TV-Kritik / Serien-Review: STRANGER THINGS Staffel 3 (2019)

Originaltitel: Stranger Things
Typ: VOD-Serie
Umfang / Laufzeit: 8 Folgen (Länge je ca. 41-54 Minuten)
Land: USA
Idee: Matt Duffer, Ross Duffer
Genre: Science Fiction / Drama / Abenteuer
Tags: 80er Jahre | USA | Retro | Mystery | Übernatürliches

You’re always on my mind.

Inhalt: Nachdem der Spalt in die ominöse Spiegel-Dimension, das sogenannte Upside Down gerade noch von Eleven geschlossen werden konnte, scheint wieder etwas Ruhe in die beschauliche US-Kleinstadt Hawkins gekehrt zu sein. Im Verborgenen jedoch – und trotz allem – haben einige Wissenschaftler wieder damit begonnen, ein Portal in die andere Dimension zu öffnen. Und auch wenn dieses Mal eine andere Maschine dafür genutzt wird und ausnahmsweise mal das russische Militär eine entscheidende Rolle spielt, hat sich an den potentiellen Gefahren wenig geändert: der Gedankenschinder, den Eleven zuletzt gerade noch hatte verbannen können; lebt noch immer – und hat offensichtlich Wege und Möglichkeiten gefunden, seine Präsenz erneut auf die andere Seite des Portals auszudehnen.

Die in dieser Rezension verwendeten Bilder sind © Netflix

Kritik: Achtung, Spoiler ! Knapp 3 Jahre, nachdem die Brüder Matt und Ross Duffer erstmals von ihrer damals schnell zu einem absoluten Publikums-Liebling avancierten Netflix-Serie STRANGER THINGS hören ließen (siehe Review zu Staffel 1), erschien kürzlich die mittlerweile dritte Staffel des erfolgreichen Franchise. Ein Franchise, welches man – und das dürfte unter anderem auch den relativen Hype um die Serie erklären – einfach nicht in eine einzelne Schublade stecken kann oder sollte. Insbesondere diejenigen, die bereits bei Staffel 1 eingestiegen waren und daraufhin natürlich auch die (insgesamt nur etwas schwächere) zweite Staffel folgen ließen, wissen auch warum.

Denn auch wenn man zunächst durchaus hätte erwarten können, dass STRANGER THINGS allein von seiner übergeordneten Mystery-Atmosphäre und den (durchaus starken) Kreatur-bezogenen Horrorelementen lebt; gilt es in diesem Fall glücklicherweise noch einiges hinzuzufügen. Angefangen bei den doch recht prägnant ausfallenden Charakter-Porträts sowie den damit einhergehenden Coming-Of-Age Aspekten (immerhin sind die eigentlichen Hauptcharaktere Heranwachsende) über die ebenso unbekümmert-lockere wie atemberaubend-spannende Erzählart bis hin zu einem bemerkenswerten, größtenteils vom 80er-Jahre-Setting ausgehenden Retro-Charme inklusive zahlreicher Easter-Eggs – STRANGER THINGS hatte wahrlich einiges zu bieten. Und ja, im Grunde ist das noch immer der Fall – wenngleich der Ideenreichtum, die Frische oder schlicht und ergreifend auch die allgemeine Faszinationskraft der Serie insgesamt betrachtet eher abgenommen haben.

Der Gründe dafür gibt es durchaus einige – wobei man (je nach persönlicher Facón versteht sich) gar nicht erst allzu tief in die Pro’s und Contra’s der dritten Staffel einsteigen muss. Denn wie mittlerweile fast schon überall anders auch offenbaren grundsätzlich gute bis ganz und gar herausragende Serien oftmals ein Problem, ganz unabhängig vom angepeilten Genre: sie sind oft nur so lange wirklich gut, so lange sie nicht allzu (kommerziell) erfolgreich sind. Anders gesagt: wie oft schon gab es Serien, die nach einer guten ersten Staffel mehr oder weniger urplötzlich erheblichen Qualitätseinbußen ausgesetzt waren – und das, obwohl die Ideengeber, also die eigentlichen Macher und Verantwortlichen dieselben geblieben waren. Immerhin, STRANGER THINGS ist nun nicht gerade ein Paradebeispiel dafür; eher im Gegenteil (siehe Review zur zweiten Staffel) – doch spätestens mit der vorliegenden dritten Staffel könnten, nein werden sich dezente Ermüdungserscheinungen einstellen. Und das in vielerlei Richtungen.

Eingefleischten STRANGER THINGS-Fans sollte so schon zum Staffel-Start auffallen, dass sich Matt und Ross Duffer erneut für einen besonders ruhigen Auftakt entschieden haben – einen, der sich eben nicht wie ein nahtloser Anschluss an die Ereignisse der zweiten Staffel anfühlt, sondern vielmehr wie ein möglichst allen Zuschauern (und damit auch Neueinsteigern) gerecht werdender Prolog. Sicher erscheint es verständlich, dass die beiden nicht gleich aus allen Rohren feuern wollten, vor allem nicht den inhaltlichen und emotionalen – doch ein wenig mehr einer, man nenne es direkten Rückbesinnung hätte dem Auftakt der dritten Staffel sicherlich nicht geschadet. So wissen einige der wichtigsten Charaktere scheinbar gar nicht mehr, was bereits alles geschehen ist – was sich wohl kaum mit dem Faktor der Verdrängung allein erklären lässt, und eher als Gefallen für diejenigen zu verstehen ist, die über keinerlei STRANGER THINGS-Vorwissen verfügen. Das kann man mögen, muss es aber nicht.

Glücklicherweise aber gelingt es den Brüdern bereits nach kurzer Zeit (das heißt: nach recht genau zwei Episoden) wieder, den Anschluss zu finden – und die von Staffel 1 bekannte, unverwechselbare STRANGER THINGS-Atmosphäre inklusive aller bereits genannten Vorteile zu etablieren. Diesbezüglich kommt es dann auch kaum zu etwaigen Abstrichen, zumal es die Serie noch immer problemlos schafft, den Zuschauer intensiv in ihren ureigenen Bann zu ziehen – und man über kleinere Logik-Probleme meist hinwegsehen kann. Einzig wenn es zum großen Finale übergeht – und man es beispielsweise gleich 2 Mal hintereinander schafft eine geheime russische Militärbasis zu infiltrieren oder mehrfach den eigentlich tödlichen Fängen einer nicht gerade freundlich gesinnten Kreatur zu entkommen – schlägt STRANGER THINGS doch noch markant über die Stränge, und sorgt für ein leichtes Stutzen im sich sonst eigentlich stimmig anfühlenden Handlungs-Universum.

