Official Power Metal Videos: ASTRALION VS TRICK OR TREAT (2016)

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Power Metal-Zeit ist glücklicherweise immer. In Bezug auf etwaige, im direkten Genre-Vergleich verhältnismäßig seltene offizielle Videos aber muss man wohl ein klares leider hintenan stellen. Denn wenn es die eine oder andere Band mal wieder packt, ist das Resultat nicht immer zufriedenstellend… wobei das noch untertriebene Formulierung sein könnte, betrachtet man ASTRALION’s neuesten offiziellen Clip zu NIGHTMARES NEVER GIVE UP:

Was ist denn hier passiert ? Ausgerechnet ASTRALION, die sich für ihr Video ausgerechnet den vielleicht besten Titel ihres neuen Albums ausgewählt haben; liefern hier eher peinliche Bilder ab. Gegen ein dezent trashiges Flair ist ja nichts einzuwenden, aber die verkappte Geisterbahn-Stimmung und die wenig geistreiche Darstellung einer sinnlichen Verführung gehen vollends nach hinten los. Jedenfalls entspricht diese Vision kaum jenen Bildern, die man beim Genuss eines Titels wie diesem vor dem geistigen Auge entwickeln könnte.

Ganz anders schneiden dagegen die Jungs von TRICK OR TREAT ab, die mit ihren durchaus speziellen offiziellen Videos mal wieder etwas ganz und gar stimmungsvolles auf die Beine gestellt haben. Auch, wenn es auf den ersten Blick komisch aussehen mag und viel Hase beinhaltet. Chapeau !

Metal-CD-Review: ASTRALION – Outlaw (2016)

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Alben-Titel: Outlaw
Künstler / Band: Astralion (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 06. Mai 2016
Land: Finnland
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: Limb Music GmbH

Alben-Lineup:

Dr. K. Lundell – Bass, Vocals (backing)
Arnold Hackman – Drums
Hank J. Newman – Guitars
Thomas Henry – Keyboards
Ian E. Highhill – Vocals

Track-Liste:

1. Deathphone (Final Destination) (06:09)
2. Black Adder (04:37)
3. Sacrificed & Immortalized (07:20)
4. Be Careful What You Wish For (05:49)
5. Nightmares Never Give Up (04:56)
6. Wastelands of Ice (04:30)
7. The Outlaw (04:43)
8. Ghosts of Sahara (05:00)
9. Heading West (05:36)
10. The Great Palace of the Sea (10:01)

Vom Leben eines gesetzlosen.

Es war einmal im Jahre 2014, als das erste handfeste Lebenszeichen einer bis dato relativ unbekannten neuen Power Metal-Combo aus Finnland erschien. Die Rede ist natürlich von ASTRALION, die drei Jahre nach ihrer Bandgründung und einer vielversprechenden Single mit dem Titel AT THE EDGE OF THE WORLD endlich ein Debütalbum (Review) vorlegten – das auf denselben Namen wie die Band selbst horcht und sicher einige überrascht hat. Und das nicht unbedingt aufgrund der dargebotenen Musik respektive Spielart des Power Metal, die eindeutig dem europäischen Raum zuzuschreiben ist und so gesehen als klassisch bezeichnet werden könnte – sondern vielmehr aufgrund von mindestens zwei Namen innerhalb der Besetzungsliste der Band. Schließlich waren sowohl Frontmann und Leadsänger Ian E. Highhill als auch Bassist und Backgroudnsänger Dr. K. Lundell beide im Lineup von OLYMPOS MONS; einer schon längst nicht mehr existierenden Kult-Formation welche der Musikwelt immerhin zwei markante Genre-Alben hinterlassen hat. Auf die eine Überraschung folgte dann auch gleich die nächste: selbst in Anbetracht der großen Namen und der damit eventuell einhergehenden Erwartungshaltung haben ASTRALION schlicht hervorragend abgeliefert. Ihr in diesem Moment nicht einmal zwei Jahre altes Debüt ist ein melodischer Genuss, und hallt bei sicher nicht wenigen bis heute nach.

