AVANTASIA – Vote For Metal (Official Promo)

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Metal-CD-Review: AVANTASIA – Ghostlights (2016)

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Alben-Titel: Ghostlights
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 29. Januar 2016
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Keyboards, Vocals, Bass
Sascha Paeth – Guitars, Keyboards, Bass
Michael „Miro“ Rodenberg – Keyboards, Orchestration
Felix Bohnke – Drums

Track-Liste:

1. Mystery of a Blood Red Rose (03:51)
2. Let the Storm Descend upon You (12:09)
3. The Haunting (04:42)
4. Seduction of Decay (07:18)
5. Ghostlights (05:43)
6. Draconian Love (04:58)
7. Master of the Pendulum (05:01)
8. Isle of Evermore (04:28)
9. Babylon Vampyres (07:09)
10. Lucifer (03:48)
11. Unchain the Light (05:03)
12. A Restless Heart and Obsidian Skies (05:53)

Ob sich die Arbeit auch dieses Mal ausgezahlt hat ?

Nach drei Jahren ist es wieder soweit: EDGUY-Frontmann Tobias Sammet und sein Gefolge melden sich mit einem neuen AVANTASIA-Album zurück. Dieses horcht auf den Namen GHOSTLIGHTS, beinhaltet 12 Titel bei einer Spielzeit von guten 70 Minuten – und könnte wie einige AVANTASIA-Alben zuvor erneut die Geister scheiden. Vornehmlich, da die Band nach den beiden legendären METAL OPERA-Alben dezent von den Pfaden ihres ursprünglich angepeilten Genres abgewichen ist – und einen markanten Spagat zwischen ihren Wurzeln und dem; was man gemeinhin als Kommerzialisierung bezeichnen würde, hinlegte (Stichwort: LOST IN SPACE, siehe Review). Oder anders, und etwas positiver ausgedrückt: die Definition dessen, was einen guten Power Metal ausmacht hatte sich aus der Sicht von AVANTASIA schon früh verändert. Doch wie man es auch dreht und wendet oder in welche imaginäre Schublade man GHOSTLIGHTS auch geneigt ist einzuordnen – beinahe außer Frage steht, dass dem geneigten Hörer auch dieses Mal eine enorm hochwertige, ausgefeilte und extrem unterhaltsame Metal-Feinkost geboten wird. Eine, die vor allem in Bezug auf das an den Tag gelegte Handwerk, die Produktion und Präsentation keine Wünsche offen lässt – und zudem ein weiteres Mal mit zahlreichen hochkarätigen Gastauftritten daherkommt.

Und tatsächlich ist der erwähnte Unterhaltungsfaktor auch einer der stärksten Argumente für GHOSTLIGHTS. Auch wenn AVANTASIA nur noch vergleichsweise selten Tempo-Ausbrüche (wie überraschenderweise im Titeltrack) wagen, stimmt das Verhältnis von eher sanften und leichtgängigen, sowie gerne auch mal deutlich schmackigeren Momenten a’la dem dezent NIGHTWISHoesken MASTER OF THE PENDULUM. In diesem Zusammenhang ist die Single-Auskopplung MYSTEERY OF A BLOOD RED ROSE fast schon typisch für AVANTASIA – schließlich hat es wieder einmal den wohl unkompliziertesten und wenn man so will auch massentauglichsten Titel getroffen – aber nicht unbedingt einen repräsentativen. Man sollte sich also kein vorschnelles Urteil bilden, sondern erst tiefer in den deutlich breiter gefächerten Alben-Kosmos einsteigen. GHOSTLIGHTS wirkt dabei am ehesten wie eine abenteuerliche Mixtur einer Metal-Oper (womit man den Ursprüngen eben doch sehr nahe kommt) und eines Musicals. Eines emotional ansprechenden, einprägsamen und damit überaus gelungenen – im Gegensatz zu den neuerlichen Ambitionen einer Band wie DARK MOOR (PROJECT X, Review). AVANTASIA aber wissen um ihre wahren Stärken und inszenieren nicht nur sich selbst, sondern auch die zahlreichen Gast-Künstler stets in einem überaus vorteilhaften Licht.