Ein Universum, in dem durchaus auch Portale (oder eher Risse) in eine andere Welt geöffnet werden können, Telekinese möglich ist oder man sich dank der Zuführung von Düngemitteln auf eine so nicht bekannte Art und weise weiterentwickeln kann – was alles noch in Ordnung geht respektive sich nicht so abgedroschen anfühlt, dass es sich nachteilig hätte auswirken können. Speziell mit der Unterbringung einer neuen Fraktion (die Russen) aber müssen die Duffer-Brüder aufpassen, dass sie STRANGER THINGS – oder eher das Erbe der großartigen ersten Staffel des Franchise – auch in Zukunft nicht verramschen. Schließlich konnte man bereits erfahren, dass eine vierte Staffel höchst wahrscheinlich ist – und auch von einer möglichen fünften scheint bereits die Rede. Man darf also durchaus gespannt sein, wie es weitergeht – und hoffen, dass Matt und Ross Duffer der Serie einen würdigen (und nicht allzu weit in der Zukunft liegenden) Abschluss verpassen.

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„Eine Serie, die ihren Ursprüngen weitestgehend treu bleibt. Zumindest noch.“

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TV-Kritik / Serien-Review: THE WALKING DEAD (Staffel 9)

Originaltitel: The Walking Dead Season 9
Relation: Fortsetzung der achten Staffel
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 16 Folgen (je ca. 45 Minuten)
Land: USA
Produktion: Circle of Confusion, Valhalla Motion Pictures
Idee: Frank Darabont, Robert Kirkman (Comic), Tony Moore (Comic)
Genre: Drama / Horror / Endzeit
Tags: The Walking Dead | Rick Grimes | Zombies | Überleben

Staffel 9 | Episodenliste (Deutsche & Englische Titel)

9×01 – A New Beginning | Ein neuer Anfang
9×02 – The Bridge | Die Brücke
9×03 – Warning Signs | Keine Ausnahmen
9×04 – The Obliged | Hungerstreik
9×05 – What Comes After | Wach auf
9×06 – Who Are You Now? | Die Welt dreht sich weiter
9×07 – Stradivarius | Stradivarius
9×08 – Evolution | Geflüster
9×09 – Adaptation | Home Sweet Home
9×10 – Omega | Lydia
9×11 – Bounty | Damit leben
9×12 – Guardians | Anführer
9×13 – Chokepoint | Engpass
9×14 – Scars | Narben
9×15 – The Calm Before | Die Ruhe davor
9×16 – The Storm | Der Sturm

Just your typical nerverending story.

Inhalt: Nachdem die Truppe um Ex-Scheriff Rick Grimes das schier unmögliche geschafft und ihren Erzfeind Negan endlich ein für allemal in eine dunkle Zelle geworfen hat, scheint langsam aber sicher das von vielen so sehnlichst herbei gewünschte Alltagsleben in den neu aufgebauten Gemeinden einzukehren. Zwar gibt es noch immer Spannungen und Konfliktpotential, vor allem unter den Einwohnern und den ebenfalls gefangengenommenen Anhängern Negan’s – doch im großen und ganzen widmen sich alle dem weiteren Fortschritt. So sollen Infrastrukturen weiter ausgebaut, Technologien wieder entdeckt und neue Bündnisse geschlossen werden – wovon natürlich auch das Familienleben der Einwohner profitiert. Auch dieses Mal finden wieder einige Charakter näher zueinander, wohingegen sich andere urplötzlich distanzieren – was spätestens mit einem großen Fest im Königreich beendet werden soll. Hier sollen wirklich alle Überlebenden zusammenkommen, gemeinsam feiern und über ihre Zukunft sinnieren – wenn, ja wenn es da nicht doch ein Problem gäbe. Selbiges kommt dabei in einer eher ungewöhnlichen Form daher: es scheint, als hätte sich eine andere große Gruppe von Überlebenden zusammengetan. Im Gegensatz zu Rick & Co aber haben die Flüsterer eine etwas andere Überlebensstrategie gewählt: sie tarnen sich als Untote, und wandeln gemeinsam mit den großen Herden umher. So genießen sie einen gewissen Schutz – doch auf ein zivilisiertes Leben müssen sie weitestgehend verzichten. Der Ärger ist gewissermaßen vorprogrammiert, als Rick & Co ein Mitglied der Flüsterer gefangennehmen, welches sich als Tochter der hiesigen Anführerin herausstellt…

Kritik: Alle Jahre wieder, da ist es soweit – und eine weitere THE WALKING DEAD-Staffel erblickt das Licht der Welt. Ein Licht, in dem die Serie vielleicht gar nicht mehr stehen sollte – und das nicht nur in Bezug auf die sinkenden Einschaltquoten. Nein – denn was den geneigten Serien-Zuschauer viel mehr ärgern sollte ist die Tatsache, dass das Franchise seit der Ausstrahlung der allerersten Staffel (das war wohlgemerkt 2010) tatsächlich enorme qualitativen Einbußen zu verzeichnen hatte – trotz der stets vorhandenen, von nicht wenigen als besser oder zumindest effektiver gehandelten Comicbuch-Vorlagen. So wird THE WALKING DEAD zweifelsohne nicht den Weg einschlagen, den die Verantwortlichen jüngst mit dem Ende von GAME OF THRONES begingen. Zwar nicht, indem sie eine grandiose Final-Staffel inszenierten (eigentlich ist sogar genau das Gegenteil der Fall, siehe hier) – aber doch, indem sie eine erfolgreiche und sich in aller Munde befindende Serie exakt zum richtigen Zeitpunkt beendeten. Bei THE WALKING DEAD hingegen kann man sich kaum des Gefühls erwehren, dass die an sich – und wohl schon mit dem Beginn der zweiten Staffel – weniger spannende Serie schlicht und ergreifend niemals enden wird. Beziehungsweise niemals enden soll – weil niemand so genau weiß, wohin die Reise eigentlich geht.

Und das ist – die tatsächlichen qualitativen Aspekte der Serie oder hier eher der mittlerweile neunten Staffel einmal außen vor – nicht weniger als ein waschechtes Problem. Schließlich kann – oder sollte – keine Serie endlos laufen. Zumindest keine mit einem gewissen Qualitätsanspruch, und wenn es nicht gerade um eine – hier steckt es dann schon im Namen – Daily Soap handelt. Zu einer Abwandlung einer eben solchen ist THE WALKING DEAD aber bekanntlich schon seit geraumer Zeit avanciert, und dafür braucht es sicher nicht erst eine tiefere Analyse. So gibt es schon jetzt, und mit Stand von mittlerweile unglaublichen 131 Episoden schlicht viel zu viele gefühlte Filler-Momente (oder wahlweise auch ganze, sich dezent überflüssig anfühlende Episoden) – beispielsweise in Form von Rückblenden, uninteressanten Nebengeschichten oder ganz allgemein inhaltlichen Leerläufen. Vielleicht, aber auch nur vielleicht wäre das noch gar nicht so schlimm – wenn es zumindest immer wieder deutlich spektakulärere Momente gäbe, die den Zuschauer gewissermaßen für ihr Durchhaltevermögen belohnen – doch wie es schon in den Rezensionen zu den bisherigen THE WALKING DEAD-Staffeln angedeutet wurde, sieht es auch diesbezüglich schon länger nicht mehr allzu rosig aus.

