Filmkritik: „Killer Mountain“ (2011)

Filmtyp: Spielfilm (TV-Produktion)
Regie: Sheldon Wilson
Mit: Emmanuelle Vaugier, Aaron Douglas, Paul Campbell u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 85 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben (gekürzte Fassung)
Genre: Science Fiction / Action / Abenteuer
Tags: Berg | Gipfel | Monster | Kreaturen | Jungbrunnen | Jagd

Da hat wohl jemand Höhenluft gekostet. Oder vielleicht doch etwas ganz anderes… ?

Inhalt: Als eine Expedition zum bisher noch nicht von Menschen bestiegenen Berg Gangkhar Puensum in Bhutan plötzlich verschwindet, wird der erfahrene Bergsteiger Ward Donovan (Aaron Douglas) angeheuert um auf Spurensuche zu gehen – und die vermissten im besten Fall wohlbehalten zurückzubringen. Doch schnell scheint es, als würde sich eine von den hiesigen Einheimischen ausgesprochene und zunächst als Unsinn abgestempelte Warnung bewahrheiten. Ihrem Wortlaut nach sollen dort oben Götter hausen, die man besser nicht erzürnen sollte – zumindest nicht, wenn einem das eigene Leben lieb ist. So kommt es, wie es kommen musste: die Crew wird alsbald von seltsamen Kreaturen angegriffen, und die ersten Opfer lassen nicht lange auf sich warten…

Kritik:: Die recht hanebüchene und wenig durchdacht erscheinende Story, die überraschend miserablen CGI-Effekte und das peinliche Overacting machen schnell klar, dass es sich bei KILLER MOUNTAIN um eine schnell realisierte TV-Produktion handelt. Eine Produktion ohne große Ansprüche – die nicht einmal dazu taugt, um im Sinne eines unfreiwillig komischen Filmabends zu unterhalten. So lässt sich der Film getrost auf eine Stufe mit den berühmt-berüchtigten Werken aus dem Hause THE ASYLUM stellen – bei denen bekanntlich ebenfalls gilt, dass man lieber die Finger von ihnen lassen sollte.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Syfy

border_01

„Plump produziert und in fast jeder Hinsicht misslungen – selbst für eine TV-Produktion ist das zu wenig.“

filmkritikborder

Metal-CD-Review: VEXILLUM – The Wandering Notes (2011)

Alben-Titel: The Wandering Notes
Künstler / Band: Vexillum (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Januar 2011
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: My Graveyard Productions

Alben-Lineup:

Francesco Ferraro – Bass
Francesco Girardi – Drums
Michele Gasparri – Guitars
Andrea Calvanico – Guitars
Dario Vallesi – Vocals

Track-Liste:

1. Neverending Quest (06:11)
2. The First Light (05:03)
3. Avalon (06:01)
4. The Brave and the Craven (05:37)
5. Ranger Runs Again (03:27)
6. Rising from the Ruins (05:43)
7. The Wood of Chances (03:48)
8. Hunter and Prey (04:12)
9. The Traveller (05:04)
10. Open Your Curtain (05:26)
11. Shadow Vexillum – Part II (06:30)

Jung, wild und ungestüm.

Nanu… wer oder was sind denn VEXILLUM, die sich frei nach der Facón von Bands wie SABATON nach einer althergebrachten Bezeichnung für kriegsbezogene Gegenstände benannt haben (Wikipedia-Link) ? In der Tat handelt es sich hier um eine bereits 2004 als SHADOW VEXILLUM gegründete Power Metal-Combo aus Italien, die sich nach ihrer ersten Demo (TALES, 2006) im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Schatten erhoben hatte – und somit auch auf den einstigen Namenszusatz verzichten konnte. Schließlich versprach schon die erste unter dem neuen Banner aufgenommene Werkschau NEVERENDING QUEST (2007) großes, nicht zuletzt dank der in Italien nicht allzu häufig anberaumte Symbiose aus Power Metal und Folk-Elementen. Ein wenig dauerte es zwar noch bis zum vorliegenden und über My Graveyard Productions erschienenen Debütalbum THE WANDERING NOTES – wobei man allerdings auch nicht sagen kann, dass die Bande die Wartezeit nicht genutzt hätte. Denn: THE WANDERING NOTES ist tatsächlich ein mehr als nur nennenswertes, rundum knackiges und vor allem spannendes Genre-Album geworden. Eines, dass dabei sogar in etwa dem entspricht; was man anhand des stimmigen Cover-Artworks hat erwarten können.