Und auch wenn man ruhig noch etwas mehr Wartezeit im Hinblick auf neues Material hätte verkraften können, ist es bereits jetzt soweit: OUTLAW ist über das Kult-Label Limb Music GmbH erschienen, und präsentiert satte 10 vollwertige neue Titel der Finnen. Eines fällt dabei recht schnell auf: ASTRALION haben sich nicht allzu weit von der Atmosphäre des Vorgängers entfernt, sodass sie musikalisch direkt an das Material aus dem Jahre 2014 anknüpfen. Das führt in erster Linie zu einer gewissen Form der Entspannung, schließlich ist die Band so klar als ASTRALION zu erkennen – etwaige Experimente oder stilistische Neuausrichtungen sollten sich wenn überhaupt noch zu einem anderen, späteren Zeitpunkt anbieten. Als unmittelbare Folge geht OUTLAW entsprechend schnell ins Ohr, weiß anhand der unverkennbaren und einzigartigen Darbietung von Leadsänger Ian E. Highhill abermals zu begeistern – und auch die ausgewogene Mischung aus durch und durch harmonischen sowie etwas schrofferen Elementen (wobei speziell des Riffing gemeint ist) geht auf. Und bis auf das zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftige Artwork sowie eine zumindest gefühlt etwas beliebige Titelwahl macht das Album auch einen hervorragenden Gesamteindruck.

Allerdings, und das kann sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil sein; leben ASTRALION wie kaum jemand sonst von einprägsamen und zugänglichen Melodien innerhalb voluminöser Power Metal-Instrumentierungen. Denkt man beispielsweise an einen exzellenten Titel wie WHEN DEATH COMES KNOCKING vom Debütalbum, so würde man sich auch kaum etwas anderes wünschen. Der Opener von OUTLAW hingegen, DEATHPHONE; überzeugt noch nicht wirklich – speziell, da sich das Vorspiel zum Refrain etwas ungünstig anhört, und selbiger auch nicht gerade mitreißend klingt. Die guten Grundzutaten sind aber schon hier präsent – wie glücklicherweise auch im quietschfidelen Folgetrack BLACK ADDER, mit dem man die Fans schon eher glücklich machen wird. Denn das sind ASTRALION wie sie leiben und leben – oder sollte man eher sagen, OLYMPOS MONS 2.0 ?

Das Tempo bleibt allerdings nicht kontinuierlich angezogen, und analog dazu auch die Stimmung nicht immer beschwingt: bereits SACRIFICED & IMMORTALIZED schlägt etwas düsterere Töne an, entpuppt sich als echter Atmosphäre-Bringer – und lockert das Geschehen mit seinem hochtrabenden Refrain auf. BE CAREFUL WHAT YOU WISH FOR ist dann die erste Nummer mit einem leicht balladesken Anstrich – und auch die ist ASTRALION gelungen. Was dann folgt, könnte glatt als erstes waschechtes Highlight des Albums durchgehen: NIGHTMARES NEVER GIVE UP kombiniert die Eleganz und Melodiösität eines AT THE EDGE OF THE WORLD, sowie die Wucht und Energie eines WHEN DEATH COMES KNOCKING – und bietet zudem einen kongenialen Soli-Part. WASTELANDS OF ICE ist dann vor allem eines, nämlich interessant – aber nicht unbedingt komplett gelungen. Dennoch ist es spannend, auch einmal eine explizit balladeske Seite der Band kennenzulernen und Ian E. Highhill in einer anderen Stimmlage singen zu hören.

Der Titeltrack THE OUTLAW ist dann wieder eine feurig-flotte Uptempo-Nummer mit Hymnen-Potential – schade ist nur, dass der Refrain etwas überladen klingt. Wirklich spannend wird es mit dem leicht mystischen GHOSTS OF SAHARA und dem abermals feucht-fröhlichen HEADING WEST nicht mehr – aber noch immer höchst solide. Das überlange Epos THE GREAT PLACE OF THE SEA allerdings überrascht dann allerdings doch noch mit einer großzügigen Mischung verschiedenster Einflüsse – sodass ASTRALION es hier beinahe schaffen, die mannigfaltige Atmosphäre eines Titels a’la CONQUISTADOR vom OLYMPOS MONS-Debütalbum heraufzubeschwören. Alles in allem kann man nicht viel falsch machen mit OUTLAW – erst Recht wenn man den Vorgänger kennt und entsprechend lieb gewonnen hat. Fans von OLYMPOS MONS sollten ohnehin zuschlagen, da es die Band wohl nie wieder geben wird – ASTRALION dem Geiste jener Combo aber überaus nahe kommen. Alle anderen sollten ruhig mal ein Ohr riskieren – zumindest, wenn eine gewisse Vorliebe für einen eher feucht-fröhlichen, temporeichen Power Metal der europäischen Spielart vorhanden ist. So oder so ist das Album schon jetzt ein Anwärter auf das beste Power Metal-Album des Jahres 2016.

