PC-Spieletest / Game-Review: ASSASSIN’S CREED UNITY (2014)

Originaltitel: Assassin’s Creed Unity
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2014 (PC)
Entwickler: Ubisoft Sofia
Publisher: Ubisoft
USK: Ab 16 freigegeben
Genre: Action-Adventure
Tags: Assassinen, Templer, Paris, Historie, Nacherleben

Wenn die Bruderschaft zur echten Gemeinschaft wird.

Inhalt: Im belebten Paris des 18. Jahrhunderts erlebt der junge Arno Victor Dorian des Öfteren sein blaues Wunder. Nicht nur, dass er seinen leiblichen Vater im zarten Alter von 10 Jahren verlor; und das unter höchst mysteriösen Umständen – auch sein Stiefvater François De La Serre wird einige Jahre später brutal ermordet. Diesmal bleibt es allerdings nicht bei einem bloßen Verlust – denn Arno selbst wird für den Tod von De La Serre verantwortlich gemacht, und kurzerhand in die Bastille gesteckt. Hier beginnt er einige seltsame Entdeckungen zu machen – wie etwa ominöse Schriftzeichen an den Wänden, die außer ihm niemand sehen kann – und lernt den ebenfalls eingesperrten Pierre Bellec kennen. Der stellt sich als Mitglied der Assassinen heraus, sieht ein entsprechendes Potential in Arno – und beschließt, gemeinsam mit ihm zu türmen. Bald darauf lernt Arno die hochrangigen Vorsitzenden des hiesigen Ordens kennen – und setzt forthin alles daran, den Mord an seinem Stiefvater aufzuklären. Das Problem: auch die Templer spielen eine nicht unwesentliche Rolle in diesem schwer zu durchschauenden Machtkampf, der inmitten der Französischen Revolution stattfindet.

Alle Jahre wieder kommt ein neues ASSASSIN’S CREED… und manchmal sind es derer sogar zwei. Schließlich ist das vorliegende ASSASSIN’S CREED UNITY quasi als Parallel-Release zu ASSASSIN’S CREED ROGUE (siehe Review) erschienen – dem letzten Spiel der sogenannten alten Generation, bei der man noch für die X-Box-360 sowie die Playstation 3 mitentwickelte. Die nunmehr etablierte neue Generation hingegen wird mit Blick auf die Next-Gen-Konsolen wohl auch ein völlig neues Kapitel für das ASSASSIN’S CREED-Franchise bedeuten – in welcher Hinsicht und mit welchen möglichen Vor- und Nachteilen wird sich noch zeigen. Fakt ist indes, dass die ohnehin schon fragwürdige Release-Politik des Publishers Ubisoft von Maßnahmen wie diesen eher weniger profitiert – schließlich befürchteten Spieler des Franchise schon länger eine Art Ausverkauf, vor allem wenn es um die doch recht ansehnliche Release-Frequenz von immer neuen ASSASSIN’S CREED-Teilen (und auch Ablegern) geht. Es ist also kein Wunder, dass nicht jedem die Freude ins Gesicht geschrieben steht wenn jetzt schon zwei vollwertige Spiele innerhalb eines Jahres erscheinen.

Die Ruhe kommt vor dem Sturm

Immerhin: auf den ersten Blick macht ASSASSIN’S CREED UNITY eine durchaus gute Figur. Auch, oder gerade im Vergleich mit dem doch einige Aspekte der Vergangenheit wiederholenden ROGUE – wobei es keine allzu große Überraschung ist, dass sich der recht frische Eindruck vor allem im Hinblick auf die optische Gestaltung des Spiels äußert. Sicher, die ASSASSIN’S CREED-Spiele waren schon immer echte Hingucker – vor allem wenn es um die nicht nur netten, sondern über weite Strecken beeindruckend detailgetreuen Nachbildungen von Städten und diversen historischen Gebäuden ging (und geht). Mit dem aufwendig inszenierten Paris des 18.ten Jahrhunderts setzt UNITY diesem Prinzip so gesehen noch die Krone auf – und präsentiert sich mit einer schier atemberaubenden Engine, die den Spieler noch mehr in das Geschehen hineinzieht und immer wieder für markante Aha-Momente sorgt. Als Beispiel seien hier etwa die für die Reihe neuen Menschenmassen respektive Ansammlungen genannt, die dezent darauf hinweisen dass sich hinter den Kulissen der Spielwelt noch etwas mehr abspielen muss, als man mit dem bloßen Auge erkennen kann. Ja, UNITY spielt zur Zeit der Französischen Revolution – und kann diesen Eindruck auch recht gut transportieren. Dass man abermals einen recht frei agierenden ASSASSINEN verkörpert, der (zumindest theoretisch) in den Verlauf der Geschichte eingreifen kann; macht die Sache umso spannender. In diesem Zusammenhang ebenfalls positiv hervorzuheben ist die insgesamt als gelungen zu betrachtende Story inklusive einiger recht prägnanter Charaktere (wie etwa Marquis De Sarde oder Napoleon Bonaparte) – wobei der Schalk des Hauptprotagonisten Arno Dorian nicht jedermann gefallen wird, aber immerhin für etwas Auflockerung sorgt. Zumindest in Bezug auf die Verpackung, und bei anderen Spiele gerne mal problematisch ausfallenden Aspekten (wie etwa das Sound-Design) ist Ubisoft also schon wieder ein kleiner Geniestreich gelungen. Doch selbstverständlich ist das noch längst nicht alles. Schließlich ist man gerade als langjähriger Fan der Reige geneigt, einen Blick auf möglichst alle Aspekte des Spiels zu werfen – und gegebenenfalls auch die Vorgänger zwecks eines Vergleichs zu Rate zu ziehen. Gerade hier liegt dann leider auch die Crux von ASSASSIN’S CREED UNITY begraben. Doch beginnen wir mit…