Anders gesagt: nach einem kurzen, ausnahmsweise mal nicht überflüssigen Intro-Part legt der Opener NEVERENDING QUEST gleich ordentlich vor; und überzeugt nicht nur in Bezug auf die handwerklichen Leistungen der einzelnen Mitglieder und die höchst zufriedenstellende Abmischungs- und Produktionsqualität – sondern auch hinsichtlich der wenn man so will ureigenen Atmosphäre. Eine, die sich glücklicherweise auch durch die Folgenummern zieht – von denen sich so manche als absoluter Anspieltipp eignet. AVALON etwa greift erstmals deutlicher auf die von der Band anberaumten Folk-Elemente zurück, führt nebenbei auch noch eine dezente symphonische Komponente ein – und avanciert so zu einer der vermutlich besten respektive wirksamsten Midtempo-Hymnen überhaupt. Warum genau das Konzept von VEXILLUM hier so gut aufgeht, lässt sich dabei wohl nur erahnen. Immerhin ist es beileibe keine Selbstverständlichkeit, dass Genre-Bands aus Italien so frisch und unverbraucht klingen – doch offenbar hatten sich Italiener schon früh auf ihre potentiellen Alleinstellungsmerkmale fokussiert, und diese auf THE WANDERING NOTES erstmals perfekt umgesetzt.

Sicher gibt es kaum eine Band, die sich nicht auch mit anderen vergleichen lässt – was auch für VEXILLUM gilt. Jedoch, und das ist ein klarer Vorteil der Italiener – allzu schnelle, und vor allem allzu viele Parallelen lassen sich nicht ziehen. Bands wie ELVENKING oder FALCONER eignen sich wohl noch am ehesten für einen Vergleich, zumindest einen groben – der gleichzeitig auch auf die einzige potentielle Schwäche von VEXILLUM hinweist. Denn: der hiesige Leadsänger Dario Vallesi macht nicht immer eine gute Figur, auch wenn er eine grundsätzlich angenehme Stimmfarbe hat. Doch wann immer er etwas aggressivere Töne anschlägt, zu emotionalen Screams ansetzt (wie in THE WOOD OF CHANGES) oder sich wie in RANGER RUNS AGAIN auch mal deutlich ruhiger inszeniert wird klar: gegen eine sich aufgrund des Band-Vergelichs anbietende Genre-Galionsfigur wie Mathias Blad sieht er verständlicherweise alt aus. Und das nicht nur was das Volumen der Stimme betrifft – sondern auch hinsichtlich der allgemeinen Bandbreite, Glaubwürdigkeit und nicht zuletzt Sicherheit. Immerhin: er gibt sein bestes. Und von einer allgemein guten Band, die sich durch ihren Leadgesang vieles zunichte macht, ist VEXILLUM ebenfalls noch weit entfernt.

Eines schaffte und schafft THE WANDERING NOTES allemal – ein Dasein als stilistisch und atmosphärisch sehr zielgerichtetes, enorm Riff-geladenes und grundsätzlich kaum verbesserungswürdiges Power Metal-Werk zu etablieren. Vielleicht kein perfektes, dafür gibt es hier und da noch zu viel Luft nach oben – aber in jedem Fall eines, dass man in seiner Sammlung haben sollte.

Absolute Anspieltipps: NEVERENDING QUEST, AVALON, THE BRAVE AND THE CRAVEN, OPEN YOUR CURTAIN


„Ein buntes metallisches Potpourri aus klassischen Genre-Elementen, zündenden Folk-Zusätzen und rundum stimmig verpackten Geschichten mit einer Extraportion Atmosphäre.“

Metal-CD-Review: SYMAKYA – Majestic 12: Open Files (2011)

Alben-Titel: Majestic 12: Open Files
Künstler / Band: Symakya (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. Februar 2011
Land: Frankreich
Stil / Genre: Progressive Power Metal
Label: Fantai’Zic Productions

Alben-Lineup:

Thomas Das Neves – Drums
Matthieu Morand – Guitars, Bass, Orchestration
Kevin Kazek – Vocals

Track-Liste:

1. Genesis (08:48)
2. The First Disturbing Contact (03:07)
3. Other Keys (07:58)
4. The Inner Control (07:25)
5. Under the Banner of the Faith (06:48)
6. Messenger of the Verb (07:54)
7. Of New Idols (04:57)
8. Supervision Code (07:23)
9. Human God? (08:05)
10. Disconnected End of Process (03:19)

Eine Akteneinsicht der etwas anderen Art.

