sorgt für harmonische weibliche Vocals, Tom S. Englund und Henrik Danhage von EVERGREY liefern Gastgesang und ein Gitarrensolo ab. Dies schlägt sich in einem noch höheren Maß an Diversität nieder als ohnehin schon, und sorgt für einen ansprechenden Unterhaltungswert, der den Titel locker über die knapp 7 Minuten Spielzeit trägt. Mit THE RETURNING wird es dann schon wieder etwas gradliniger – doch auch das muss zwischendurch mal sein. Hier präsentieren DRAGONLAND eine wohlige Uptempo-Nummer, die eigentlich nichts besonderes wäre – wäre da nicht der musikalische Gegensatz in Form eines unglaublich präsenten Gefühls, welches hauptsächlich von Leadsänger Jonas Heidgert gerade im Refrain übertragen wird. Tempo, Melodie und Gefühl – so oder so ähnlichen sehen die wichtigsten Zutaten für einen gelungenen Power Metal-Titel aus, den DRAGONLAND hier ohne zweifel abzuliefern wissen. Ganz großes Kino. TO THE END OF OUR WORLD kommt da verständlicherweise nicht mehr ganz so spektakulär daher – auch ist es eher schlecht als recht, dass hier das Keyboard die Hauptrolle zu übernehmen scheint, und zudem auf einige merkwürdige Stimmverzerr-Effekte gesetzt wurde. Ein kleiner Ausfall-Titel… wenn überhaupt auf reichlich hohem Niveau, der in Anbetracht aller vorigen Titel aber locker verziehen werden kann.

Zum Abschluss bleibt dem Hörer dann noch die grandiose THE BOOK OF SHADOWS-Sage, aufgeteilt in 3 Teile. Hier können DRAGONLAND nun auch zeigen, was sie wirklich in Sachen klassischer Komposition / Filmmusik auf die Beine stellen können. Und: es lässt sich mehr als sehen. Der Beginn erfolgt mit A STORY YET UNTOLD, einem ruhigen Intermezzo aus verschwörerisch zarten Klängen, die nach und nach in einem größeren Ganzen münden und so vor allem eines hinterlassen: eine wohlige Gänsehaut. Dann kündigt sich auch schon ’schmackigeres‘ an, das in Form von THE CURSE OF Qa’a daherkommt. Hier meldet sich auch wieder Jonas Heidgert zu Wort – was soll man sagen, hier regiert eine deutlich spürbare Perfektion die keine Wünsche offen lässt. Zum Ende hin wird es dann wieder experimenteller / progressiver, sodass der Übergang zu THE GLENDORA OUTBREAK markiert wird. Dieses Finale schlägt dann noch einmal alles vergangene und lässt einen sprachlos zurück. Welch ein epischer Abschluss !

Fazit: DRAGONLAND haben den Ruf erhört. Oder sich schlicht und einfach derart musikalisch weiterentwickelt, dass es eine Freude ist. Während auf den Vorgängeralben einstweilen eine gewisse ‚Eintönigkeit‘ vorherrschte – und es beinahe kein Titel vermochte, zu einer übergeordneten Hymne zu avancieren – liefern die Schweden mit STARFALL nun gleich eine ganze Hymnen-Sammlung ab. Eine Hymnen-Sammlung, die anhezu keine Verschnaufpause zulässt – endlich können DRAGONLAND den Hörer fesseln und mit in ihre eigens erdachte Fantasy-Welt nehmen, ohne dass er sich desinteressiert abwenden wird. Dazu sind die einzelnen Titel einfach viel zu ausgefeilt, ‚catchy‘, abwechslungsreich und perfekt inszeniert. Denn auch in Bezug auf die Produktionsqualität ist ein abermaliger Qualitätsanstieg festzustellen, der nicht zu verachten ist: endlich kommt der DRAGONLAND-Sound schön druckvoll und majestätisch durch die Boxen gerauscht. Eben so, wie es beabsichtigt und gedacht ist ! Es scheint einen leichten Wechsel in Bezug auf die Spitze des (Fantasy) Power Metal-Throns zu geben: während es bei den Kollegen von RHAPSODY OF FIRE leicht bergab geht, preschen DRAGONLAND voller Energie und Spielfreude gen Spitze. Gratulation… !