Dabei ist nach wie vor nur selten das Problem was passiert (auch wenn man hier ebenfalls einen nicht unerheblichen Verbesserungsbedarf anmelden könnte) – sondern vor allem wie es passiert. Anders und mit einer Vergleichsmöglichkeit gesagt: die Probleme, die die Macher von GAME OF THRONES in der letzten Staffel verbockt haben; sind bei THE WALKING DEAD schon lange bekannt. Und das nicht zu knapp: seien es diverse Logik-Probleme, höchst unglaubwürdige Charakter-Anwandlungen, schier hanebüchen-konstruierte Situationen oder schlicht und ergreifend eine fehlende Nachvollziehbarkeit unzähliger einzelner Momente – der potentielle „Genuss“ von THE WALKING DEAD kommt aufgrund solcher (wohlgemerkt: eigentlich komplett vermeidbarer) Fehler oder vielleicht auch Schludrigkeiten immer wieder markant ins Stocken. Vor allem natürlich, da man in wirklich jeder einzelnen Episode auf derlei Momente stößt – und die Szenen, in denen seltenerweise doch mal alles rund läuft einfach nicht mehr ausreichen um eine nennenswert intensive Atmosphäre zu generieren. Denn, und noch einmal: gerade eine Serie wie THE WALKING DEAD sollte eigentlich explizit von dem Gedanken leben, wie sich der Zuschauer in einer Situation wie der hier dargestellten (das heißt einer post-apokalyptischen Welt) verhalten würde. Trotz der zahlreichen vorhandenen Charaktere und deren verschiedener Entwicklungsstadien wird dem Zuschauer allerdings schon lange nicht mehr die Möglichkeit gegeben, sich wirklich mit einer der Figuren zu identifizieren. Im schlimmsten, aber sicher nicht unwahrscheinlichen Fall bleibt mittlerweile sogar eine jegliche Form der Empathie auf der Strecke – und das bei einer Serie, die nach wie vor einen enorm starken Charakter-Fokus hat.

Eigentlich, und wenn man es herunterbricht; bleiben von der neunten Staffel somit nur drei Dinge wirklich hängen. Zum einen der schier unsägliche Abschied von Rick, der schon vor seinem ominösen (man will nicht sagen: halbherzigen, schließlich will man Darsteller Andrew Lincoln in der Hinterhand behalten) Verschwinden die ein oder andere Szene hatte, die schlicht auf keine Kuhhaut geht – wie etwa die, in der er auf einem Pferd sitzend von Untoten „eingekreist“ wird und daraufhin ärgerlich (für ihn, aber sicher auch für den Zuschauer) verletzt. Zum anderen wären da die sogenannten Flüsterer, die neuen Hauptfeinde der Gemeinden – die eine eher unglaubwürdige Strategie an den Tag legen, eine etwas zu unbesiegbare Anführerin (und einen noch unbesiegbareren zweiten Anführer) haben, und – diese Befürchtung wird sich wohl oder übel bewahrheiten – fortan eine zu große Rolle spielen werden. Als letzten, für die neunte Staffel gewissermaßen symptomatischen Punkt wäre nur noch das Staffelfinale anzuführen – in welchem die Macher doch tatsächlich versuchen, einen (Schnee-)Sturm als waschechtes THE WALKING DEAD-Novum einzuführen. Anders gesagt: wenn nach satten 9 Staffeln schon ein simpler Wetterumschwung für ein inhaltliches Vorankommen sorgen muss, sieht es um die verbleibenden Ideen wohl eher schlecht bestellt aus.

Fazit: Nein, es hat sich nicht viel geändert im und am THE WALKING DEAD-Universum – mit Ausnahme dessen, dass er nach der gefühlt etwas satteren achten Staffel eher wieder bergab geht. Sicher, einige grundsätzliche Qualitätsmerkmale der Serie sind nach wie vor vorhanden – wie etwa der insgesamt zufriedenstellende visuelle Part inklusive der guten Kostümarbeiten und der ordentlichen Kameraführung, oder aber die respektablen Leistungen der Darsteller. Doch insgesamt – und im Hinblick auf die schiere Anzahl der bereits ausgestrahlten sowie die der sicher noch folgenden Episoden – bleibt es einfach nicht aus, dass die Faszination THE WALKING DEAD mehr und mehr verpufft.

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„Derjenige, der immer noch zuschaut beweist wahrlich Durchhaltevermögen.“

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TV-Kritik / Serien-Review: GAME OF THRONES (Staffel 8 – Finale)

Originaltitel: Game Of Thrones
Typ: TV-Serie
Basierend Auf: A Song Of Ice And Fire
Umfang / Laufzeit: 6 Folgen (je ca. 54-80 Minuten)
Land: USA
Idee: David Benioff, D. B. Weiss
Genre: Abenteuer / Fantasy / Drama
Tags: GoT | Staffel 8 | Achte Staffel | Finale | HBO | George R. R. Martin

Die Liste der 6 Episoden (deutsche und englische Titel):

01 Winterfell Winterfell
02 A Knight Of The Seven Kingdoms Ein Ritter Der Sieben Königslande
03 The Long Night Die Lange Nacht
04 The Last Of The Starks Die Letzten Der Starks
05 The Bells Die Glocken
06 The Iron Throne Der Eiserne Thron

Mach’s mir noch einmal, George R.R. Martin.

Kurzinhalt: Langsam aber sicher scheint sich die letzte, alles entscheidende Schlacht in den 7 Königslanden von Westeros abzuzeichnen. Der mächtige Nachtkönig steht mitsamt seiner Armee aus Untoten bereits direkt vor den Toren Winterfells – und droht, alles sich ihm in den Weg stellende gnadenlos niederzumähen. Das Problem: so sehr sich die Truppen auf den Seiten der Lebenden auch anstrengen, die Untoten bekommen immer wieder Nachschub. Denn wenn es schon nicht neue Opfer sind, die nach ihrem Tod plötzlich auf Seiten des Nachtkönigs kämpfen, stehen die nur vermeintlich besiegten Kreaturen einfach wieder auf – zumindest nach einer gewissen Zeit, und wenn man ihnen nicht gerade den Kopf abgeschlagen hat. Problematisch ist auch, dass sich die noch immer in Königsmund verharrende Königin Cersei eigentlich bereiterklärt hat, den Menschen im Norden zur Hilfe zu eilen – doch offenbar handelte sich dabei nur um ein weiteres leeres Versprechen. So versammelt sie in aller Ruhe ihre eigenen Truppen, um gegen den aus der Schlacht hervorgehenden Sieger anzutreten – und ein für allemal zu klären, wer das Anrecht auf den heiß begehrten Platz auf dem Eisernen Thron hat.