Auf der Suche nach nicht wirklich bekannten, dafür aber umso interessanteren und im besten Fall auch entsprechend hochkarätigen Power Metal-Perlen kommt man an manchen Releases einfach nicht vorbei. Einen eben solchen Fall beschreiben auch die 2008 gegründeten SYMAKYA aus Frankreich – deren Diskografie bis heute erstaunlich übersichtlich geblieben ist. Tatsächlich haben die Franzosen bisher nur ein einziges Album veröffentlicht, und zwar ihr Debütalbum MAJESTIC 12: OPEN FILES aus dem Jahre 2011. Dieses beinhaltet 10 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 65 Minuten, und ist als eine von gerade einmal 6 Veröffentlichungen des Labels Fantai’Zic Productions erschienen. Ob man in diesem Fall ein dezentes leider hintenan schieben; oder sich lieber ob der somit allemal gegebenen Exklusivität freuen soll bleibt jedem selbst überlassen – doch Fakt ist, dass SYMAKYA gleich aus mehreren Blickwinkeln heraus interessant erscheinen. Und das schon, bevor man überhaupt erst näher in die musikalischen Welten von MAJESTIC 12: OPEN FILES eingestiegen ist.

Schließlich versprechen SYMAKYA eine nicht ganz so häufig anberaumte Symbiose aus verschiedenen Subgenres des Metal. Sicher, mehr oder weniger dezent progressiv angehauchte Bands gibt es auch im Bereich des Power Metal – doch ist in diesem Falle eine zusätzliche Verquickung mit allerlei symphonischen Klangelementen vorgesehen. Das Ergebnis kann sich dabei allemal sehen respektive hören lassen: SYMAKYA vernachlässigen keine der angepeilten Spielarten, sondern vermengen sie zu einem höchst interessanten Ganzen. Anders gesagt: die Kombination aus etwas anspruchsvolleren progressiven Noten, einem zünftigen Power Metal der europäischen Spielart sowie der wunderbar atmosphärischen Orchestrierung von Matthieu Morand geht voll auf – und verleiht MAJESTIC 12: OPEN FILES eine ganz eigene, unverwechselbare Note. Analog zur ohnehin interessanten Thematik des Albums versteht sich – bei dem man einstweilen tatsächlich das Gefühl entwickeln kann, der ein oder anderen Verschwörung auf die Spur zu kommen.

Natürlich nur, wenn man sich auf ein Konzept wie dieses einlässt – aber das sollte eingefleischten Power Metal-Fans, die sich sonst auch in deutlich weniger geschickt und atmosphärisch ausstaffierten musikalischen Welten zuhause fühlen; entsprechend leicht fallen. Und überhaupt: neben den vielen interessanten, ganz grundsätzlich für SYMAKYA sprechenden Aspekten des Albums sieht es auch hinsichtlich der handwerklichen Leistungen, des Songwritings und der gesamten Abmischungs- und Produktionsarbeit überaus gut aus. Wie ein vorschnell auf die Beine gestelltes Debütalbum klingt das Ganze jedenfalls nicht – sondern vielmehr wie ein lange Jahre geplanter Befreiungsschlag, in den auch einiges an Herzblut geflossen sein dürfte. So macht schon der Opener GENESIS klar, worauf man sich bei einem Album wie diesem einstellen sollte – auf eine wunderbar schmackig vorgetragene, beeindruckende Reise; die sowohl auf der inhaltlichen als auch musikalischen Ebene überzeugt.

Das erfrischende dabei ist sicherlich, dass viele der allgemein typischen Genre-Klischees keinen Platz in den musikalischen Welten von SYMAKYA haben – und die progressiv angehauchten Strukturen inklusive einiger furioser Soli-Momente nicht nur hervorragend klingen, sondern auch für markante Abwechslung sorgen. Dass die Musiker ihr Handwerk verstehen und ein Gefühl für eine gewisse (aber niemals lächerlich wirkende) Dramatik haben, lässt sich dabei auch anhand zunächst eher unscheinbar wirkender Momente feststellen – wie in Bezug auf das Zwischenspiel THE FIRST DISTURBING CONTACT. Dieses offenbart – wie im übrigen auch das Outro – echte Soundtrack- respektive Hörspielqualitäten – und sollte demnach keineswegs übersprungen werden. Eine mindestens ebenso ehrlich gemeinte Lobeshymne kann oder sollte man auch für den hiesigen Leadsänger Kevin Kazek vorsehen – der schlicht eine hervorragende Figur macht. Vornehmlich, da er sich den progressiven Strukturen gefühlt anpasst und mit seiner Stimme den ein oder anderen Spagat wagt – und ihn dabei auch in einem solchen Ausmaße schafft, dass man einstweilen glaubt mehrere verschiedene Sänger zu hören.