Anspieltipps: AS MADNESS TOOK ME, STARFALL, THE SHORES OF OUR LAND, THE RETURNING

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Metal-CD-Review: DRAGONLAND – Holy War (2002)

Land: Schweden – Stil: Melodic Power Metal

Die Trackliste des Albums:

  1. Hundred Years Have Passed
  2. Majesty Of The Mithril Mountains
  3. Through Elven Woods And Dwarven Mines
  4. Holy War
  5. Calm Before The Storm
  6. The Return To The Ivory Plains
  7. Forever Walking Alone
  8. Blazing Hate
  9. A Thousand Points Of Light
  10. One With All

Auf ein neues – DRAGONLAND sind zurück !

Vorwort: HOLY WAR ist das zweite offizielle Studioalbum der Schwedischen Power Metal-Recken von DRAGONLAND. Es beinhaltet 10 Titel, und macht in etwa da weiter wo man mit dem ambitionierten Vorgänger THE BATTLE OF THE IVORY PLAINS aufgehört hatte – herzlich willkommen zurück im Symphonic Power Metal-Fantasialand ! Was eventuell etwas abwertend klingt, ist keinesfalls so gemeint – es darf auch gerne mal etwas kitschiger sein im Power Metal, das ist man ja bereits gewohnt. Erzählt wird eine fantastische Geschichte über ferne Welten, Fabelwesen und Helden, über die man sich anscheinend reichlich Gedanken gemacht hat – das aufwendig gestaltete Booklet und das nette Cover-Artwork weisen dezent darauf hin. Aber würden DRAGONLAND nun endlich alle Schwächen des Vorgängers ausbügeln, und so richtig durchstarten können ? Schließlich genießt so manches Debütalbum noch einen gewissen ‚Welpenstatus‘ – der spätestens mit dem jeweiligen Nachfolger wegfällt. Ob HOLY WAR den hohen Erwartungen gerecht werden kann, soll an dieser Stelle geklärt werden.

Kritik: Mit dem Einlegen der Scheibe (und gleichzeitigem Bestaunen des Booklets) startet sogleich das Intro HUNDRED YEARS HAVE PASSED durch, welches einen durchaus ansprechenden Aufbau mit Soundtrack-Anliehen zu bieten hat und so zu einem stimmungsmachenden Appetithäppchen avanciert. Ein paar nette Melodien hier, einige dezente Symphonische Elemente dort, gepaart mit einer allgemeinen Leichtigkeit und Aufbruchsstimmung – die Reise kann beginnen. Die Ruhe schlägt jedoch schnell in einen brachialen Sturm um, denn der Opener MAJESTY OF THE MITHRIL MOUNTAINS klingt nicht nur von der blossen Titelbezeichnung her wie eine (majestätische) Uptempo-Nummer. Ein treibendes Schlagzeug, fetzige Riffs und der glasklare Gesang von Leadsänger Jonas Heidgert entfesseln eine mitreissende Stimmung, der man sich nunmehr kaum entziehen kann. Garniert wird das Ganze von nicht allzu aufdringlichen Keyboardsounds und weiteren Symphonischen Elementen, die zweifelsohne ein wenig an RHAPSODY OF FIRE erinnern – aber im DRAGONLAND-Rahmen doch eine gewisse Eigenständigkeit bewahren. Etwas schade ist nur, dass man in Sachen Produktionsqualität noch immer nicht aus dem Vollen zu schöpfen scheint – zwar ist eine deutliche Steigerung zum Debütalbum feststellbar, doch so richtig ’satt‘, druckvoll und klar klingt der DRAGONLAND-Sound auch auf HOLY WAR nicht. Sei es – man hat schließlich einige Silberlinge investiert, und so will das Werk dennoch genossen werden. THROUGH ELVEN WOODS AND DWARVEN MINES ist der nächste Titel im Bunde, der nun glücklicherweise das Niveau noch ein gutes Stück anzuheben vermag – so weist der Instrumentalteil eine erhöhte Komplexität auf und bietet somit ein erhöhtes Maß an Abwechslung in Form von musikalischen Höhen und Tiefen. Ebenfalls nett: der spezielle Rhythmus, der den Titel bei den ersten Durchgängen nicht ganz so eingängig erscheinen lässt, und das etwas gemäßigtere Tempo. So lässt sich diese Nummer # 3 des Albums nach und nach entdecken – und nutzt sich alles andere als schnell ab.