Kritik: In der Tat – und ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen – ist der Inhalt zur mittlerweile achten (und letzten) Staffel des sich in aller Munde befindenden Fantasy-Serien-Spektakels GAME OF THRONES schnell erzählt. Wobei das nur gut und richtig ist, schließlich haben Fans des Franchise schon lange genug auf ein bestenfalls grandioses Finale gewartet – und natürlich auch auf eine möglichst zufriedenstellende Zusammenführung respektive eine Auflösung zumindest einiger der vielen zuvor angeschnittenen Erzählstränge. Anders gesagt: dass die ab 2011 ausgestrahlte Serie langsam aber sicher zu einem Abschluss kommt, war von vielen auch genau so gewünscht – wobei das diesbezüglich doch recht konsequente Vorgehen der Verantwortlichen allemal eine positive Überraschung ist. Schließlich hätte man das Ganze durchaus auch – und das ohne allzu sehr in Richtung von regelrechten endlos-Szenarien a’la THE WALKING DEAD (siehe unter anderem hier) zu schielen – noch viel weiter ausschlachten können. Trotz der immensen Produktionskosten, versteht sich – die dank des noch immenseren Erfolges der Serie aber sicher problemlos wieder eingespielt werden konnten. Und überhaupt: wie es scheint können sich so gut wie alle, die auch nur ansatzweise in der Besetzungsliste von GAME OF THRONES auftauchen; mittlerweile recht unaufgeregt aussuchen welche Jobs sie in Zukunft annehmen werden. Und das eventuell auch zu Recht, denn – und das auch ohne die achte Staffel explizit in dieses Urteil mit einzubeziehen – das, was mit GAME OF THRONES erreicht wurde, ist in so gut wie jeder Hinsicht kultverdächtig.

Und dennoch: gerade, da GAME OF THRONES nun komplett ausgestrahlt wurde – und das dieses Mal übrigens in einem überschaubaren Rahmen von gerade einmal 6 Episoden – sollte es erlaubt sein, auf die potentiellen Schwächen der Serie hinzuweisen. Schwächen, die im Laufe der bisherigen Historie der Serie und auch Rezensionen dieses Blogs (siehe unter anderem hier) eher marginal ausfielen – und sich bestenfalls dadurch äußerten, dass man sich so manches Mal etwas zu weit zurück lehnte (wie etwa in der insgesamt schwächeren zweiten Staffel), kleinere Durststrecken einbaute oder Probleme hinsichtlich einer allgemeinen Logik und Nachvollziehbarkeit offenbarte. Den allgemeinen Spaß- und sicherlich auch Suchtfaktor der Serie vermochten sie jedenfalls kaum zu trüben – zumal GAME OF THRONES immer wieder mit Stärken aufwartete, die man so in keiner anderen Serie vorfindet. Natürlich ist dies auch dem hohen Budget und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten geschuldet – doch auch davon unabhängig haben die Verantwortlichen immer wieder bewiesen, dass sie ein außerordentliches Fingerspitzengefühl für so gut wie alle Aspekte der Serie besitzen. Sei es das bis zur aktuellen Staffel hervorragende, hinter allem stehende Handwerk (inklusive der mancherlei Kinoproduktion überlegenen Inszenierung, des grandiosen Soundtracks, der tadellosen Leistungen der Darsteller und noch so viel mehr), die Erzählweise der Geschichte (inklusive der zahlreichen vermeintlich nebensächlichen Ereignisse sowie der teils genialen Dialoge) oder die insgesamt äußerst stimmige, wenn man so will unvergleichliche und unvergleichlich fesselnde Atmosphäre – man musste einfach mit GAME OF THRONES rechnen.

Zumindest war das angeraten. Verständlicherweise gilt das nun nicht mehr, aber – und das ist die eigentliche Überraschung – nicht nur, da die Serie mit der achten Staffel ihr Ende findet respektive zelebriert. Nein, es ist noch etwas anderes geschehen – etwas, mit dem so sicherlich niemand gerechnet hätte. Sicher, Geschmäcker sind verschieden – und die Verantwortlichen hätten nie und nimmer einen Weg finden können, alle Zuschauer zufriedenstellen zu können. Was sie sich innerhalb der 6 Episoden der finalen Staffel aber gedacht, erlaubt oder vielleicht auch erdreistet haben zu tun; mag man eigentlich kaum glauben. Wobei, und das muss man dazu sagen; es sich dabei weniger um eine einzelne Fehlentscheidung, als vielmehr viele kleinere Kieselsteine auf dem Weg zu einem einen Großteil der Fans überrollenden Erdrutsch handelt.

Ein Erdrutsch oder auch eine Katastrophe, die sich spätestens ab dem Beginn der dritten Folge der Staffel (DIE LANGE NACHT) abzeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Episode, die im Gegensatz zu den beiden (durchaus guten) vorherigen insofern besonders war, als dass sie schon von den Verantwortlichen selbst als eine der potentiell besten und besondersten gekennzeichnet wurde – was sich leider nur allzu selten bewahrheitet. Und so auch nicht in diesem Fall. Sicher, man konnte der Folge ansehen, dass einiges an Arbeit und vor allem auch Herzblut in sie geflossen ist. Doch – und das wirklich erstmals in der gesamten Geschichte des Daseins von GAME OF THRONES als TV-Serie – konnte man sich nicht des Gefühls erwehren, dass ein der Serie grundsätzlich kaum zuträglicher Schwerpunkt gesetzt wurde.

Anders gesagt: warum auch immer man sich dazu hat hinreißen lassen, besteht der Werdegang von GAME OF THRONES ab der dritten Folge der achten Staffel klar aus Maßnahmen, die man sonst eigentlich nur aus diversen Hollywood-Hochglanzproduktionen kennt. Wenn man so will und es vereinfacht ausdrücken möchte, könnte man diese unter dem Begriff Stil über Substanz zusammenfassen – was bedeutet, dass die Macher ihr Augenmerk eindeutig mehr in Richtung einer möglichst bildgewaltigen Szenerie inklusive vielen durchaus im Gedächtnis bleibenden visuellen Highlights gerichtet haben, als sich tatsächlich noch nennenswert um etwaige Inhalte zu kümmern. Gerade das kann und darf einfach nicht sein, zumal es sich hier immerhin um GAME OF THRONES handelt – und damit eine Serie, die bis dato noch nie mit derlei Problemen zu kämpfen hatte. Sicher, Momente wie einige der in der LANGEN NACHT anberaumten sehen nett aus – doch Sinn ergeben sie nur selten, erst Recht wenn man bestimmte Aspekte (Stichwort Taktik, oder beispielsweise auch die Charakterentwicklung oder zeitliche Abfolgen) beginnt zu hinterfragen. Und noch einmal: bisher gelangen Dinge wie diese relativ problemlos. Stets konnte man GAME OF THRONES nicht nur in visueller (und natürlich auch akustischer) Hinsicht genießen, sondern auch tief in die Welt von Westeros mitsamt all ihrer Geschichten und Charaktere einsteigen. Mehr noch: man konnte sie hinterfragen, über sie diskutieren; oder manchmal auch einfach nur über sie staunen.