Der Spielwelt von ASSASSIN’S CREED UNITY

Fans der Reihe werden wissen, dass man bei Ubisoft seit jeher bemüht ist, eine möglichst authentisch wirkende Spielwelt zu inszenieren. Ebenfalls, und teilweise eben auch leidig bekannt ist; dass es diesbezüglich nicht reicht enorm schmuckvolle Städte zu präsentieren – sondern man dem Spieler auch einiges an die Hand geben muss, etwa was die tatsächlichen Möglichkeiten betrifft. UNITY fällt hierbei mit einem so nicht unbedingt erwarteten, aber sicher dennoch ärgerlichen Problem auf: es gibt schlicht etwas zu viel zu tun in der hiesigen Spielwelt. Zu viel – aber eben doch verdächtig wenig gehaltvolles oder Dinge, die die ständigen Umwege in irgendeiner Weise rechtfertigen würden. So offenbart nicht nur ein Blick auf die völlig überladene Karte, dass in Paris so einiges auf den Spieler wartet – der sich auf dem Weg zur nächsten Hauptmission (der Name kommt nicht von ungefähr) oftmals nicht entscheiden kann, ob er nun tatsächlich alle aufploppenden Events abklappern soll oder nicht. Merkwürdig ist, dass dieses simple Sammeln von diversen Dingen (wie etwa Schatztruhen, Kokarden, Geheimnisse) in den früheren Teilen noch weitaus mehr Spaß gemacht hat – und nicht zuletzt den Ehrgeiz auf dem Weg zu einer möglichst vollständigen Synchronisation (die berühmten 100%) weckte, nun aber tatsächlich nur noch wie eine freche Maßnahme zur künstlichen Spielzeit-Streckung wirkt. Zumal, und auch das ist leider nichts neues; die zu erwartenden Belohnung wieder einmal kaum den Aufwand rechtfertigen. Warum man sich bei Ubisoft keine Gedanken darüber macht, was sich die Spieler tatsächlich als Belohnung für derlei vergleichsweise zeitintensive Suchen vorstellen könnten; bleibt jedenfalls ein Rätsel.

Ebenfalls nicht neu, im Hinblick auf die nunmehr vor Leben überquellenden Straßen von Paris aber durchaus bezeichnend ist die schlicht nicht vorhandene Vielfalt in der Bevölkerung. So gibt es erneut keine Kinder-NPC’s (ASSASSIN’S CREED 3 machte hier die Ausnahme), und nicht selten hat man das Gefühl man würde immer wieder den gleichen Klonen begegnen. In gewisser Weise passend dazu fällt auch die künstliche Intelligenz der NPC’S und Gegner aus – die abermals ihren Zweck erfüllt, aber eben auch nicht mehr. Und überhaupt: was ist aus den einst revolutionären Fortbewegungs-Features der Reihe geworden ? Wo man früher noch zu Pferd unterwegs war (und mal eine Kutsche steuern dürfte, mal mit einer Flugmaschine abhob, mal eine Kriegsmaschine bediente) oder eben ein eigenes Schiff steuerte ist plötzlich nichts mehr vorhanden. Ja, nicht einmal mehr Seilbahnen oder ähnliches gibt es – bis auf die Möglichkeit, sich mit Lastenaufzügen auf Dächer zu bugsieren, ist UNITY nichts mehr geblieben was den Fußmarsch- und Kletteralltag ein wenig auflockern würde. Immerhin, und fairerweise sei hier der neue Schleich-Modus genannt – oder eher der fast neue, schließlich konnte man sich bereits in BLACK FLAG ordentlich an Gegner heranpirschen oder ganze Areale unbemerkt passieren. Hier entfaltet UNITY tatsächlich einige kleine, neue Eindrücke – die allerdings gleich wieder vom ebenfalls neuen, dabei eher schlechten als rechten Deckungssystem konterkariert werden. Selbiges lässt sich schließlich nur äußert mühselig bedienen – mal kommt man einfach nicht mehr aus der Deckung hervor, mal stolpert man direkt vor die Füße des Gegners. Was einen schnell zu einem weiteren Aspekt des Spiels leiten könnte, nämlich der…