Es folgt der Titeltrack des Albums, HOLY WAR – der zu Beginn auf eine arg künstlich klignende (Keyboard-)Orgel setzt, und danach temporeich und recht verspielt loslegt. Das gute Stück hat eine Spielzeit von knapp 7 Minuten, weshalb der Aufbau entsprechend episch ausfällt – stete Tempowechsel, ein erhabener Refrain, Solipassagen und orchestrale Parts sorgen dafür, dass der Titel seine Bezeichnung als ‚Titeltrack‘ redlich verdient. Hier spielen DRAGONLAND – endlich – all ihre Stärken aus. Mit CALM BEFORE THE STORM geht man es dann schon wieder etwas ruhiger an, doch auch diese Halb-Ballade erscheint gelungen, und gerade durch die späteren Instrumentalpassagen ansprechend. Wäre da nur nicht das etwas zu plump klingende Keyboard… auch THE RETURN TO THE IVORY PLAINS leidet ein wenig an diesem etwas zu ’süßlichen‘ Einsatz des Keyboards, doch im großen und Ganzen überzeugt der fulminante 6-minüter. Etwas anders sieht es dann schon wieder mit der Ballade FOREVER WALKING ALONE aus – die ein alles andere als harmonisches Instrumental aufweist (ein Kuddelmuddel aus uninspiriertem Piano, Spanischem Gitarrengezupfe und aufdringlichem Refrain) und selbstverständlich reichlich Kitsch serviert. Zum Ende gesellen sich die abermals arg bemüht wirkenden Keyboard-Elemente hinzu, und der Titel gewinnt noch einmal an Tempo – retten kann ihn das allerdings nicht.

Dann doch schon lieber eine Nummer wie BLAZING HATE, auch wenn hier erneut etwas makabere Elemente zu hören sind, und das ab der ersten Sekunde an. So richtig ‚episch‘ und erhaben wie eventuell beabsichtigt klingen DRAGONLAND in diesen Momenten tatsächlich noch nicht – das Ganze droht so manches Mal gar in eine ganz andere Richtung zu kippen. A THOUSAND POINTS OF LIGHT ist die vorletzte Nummer des Albums, die wieder etwas besser funktioniert und noch wichtiger: wirkt. Hier bekommt man am ehesten einen einprägsamen Symphonic / Melodic Power Metal serviert, der atmosphärisch und stimmig ist und einen eigenen kleinen Mikrokosmos entstehen lassen kann, in dem man sich zuhause fühlt. Bleibt das Outro ONE WITH ALL, welches wie bereits das Intro in eine Soundtrack-lastigere / Atmosphärischere Richtung geht und so für ordentlich Kopfkino sorgt. Ja, einen Teil der hier übertragenen ‚Bedeutsamkeit‘ und Zeitlosigkeit der Komposition hätte man auch in den einzelnen Liedern vorfinden sollen – was leider viel zu selten der Fall war.

