Metal-CD-Review: BLOODBOUND – Rise Of The Dragon Empire (2019)

Alben-Titel: Rise Of The Dragon Empire
Band: Bloodbound (mehr)
Veröffentlichung: 22. März 2019
Land: Schweden
Spielart / Stil: Power Metal
Label: AFM Records

Lineup:

Fredrik Bergh – Bass, Keyboards
Tomas Olsson – Guitars
Henrik Olsson – Guitars
Patrik J Selleby – Vocals
Anders Broman – Bass
Daniel Sjögren – Drums

Track-Liste:

1. Rise of the Dragon Empire (04:37)
2. Slayer of Kings (05:03)
3. Skyriders and Stormbringers (03:51)
4. Magical Eye (03:51)
5. Blackwater Bay (03:56)
6. Giants of Heaven (04:05)
7. The Warlock’s Trail (03:56)
8. A Blessing in Sorcery (03:51)
9. Breaking the Beast (04:12)
10. Balerion (04:41)
11. Reign of Fire (03:49)

Es packt Dich alle Jahre wieder, das gute alte BLOODBOUND-Fieber.

Wenn es eine schwedische Power Metal-Combo gibt, die schon seit vielen Jahren aktiv ist und bei vielen dennoch eher unter dem Radar fliegt; dann sind das BLOODBOUND. Dabei legen sich die Schweden, die seit 2004 existieren und mit RISE OF THE DRAGON EMPIRE ihr mittlerweile achtes Studioalbum vorlegen; wirklich ins Zeug – musikalisch, aber natürlich auch mit anderen Maßnahmen, die unter Umständen für Gesprächsstoff sorgen. Einzig und allein eine ganz bestimmte Entwicklung könnte einem zu denken geben: BLOODBOUND haben spätestens mit ihrem letztaktuellen WAR OF DRAGONS (siehe Review) einen für sie eher ungewöhnlichen Weg beschritten. Einen, der so nicht unbedingt nachvollziehbar ist – und die ursprüngliche Qualität der Band unter einem ganz anderen Licht erstrahlen lässt. Anders ausgedrückt könnte man auch folgendes sagen: BLOODBOUND hatten (fast) alles, ob nun vor oder direkt nach dem einschneidenden Wechsel des Leadgesangspostens (für Urban Breed kam Patrik J Selleby) im Jahr 2010 – vor allem in Bezug auf eine durchaus vorhandene Einzigartigkeit und einen extrem hohen Wiedererkennungswert.

Nun aber scheinen sich die Schweden – aus welchen Gründen auch immer – dafür entschieden zu haben, einen eher unkomplizierten Weg zu gehen. Einen wenn man so will uninteressanteren, klischeebeladeneren, vielleicht ja auch kommerzielleren. Allein der thematische Schwerpunkt und die Aufmachung von WAR OF DRAGONS und nun eben RISE OF THE DRAGON EMPIRE weisen jedenfalls schwer darauf hin – was schade ist, da man nun nur noch von einer weiteren x-beliebigen Power Metal-Band ausgehen kann, die eher typische Themen bedienen und sich auch musikalisch nicht mehr allzu weit aus dem Fenster lehnen. Gewiss, und immerhin: eine grundsätzliche solide Band, die ihr Handwerk versteht und alles andere als Langeweile versprüht sind BLOODBOUND noch immer. Doch mit dem Genuss von RISE OF THE DRAGON EMPIRE, das insgesamt 11 neue Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 45 Minuten bereithält; bestätigt sich ein Verdacht: die Musik von BLOODBOUND ist nett, aber letztendlich auch erschreckend belanglos.

Natürlich, es gibt Fälle wo man vielleicht nicht gleich derart harsch austeilen sollte. Im Falle von BLOODBOUND aber kann man – wie sonst nur selten – von einer selbst auferlegten Messlatte ausgehen, die die Schweden einfach nicht mehr erreichen. Dabei würde es doch schon reichen, wenn sie hie und da für ein markantes Aufhorchen sorgen würden – wie etwa auf STORMBORN (siehe Review). RISE OF THE DRAGON EMPIRE aber plätschert relativ gleichförmig vor sich hin – wobei offenbar nur das abgerufen wird, was absolut notwendig ist. Und das spiegelt sich auch in der grundsätzlich den Leadgesang von Patrik Johansson favorisierenden Abmischung und Produktion wider. Klar, Nummern wie BLACKWATER BAY oder GIANTS OF HEAVEN machen einen Heidenspaß. Andererseits aber sind sie verdammt einfach gestrickt, erinnern mehr denn je an das Schaffen von SABATON – und eignen sich einfach nicht dazu, sie nachhaltig für sich entdecken zu können.

Stichwort SABATON: ob BLOODBOUND es nun auf einen direkten Vergleich angelegt haben oder nicht, Titel wie A BLESSING SORCERY klingen einfach zu stark nach den eben erwähnten Kollegen. Mit einem anderen inhaltlichen Schwerpunkt und einem glatteren Leadgesang versteht sich – sowie Elementen, die das Ganze zusätzlich in eine eher harmlose, man will nicht sagen poppige Richtung driften lassen. Kurzum: RISE OF THE DRAGON EMPIRE mag sich gut dafür eignen Live gespielt zu werden, zumal man wie sonst nur selten zum mitsingen und Schunkeln angehalten wird – doch für einen wirklich beeindruckenden, nachhaltig wirkenden Power Metal-Genuss eignet sich das neueste BLOODBOUND-Werk eher weniger.

Anspieltipps: SLAYER OF KINGS, SKYRIDERS AND STORMBRINGERS, BALERION


„Ein grundsolides und enorm kurzweiliges, aber eben auch relativ banales Genre-Album.“

2 Gedanken zu “Metal-CD-Review: BLOODBOUND – Rise Of The Dragon Empire (2019)

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