Fakt ist: was nach dem bereits überaus gelungenen Auftakt des Albums folgt, überzeugt durchgängig – schwache Momente oder gar Ausfälle gibt es keine. Eigentlich nur solche, die eine schier einzigartige Atmosphäre etablieren – und dabei ein ganz und gar zeitloses Kult-Potential offenbaren. Es bleibt somit nur, sich dezent vor SYMAKYA zu verneigen – und ob der Dinge zu harren, die in Zukunft noch von der Band kommen könnten.

Absolute Anspieltipps: GENESIS, OF NEW IDOLS, SUPERVISION CODE 1945, HUMAN GOD


95button

„Nicht weniger als ein absoluter Genre-Meilenstein aus Frankreich.“

Metal-CD-Review: CELLADOR – Honor Forth (EP, 2011)

Alben-Titel: Honor Forth (EP)
Künstler / Band: Cellador (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. Oktober 2011
Land: USA
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Chris Petersen – Vocals, Guitars, Bass
Diego Valadez – Keyboards
Jesper Stotz – Keyboards (Honor Forth & I’m Omega)
Adam Leeway – Drums

Track-Liste:

1. Honor Forth (03:49)
2. I’m Omega (04:44)
3. Unchained (05:01)
4. Conscious Defector (05:09)

Ehre wem Ehre gebührt.

Nachdem sich die US-Amerikansichen Power Metaller von CELLADOR der Welt schon 2006 mit ihrem rundum gelungenen Debütalbum ENTER DECEPTION (siehe Review) vorgestellt hatten, ging es für die Band nicht direkt weiter – einige markante Lineup-Wechsel und eine langjährige Schaffenspause waren die Folge. Umso interessanter war und ist das 2001 erschienene Lebenszeichen der Band, die 4 Titel enthaltene EP HONOR FORTH. Dabei ist sie nicht nur interessant, da sie erstmals wieder neues CELLADOR-Material nach immerhin 5 Jahren Pause präsentierte – sondern auch, da gitarrist und gründungsmitglied Chris Petersen dieses Mal einige Sachen selbst in die Hand nahm. Schlciht, da die Band zu diesem Zeiptpunkt kein collständiges Lineup hatte, er die Band aber dennoch nicht ihrem Schicksal überlassen wollte. Das ergebnis ist dabei durchaus ansehnlich geworden, auch wenn sich das Ganze so ein wenig wie ein Ein-Mann-Projekt anfühlt – Chris Petersen kann nicht nur hervorragend Gitarre spielen, sondern auch singen und den Part des Bassisten übernehmen. Nur an den Drums bekam er Unterstützung von einem gewissen Adam Leeway – was gut ist, schließlich waren das furiose und variable Drumming schon ein Markenzeichen von ENTER DECEPTION.

Tatsächlich bewegt sich die EP stilistisch auch gar nicht so weit entfernt von eben jenem 5 Jahre älteren Vorgänger. HONOR FORTH ist temporeich, handwerklich über viele Zweifel erhaben, klingt schön wuchtig; und bietet dem geneigten Power Metal-Enthusiasten eine ansprechende Mixtur aus dezent schroffen und melodiösen Genre-Elementen. So kann schon der Opener und titeltrack HONOR FORTH zu einem kleinen highlight avancieren – zumal CELLADOR hier einen ihrer bisher besten refrains präsetnieren. Aufgrund der geringen Spielzeit der EP, aber sich auch aufgrund des leicht veränderten Klankonzepts fallen die Soli nciht mehr ganz so länglich aus – verrückt genug um aufzufallen sind sie aber immer noch. CELLADOR, oder eher Chris Petersen hat in diesem Fall alles richtig gemacht – seine kurze, aber über alle Maßen knackige EP kann sich wahrlich sehen (und hören) lassen.

Absolute Anspieltipps: HONOR FORTH, UNCHAINED


„Eine kurze aber gelungene, und in gewisser Weise auch beeindruckende EP.“

Filmkritik: „Quarantäne 2: Terminal“ (2011)

quarantine-2-terminal_500

Originaltitel: Quarantine 2: Terminal
Regie: John Pogue
Mit: Mercedes Masohn, Josh Cooke, Mattie Liptak u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 82 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror
Tags: Flugzeug | Hangar | Virus | Epedemie | Zombies | Infizierung

Hurra, Hurra, die Pest ist da… ?