Fazit: HOLY WAR bietet neues Futter für DRAGONLAND-Fans, was an und für sich schon ein Grund für manche ist, sich dieses Werk zuzulegen – doch auch alle anderen können beherzt zugreifen. Zumindest, wenn sie Gefallen an dem Erstwerk der Band gefunden haben, und nun eine merkliche Steigerung erwarten – denn die bietet HOLY WAR in jedem Fall. Jedoch ist auch dieses Zweitwerk noch weit von einer ‚musikalischen Perfektion‘ entfernt – dafür fehlt es der Band einfach noch an zündenden Ideen, einem fesselnderen Konzept und generell an einer besseren Produktion. Freunde eines Fantasy-angehauchten Power Metals werden zweifelsohne ihre Freude mit HOLY WAR haben – doch spricht man von diesem Genre, so rückt ein gar mächtiger Konkurrent in das Blickfeld – richtig, RHAPSODY OF FIRE. Es ist so, wie es ist: alles, was die Italiener bis zur Erscheinung von HOLY WAR bereits abgeliefert haben, schlägt das DRAGONLAND-Material um Längen. Wenn sie also in diesem Genre bestehen wollen, so müssen sie sich noch deutlicher auf ihre ureigenen Stärken konzentrieren. Und, es müssen noch mehr Besonderheiten her – wirklich markante Momente, einprägsame Highlights, schlicht: unvergessliche Titel. Denn davon gibt es HOLY WAR einfach noch viel zu wenige.

Anspieltipps: THROUGH ELVEN WOODS AND DWARVEN MINES, HOLY WAR, A THOUSAND POINTS OF LIGHT

Metal-CD-Review: DRAGONLAND – The Battle Of The Ivory Plains (2001)

Land: Schweden – Stil: Melodic / Progressive Power Metal

Die Trackliste:

1. Dragondawn
2. Storming Across Heaven
3. A Last Farewell
4. Ride for Glory
5. The Orcish March
6. The Battle of the Ivory Plains
7. Graveheart
8. Rondo a la Turca
9. A Secret Unveiled
10. World’s End
11. Dragondusk

Der Beginn einer großen Sage… !?

Vorwort: Bei DRAGONLAND handelt es sich um eine der etwas ‚jüngeren‘ Power Metal-Bandformationen aus dem europäischen Raum. Im Jahre 1999 in Schweden gegründet, kam bereits ein Jahr später eine erste DRAGONLAND-Demo mit dem Titel STORMING ACROSS HEAVEN auf den Markt. Dann liess auch das Debütalbum nicht mehr allzu lange auf sich warten – welches mit dem mächtigen Titel THE BATTLE OF THE IVORY PLAINS versehen ist und hier heute zur Diskussion steht. JA, wie klingt es denn nun, das vielversprechende Album, welches ähnlich wie bei Kollegen von RHAPSODY OF FIRE & Co offenbar der Beginn einer übergreifenden Fantasy-Saga ist ? Regiert hier eher der pure Kitsch, oder findet man doch ernstzunehmendes, mitreissendes und episches Material vor ? Und wie sieht es mit der Eigenständigkeit aus… ? Sehen wir es uns an.

Kritik: Das Album beginnt, wie es bei einem opulenten Fantasy-Album ohnehin zumeist der Fall ist oder sein sollte, mit einem stimmungsmachenden Intro. Und, welche Überraschung – in diesen 2 Minuten und 40 Sekunden schaffen es DRAONLAND tatsächlich ohne Probleme, den Hörer zu fesseln und auf das noch kommende einzustimmen. Dies liegt auch daran, dass man hier noch völlig auf Metal-Elemente verzichtet, sondern eher auf einen bombastischen Soundtrack-Eindruck setzt, der ausnahmsweise mal zu 100% punkten kann. Während bei einigen – oder vielleicht sogar vielen – Genrekollegen ein eher kitschiger, billiger Eindruck entstehen kann, dominieren DRAGONLAND mit dieser wahrhaft majestätischen Komposition, die zudem eine wunderbare Melodie aufweist. Da wird die Vorfreude doch immer größer – auf Titel wie den Opener, STORMING ACROSS HEAVEN. Hier gibt es erst einmal einen kleinen ‚Schock‘, wenn man so will: sobald die Metal-Elemente aus dem Fantasy-Land eingeflogen werden, sinkt leider auch das Qualitätslevel der Produktion. Hier handelt es sich um ein typisches Problem vieler Debüt-Alben aus diesem Genre, mit dem man wohl einfach leben muss. Abgesehen davon präsentiert sich der Titel als recht imposanter, gar nicht mal so kitschiger Bombast-Opener voller ansprechender Passagen und einem nennenswerten Maß an Abwechslung. Ein starker Gesang, ein eingängiger Refrain und tolle Soli runden das Ganze schmackhaft ab. Genau so hat man sich das Album wohl auch in etwa vorgestellt.