Und genau das führt dann mitunter – und glücklicherweise – zu einem Wahnsinns-Titel wie LET THE STORM DESCENT UPON YOU. Mit seiner satten Spieldauer von 12 Minuten, dem gelungenen Spannungsbogen und der anberaumten Emotionalität punktet er in allen Belangen; von den kongenialen und dezent symphonisch angehauchten Instrumental-Passagen gar nicht erst zu sprechen. Aber auch selbst zunächst eher unscheinbare Titel wie THE HAUNTING haben das gewisse Etwas – wie in diesem Fall einen etwas anderen Hintergrund- respektive Chorgesang. Der Titeltrack GHOSTLIGHTS ist interessanterweise kein überlanges Epos – sondern eine eher kompakte Uptempo-Nummer mit höchst gelungenen Auftritten von Tobias Sammet und seinem Kollegen Michael Kiske. Die sehr bassigen und tiefen Gast-Vocals von Herbie Langhans (SINBREED) auf DRACONIAN LOVE sind dann schlimmstenfalls leicht gewöhnungsbedürftig – wie eventuell auch das sehr balladeske, aber zweifelsohne perfekt von Sharon den Adel eingesungene ISLE OF EVERMORE. Zum Ende hin ziehen AVANTASIA ohnehin noch einmal ordentlich an: BABYLON VAMPIRES strotzt nur so vor Kraft und Originalität, LUCIFER ist die Power-Ballade mit dem nötigen Pepp in Form eines wahrlich herausragenden Gesangs von Jorn Lande. Schlussendlich: es scheint, als seien AVANTASIA da angekommen; wo sie schon immer hingehörten. einen Grund zum Nörgeln oder den alten Zeiten hinterherzutrauern gibt es jedenfalls nicht mehr.

Absolute Anspieltipps: LET THE STORM DESCENT UPON YOU, THE HAUNTING, GHOSTLIGHTS, MASTER OF THE PENDULUM, BABYLON VAMPIRES, LUCIFER


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„GHOSTLIGHTS, oder: eines der besten AVANTASIA-Alben überhaupt.“

Metal-CD-Review: AVANTASIA – Angel Of Babylon (2010)

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Alben-Titel: Angel Of Babylon
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 03. April 2010
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Vocals, Bass
Sascha Paeth – Guitars
Miro – Keyboards
Eric Singer – Drums

Track-Liste:

1. Stargazers (09:33)
2. Angel of Babylon (05:29)
3. Your Love Is Evil (03:53)
4. Death Is Just a Feeling (05:21)
5. Rat Race (04:07)
6. Down in the Dark (04:23)
7. Blowing Out the Flame (04:51)
8. Symphony of Life (04:30)
9. Alone I Remember (04:48)
10. Promised Land (04:47)
11. Journey to Arcadia (07:12)

Mach’s mir noch ein letztes Mal.

ANGEL OF BABYLON gehört als Teil einer Trilogie untrennbar zu den beiden vorherigen AVANTASIA-Alben THE SCARECROW (Review) und THE WICKED SYMPHONY (Review). Doch muss es sich auch als alleinstehendes Werk behaupten, dafür sorgte die entsprechende Releasepolitik – wobei speziell THE SCARECROW nicht sonderlich gut abschnitt und reichlich Luft nach oben ließ. Offenbar aber hatte sich in der Zwischenzeit tatsächlich etwas getan. THE WICKED SYMPHONY konnte wieder als eines der besseren AVANTASIA-Alben bezeichnet werden – und mit dem zeitgleich erschienenen ANGEL OF BABYLON wollte man diesen Eindruck festigen. Doch wie schon zuvor gilt: so unantastbar und zeitlos wie dereinst auf THE METAL OPERA agierten AVANTASIA schon lange nicht mehr. Zwar beginnt auch ANGEL OF BABYLON mit einem vergleichsweise starken Auftakt, der an noch am ehesten an die Glanzzeiten der Band erinnert – mit einer großen Portion Power Metal, Kraft (auch dank der wie immer starken Gastgesangsparts) und einer anständigen Produktion.