Kurzinhalt: Eigentlich hatte sich Stewardess Jenny (Mercedes Masöhn) auf einen ruhigen Arbeitstag an Bord eines weiteren Passierfluges eingestellt. Als einer der hiesigen Fluggäste plötzlich ernste Anzeichen einer Krankheit zeigt und sich zudem äußerst aggressiv verhält, ist es allerdings ganz schnell vorbei mit der angestrebten Alltagsroutine. Was folgt, ist ein dringend erforderliches Ruhigstellen der betreffenden Person; sowie eine eilige Notlandung auf einem Ausweichflughafen – was die Passagiere zu Recht beunruhigt. Doch es zeigt sich, dass es sich hierbei erst um die Ruhe vor dem Sturm handeln sollte… denn offenbar sind auch noch andere Fluggäste krank geworden. Umso überraschter ist die Truppe, als sie am Flughafen nicht in das vorgesehene Terminal gelangt – sondern stattdessen in einem sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Bereich des Flughafens festgehalten wird.

quarantine-2-terminal_filmszene_screenshot_00

Kritik: Es gibt sie immer wieder – Filme, denen man relativ schnell ansieht dass irgendetwas nicht stimmt. Dabei ist jene Form der gefühlten Ermangelung aber nicht unbedingt nur auf den jeweiligen Inhalt zu beziehen – denn meist hapert es gleich in mehrerlei Hinsicht. Und eben dafür könnte auch QUARANTÄNE 2: TERMINAL ein Paradebeispiel sein. Immerhin: der Horrorfilm mit Zombie-Anleihen, der von John Pogue stammt und als Nachfolger des ersten QUARANTÄNE-Streifens aus dem Jahre 2008 fungiert; hätte zumindest theoretisch das Zeug dazu gehabt als überdurchschnittliches Genre-Futter zu fungieren. Doch gerade in Anbetracht der simplen Prämisse, den eher übersichtlichen Schauplätzen und den offenbar nur geringen zur Verfügung stehenden Mitteln hätte den Machern eines definitiv nicht abhanden kommen dürfen: das Fingerspitzengefühl.

So zeigt QUARANTÄNE 2 recht schnell und mit Nachdruck auf, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Noch nicht ganz so gravierend ist, dass sich die technischen und inszenatorischen Aspekte bestenfalls auf einem gehobenen B-Movie-Niveau bewegen – doch dass die eigentliche Geschichte absolut unspektakulär und vorhersehbar bleibt schon eher. Die unausweichliche Folge: weder sollte man hier mit noch nie gesehenen Elementen rechnen, noch mit einer besonders gelungenen Umsetzung altbekannter Inhalte. Anders gesagt: Zombie-ähnliche Epidemien wurden anderswo schon zigmal gezeigt, und das meist besser – QUARANTÄNE 2 verpasst es schlicht, mehr und vor allem anspruchsvolleres aus seinem vergleichsweise ungewöhnlichen und eigentlich viele Möglichkeiten offerierenden Schauplätzen (zunächst im Flugzeug, später in einem großen Hangar) zu machen. Als reiner Spaßfilm taugt QUARANTÄNE 2 indes auch nicht – denn dafür nimmt er sich schlichtweg zu ernst.

Hinzu kommt, dass sich die Verantwortlichen nicht einmal ob einiger besonders interessanter Charakterporträts bemüht haben – allein die Zusammenstellung wirkt hier eher bemüht und stereotyp. Analog dazu fallen auch die Leistungen der beteiligten Darsteller nicht sonderlich glanzvoll – und schon gar nicht erinnerungswürdig – aus. Am ärgerlichsten aber wirkt QUARANTÄNE 2 immer dann, wenn er es tatsächlich einmal schafft eine nennenswerte Spannung und Atmosphäre zu etablieren (vornehmlich in seinen dunklen und klaustrophobischen Momenten) – diese dann aber spätestens mit den fürchterlich-unglaubwürdig dargestellten Infizierten inklusive einiger typisch-plumper Effekthaschereien wieder zerstört. Was bleibt, ist reichlich verschenktes Potential – und ein eher zu überspringender Horrorfilm der Marke unspektakulär.


border_01
35button

„Hier gehören nicht nur die Protagonisten in Quarantäne.“

filmkritikborder