SARS-CoV-2 Aka Covid-19 Aka Coronavirus – (K)eine Wahrheit In Sicht

Bildquelle: https://www.bzaek.de/berufsausuebung/sars-cov-2covid-19.html

Achtung: dieser Beitrag ist nicht dazu gedacht, aktuell mit SARS-CoV-2 infizierte oder gar bereits verstorbene in irgendeiner Art und Weise zu verunglimpfen. Auch soll die Viruserkrankung nicht harmloser dargestellt werden als sie es möglicherweise ist. Immerhin scheinen derzeit zumindest zwei Dinge definitiv festzustehen..

  1. Ja, es handelt sich um eine ernsthafte bzw. auch unbedingt ernstzunehmende Infektion / Erkrankung.
  2. Etwaige Schätzungen zu Zahlen, Ursachen oder wie-auch-immer geartete Prognosen können nur eine Momentaufnahme sein, da die (weltweite) Krise noch nicht überstanden ist.

Aber, und deshalb auch dieser Beitrag; macht es einen schon etwas mulmig wie derzeit mit der Erkrankung – und das vor allem in den Medien – umgegangen wird. Genauer gesagt sind es hierbei vor allem die Zahlen (die der Infizierten und die der Todesfälle), die für Nervosität sorgen. Jedoch, und das ist das besondere; spielen dabei weniger die Zahlen an sich eine Rolle – was ohnehin schwierig ist, da sie zu keinem Zeitpunkt in irgendeine Relation gestellt werden – sondern vielmehr wie und mit welcher Ernsthaftigkeit sie präsentiert werden.

So ist es natürlich mehr als traurig, dass mittlerweile (und mit dem Stand vom 24.03.2020) 156 Menschen in Deutschland am sogenannten Coronavirus gestorben sind (Quelle). 156 Menschen in recht genau 14 Tagen – was einem Schnitt von 11,14 Menschen pro Tag entspricht. Und noch einmal: die Krise ist noch nicht vorüber, manche befürchten sogar noch einen markanten Anstieg. Dennoch, und zum Vergleich: in Deutschland starben im Jahr 2017 932.272 Menschen, was einem Durchschnitt von rund 2554 Menschen pro Tag entspricht. Hätte das Coronavirus also im Jahr 2017 hier gewütet, wäre die Zahl – nach jetzigem Stand versteht sich – also in einem Zeitraum von zwei Wochen von (so gesehen: üblichen) 2554 auf 2565 Todesfälle pro Tag gestiegen. Aber noch etwas gibt einem zu denken, und deshalb auch der bereits erwähnte Einwurf der fehlenden Relationen:

In Deutschland haben sich im Jahr 2017 9235 Personen umgebracht. Das entspricht einem Durchschnitt von 25,30 Personen am Tag.

Nun, eine Tatsache wie diese könnte man natürlich auch mal unkommentiert im Raum stehen lassen. Man könnte aber vielleicht auch sagen, dass sich – nach jetzigem Stand – mehr Menschen in Deutschland umbringen, als durch Corona sterben. Warum gerade das nicht traurig sein soll – zumindest den Medien nach, in deren Wahrnehmung es derlei Fakten gar nicht erst gibt – erschließt sich nicht ganz. Sicher, die hier betroffenen Menschen haben selbst entschieden, dass sie nicht mehr Leben wollen und sind keinem wie auch immer gearteten Virus ausgeliefert – aber macht es das wirklich weniger dramatisch ?

Um überhaupt erst einmal diese – im Vergleich zu anderen Todesursachen wie etwa Herz-Kreislauferkrankungen sogar noch extrem niedrige – Zahl zu schlagen, müsste das Coronavirus nicht nur noch exakt 50 Wochen so weiter wüten wie bisher – es müssten auch noch mehr als doppelt so viele sterben (auf den Durchschnitt bezogen) als in den letzten zwei Wochen. Und das wäre – auch in Anbetracht dessen, dass man bezüglich etwaiger Prognosen vorsichtig sein sollte – schon eine sehr, sehr düstere Prognose.

Doch wie sieht es eigentlich in Italien aus, dem Land; das offenbar am schlimmsten von der Krise betroffen ist ? Diesbezüglich sind mindestens zweierlei Dinge festzustellen. Zum einen, dass es stimmt – und zum anderen, dass dies mehrere, teils höchst verschiedene Gründe hat. Gründe, die von einer allgemein eher älteren Gesellschaft (und somit einer automatisch höheren Sterblichkeit) bis hin zu einem maroden Gesundheitssystem reichen. Doch auch hier könnte – oder sollte – man einen Blick auf die Zahlen riskieren. In Italien sind bisher 6820 Menschen am Coronavirus gestorben (Quelle). Das ist eine Menge, jedoch gilt auch folgendes zu beachten:

  • Ein extrem großer Anteil der Verstorbenen befand sich in einem hohen Alter (70 oder älter).
  • Ein extrem großer Anteil der Verstorbenen besaß eine oder mehrere schwere Vorerkrankungen.