Umso überraschender ist es, dass dieses gelungene Konzept mit der Episode der LANGEN NACHT scheinbar komplett über den Haufen geworfen wird. Schon die Tatsache, dass über die gesamte Episode eine so nicht dagewesene Dunkelheit herrschte – eine, bei der es zu einfach wäre sie metaphorisch, das heißt im Sinne der herannahenden Nacht zu werten – lässt nun plötzlich doch einen etwas anderen handwerklichen Eindruck der Serie entstehen. In jedem Fall führt es dazu, dass ein Großteil der Arbeiten an den Kostümen, Requisiten und auch den Kampfszenen regelrecht verpufft – und man sich als Zuschauer fragt warum überhaupt ein so großer Aufwand für die Dreharbeiten betrieben werden musste, wenn im Endeffekt ohnehin alles in einen ominösen Schleier gehüllt wird. Dabei ist es nicht nur die hier gemeinte offensichtliche Dunkelheit, die einem Sorge bereiten könnte oder sollte – sondern auch der regelrechte Rückschritt in Bezug auf die Entwicklungen der Story und Charaktere. Auch hier gilt: natürlich handelt es sich um eine Ausnahmesituation, in der vieles über den Haufen geworfen wird – aber eben nicht alles. Zumal es sich so anfühlt, als würden manche der hoffnungsvoll aufgebauten Charaktere regelrecht zerstört.

Tatsächlich ist diese die gesamte Episode durchziehende Entwicklung dann auch der Anfang vom Ende von GAME OF THRONES. Immerhin sollten die eigentlichen Schläge vor den Kopf erst noch folgen – wie etwa das Ableben des Nachtkönigs, welches nicht weniger als das wohl unwürdigste aller vorstellbaren Enden für die Untoten-Story von GAME OF THRONES beschreibt. Und das, obwohl die Serie (übrigens im Gegensatz zu den Büchern) schon ab Episode 1 der ersten Staffel die Untoten als eigentliche Widersacher beschrieb. Einen Widersacher, der die Machtkämpfe der Menschen wie kleinere Geplänkel aussehen ließ, und der nur in einem schier wahnwitzigen Finale hätte besiegt werden können. Dass man diese beinahe 8 Jahre (!) aufgebaute Erzählung nunmehr mit einem einzigen Dolchstoß beendet, ist – ganz unabhängig von etwaigen Geschmacksfragen – ein Affront gegenüber allen der Serie seit jeher die treue haltenden Fans ist.

Ein Affront, der wohl nur noch von dem übertroffen werden kann, was in den verbleibenden 3 Episoden der Staffel folgt. Schließlich reiht sich hier eine plumpe Idee und Ausführung an die Nächste – zusammen mit dem Eindruck, dass vieles nach dem Motto eines allzu schamlosen Schnellschussverfahrens inszeniert wurde. Angefangen bei den teils überdeutlichen (dabei aber äußerst schnlecht abschneidenden) HERR DER RINGE-Parallelen über die hanebüchen dargestellte Schlachführung, die merkwürdigen Zeitsprünge oder die immer unsympathischeren und einfach nicht mehr glaubwürdigen Charaktentwicklungen bis hin zu schier unsäglichen Einzel-Momenten (beispielsweise ein Drache, der den Eisernen Thron verbrennt) und Protagonisten, die plötzlich in aberwitzigen Positionen auftauchen (Daenerys, Bran, Tyrion) – es wird einfach nichts mehr inhaltlich unterfüttert, sondern einfach nur dargestellt. Und das in einer derart tumben Manier, dass es schmerzt.

Noch einmal: sicher gäbe es ebenso viele vorstellbare Enden für GAME OF THRONES wie es Zuschauer gibt. Doch wenn man sich als Verantwortlicher schon für eines entscheidet, dann doch bitte ein nachvollziehbares. Eines, für das man sich emotional erwärmen kann. Eines, über das man noch lange nachdenkt und redet. Eines, welches eben nicht den Konsum der gesamten vorherigen Staffeln zumindest gefühlt obsolet macht – und dafür sorgt, dass sich die Fangemeinde in zwei große Lager spaltet. In eines, dass die Ereignisse so hinnimmt – und in eines, welches so unzufrieden ist dass es schier unmögliche Dinge wie eine komplette Neuverfilmung der achten Staffel verlangt. Allein diese Tatsache sollte einen jeden schnell zu einer Feststellung kommen lassen: dass das große Finale von GAME OF THRONES ein der Serie unwürdiges ist.

Was genau man nun mit GAME OF THRONES anfangen soll, gerade wenn es darum geht die Serie einer späteren Generation von Fantasy-begeisterten zu empfehlen; steht dank des Unvermögens der Verantwortlichen in den Sternen. So erscheint es einerseits fragwürdig, die komplette Serie aufgrund derart später Fehler in irgendeiner Schublade verschwinden zu lassen – und andererseits mindestens ebenso gewagt, sie interessierten vorbehaltlos an die Hand zu geben. Denn, und das sollte man bedenken: mit einem Ende wie dem hier präsentierten kann eigentlich niemand wirklich zufrieden sein. Was bleibt, ist die Erinnerung – an zahlreiche wirkliche schöne GAME OF THRONES-Momente und eine doch recht lange gemeinsame Zeit.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © HBO

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„Die achte Staffel von GAME OF THRONES markiert einen der wohl erstaunlichsten Wendepunkte einer TV-Serie. Einen ebenso erstaunlichen wie zutiefst ärgerlichen – was eine Gesamtbeurteilung entsprechend erschwert. Fest steht somit nur eines: die finale Staffel des Franchise kann hinsichtlich der Wertung nicht einmal ansatzweise mit den vorherigen mithalten. Wie schwer sich das auswirkt, muss ein jeder für sich selbst entscheiden.“

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TV-Kritik / Serien-Review: THE WALKING DEAD (Staffel 8)

Originaltitel: The Walking Dead Season 8
Relation: Fortsetzung der siebten Staffel
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 16 Folgen (je ca. 45 Minuten)
Land: USA
Produktion: Circle of Confusion, Valhalla Motion Pictures
Idee: Frank Darabont, Robert Kirkman (Comic), Tony Moore (Comic)
Genre: Drama / Horror / Endzeit
Tags: The Walking Dead | Rick Grimes | Zombies | Überleben

Staffel 8 | Episodenliste (Deutsche & Englische Titel)

8×01 – Erster Kampf (Mercy)
8×02 – Die Verdammten (The Damned)
8×03 – Wir oder die (Monsters)
8×04 – Nur irgendwer (Some Guy)
8×05 – Die Beichte (The Big Scary U)
8×06 – Der König, die Witwe und Rick (The King, the Widow, and Rick)
8×07 – Für danach (Time for After)
8×08 – Kampf um die Zukunft (How It’s Gotta Be)
8×09 – Ehre (Honor)
8×10 – Botschaften (The Lost and the Plunderers)
8×11 – Flucht nach Hilltop (Dead or Alive Or)
8×12 – Der Schlüssel zur Zukunft (The Key)
8×13 – Der Weg der Toten (Do Not Send Us Astray)
8×14 – Ich sterbe nicht (Still Gotta Mean Something)
8×15 – Die rechte Hand (Worth)
8×16 – Zorn (Wrath)

Das alles kommt mir nicht bekannt vor.