Mechanik und Spielbarkeit von ASSASSIN’S CREED UNITY

Insbesondere Freunde der guten alten PC-Steuerung sollte es bekannt vorkommen, dass sich ein ASSASSIN’S CREED einstweilen nicht ganz optimal bedienen lässt. Vielleicht gehört dieser Umstand auch einfach zur Reihe dazu – die Spielern schon seit dem ersten Teil zahlreiche unfreiwillige Stürze, Festhäng-Erlebnisse und vieles mehr bescherte. Immerhin: bisher war man geneigt, darüber hinwegzusehen – denn irgendwie klappte es am Ende doch, auch wenn man kein Gamepad zur Hand hatte. Nun aber, und ausgerechnet mit ASSASSIN’S CREED UNITY wird dieser Umstand völlig ad absurdum geführt – wobei es erst gar keine Rolle spielt, ob man nun ein Gamepad hat oder gar auf einer der Konsolen spielt. Noch nie, nein wirklich noch nie zuvor hat sich die Spielfigur derart oft irgendwo verkantet oder verrannt; noch nie zuvor kam man so schlecht in eigentlich weit offen stehende Fenster oder Türen hinein, noch nie zuvor ist man überall gelandet – nur nicht da, wo man eigentlich hin wollte. Sicher spielt die mehr schlecht als rechte PC-Portierung von UNITY (das ist ebenfalls ein heikles Thema) eine nicht unerhebliche Rolle, doch auch davon abgesehen ist die Bedienbarkeit des Spiels eine schiere Katastrophe. Die so gesehen neuen Bewegungs-Features erledigen da alles übrige – etwa, wenn Arno von Dach zu Dach springt (was sich eher wie ein plötzliches Schweben anfühlt) oder an einem Turm hochklettert, man will nicht sagen wild hochspringt. Sicher, ähnliches war auch schon in den vorherigen Teilen zu sehen – doch da die Originalität und der Spaßfaktor dieses Mal über weite Strecken abhanden gekommen sind, gibt es so gesehen auch keine Entschuldigung mehr. In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant sind auch kleinere Dinge – wie etwa, dass man von Gegnern fallengelassene Waffen nun nicht mehr aufheben sowie keine normalen Diebstähle bei Passanten mehr durchführen kann. Und wer gedacht hat, dass die bisherigen Inszenierungen der Gegenwarts-Abschnitte etwas lieblos waren; hat wohl noch nicht die von und aus ASSASSIN’S CREED UNITY gesehen – was dem Spieler hier geboten wird, ist einfach nur noch dreist. Da wünscht man sich doch ganz schnell die guten alten Desmond-Zeiten wieder her.

