Metal-CD-Review: A HERO FOR THE WORLD – West To East, Pt. II – Space Ranger (2019)

Alben-Titel: West To East Pt. II – Space Ranger
Künstler / Band: A Hero For The World (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2019
Land: Philippinen
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Louie Ryan – Vocals
Jacob Kaasgaard – Vocals, Keyboards

Track-Liste:

1. The Son of Ice and Fire
2. The Orville
3. Leaving Earth (The Memory Will Remain)
4. I Own the Universe
5. Oceania
6. We Are Not Alone (in the Universe)
7. See You in Another Life
8. The Avenger
9. Day and Night
10. Tomorrowland
11. The Orville (Rejoining in Outer Space)
12. Guide in the Galaxy
13. Supernova
14. A Hero in Outer Space – Premonition of the Ultimate Syzygy of Stars
15. We Are Not Alone (in the Universe) (Reprise)
16. Jupiter and Mars
17. See You in Another Life (Acoustic Version)
18. The Son of Ice and Fire (instrumental)
19. The Orville (instrumental)
20. I Own the Universe (instrumental)
21. Oceania (instrumental)
22. We Are Not Alone (in the Universe) (instrumental)
23. See You in Another Life (instrumental)
24. The Avenger (instrumental)
25. Day and Night (instrumental)
26. Tomorrowland (instrumental)
27. The Orville (Rejoining in Outer Space) (instrumental)
28. Guide in the Galaxy (instrumental)
29. Supernova (instrumental)
30. Jupiter and Mars (instrumental)
31. See You in Another Life (Acoustic Instrumental Version) (instrumental)

Neverending Stories aus der guten alten Käsefabrik.

Nein, und gerade da es (in einem gut gemeinten Sinne) gerne etwas länger hätte her sein dürfen – allzu nötig hätten es A HERO FOR THE WORLD wahrlich nicht gehabt, schon wieder ein neues Album zu veröffentlichen. Schließlich hatten die Philippiner um Frontmann Jacob Kaasgaard erst kürzlich ein weiteres musikalisches Weihnachts-Schmankerl an den Start gebracht (siehe Review) – wobei jenes Ungetüm namens WINTER IS HERE (A HOLIDAY ROCK OPERA PT. 2) bei weitem nicht so gut abschneiden konnte wie einst das noch recht charmante Ursprungswerk aus dem Jahre 2013 (Review).Vielmehr hat es genau jene Entwicklung untermauert, aus der sich A HERO FOR THE WORLD offenbar schon seit mehreren Jahren nicht mehr retten können: die einstige, exotische Genre-Hoffnung hat sich langsam aber sicher zu einem kaum noch ernstzunehmenden Act entwickelt. Der Gründe dafür gibt es mehrere – wobei es vornehmlich die allemal diskutablen Leistungen von Jacob Kaasgaard sein sollten, die dem ein oder anderen einen nicht ganz unberechtigten Grund zur Kritik geben. Das kuriose, oder in diesem Fall auch recht ärgerliche dabei ist gar nicht mal diese Feststellung selbst – sondern vielmehr, dass der A HERO FOR THE WORLD-Frontmann scheinbar nichts oder nur äußerst wenig unternimmt; um eben jenem Kritikpunkt etwas entgegenzuwirken.

Im Klartext bedeutet das, dass A HERO FOR THE WORLD wohl auch weiterhin zahlreiche Alben und kleinere Releases an den Start bringen werden. Frei nach dem Motto komme was wolle – oder vielleicht auch ganz egal, was es den Hörer kostet. Ein wie auch immer gearteter Fortschritt ist schließlich nicht zu erkennen, oder anders gesagt: auch in Bezug auf WEST TO EAST PT. II hat sich nicht viel getan. Zumindest nicht in dem Sinne, dass es den geneigten Band-Kritiker doch noch dazu anhalten würde, A HERO FOR THE WORLD aufgrund des ein oder anderen charmanten Elements etwas abzugewinnen. Denn, und das fällt trotz des dieses Mal etwas hochtrabenderen Alben-Themas in Richtung interstellarer Gefilde direkt auf: in stilistischer und handwerklicher Hinsicht bleibt alles beim alten. Beim nicht wirklich ausgereift erscheinenden alten, sollte man wohl sagen. Seien es das arg künstlich tönende, zumeist eher penetrante Drumming; der nicht selten erschreckend schiefe Leadgesang, die fast schon makaberen Keyboard-Elemente (wie in WE ARE NOT ALONE oder GUIDE IN THE GALAXY) oder eben der im allgemeinen eher weichgespülte und klischeebehaftet-klebrige Sound – wirklich rund klingt hier nichts, und schon gar nicht innovativ. Dass der Bass kaum zu hören ist und die Produktion und der Mix ebenfalls nicht zum besten gehören was das Genre zu bieten hat, sollte sich von selbst verstehen – doch das fällt hier erst gar nicht weiter ins Gewicht.

Ganz grundsätzlich – und entsprechend frech – könnte man also annehmen, dass das angenehmste an WEST TO EAST PT. II noch die Interludes sind. Doch während das Intro noch recht gut funktioniert – und DROWN AWAY MY SADNESS sowie REVENGE IS BEST SERVED COLD als Stimmungsmacher tatsächlich gar nicht schlecht wären, nur vielleicht auf einem anderen Album – sieht es in Bezug auf das völlig verhackstückte LEAVING EARTH (das eigentlich nur einen Soli-Part enthält, aber nicht einmal einen kompletten), das deutlich zu dilettantisch klingende THE MEMORY WILL REMAIN, das in jeder Hinsicht arge THE ORVILLE (REJOINING IN OUTER SPACE) sowie das völlig unnötige Reprise zu WE ARE NOT ALONE (IN THE UNIVERSE) schon wieder ganz, ganz anders aus. Natürlich, dem Album bleiben noch immer die großzügige handvoll vollwertiger Nummern – doch sind diese aufgrund der bereits genannten Aspekte respektive Kritikpunkte nicht wirklich ein Genuss. Schlussendlich ist es vor allem ein noch nicht erwähntes Adjektiv, dass die musikalische Werkschau von WEST TO EAST PT. II wohl am treffendsten beschreibt: A HERO FOR THE WORLD klingen einfach verdammt generisch. Eben so, als hätten sie kein Problem auf der Stelle hundert weitere Nummern abzuliefern – und das vermutlich ohne, dass auch nur eine einzige in einem nennenswert positiven Sinne hängenbleiben würde.

Sicher, Fans der Combo werden auch dieses Mal zuschlagen; und Jacob Kaasgard sei es gegönnt. Für alle anderen jedoch, und insbesondere jene die A HERO FOR THE WORLD seit jeher kritisch gegenüberstanden; sollte auch dieses Album nicht mehr als ein gefundenes Fressen sein – zum gepflegten Auseinandernehmen, versteht sich.

Absolute Anspieltipps: Supernova


„Muss nicht – und das ist noch nett ausgedrückt.“

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