Absolute Anspieltipps: BLACK ADDER, SACRIFICED & IMMORTALIZED, NIGHTMARES NEVER GIVE UP, THE GREAT PLACE OF THE SEA


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„ASTRALION überzeugen auch im zweiten Anlauf.“

Metal-CD-Review: ASTRALION – Astralion (2014)

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Alben-Titel: Astralion
Künstler / Band: Astralion (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 14. November 2014
Land: Finnland
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: Limb Music GmbH

Alben-Lineup:

Dr. K. Lundell – Bass, Vocals (backing)
Arnold Hackman – Drums
Hank J. Newman – Guitars
Thomas Henry – Keyboards
Ian E. Highhill – Vocals

Track-Liste:

1. Mysterious & Victorious (05:22)
2. The Oracle (05:34)
3. At the Edge of the World (04:11)
4. When Death Comes Knocking (04:32)
5. We All Made Metal (05:41)
6. Black Sails (05:36)
7. To Isolde (05:26)
8. Computerized Love (05:26)
9. Mary Bloody (06:06)
10. Five Fallen Angels (05:14)
11. Last Man on Deck (13:16)

Nach langer Zeit endlich DAS lang erwartete Lebenszeichen von OLYMPOS MO… pardon, ASTRALION.

Wer hätte das gedacht ? Nachdem viele eingeschworene Genre-Fans mit Bedauern verfolgt hatten, dass sich die finnische Power Metal-Combo OLYMPOS MONS nach zwei sehr guten Alben auflösen sollte und die Zukunft der beteiligten Musiker ungewiss war; zeigten sich kurz darauf schon wieder unerwartete Lebenszeichen. Allerdings, und das muss man festhalten: eher im Dunkeln und ebenfalls dezent Ungewissen; denn viele werden erst gar nichts mitbekommen haben von der Gründung einer Genre-Band namens ASTRALION. Die fand im Jahre 2011 statt, und somit gute 4 Jahre nach dem letzten OLYMPOS MONS-Album MEDEVIL (Review) – doch bis auf eine wenig aussagekräftige Demo (ROADSIDE ROSE, 2011) und eine knappe Single (AT THE EDGE OF THE WORLD, 2012) haben ASTRALION bisher noch nicht allzu viel von sich hören lassen. Dass soll sich nun endlich ändern: ASTRALION ist das lang erwartete Debütalbum der neuen, musikalisch aber sicher alles andere als unbekannten gleichnamigen neuen Band aus Finnland; die prompt bei der Limb Music GmbH unter Vertrag genommen wurde.

Dass gewisse, einstweilen sogar überdeutliche Parallelen zur Vergangenheit von OLYMPOS MONS überhaupt entstehen, hat dabei zweierlei Gründe: zum einen sind der ehemalige OLMYPOS MONS-Frontmann Ian E. Highhill und Dr. K. Lundell am Bass auch in ASTRALION mit von der Partie. Und zum anderen scheint es deren, oder ein anderer halbwegs direkter Einfluss zu sein, der sich auf den allgemeinen Sound von ASTRALION auswirkt. Speziell natürlich in Bezug auf das Keyboard, die üppigen Refrains und die teils reichlich süßen, aber irgendwie doch faszinierenden Melodien. Wagt man sich daher an ein Album wie dieses heran, wird es kaum ausbleiben dass man ASTRALION auch mit den früheren OLYMPOS MONS vergleicht – ein Unterfangen welches dabei deutlich weniger negatives zu Tage bringt als eventuell erwartet.