Die absolut dreisten Neuerungen

Und was, ja was wäre ein ASSASSIN’S CREED ohne wirkliche Neuerungen ? Tatsächlich mussten die Verantwortlichen diesbezüglich schon immer einen spannenden Spagat wagen. Ein Spagat zwischen den alten (und oftmals guten) Elementen, und eben auch Dingen, die das Erscheinen eines neuen Teils (und damit auch den entsprechenden Kaufpreis) rechtfertigen. Natürlich muss dabei nicht immer ein Riesensprung gemacht werden, wie etwa in Bezug auf die in ASSASSIN’S CREED 3 erstmals eingeführten maritimen Missionen – es konnten auch kleinere Dinge sein. Wie etwa das nette ASSASSINEN-System aus BROTHERHOOD, der Kletterhaken und die Mini-Tower-Defense-Spiele aus REVELATIONS oder die ebenfalls mit Teil 3 eingeführte Möglichkeit zur (Tier-)Jagd. Was man sich in Bezug auf UNITY erdacht hat, ist indes mehr als eine bodenlose Frechheit: jene Neuerungen oder eher neuen Features die wirklich nennenswert sind, beziehen sich entweder auf den Online-Teil des Spiels (wie etwa die Möglichkeit Missionen im Team zu spielen, Hacks einzusetzen oder diverse Listen zu betrachten) – oder aber das völlig abstruse Ingame Kauf- und Währungssystem. So gibt es etwa gewisse Kisten, die man nur öffnen kann wenn man sich eine entsprechende App auf das Handy lädt – ein absolutes Unding und ein Atmosphäreverlust, der seinesgleichen sucht. Noch heftiger wird es nur, wenn es darum geht echtes Geld auszugeben – mehr echtes Geld, als man durch den Kauf ohnehin schon in den Titel gesteckt hat. Wer dabei denkt, dass es sich nur um simple Gimmicks wie das (frühere) Freischalten von Waffen oder Umhängen geht, der irrt – auch echte Vorteile (wie diverse Karten) lassen sich erkaufen. Dass diese „Zeitspar“-Optionen eigentlich im Spiel integriert sein sollten (wie es erstmals bei ASSASSIN’S CREED 2 und mit den in Läden erwerbbaren Schatzkarten der Fall war), versteht sich eigentlich von selbst. Nicht jedoch beim heutigen Ubisoft, wie es scheint – die unvorsichtigen oder schlicht faulen Spielern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen wollen.

Wem das nicht reicht, der kann sich eventuell noch am neuen Fähigkeiten-System ergötzen – dass dem Spieler gewisse Rollenspiel-Elemente vorgaukelt, im Kern aber ebenfalls eine recht dreiste Mogelpackung ist. Schließlich hat man bei früheren Teilen gesehen, dass es auch ganz anders (und schlicht etwas sinniger) möglich war, an neue Möglichkeiten heranzukommen – etwa, in dem sie nach und nach automatisch freigeschaltet wurden (wie in ASSASSIN’S CREED 1), schlicht von anderen Figuren gezeigt bekam (wie in ASSASSIN’S CREED 2), in Form eines Gegenstands erhielt (wie in REVELATIONS) oder nach besonderen Fortschritten zugestanden bekam (wie die Voranpresch-Option des Schiffes bei BLACK FLAG, nach dem Besiegen der vier legendären Schiffe). Immerhin, ein paar taktische Entscheidungen entstehen so – beispielsweise muss man auf das Öffnen einiger Truhen verzichten, wenn die Schlossknacker-Option noch nicht entsprechend aufgelevelt wurde. Als eine der wenigen Neuerungen, die zumindest ansatzweise positiv hervorstechen; sind dann wohl nur die neuen Rift-Missionen zu nennen. Zwar machen sie im Kern – und wenn man einmal über die bisher vorgestellte Funktionsweise des Animus-Systems nachdenkt – nur wenig Sinn, doch immerhin sorgen sie für ein wenig Abwechslung. Manchmal sind sie sogar höchst interessant – wie etwa in Bezug auf einen Abschnitt, der urplötzlich in einem Weltkriegs-Szenario angesiedelt ist – und bei dem es gilt, den von Suchscheinwerfern und Feindflugzeugen umschwärmten Eiffelturm zu erklimmen. Das macht dann endlich mal wirklich Spaß – ganz im Gegensatz zu den anderen der sogenannten Features, die man bei Ubisoft hoffentlich alsbald wieder aus dem Repertoire streicht. Um eine weitere Übersicht über möglichst viele Positiv- und Negativaspekte von ASSASSIN’S CREED UNITY zu erhalten, empfiehlt sich ein Blick auf die folgende Tabelle:

Handlung und Präsentation
  • Spannende Hauptgeschichte, sympathischer Hauptcharakter
  • Teilweise Bezug zu den alten ASSASSIN’S CREED-Teilen
  • Markante Nebenfiguren
  • Story insgesamt eher austauschbar
  • Story viel zu sprunghaft und konfus erzählt
  • Gegenwarts-Abschnitte sind an Lieblosigkeit nicht zu überbieten

6.5/10

Grafik und Design
  • Schier atemberaubend gestaltetes Paris
  • Hübsche Charakterdesigns
  • Viele Details (im kleinen), große Weitsicht
  • Markante Gebäude
  • Hohes Aufkommen von Passanten
  • Fehlerhafte bzw. „aufploppende“ Texturen
  • Insgesamt doch eher wenig optische Abwechslung (nur ein Areal)
  • Unschönes, eher Konsolen-orientiertes Inventar