Inhalt: Nachdem die Gemeinschaft um den ehemaligen Sheriff Rick Grimes bereits Bekanntschaft mit einer neuen, von einem skrupellosen Anführer namens Negan geleiteten Gruppe von Überlebenden gemacht hatte; droht die Auseinandersetzung zwischen den korrespondierenden Gemeinden Alexandria, Hilltop, dem Königreich und dem von den Saviors geführten Sanctuary endgültig zu eskalieren. Dabei ist nicht nur Negan selbst das Problem, der sich immer mehr auf seinen Zwist mit Rick versteift und nach wie vor versucht ihn zu brechen – auch innerhalb der verschiedenen Gemeinschaften ergeben sich teils unerwartete Entscheidungen, Intrigen und brutale Machtkämpfe. Immer mehr scheint es, als könnte es nur einen Sieger geben – einen, der die gegebenenfalls unterlegene Gruppe auch nicht mehr tolerieren und im schlimmsten Fall komplett auslöschen würde. Dass dabei das Leben jedes einzeln auf dem Spiel steht, ist beiden Seiten bewusst…

Kritik: Auch wenn es in Bezug auf die Einschaltquoten zur Schadenfreude mancher immer mauer aussieht, werden es die meisten Pay-TV-Zuschauer und Serienfans höchstwahrscheinlich mitbekommen haben: das ebenso berühmte wie berüchtigte THE WALKING DEAD-Franchise ist um eine weitere komplett ausgestrahlte Staffel reicher. Genauer gesagt handelt es sich um die mittlerweile achte – die im Grunde genommen direkt an die Ereignisse der vorangegangen siebten Staffel (siehe Review) anschließt und den Kampf zwischen den beiden TWD-Galionsfiguren Rick und Negan weiter intensiviert. Im Grunde genommen wurde in den bisherigen, zumeist ausführlichen Besprechungen der einzelnen Staffeln (siehe THE WALKING DEAD-TAG) bereits alles oder zumindest vieles über die Serie gesagt – sodass es an dieser Stelle nur eine kurze Übersicht über die Vor- und Nachteile der achten Staffel geben wird. Es sei allerdings angemerkt, dass selbst diese einige größere Spoiler enthalten können – weshalb man bei einem Vorhaben die Staffel noch zu verköstigen entsprechend vorsichtig sein sollte.

Die guten Seiten der achten THE WALKING DEAD-Staffel:

Neben den nach wie vor überdurchschnittlichen handwerklichen Aspekten der Serie – die sich beispielsweise in einem ansprechenden Setdesign, stimmigen Kostümen, einem aufwendigen Make-Up oder einer vergleichsweise ruhigen und nicht vom wesentlichen ablenkenden Kameraführung äußern – muss man speziell der achten Staffel des Franchise zugute halten, dass es bezüglich der zuvor nicht selten vernachlässigten (und damit umso mehr erwarteten) Action-Aspekte wieder etwas mehr zur Sache geht. Action bedeutet in diesem Fall gleich zweierlei: zum einen, dass die Szenenabfolgen selbst etwas rasanter inszeniert werden – und zum anderen, dass auch tatsächlich mehr innerhalb der einzelnen Folgen passiert; wobei die Interaktion zwischen den verschiedenen Charakteren, die Ereignisse auf dem Weg zum Endkampf zwischen Rick und Negan oder der Bildschirmtod von wichtigen Serien-Charakteren eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die teils merklich angezogene Spannung – die vor allem auch daraus resultiert, dass man den offensichtlich kaum noch zu vermeidende Endkampf immer wieder hinauszögert und sich dem Finale eher schrittweise (und das letztendlich sogar recht effektiv) nähert. Auch die Tatsache, dass man sich mittlerweile – und das gilt insbesondere oder auch zwangsläufig für Kenner der bisherigen Staffeln – recht intensiv mit den Kosmos von THE WALKING DEAD auseinandergesetzt hat (also beispielsweise die Charaktere, aber auch die eigentlichen Serien-Merkmale mit all ihren Vorzügen und Macken kennt), sollte sich in Bezug auf jede weitere Staffel eher positiv als negativ auswirken. Zumindest, und das ist die unweigerliche Voraussetzung; wenn man es überhaupt bis hierhin durchgehalten hat. Anders gesagt: auch wenn man bis dato einiges an der Serie auszusetzen hatte, ist es einem wahrscheinlich dennoch nicht gänzlich egal was passiert – auch oder gerade wenn die potentiellen Erwartungen wieder einmal enttäuscht werden.

Die schlechten Seiten der achten THE WALKING DEAD-Staffel:

Bei aller Liebe zu THE WALKING DEAD und der wieder etwas besseren achten Staffel sollte man eines in keinem Fall außer acht lassen: das Franchise (oder eher die hier behandelte Umsetzung der Comicbuchvorlage) war und ist längst nicht perfekt. Wenn man so will strotzt sie sogar vor Schwächen – die sich natürlich auch in der achten Staffel bemerkbar machen. In Sachen Timing, einer schier unsäglichen zeitlichen Streckung von einzelnen Ereignissen respektive ganzen Story-Arcs (man erinnere sich an das Gefängnis – und nun auch Negan) oder einem gefühlt eher fehlgeleiteten Fokus auf weniger interessante Inhalte etwa hinkt THE WALKING DEAD so manch anderer TV-Serie hinterher – wofür es hinreichend Beispiele gibt. Hinsichtlich der achten Staffel soll allerdings nur – und stellvertretend – auf einen einzelnen Moment voller potentieller Fehlentscheidungen hingewiesen werden. Gemeint ist das Ableben von Carl, das als Cliffhanger zwischen der 8 und 9 Episode (zwischen der die bekannte Winterpause lag) schlichtweg nicht funktionierte; oder eher gar nicht erst dafür vorgesehen war. Schließlich wusste man vor der Winterpause schon recht genau, was passieren würde – wobei es nicht unbedingt ärgerlich ist, dass man die entsprechend erwarteten Szenen in Episode 9 auch tatsächlich zu sehen bekommt.

Mit dem so noch nicht bei einem Infizierten vorgekommenen langen Todeskampf – inklusive eines schier unerträglichen Trauerspiels sowohl von Seiten der Darsteller als auch der allzu forciert auf die Tränendrüse drückenden Drehbuchautoren – hat man es dagegen eindeutig übertrieben. Von den Zombies oder Untoten, die eigentlich noch immer eine entsprechende Rolle spielen sollten; gar nicht erst zu sprechen – doch das war in Anbetracht des nunmehr fast ausschließlich zwischenmenschlichen Kampfes innerhalb von TWD gewissermaßen abzusehen. Folglich fehlen – und das nach wie vor – auch viele weitere Aspekte, die man von einer apokalyptisch angehauchten Zombie- respektive Survival-Serie erwarten würde. Und wenn doch mal etwas dahingehendes gezeigt wird (wie in Bezug auf sich ergebende Machtstrukturen, die Essensbeschaffung oder die Errichtung neuer Gemeinden / Schutzbereiche) scheint man doch schnell wieder beim nächsten Thema zu sein – vornehmlich einem solchen, von dem man nur selten das Gefühl hat als würde es tatsächlich eine größere Rolle spielen.