In A LAST FAREWELL überraschen die Schweden erst mit einer melancholischen Instrumentalpassage, woraufhin Sänger Jonas Heidgert in einem Duett mit einer Gastsängerin eine wirklich gelungene Performance abliefert. Doch, es sei angemerkt: Freunde eines etwas… ‚härteren‘ Metals werden sich bei Titeln wie diesem hier kopfschüttelnd abwenden, da es sich nun einmal um eine waschechte Ballade handelt. Eine leicht (?) kitschige noch dazu – die lediglich von etwas schwereren Riffs einen  Metal-Anstrich verliehen bekommt. Doch man muss es zugeben – im Vergleich mit Balladen anderer Bands aus dem Power Metal / Symphonic Metal-Genre klingen DRAGONLAND weitaus angenehmer, und auch irgendwie ‚ehrlicher‘ in diesen ruhigen Momenten. Sicherlich kein Highlight, und durch die etwas arg künstlichen wirkenden ‚Orgelgeräusche‘ im Hintergrund ein zusätzlich abzuwertender Titel. Aber wie wäre es denn dann mit dem nun hereinbrechenden RIDE FOR GLORY ? In der Tat klingen DRAGONLAND hier deutlich besser – bei derart flotten, verspielten und eben genretypischen Hymnen der Marke Eingängikeit pur. Zudem werden hier auf ein neues markante Gitarren- und Keyboardsoli abgefeuert, dass es das Herz eines alteingesessenen Fantasy-Metallers nur so freut. Ebenfalls vernehmbar sind leicht symphonmische Hintergrundelemente, die durch die etwas schwächelnde Produktion aber nicht wirklich zur Geltung kommen.

Weiter geht es mit dem ORCISH MARCH, der zahlreiche Soundtrack-Elemente aufweist und so leicht mysteriös und abenteuerlich daherkommt, eben so wie ein gut erzählte Geschichte. Leider fehlt es dem Stück im weiteren Verlauf an Ausdrucksstärke und Kraft, sodass es letztendlich weitaus ‚plätschernder‘ verläuft als es wohl beabsichtigt war. Der Titeltrack THE BATTLE OF THE IVORY PLAINS geht deshalb wieder in eine andere Richtung, und präsentiert sich in einem Uptempo-Mystery-Gewand. Unzählige Soli-Passagen sorgen für ein kräftiges Dauerfeuer auf die Ohren, wobei sich DRAGONLAND hier stellenweise aber einfach noch zu ‚unorganisiert‘ anhören. GRAVEHEART ist eine weitere Ballade, die aber schon ein stückweit rauer daherkommt als die erste dieses Albums. Zudem wirkt die Abwechslung von eher balladesken Strophen mit Akustik-Gitarre hin zum eingängigen Refrain und den melodischen, einprägsamen Riff-Passsagen durchaus gelungen. Im Finalteil gibt es dann noch einen expliziten Keyboard-Einsatz, der allerdings viel zu künstlich wirkt. Dann eine weitere Überraschung: RONDA A LA TURCA spielt auf einen allseits bekannten Klassiker der Klassik (in der Tat) an, wobei es sich zweifelsohne lohnt mal zu hören, was DRAGONLAND aus besagtem Stück gemacht haben. Das Ergebnis ist zwar nicht bahnbrechend, aber dennoch sehr unterhaltsam und trägt ein wenig zur ‚Leichtigkeit‘ des Albums bei.