Denn: auch ASTRALION klingen ähnlich frisch, aussagekräftig und vor allem zutiefst passioniert wie einst OLYMPOS MONS. Das ist sicher auch Ian E. Highhill zu verdanken, dessen Stimme man einfach gerne lauschte; und gewiss noch immer lauscht. Dabei erscheint es schon fast kurios, dass sich seine Auftritte bisher in Grenzen gehalten haben. Außer Frage steht, dass eine (Lead-)Stimme wie diese so manches Power Metal-Projekt nicht unwesentlich veredeln würde. Schließlich ist es vor allem seine, man nenne sie Geschmeidigkeit seiner Stimme die begeistert – und die dennoch nicht mit einem Verlust der Kraft einhergeht wie bei manch anderem. Aber vielleicht ist es auch ganz gut, dass er (s)eine gewisse Exklusivität wahrt – und sich nicht ausverkauft. So wird es vor allem sein Auftritt sein der einen mitunter Gänsehaut-auslösenden Effekt haben wird, insbesondere für alte OLYMPOS MONS-Anhänger.

Einen markanten Unterschied gibt es dann aber doch noch, betrachtet man das Konzept und das allgemeine Sound-Konstrukt von OLYMPOS MONS und ASTRALION: der Sound der erstgenannten Band ging wesentlich expliziter in die Richtung eines Fantasy-angehauchten, epischen Power Metals. ASTRALION gehen nun noch mehr über die melodische Schiene, scheinen sich von ganz alltäglichen Dingen inspirieren zu lassen; und behandeln sie auch immer wieder entsprechende Themen. Folglich lässt sich nun eher eine Vergleichsband wie SONATA ARCTICA zu Rate ziehen – aber, und das ist das schöne: mit der Kraft ihrer Anfangstage und dem inhaltlichen Schwergewicht ihrer neueren Werke. So kommt selbst eine stark balladeske oder vielleicht sogar poppig angehauchte Nummer wie AT THE EDGE OF THE WORLD vergleichsweise gut rüber – das Teil könnte man locker auf diversen Radiostationen spielen, ohne das etwaige Metal-Gegner gleich abgeschreckt werden. Und dennoch sind sie da, jene unverkennbaren Elemente die einst OLYMPOS MONS und nun auch ASTRALION auszeichnen und das Ganze stets weit weg von einem musikalischen Einheitsbrei driften lassen.

Aber auch wenn sie nun etwas anders wirken, sind vor allem drei Elemente nach wie vor mit von der Partie: eine ordentliche Portion Geschwindigkeit, satte Refrains und ein üppiger Keyboardeinsatz. Das führt dann zu diversen feucht-fröhlichen Nummern wie MYSTERIOUS & VICTORIOUS, WHEN DEATH COMES KNOCKING (trotz des Titels) oder FIVE FALLEN ANGELS – die einschlagen wie eine Bombe und sich sofort in den Gehörgängen festsetzen. Dass sie dort auch etwas länger verweilen werden, liegt zwar nicht allein an ihrer Eingängig- sondern mitunter auch schieren Klebrigkeit – doch das sollte eingefleischten Genre-Fans nicht abschrecken, im Gegenteil. Wer auch nur ansatzweise ein offenes Ohr für diverse, gern als kitschig abgestempelte Elemente hat wird bei ASTRALION voll auf seine Kosten kommen – und braucht sich dafür nicht einmal zu schämen. Warum auch ?

Es kommt schließlich ganz darauf an, wie man seine Musik verpackt und ob man ausschließlich auf Kitsch setzt oder dem auch etwas entgegenzusetzen hat. Als ausgleichende Elemente quasi, die für den nötigen schwermetallischen Faktor sorgen. Und diese finden sich auch bei ASTRALION – wenn auch etwas weniger als noch bei OLYMPOS MONS. Das Riffing ist knackig, die Soli sind furios, das Tempo zumeist angezogen; und auch der Drummer hat stets einiges zu tun. Besonders gut geht das Konzept von ASTRALION dann auf, wenn schier allgegenwärtige, aber im Metal nicht allzu oft behandelte Themen aufgegriffen werden – wie etwa in COMPUTERIZED LOVE, das die wohl genialsten Riff-Linien des gesamten Albums anzubieten vermag. Aber auch MARY BLOODY ist verdammt interessant – auch hier ist es erneut die Symbiose aus geradezu zuckersüßen und etwas härteren Elementen, und seien sie rein inhaltlicher Natur. Selbst Balladen wie TO ISOLDE wirken um ein vielfaches glaubwürdiger, ansprechender und intensiver als vieles; was in den letzten Jahren als obligatorisches Beiwerk auf diversen Genre-Alben Platz gefunden hat.