Diese beiden Feststellungen gelten im übrigen für alle Länder respektive betroffene Regionen, oder anders gesagt: der schlichte Lauf der Natur (d.h. das Erreichen eines hohen Alters) oder im allgemeinen eher unvorteilhafte gesundheitliche Zustand machen den Tod durch Corona wesentlich wahrscheinlicher. Durch Corona – oder aber etwaige andere Viren.

Von denen haben im übrigen nicht wenige – und nach aktuellem Stand – eine wesentlich höhere Mortalitätsrate als SARS-CoV-2. Natürlich sind etwaige Vergleiche zumindest momentan noch schwierig, und vielleicht sogar abwegig – doch dass die allgemeine Grippe (das Influenza-Virus) oftmals in einer Gegenüberstellung erwähnt wird, kommt nicht von ungefähr. Natürlich generieren sich die diesbezüglichen Zahlen innerhalb ganz anderer Zeiträume (die der sogenannten Grippewellen) – doch auch hier ist schon jetzt festzustellen, dass die aktuelle Grippesaison (von der verständlicherweise niemand redet) schätzungsweise 202 Menschenleben in Deutschland gefordet hat (Quelle). Das sind – nach jetzigem Stand – ebenfalls mehr als durch das Corona-Virus. Und wieder: selbst wenn die Zahlen noch weiter steigen, sollte es für das Coronavirus nicht ganz einfach werden, an Zahlen wie die der Grippesasion 2017/2018 heranzukommen – bei der mehr als 25.000 Menschen ihr Leben verloren (Quelle). Wahre Katastrophen, wie etwa der Ausbruch der spanischen Grippe (ebenfalls ein Influenza-Virus); möchte man lieber erst gar nicht zu Vergleichen heranziehen.

Natürlich, es handelt sich hierbei um ein Jonglieren mit Zahlen – und damit um einen Vorgang, bei dem noch ganze handvoll Variablen unbekannt sind. Zumal es ebenso schwerfällt wie schlicht müßig ist feststellen zu wollen, welche Viruserkrankung nun tatsächlich tödlicher ist als die andere. Eine Rolle spielt dies wenn überhaupt nur in Bezug auf die Verpflichtungen von Staat und Bürgern, sich in Zeiten einer grassierenden Epidemie oder auch Pandemie entsprecht zu verhalten – was aktuell bereits in vielen Ländern der Fall ist.

Eines ist schließlich nicht von der Hand zu weisen: SARS-CoV-2 scheint extrem ansteckend zu sein, und sich etwa in Bezug auf die Inkubationszeit vergleichsweise tückisch zu verhalten (Quelle). Solange die tatsächliche Mortalitätsrate also noch unklar ist, wäre es fatal sich in Bezug auf etwaige zur Eindämmung des Virus notwendige Maßnahmen zurückzuhalten.

Vielleicht können wir ja auch den aktuellen Zahlen aus China glauben – ja, gerade hier ist eine gesunde Skepsis mehr als angebracht – und davon ausgehen, dass SARS-CoV-2 dort auf eine ganz bestimmte Art und Weise wütete. Eine weder besonders schlimme (so wie es in den Medien zu hören ist) noch eine explizit harmlose (so wie es manche behaupten); sondern schlicht und ergreifend eine, die – ganz nüchtern und Fakten-basiert betrachtet – immerhin 0.005 Prozent der Bevölkerung etwas vergleichbares wie eine Grippe bescherte, und 0.0002 Prozent der Bevölkerung das Leben gekostet hat. Wenn, ja wenn die Zahlen denn stimmen.

Was beileibe – und trotz allem Verständnis – eines nicht bedeuten soll: dass eine allgemeine, gar auf eine unbestimmte Zeit ausgelegte Ausgangssperre das Mittel der Wahl ist (oder: sein sollte), wenn es um die Eindämmung bestimmter Infektionen / Krankheiten geht. Doch das ist ein anderes, mindestens ebenso brisantes Thema. Was momentan vor allem hilft – zumindest, wenn man sich gerade nicht mit wirklich existenziellen Problemen (welche nicht nur finanzieller Natur sein können) konfrontiert sieht – ist ein wenig Entspannung.

 

 

 

 

 

 

Ein Gedanke zu “SARS-CoV-2 Aka Covid-19 Aka Coronavirus – (K)eine Wahrheit In Sicht

  1. So, mit leichter Verspätung bin ich jetzt auch mal zum Lesen gekommen. Kann dem gesagten nur zustimmen – es ist nicht so schlimm wie die Medien es gerne darstellen, nicht so harmloswie Aluhutträger behaupten, und viele der Zahlen sind wahrscheinlich in die eine oder andere Richtung manipuliert.

    Was noch bei Italien interessant ist ist, dass Corona auch Immunkomprimierend ist. Normalerweise haut man da dann einfach ein bisschen Antibiotika drauf und gut ist (unzulässig vereinfacht, aber reicht für diese Zwecke aus); das ist in Italien so weit ich es mitbekommen habe eher problematisch, da durch das ganze behandelte Fleisch die da unter sehr viele antibiotikeresistente Keime haben.

    Bleibt drinnen, Leute.

    Liken

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