8.0/10

Sound
  • Gut vertonte Figuren
  • Lebendige Umgebungsgeräusche
  • Passender Soundtrack
  • Dezent verbesserungswürdige Waffengeräusche

9.0/10

Spielwelt, Umfang und Atmosphäre
  • Authentisch wirkendes, lebendiges Paris
  • Riesige Hauptkarte, überall gibt es viel zu sehen
  • Abseits der Hauptmissionen viele weitere Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Cafe Theatre als Rückzugspunkt und „Gallerie“
  • Viele Gebäude sind auch zu betreten
  • Eher aufgesetzt wirkende Rollenspiel-Elemente
  • Mäßige Gegner-KI und Passentenreaktionen
  • Kaum forderndes Dauerklick-Kampfsystem
  • Teils merkwürdige Zusatz-Missionsziele zur vollständigen Synchronisation
  • Keine Möglichkeit mehr, Waffen von Gegnern aufzuheben
  • Keine Möglichkeit mehr, reguläre Diebstähle durchzuführen
  • Keine Möglichkeit mehr, mit bloßen Händen zu kämpfen
  • Zu wenig nennenswerte bzw. wirklich spaßige Interaktionsmöglichkeiten
  • Zu viele, teils nervige Online-Inhalte
  • Zu viel Ablenkung durch Nebenmissionen und allerlei sammelbares
  • Glyphen-Rätsel und Mordfälle machen keinen Spaß
  • Belohnungen für Sammel-Aktionen sind ein Witz

4.0/10

Bedienung, Balance, Bugs
  • Geringe Ladezeiten
  • Möglichkeit Checkpoints zu laden, Missionen komplett neu zu spielen, Fortschritte jederzeit zu überprüfen
  • Äußerst hakelige Bedienbarkeit
  • Unfreiwilliges Verspringen, Festhängen, Herunterfallen
  • Treffen beim Schießen und Bomben-Werfen ist Glückssache
  • Vergleichsweise extreme Hardware-Anforderungen…
  • … wobei das Spiel selbst bei hervorragenden Systemen eher schlecht läuft
  • Dezent unübersichtliche, nach Aufdeckung hoffnungslos überladene Weltkarte
  • Weg zu 100 % ist frustreich (z.B. Synch-Punkte in Koop-Missionen oder Artefakte in Rift-Missionen)

3.0/10

Ungefähre Spielzeit in Stunden: 25+

Fazit: Ja, ASSASSIN’S CREED UNITY markiert einen Umbruch – und leitet womöglich auch eine neue Generation von Spielen ein, bei der sich etwaige Neuerungen längst nicht mehr nur auf die Gestaltungsarbeit und Grafik-Fortschritte beschränken. Dass es sich dabei um eine positive Entwicklung handelt, sei allerdings einmal dahingestellt – schließlich bietet UNITY nichts oder nur wenig, was man sich als langjähriger Fan für die nunmehr legendäre Assassinen-Spielreihe gewünscht hätte. Stattdessen setzt man den Spielern plötzlich Dinge vor, an die man nicht einmal im Traum hätte denken können: eine Handy-App benutzen, mit Echtgeld Ingame-Items kaufen, nur mit gewissen Online-Vorraussetzungen vorankommen ? Das ist ein Unding, gehört sich einfach nicht – und führt zu einem entsprechenden Wertungsverlust. Auf der Haben-Seite verbucht UNITY allerdings immer noch das gute alte Gefühl, dass man hier zweifelsohne ein ASSASSIN’S CREED spielt – mit einer zwar konfusen aber doch spannenden Story, einem guten Spielgefühl, vielen Möglichkeiten und enormen handwerklich-technischen Errungenschaften. Es bleibt zu wünschen, dass sich die Verantwortlichen alsbald wieder auf die eigentlichen Stärken der Reihe konzentrieren – und so schnell wie möglich Abstand nehmen zu den mit UNITY eingeführten Neuerungen.


„Ja, es handelt sich noch immer um ein ASSASSIN’S CREED – doch wenn das die sogenannte „neue Generation“ der Spielreihe ist bzw. wird, dann gute Nacht.“

2 Gedanken zu “PC-Spieletest / Game-Review: ASSASSIN’S CREED UNITY (2014)

  1. Schön mal wieder was von dir zu lesen. Danke für deine Gedanken zum Spiel. Bin nach Teil 2 erst mit Origins und der damit verbundenen RPG Neuausrichtung wieder in AC eingestiegen (und seitdem ein Fan). Interessant mal zu lesen, was zwischen Teil 2 und Origins so passiert ist. 🙂

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