A SECRET UNVEILED ist dann die näcshte knapp 6-minütige Hymne. So richtig mitreissend wirkt sie dann aber doch nicht, auch wenn der kurze Instrumentaleinschub bei Minute 3.30 durchaus markant ist. Danach geht es aber irgendwie ‚zu gewöhnlich‘ zu, und auch das überstimmt wirkende Keyboard kommt wieder um die Ecke. Gegen Ende dann noch ein Energieschub – und der Übergang zu WORLD’S END erfolgt. Hier holen DRAGONLAND endlich noch einmal richtig aus, pünktlichen zum großen Finale eben. Flotte Uptempo-Passagen, eine gute Gesangsleistung und der generell ‚erhabene‘ Eindruck und Instrumentalspielereien a’la RHAPSODY OF FIRE machen den Eindruck perfekt. Der vielleicht stärkste Titel des Albums ! DRAGONDUSK ist das Outro, welches wie das Intro rein instrumental gehalten ist und das Album solide abschließt.

Fazit: Der mitunter einzige störende Faktor an THE BATTLE OF THE IVORY PLAINS ist die Qualität der Produktion – die die Metal-Elemente noch zu ’scheppernd‘ und flach, die symphonischen Anleihen dagegen zu leise und ‚verharmlosend‘ daherkommen lässt. Sobald DRAGONLAND diese Hürde mit dem nächsten Album nehmen sollte, wird dem Erfolg nichts mehr im Wege stehen. Im Gegenteil, sie präsentieren hier eine interessante Fantasy-Sage, die durchaus ein stückweit anspruchsvoll ist ist und nett präsentiert wird. Allerdings ist die Konkurrenz in diesen Gefilden groß – sodass DRAGONLAND in Zukunft noch mehr Eigenständigkeit an den Start bringen müssen, um sich wirklich in diesem Genre halten können.

Anspieltipps: DRAGONDAWN, RIDE FOR GLORY, RONDO A LA TURCA, WORLD’S END

Metal-CD-Review: DRAGONLAND – Under The Grey Banner (2011)

Country: Sweden – Genre: Epic Symphonic Power Metal

  1. Ilmarion
  2. Shadow Of The Mithril Mountains
  3. The Tempest
  4. A Thousand Towers White
  5. Fire And Brimstone
  6. The Black Mare
  7. Lady Of Goldenwood
  8. Dûrnir’s Forge
  9. The Trials Of Mount Farnor
  10. Throne Of Bones
  11. Under The Grey Banner
  12. Ivory Shores

‚Please guide me, to a land so far away !‘

Foreword: Do you know these kind of (metal) albums, which you have been straightforward longing for ? In some cases a ‚waiting period‘ can last very long, with Dragonland certainly being a relevant band here. It has been a few years already: a mysterious audio file had been posted in some forums and to youtube, entitled Shadow Of the Mithril Mountains. It referred to a new and upcoming album, formerly entitled The Return – a mighty and glorious return of a Swedish band that now took place with Under The Grey Banner.

Review: The intro begins, starting with some calm and very film-music orientated musical moments. Indeed, if we’d imagine the intro as a soundtrack for a movie, the genre would most likely be fantasy – an impression which will draw itself through the whole album. This ‚calm before the storm‘ is firstly interrupted when the ‚dragon awakens‘ – according to the imagery movie sequence, the images that’ll run through your head; the ‚action‘ begins.

A smooth transition to the opener, the mighty Shadow Of The Mithril Mountais leads us to the first narrative passage, spoken by a perfectly fitting moody female speaker. Then there is the first enlightening moment of the album, so to speak – the first instrumental passage comes in in full denisity. And power – it has been a long time that a band created such a ‚brute‘ opening moment of a single track. Well, what follows should be somehow known to true Dragonland fans – Shadow Of Mithril Mountains has been published earlier, more precisely as the first snippet ever when it comes to the album. But still, there are some surprises, naturally in an overall positive meaning: the production quality improved a lot, the track has finally received it’s final mastering version. You should listen carefully to catch all the samples and great musical tunes – this opener is nothing less than a timeless masterpiece. A somehow ‚demanding‘, too – referring to the lyrics and the expression of the lead singer.

The following The Tempest is an unusual track, at least according to the usual procedures and compositions of traditional Symphonic Power Metal songs – it should the listener take some time to fully ‚get into‘ this one, since it doesn’t come along with a totally melodic, but rather a little disharmonious (depends on the listener) refrain. It’s hard to express, but once again thinking of Under The Grey Banner as a movie – it all makes sense, and is existant for a reason.