Fazit: Auch wenn die mittlerweile achte Staffel von THE WALKING DEAD das Tempo teils merklich anzieht, einige intensive Action-Elemente bereithält, wichtige Charakter-Entscheidungen forciert und ein überraschend abgeschlossen wirkendes Finale bereithält; bleibt das TV-Franchise ein enorm zweischneidiges Schwert. Wirklich retten kann demnach auch die achte Staffel nichts, oder bestenfalls wenig – wobei es die Tatsache, dass höchstwahrscheinlich noch einige weitere Staffeln folgen sollen nicht unbedingt besser macht. Anders gesagt: es hätte einfach vieles anders laufen sollen (oder eher: müssen) im THE WALKING DEAD-Universum, damit man von einer rundum gelungenen TV-Portierung hätte sprechen können. So aber bleibt es bei einer vergleichsweise zähen und schleppenden Angelegenheit, deren wenige Highlights und Lichtblicke im Wust der mittlerweile unzähligen Episoden verpuffen. Da die achte Staffel insgesamt betrachtet aber weniger Schwächen hat als die vorangegangenen, gibt es eine leichte Wertungserhöhung – wobei man es sich nach wie vor und in jedem Fall überlegen sollte, überhaupt mit der Serie anzufangen. Ist es erst einmal soweit, fällt ein Aufhören bekanntlich schwer – selbst wenn man nur mäßig von einer Serie wie TWD angetan ist…

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„Die achte Staffel von THE WALKING DEAD bleibt sich im Kern (und damit auch in Bezug auf so gut wie alle bisherigen Stärken und Schwächen) treu – und wirkt entsprechend altbekannt. Das angezogene Tempo und der potentiell schon jetzt endgültige Abschluss der Negan-Arc aber führen zu einer dezenten Wertungserhöhung im Vergleich mit den Vorgängerstaffeln.“

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TV-Kritik / Serien-Review: STRANGER THINGS Staffel 2 (2017)

Originaltitel: Stranger Things
Typ: VOD-Serie
Umfang / Laufzeit: 9 Folgen (Länge je ca. 41-54 Minuten)
Land: USA
Idee: Matt Duffer, Ross Duffer
Genre: Science Fiction / Drama / Abenteuer
Tags: 80er Jahre | USA | Retro | Mystery | Übernatürlich

Es geht immer noch ein bisschen STRANGER.

Inhalt: Nach den teils verstörenden Ereignissen der ersten Staffel von STRANGER THINGS ist mittlerweile ein Jahr in der fiktiven US-Amerikanischen Kleinstadt Hawkins vergangen. Die meisten Bewohner sind wieder zur Ruhe gekommen und gehen ihrem Alltagsgeschäft nach – wie auch die Kinder, die seit ihrer Rettung durch die mysteriöse Eleven nichts mehr von ihrer neuen Freundin gehört haben. Besonders Mike macht das schwer zu schaffen – wobei er die Hoffnung Eleven irgendwann doch noch einmal wiederzusehen, zu keinem Zeitpunkt aufgibt. Derweil macht sich aber ein ganz anderes Problem bemerkbar, denn: der zuvor aus einer Art dunkler Parallelwelt gerettete Will scheint doch mehr mit seinem Erlebnis zu kämpfen zu haben als erwartet. Und auch das Labor, welches für die meisten der ungewollten Geschehnisse verantwortlich zeichnet; steht noch immer – wenn auch unter einer anderen Führung. Trotz der erheblichen Warnsignale scheinen sie nichts gegen eine Fortführung diverser Forschungen und Experimente einzuwenden zu haben – wobei sich insbesondere ein zuvor geöffnetes Dimensions-Tor als äußerst problematisch erweisen könnte… schließlich scheint es noch zu wachsen.

Kritik: Achtung, Spoiler ! Vielen ist sie sicher noch in guter Erinnerung – die erste Staffel von STRANGER THINGS, einer eigens für den VOD-Anbieter Netflix produzierten Mystery-Serie um allerlei seltsame Geschehnisse in einer US-Amerikanischen Kleinstadt. Zumindest sollte sie das – denn immerhin haben es die eigentlichen Ideengeber in Gestalt der Zwillingsbrüder Matt und Ross Duffer tatsächlich geschafft, ein ebenso erfrischendes wie gleichzeitig auch traditionelles und mit vielen Querverweisen ausgestattetes  Serien-Highlight auf die Beine zu stellen (siehe Rezension). Eines, mit dem so niemand wirklich gerechnet hätte – und eines, dessen Beliebtheit und Erfolg vergleichsweise rasant in die Höhe schnellten. So gesehen wäre es zumindest aus kommerzieller Sicht ein riesengroßer Fehler gewesen, hätte man die Serie schon nach der ersten Staffel beendet. Sicher, ganz grundsätzlich wäre auch das denkbar gewesen – womit STRANGER THINGS noch immer eine enorm qualitative Ausnahme-Serie geblieben wäre. Eine, die den Zuschauer dann zwar mit einigen offen Fragen zurückgelassen hätte – doch die immerhin nicht der Gefahr ausgesetzt gewesen wäre, im weiteren Staffelverlauf ihre geradezu magische Ausstrahlung zu verlieren oder sich anderweitig zu verhaspeln.

Doch wie man schon seit Ende August 2016 weiß, sollte alles ganz anders kommen. Und das klar zugunsten der Duffer-Brüder, die für beide Fälle gewappnet waren und nach der erneuten Bestellung von Netflix direkt wieder mit der Arbeit beginnen konnten. Und so macht STRANGER THINGS 2 (fast) genau da weiter, wo die erste Staffel aufgehört hatte. Fast deshalb, da im Handlungsuniversum der Serie zwischenzeitlich ein ganzes Jahr vergangen ist – und das große Staffelfinale bereits einige Zeit zurückliegt. Entsprechend ruhig lässt es STRANGER THINGS 2 auch in seiner Auftaktphase angehen: die Verhältnisse erscheinen mittlerweile wieder geordnet, man ist zur Ruhe gekommen – und eine neue Bedrohung scheint vorerst nicht in Sicht. Im weiteren Verlauf aber zeigt sich, dass das ein großer Irrtum ist – womit es alsbald auch wieder aufkommt, das gute alte STRANGER THINGS-Gefühl. Die Duffer-Brüder schaffen es folglich auch dieses Mal, mit ihrer ungewöhnlichen Mixtur aus einer rückblickenden Erzählung inklusive zahlreicher Gimmicks für Kinder der 80er Jahre, einer tief in der Sci-Fi-Kiste grabenden Grundidee um Paralleldimensionen und Menschen mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten sowie dem Charme einer Vorstadt-Serie mit recht familiär agierenden Charakteren zu punkten – und dabei sowohl ein mehr als nur ordentliches Maß an Spannung als auch eine beachtliche Emotionalität an den Tag zu legen.

