ARRAYAN PATH – Clepsydra (Official Video)

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Immer besser, immer treffsicherer.

ARRAYAN PATH, die aufstrebende Metal-Institutuion aus Zypern, haben kürzlich eine neue Videosingle veröffentlicht. Diese hört auf den Namen CLEPSYDRA, und kommt analog zum aktuellen Alben-Release von IV: STIGMATA (Link) daher. Zwar gibt man sich videotechnisch noch nicht allzu spektakulär, doch in Bezug auf den Sound (der die Hauptsache bleiben sollte) macht die Band eindeutig markante Fortschritte. Vielleicht klappt es ja irgendwann auch mit einem etwas aufwendigeren Musikvideo – welches mehr zu bieten hat als eine ausgediente Lagerhalle voller Schutt. Etwas in Richtung TELLUS REQUIEM (Link) würde den Zypern doch sicher gut zu Gesicht stehen… und auch dem Alben-Konzept. Man darf weiterhin gespannt sein, ARRAYAN PATH befinden sich auf dem Vormarsch.

ARRAYAN PATH – IV: Stigmata (Metal News)

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Power Metal aus Zypern – woher denn sonst ?

ARRAYAN PATH, die epischen Power Metaller aus Zypern, sind zrück ! Im Gepäck haben sie ihr neues Studioalbum IV: STIGMATA, welches abermals mytisch-mystische Geschichten in einem entsprechenden musikalischen Gewand inszenieren wird. Die Frage ist, ob die 6 Mitglieder es geschafft haben, an ihren bisherigen Schwächen (Review zu IRA IMPERIUM – Link) zu feilen – und sich endlich und als zypern von der internationalen Masse abzuheben und etwas wahrlich besonderes anzubieten. Das Zeug dazu hätten sie allemal… doch wer weiss, ob die Jungs nicht zu sehr in Nebenprojekten (4 Mitglieder von ARRAYAN PATH sind ebenfalls in ASTRONOMIKON tätig) verstrickt sind. Vielleicht wird das Album aber tatsächlich ein Hit – sodass auch endlich etwaige makabere Angelegenheiten (die Band nannte sich einst ARRYAN PATH, was politisch etwas ungünstig war) der endgültigen Vergangenheit angehören könnten.

Metal-CD-Review: ARRAYAN PATH – Ira Imperium (2011)

Bandherkunft: Zypern – Musikalischer Stil: (Epic) Power Metal

Die Trackliste (ohne Gewähr):

01. Dies Irae
02. Gnosis Of Prometheus
03. Ira Imperium (The Damned)
04. Kiss Of Kali
05. Katherine Of Aragon
06. 77 Days ‚Til Doomsday
07. Emir Of The Faithful
08. Hollow Eyes Of Nefertiti
09. Amenophis
10. Lost Ithaca
11. I Sail Across The Seven Seas
12. The Fall Of Mardonius
13. The Poet Aftermath (Bonus)

Zypern ? Ägypten ? Power Metal mal anders !

Vorwort: Die Band ARRAYAN PATH, die bis vor kurzem noch ARRYAN PATH hiess (ihren Namen aber aus gewissen Assoziationsgründen abänderte), gibt es bereits seit 1997. Chef und Kopf der Band aus Zypern (wahrlich ein nicht so häufiger Herkunftsort einer Power Metal-Band) ist Nicolas Leptos, der auch für die Vocals verantwortlich ist. Warum aber ist die Band noch nicht allzu bekannt ? Dies wird daran liegen, dass sie bisher ‚erst‘ zwei offizielle Alben veröffentlicht haben, und das natürlich weniger in einem pompösen Rahmen. Diese beiden Silberlinge haben – zusätzlich – auch nicht immer die höchsten Wertungen bekommen… eher im Gegenteil. Aber nun schreiben wir das Jahr 2011, und wollen mal sehen, was die Jungs mit IRA IMPERIUM auf die Beine gestellt haben.

Review: Was käme bei einem Album wie dem vorliegenden IRA IMPERIUM gelegener als folgender Satz – bei den Jungs von ARRAYAN PATH ist der Name… pardon, das Cover beziehungsweise Artwork Programm. Und zwar in beinahe allen erdenklichen Belangen ! Will heissen: es sieht weder besonders spektakulär oder auffallend professionell aus, noch wirkt es als sichere es sich automatisch einen gewissen Kultstatus. Und genau so ist es auch mit der auf dem Silberling enthaltenen Musik. Es wird gekonnt solide Power Metal-Kost dargeboten, welcher zumindest beinharten Genrefans direkt ins Ohr gehen sollte. Auf allzu spektakuläres oder gänzlich neues sollte aber auch diese Zielgruppe nicht hoffen.

Immerhin, und das muss man den Jungs zugute halten, hat das Artwork noch einen anderen Bezug, diesmal allerdings einen durchweg positiven. In der Tat zeigt das Cover ein leicht düsteres, mystisches Motiv einer alten Pyramide und eine unbekannte ‚Macht der Götter‘ – richtig, auch dieser Aspekt kommt auf  IRA IMPERIUM zum tragen. Glücklicherweise – denn so schafft es die Band letztendlich doch noch, für gewisse Alleinstellungsmerkmale zu sorgen. Dies beginnt bereits mit der interessanten Namensgebung der einzelnen Tracks, die gewiss nicht als gewöhnlich oder üblich bezeichnet werden kann. GNOSIS OF PROMETHEUS, KISS OF KALI, HOLLOW EYES OF NEFERTI… da klingeln doch die Glocken, beziehungsweise wird die Lust auf eine spannende Abenteuerreise in die Vergangenheit, respektive ein längst vergessenes Reich geweckt.