A Thousand Towers White is the title to follow. It indeeds comes along very smoothly and melodic, letting the listener enjoy the nice lyrics and music – but at the same time letting him hope for a certain ‚highlight‘ within the song. And this time it can be found shortly after minute 2.00, in form of a nice and diversified passage full of musical highs and depths. Well, this title turns out to be an interesting one, but certainly it is none of the strongest. Since there are other candidates for this rank – like the upcoming Fire And Brimstone. Here we have another track that has been released previously and in terms of previewing the album – a perfectly good choice, if you’d ask me. Fire And Brimstone combines the subtle epicness of Shadow Of Mithril Mountains with some rather melodramatic and emotional moments, all garnished with some smooth guitar and instrumental passages. Also, there are certain aspects of an extended storytelling, in form of an additional singer / speaker. A strong one !

What about The Black Mare then ? Well, after some very impressionable moments within the opener this is the time I can once again say: wow. This is Symphonic Power / Fantasy Metal to its fullest – here we all aspects that made this genre so popular. And somehow over-flooded – but listening to the refrain if The Black Mare, Dragonland definitely manage to outshine many of their competitors. Of course, an epic and catchy refrain is not the only thing that makes a Draglonland song great (that would be way too easy), but buying the album one can definitely be sure that these guys have made their thoughts on how to keep the listeners entertained. An instrumental that would be great even without any lyrics, epic and timeless. And a lead singer, who is at the climax of his capacities.

After this bunch of ‚epic‘ tracks the following Lady Of Goldenwood leads the impression into another direction and presents another facet of Dragonland’s abilities. This title is rather set up as an ‚advanced ballad‘, so to speak – it is rather calm and dramatic, with less speed and force – but with much more sentiment instead. Later on there once again is the voice of the lady that has also introduced the audience to title #2, Shadow Of Mithril Mountains – a pleasure, and at last a certain epic touch to this one; making it diversified and ‚fresh‘ in all manners.

There are no tracks that sound very much alike on Under The Grey Banner – what is good, hence the mighty Durnir’s Forge serves the devotees of the more heavy and solemn side of Dragonland. A heavy instrumental with loads of harsh riffs delivers a great feeling for the pure power of Dragonland and its forces. Outstanding: the moment when a bunch of man sing in an interesting manner, with the overall melody somehow ‚correcting‘ the harshness of their low-pitched voices.

The Trials Of Mount Farnor could once again be classified as a ture film-score: it sounds, no; it is a soundtrack to a good fantasy movie ! Naturally, at best in the (dark and speedup) instrumental moments, but the lead singer also delivers his part to the total impression, which is just awe-inspiring.

Speaking of film-music-like musical moments, how about the interlude Throne Of Bones then ? It indeed is a rather short, but bloody effective piece of art, with a very ambitioned guest singer. It just perfectly fits into the mood of this ‚orchestral‘ album !

Under The Grey Banner is the title track to follow as the number 11, and: it is just mercilessly epic. Just like within the discography of Rhapsody Of Fire, this one somehow breaks off the others, being much more darker and audio-drama orientated. Guest singers, tons of alternations, instrumental passages, a mixture of calm and epic moments and narrative passages… well, well – Dragonland just made my day. The outro Ivory Shores almost and literally manages to carry the listener over, far away to new and undiscovered shores of hope… let’s catch some breath here.

Summary: Dragonland plus Under The Grey Banner – two terms and definitions that already have, and will become even more important and mentionable when speaking of the (musical) year 2011. It truly is a nice solace (for the long waiting time) to finally own one of the strongest Symphonic Power Metal albums of 2011, if not even all-time. A perfect production quality, a nice artwork and concept are completing the overall impression as if it was nothing – however, the music itself (the instrumental arrangements, the lyrics, the voices, the mastering and… this incredible epicness) is what matters most. And in this case Dragonland just left me speechless here. I am not exaggerating when saying this: Rhapsody Of Fire had their time on the stage, let’s clear it for Dragonland. Pass the mighty scepter over, going all over from Italy to Sweden… and keep the metal spirit alive.

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