Doch wie zuvor liegt die Crux im deutlich zu schwachen, inkonsequenten Mittelteil des Albums begraben. Das in negativer Hinsicht denkwürdige DEATH IS JUST FEELING markiert schon früh einen absoluten Tiefpunkt des Albums; während auch RAT RACE, das langatmige DOWN IN THE DARK oder die kraft- und emotionslose Ballade BLOWING OUT THE FLAME wenig überzeugen. SYMPHONY OF LIFE klingt mit seinem heftigen Keyboardeinsatz, Gothic-Touch und rein weiblichen Leadgesang ebenfalls stark gewöhnungsbedürftig – es werden böse Erinnerungen an LUCA TURILLIS Nebenprojekt DREAMQUEST wach. Gegen Ende kann eigentlich nur noch PROMISED LAND etwas reißen – unter Mitwirkung von Jørn Lande (der zu einem echten Dauergast auf diesem Album avanciert ist) und auch Henjo Richter von GAMMA RAY an der Gitarre. Gerade von diesem Sound hätte es ruhig noch etwas mehr sein dürfen… und deutlich weniger von merkwürdig Musical-angehauchten und beinahe Radio-tauglichen Eskapaden a’la JOURNEY TO ARCADIA – der Refrain geht schlicht auf keine Kuhhaut.

Absolute Anspieltipps: STARGAZERS, ANGEL OF BABYLON, YOUR LOVE IS EVIL, PROMISED LAND


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„Nicht herausragend, kein Reinfall – sondern irgendwo dazwischen.“

Metal-CD-Review: AVANTASIA – Wicked Symphony (2010)

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Alben-Titel: The Wicked Symphony
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 03. April 2010
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Vocals, Bass
Sascha Paeth – Guitars
Miro – Keyboards
Eric Singer – Drums

Track-Liste:

1. The Wicked Symphony (09:28)
2. Wastelands (04:44)
3. Scales of Justice (05:04)
4. Dying for an Angel (04:32)
5. Blizzard on a Broken Mirror (06:07)
6. Runaway Train (08:42)
7. Crestfallen (04:02)
8. Forever Is a Long Time (05:05)
9. Black Wings (04:37)
10. States of Matter (03:57)
11. The Edge (04:12)

Endlich nicht mehr LOST IN SPACE.

Nach der großen AVANTASIA-Reunion im Jahre 2006 führte Band-Mastermind Tobias Sammet die neue, mit THE SCARECROW (Review) begonnene Alben-Trilogie fort. Das besondere: nachdem THE SCARECROW bereits 2008 erschienen war, folgten Teil 2 und 3 zwar erst 2010 – dafür aber gleich auf einen Schlag, nämlich am 03. April 2010. Das wiederum konnte nicht wirklich als gutes Zeichen interpretiert werden, schließlich veröffentlichte man schon die beiden LOST IN SPACE-EP’s zeitgleich – und legte eine bemerkenswerte Bruchlandung hin, allerdings nicht nur aufgrund der fragwürdigen Release-Politik. Viel wichtiger aber war die Frage, ob sich AVANTASIA wieder näher an ihren Ursprüngen orientieren und endlich einen würdigen Nachfolger zu den beiden hervorragenden THE METAL OPERA-Alben abliefern würden. Und tatsächlich: Sammet schien mit WICKED SYMPHONY vermehrt zu alten Stärken zurückgefunden zu haben. Dies gelang ihm vor allem, indem er den zahlreichen Gastmusikern wieder etwas mehr Raum zugestand; und speziell mit Genre-Größen wie Russell Allen, Jørn Lande, Michael Kiske oder Tim „Ripper“ Owens abermals reichlich talentierte Musiker mit der nötigen Passion um sich sammelte.