Eben diese beginnt mit dem soliden Opener DIES IRAE, der überraschenderweise kein reines Instrumental- oder Introstück ist – sondern ein vollwertiger Titel. Und so legen ARRAYAN PATH gleich mit einer vollen Breitseite aus knackigen Riffs, scheppernden Drums und einem hohen, aber durchaus angenehmen Gesang los. Ein wenig düster, ein wenig verträumt, eine Prise Mystik… heraus kommt ein Track, der zwar immer noch zu stark nach ’schonmal gehört‘ klingt, aber dennoch überdurchschnittlich angenehm. Noch besser wird es dann mit dem folgenden GNOSIS OF PROMETHEUS, der neben den angenehm harten (für Power Metal-Verhältnisse) Metal-Parts einen auffällig guten Refrain beinhaltet. Eingängig, aber nicht zu simpel oder kitschig – so soll es sein. IRA IMPERIUM, der Titeltrack, schraubt dann in Sachen Tempo ein wenig zurück, überzeugt dafür aber mit den dezenten Chören und dem immer angenehmer erscheinenden Gesang des Leadsängers. Sicher, ein wenig mehr ‚Bumms‘ oder ein etwas härterer, düsterer Touch wäre dem Titeltrack sicherlich gut bekommen – aber sei’s.

Immerhin wird man durch die ein oder anderen Gitarrensoli entsprechend entschädigt. KISS OF KALI beginnt erstmals deutlicher mit orientalisch angehauchten Klängen durchzustarten, was der allgemeinen, nennen wir sie ‚ägyptisch-mystische‘ Stimmung durchaus gut bekommt. Ansonsten regieren die üblichen Doublebass-Eskapen und das durchaus nette Gitarrengeschrammel, auch wenn der Leadsänger in den ganz hohen Lagen (wie sie hier des öfteren vorkommen) nicht mehr ganz so überzeugend wirkt. KATHERINE OF ARAGON kommt da schon wesentlich behäbiger und damit als netter Midtempo-Stampfer für zwischendurch daher. 77 DAYS TIL DOOMSDAY schiebt dann die etwas schwermütige Epik ein Stückchen beiseite und macht – endlich – Platz für einen frischen, melodiösen, flotten Power Metal der Oberklasse. Hier werden keine Wünsche offenbleiben.

Sicherlich auch nicht in Bezug auf das Songwriting und die Kompositionen – alles wirkt enorm ausgefeilt. EMIR OF THE FAITHFUL ist ein solches positives Beispiel: als Track mit Hörspieleinflüssen präsentiert, geht die treibende Melodie sofort ins Ohr. Ganz wunderbar gelingt hier auch das Spiel mit den Stimmungen und Emotionen: zuerst was man nicht so Recht, wo man die tönenden Klänge gedanklich einordnen sollte. Handelt es sich um einen düsteren Titel, um einen ‚ernsten‘, oder doch einen mit einem leicht fröhlich-beschwingten Einfluss ? Hier trifft wohl alles zu. Etwas schade ist nur, dass die eigentlich markanten Stimmen im Refrain nicht ganz so ausgefeilt und sogar ein wenig plump wirkt.  Mit HOLLOW EYES OF NEFERTITI heisst es dann entgültig: herzlich willkommen in einer ‚fremden‘ Welt die es kennenzulernen gilt. Ob es sich dabei nun um Zypern, Ägypten oder einen gänzlich anderen Ort handelt, spielt dabei keine Rolle – ügür manchen Hörer mag es ein Experiment, oder im besten Fall eine musikalische Reise sein. Auch die folgenden Titel AMENOPHIS, LOST ITHACA, I SAIL ACROSS THE SEVEN SEAS, THE FALL OF MARDONIUS und THE POET AFTERMATH als Bonustrack machen grundsätzlich wenig verkehrt – aber eben auch nichts allzu besonderes.

Fazit: Letztendlich muss man die doch auffällig spezielle, dabei stets hohe und klare Stimme von Nicholas Leptos mögen, um in den vollen Genuss dieses Albums zu kommen. Doch da ein Großteil der Power Metal-Anhänger da draussen auf genau diese Zutat abfährt, wird in den meisten Fällen wohl auch kaum etwas schiefgehen. Die Kompositionen bringen eine gewisse tragende Epik mit sich, das Songwriting ist ausgefeilt, die Produktionsqualität satt; und: alle Bandmitglieder geben ihr bestes. Für eine Band aus Zypern gar nicht mal schlecht, möchte man sagen ? In der Tat, handelt es sich bei ARRAYAN PATH gar um eine der nennenswertesten Bands aus dieser Region überhaupt. Nur im internationalen Vergleich, da müssen die ‚Exoten‘ einstweilen ein wenig hinten anstehen, was nur verständlich ist. Somit kann IRA IMPERIUM vielleicht nicht als ein großartiges, zeitloses Meisterwerk bezeichnet werden – aber doch als überdurchschnittlicher ‚Exot‘ welcher ein etwas anderes (und damit erfrischendes) Klangerlebnis garantiert.