Das gilt insbesondere für das Ende der zweiten Staffel, also recht genau die Episoden 8 und 9 – in denen die Serie noch einmal einiges an Fahrt zulegt und an Intensität gewinnt. Gleichzeitig, und das war schon eine der Besonderheiten an Staffel 1; wurde die Serie erneut mit einem einerseits abgeschlossenen, andererseits dann aber irgendwie doch reichlich offenen Ende versehen. Ein Ende, welches die Serie schon wieder endgültig abschließen könnte – was zwar nicht so kommen wird, sich aber dennoch angenehm anfühlt. Erst recht natürlich im Vergleich zu diversen anderen Serien, die sich mit dem ein oder anderen fiesen Cliffhanger von Staffel zu Staffel hangeln – der dann im schlimmsten Fall auch noch unglücklich aufgelöst wird. Bei STRANGER THINGS jedoch hat man das Gefühl von jeweils in sich abgeschlossenen Staffeln, die einem so gesehen auch die Möglichkeit eines zwischenzeitlichen Ausstiegs geben. Zwar wird die kaum jemand wahrnahmen – doch es ist lobenswert dass einem die Freiheit dazu gelassen wird – im übertragenen Sinne versteht sich. Ebenfalls hochzuhalten sind natürlich auch die vielen aus der ersten Staffel übernommen respektive konsequent fortgeführten Vorzüge der Serie – von denen es mehr als eine handvoll gibt.

So macht allein das grandiose Setdesign inklusive der authentischen wirkenden Schauplätze, der Kleidung und natürlich auch einer zeitgemäßer Gadgets einen Heidenspaß. Das kuriose dabei ist, dass es STRANGER THINGS gar nicht mal darauf anlegt möglichst authentisch rüberzukommen, zumindest nicht gefühlt – und es den Machern offenbar recht leicht fällt, sich mit einer gewissen Lockerheit in eben jene Zeit zurückzuversetzen. Dementsprechend hat man auch nicht das Gefühl, man würde hier ein allzu aufgesetztes Setting vor die Nase gesetzt bekommen – man befindet sich schnell und wirklich in STRANGER THINGS, und damit auch der fiktiven Kleinstadt Hawkins mitsamt all ihrer Bewohner. Das großartige Schauspiel aller beteiligten Darsteller, allen voran natürlich den zahlreichen Kinderdarstellern wie Finn Wolfhard oder Millie Bobby Brown; die angenehme Mischung aus atmosphärischen Elementen der Science Fiction und einer gewissen Alltagslockerheit, der charmante Witz, die für eine Serienproduktion höchst gelungenen Special Effects oder der geniale Soundtrack – auch STRANGER THINGS 2 macht eine verdammt gute Figur, erst Recht im Vergleich mit anderen Sci-Fi oder Mysteryserien der Neuzeit.

Und doch gibt es da etwas, was den Genuss der zweiten Staffel dezent zu schmälern weiß. Zumindest theoretisch, und wenn man sich dann doch noch die ein oder andere kritische Frage in Bezug auf eine möglichst weitreichende Form der kommerziellen wie inhaltlichen Ausschlachtung stellt. Sicher ist das eher negativ ausgedrückt, und der Einwurf dass STARNGER THINGS spätestens nach der 4. Staffel enden wird gibt einen zusätzlich entwarnenden Anhaltspunkt – doch gänzlich konnten es die Verantwortlichen nicht vermeiden, dass doch noch die ein oder andere Durststrecke auftritt. Das gilt vornehmlich und so gesehen exklusiv in Bezug auf den Staffel-Auftakt, der es nicht nur dezent verpasst die zuvor eingeführten Charaktere sinngemäß abzuholen (und das trotz oder gerade wegen des vergangenen Jahres) – sondern auch den Zuschauer, der von Staffel 1 eine ganz andere Gangart gewohnt war. Im schlimmsten Fall könnten sich die ersten 2 oder 3 Episoden der zweiten Staffel also leicht befremdlich anfühlen, zumal sie einige der so heiß erwarteten Auserzählungen diverser Umstände markant hinauszögern. Auch zu bemerken ist, dass sich im Gegensatz zu Staffel 1 nicht mehr wirklich alle einzelnen Szenen stimmig anfühlen – was hier insbesondere für die Ereignisse rund um Will gilt, die mit einer recht makaberen Verhör-Szene und einer recht gewöhnungsbedürftigen Darstellung eines Heilungsprozesses etwas unrund wirken.

Etwas unrund, oder aber dezent aus dem Rahmen fallend erscheint in diesem Zusammenhang wohl auch die siebte Episode der Staffel – die ausnahmsweise mal an einem ganz anderen Ort und mit ganz anderen Charakteren stattfindet, wobei sich offenbar auch die Kameraführung und der Soundtrack entsprechend angepasst haben. Ob es sich hierbei um ein ebenso rebellisches wie gelungenes Experiment handelt, oder doch nur um einen fehlgeleiteten Versuch für etwas Abwechslung zu sorgen (und einen der vermutlich weniger interessanten Handlungsstränge zu behandeln) – dass muss ein jeder für sich selbst entscheiden. Gleiches gilt wohl auch für einige der neuen Charaktere – wie etwa Max, ihren Bruder Billy oder den Technik-Freak Bob. Sicher, grundsätzlich ist es spannend einige neue Charaktere auftreten zu sehen – doch sollte man dabei niemals den eigentlichen Fokus aus den Augen verlieren. Schließlich steht fest, dass STRANGER THINGS vor allem dann einen enormen Reiz entwickelt wenn die eher klassischen Figurenkonstellationen präsentiert werden – also vornehmlich die Interaktionen innerhalb der Truppe um Mike und Eleven. Und auf die musste man gerade bei Staffel 2 dann doch etwas warten.

Aber sei es drum – die zweite Staffel von STRANGER THINGS kann und wird nicht dazu führen, dass die Begeisterung an und für die Serie abebbt. Wobei, und dessen waren sich sicher auch die Macher bewusst; es gar nicht erst allzu viele neue Ideen gebraucht hatte – immerhin servierte schon die erste Staffel einige Steilvorlagen, die im Verlauf der zweiten Staffel einfach nur weiterbehandelt oder auserzählt werden müssten. Und spannend ist das allemal. Wirklich, ja wenn nicht gar unendlich spannend wird es aber wohl erst im Hinblick auf die weitere Zukunft des Franchise. Immerhin haben die Duffer-Brüder schon angekündigt, dass eine dritte Staffel folgen soll – und auch eine vierte, wobei diese dann aber die letzte sein soll. Wie genau sich das Ganze entwickeln wird – auch in Anbetracht der alternden (Kinder-)Darsteller – das gilt es nun abzuwarten.

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„Insgesamt etwas schwächer als die erste Staffel – aber noch immer ein höchst atmosphärischer Hingucker.“

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