Die lieferten auch alle entsprechend ab – und sorgten für einen angenehm abwechslungsreichen Eindruck; vor allem in Bezug auf den durch und durch starken Alben-Auftakt mit THE WICKED SYMPHONY, WASTELANDS und SCALES OF JUSTICE. Dem entgegen steht wohl nur der Eindruck, dass die Hardrock- und eher experimentellen Anteile einstweilen das Ruder übernehmen – und der Faktor Power Metal auch mal dezent in den Hintergrund rücken kann. Stellvertretend dafür steht grundsätzlich der gesamte Mittelteil des Albums – der mal mit explizit rockigen (DYING FOR AN ANGEL mit SCORPIONS-Sänger Klaus Meine), mal mit eher schlecht abgemischten und gesanglich ärgerlichen (BLIZZARD ON A BROKEN MIRROR, trotz der Mitwirkung von Andre Matos), mal mit merkwürdig Musical-angehauchten (RUNAWAY TRAIN) oder gar gänzlich fehlgeleiteten Nummern (CRESTFALLEN) an den Start geht. Gegen Ende hin wird es wieder etwas besser, doch grundsätzlich gilt: THE WICKED SYMPHONY ist so abwechslungsreich wie es qualitativ durchwachsen ist. Sicher spielt die Geschmacksfrage und der persönliche Bezug zu Tobias Sammet eine nicht unerhebliche Rolle – doch ein wenig mehr Konsequenz, Schnelligkeit und Härte hätten dem Album sicherlich gut getan; was auch für den einstweilen deutlich zu soften Gesang von Sammet und den nicht immer effizienten Gitarrensound gilt.

Absolute Anspieltipps: THE WICKED SYMPHONY, WASTELANDS, SCALES OF JUSTICE


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„Kein Meisterwerk, aber speziell im Vergleich zu ANGEL OF BABYLON ein Schritt in die richtige Richtung.“

Metal-CD-Review: AVANTASIA – Lost In Space Part 2 (EP, 2007)

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Alben-Titel: Lost In Space Part 2
Künstler / Band: Avantasia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 16. November 2007
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Tobias Sammet – Vocals, Bass
Eric Singer – Drums
Sascha Paeth – Guitars

Track-Liste:

1. Lost in Space (03:52)
2. Promised Land (04:51)
3. Dancing with Tears in My Eyes (Ultravox cover) (03:53)
4. Scary Eyes (03:32)
5. In My Defence (Freddie Mercury cover) (03:58)
6. Lost in Space (Alive at Gatestudio) (04:36)

Lost in Space… zum zweiten ?

Über die Gründe für die damalige Entscheidung von AVANTASIA, das Material zum Thema LOST IN SPACE auf gleich zwei Silberlinge aufzuteilen; kann man auch heute nur munkeln – vielleicht spielte das Marketing tatsächlich eine nicht unerhebliche Rolle. Doch wie man es auch betrachtet, ein Eindruck lässt sich dabei gewiss nicht verhehlen: die EP’s sind schwach und schnitten nicht von ungefähr schlecht ab, sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit betrachtet. Vielleicht hätte die Sache dezent anders ausgehen, hätte man drei oder vier der eindeutig schwächeren Nummern (speziell mit Blick auf die Cover-Versionen) weggelassen, und das Programm zur großen Band-Reunion auf nur einer knappen EP kumuliert. Doch so war die Enttäuschung eigentlich vorprogrammiert. Nicht nur, dass der erste Teil der EP (Review) bereits schwach war und man auf dem zweiten schon wieder mit dem fragwürdigen Opener LOST IN SPACE begrüßt wird; lediglich PROMISED LAND und SCARY EYES können hier überhaupt als eigenständige neue Nummern bezeichnet werden. Die sind dabei auch gar nicht mal schlecht, und wurden interessanterweise nicht mit auf das spätere THE SCARECROW (Review) übernommen. Dies wäre dann auch der einzige Anhaltspunkt sich LOST IN SPACE PART 2 zuzulegen, auch wenn das Cover zu IN MY DEFENSE rein handwerklich eine überzeugende Figur macht. Wie schon bei ersten EP lohnen sich schlussendlich aber nur zwei der insgesamt 6 präsentierten Titel. Dass das zu wenig ist, braucht man wohl nicht extra zu betonen.

Absolute Anspieltipps: PROMISED LAND, SCARY EYES


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„Die Strategie der Doppel-Veröffentlichung war eindeutig eine Fehlentscheidung.“