Und: wie auch immer es nun auch ASTRALION schaffen, manche verstehen es einfach gute Refrains zu schreiben. Solche, die derart hymnisch und pompös ausfallen dass man meint sie schon einmal gehört haben zu müssen – doch das ist wohl kaum der Fall. Trotz dessen, dass das Genre nicht gerade für Innovationen bekannt ist – nein, auch ASTRALION sind nicht wirklich als innovativ zu bezeichnen – gibt es noch immer Bands, die für frische Eindrücke sorgen können. Selbst, wenn sie vielleicht gar nicht mal so frisch sind wie angedacht. Wenn sie aber mit einer entsprechenden Spielfreude und Ausdruckskraft präsentiert werden, macht das vieles wieder wett – und das trifft auf so gut wie alle Nummern des vorliegenden Albums zu. Einzig und allein eine Nummer wie WE ALL MADE METAL löst dann leicht gemischte Gefühle aus. Ganz allgemein widmen sich schließlich allzu viele Bands solch einer Lobpreisung des Genres; und ob diese Form der Tributzollung (und sicher auch Beanspruchung) so gut zu ASTRALION passen will… man weiß es nicht. Andererseits ist die Nummer aber auch verdammt stark. Gerade da das Tempo ausnahmsweise mal schön stampfend ist, Ian e. Highhill hier einmal mehr seine Variabilität unter Beweis stellen kann – und eine Metal-Hymne über den Metal nicht immer durch und durch Metal sein muss. So oder so ähnlich…

Genrevertreter des Power Metals sollten sich also warm anziehen – ASTRALION sind schließlich nicht nur die quasi-Reinkarnation von OLMYPOS MONS, sondern auch ganz allgemein eine ernstzunehmende Band, die es mit so gut wie jeder anderen aufnehmen kann. Den Beweis dafür liefert man mit dem vorliegenden, gleichnamigen Debütalbum ab – das zwar nicht wirklich als spektakulär im eigentlichen Sinne zu bezeichnen ist, aber einen Heidenspaß macht und vor allem handwerklich über alle Zweifel erhaben ist. Und das in diesem Fall sogar so sehr, dass man leicht über potentielle Schwächen hinwegsehen und dem weiteren Werdegang der Band nur allzu positiv gegenüberstehen kann. Fakt ist, dass man etwaige Konkurrenzprodukte des Jahres 2014 schon mit dem Debüt locker in seine Schranken verwiesen hat.

Absolute Anspieltipps: ALLE


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„Willkommen und… willkommen zurück, ASTRALION.“

ASTRALION – At The Edge Of The World (Official Video)

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Oha, sind OLYMPOS MONS nach ihrer Auflösung im Jahre 2010 etwa doch wieder zurück ? Es sieht beinahe so aus, aber: leider nicht ganz. Dennoch lohnt es sich vor allem für alteingessene Fans jener kultigen finnischen Combo, einen Blick auf die 2011 gegründete Band ASTRALION zu werfen. Warum ? Es genügt ein genaueres hinsehen, oder vielleicht auch lauschen…

Und tatsächlich, man erspäht niemand gerineres als Dr. K. Lundell und Ian E. Highhill (beide Ex-OLYMPOS MONS) – ein perfektes Gesangsduo, welches geradezu nostalgisch stimmt. Obwohl der Titel AT THE EDGE OF THE WORLD eher balladesk und sehr keyboardlastig ist, so schimmert noch immer eine ausreichende Portion Power Metal hindurch. Und auch das Video ist nett gemacht. Simpel, aber professionell inszeniert. Man darf wohl gespannt sein auf ein eventuell bald erscheinendes Album…