Filmkritik: „Predator – Upgrade“ (2018)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Charakteren von Jim Thomas
Regie: Shane Black
Mit: Boyd Holbrook, Trevante Rhodes, Olivia Munn u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 107 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben (Empfehlung: ab 18)
Genre: Action (90 %), Sci-Fi (10 %)
Tags: Weltraum | Schlacht | Kreaturen | Jagd | Mission | Mutation

Von großen und kleinen Kriegern.

Inhalt: Inmitten einer weiteren Mission als Scharfschütze sieht sich der Elitesoldat Quinn McKenna (Boyd Holbrook) plötzlich mit einer merkwürdigen Erscheinung konfrontiert: ein seltsames, sich offenbar gerade im Absturz befindendes Objekt rast über seinen Kopf hinweg und schlägt ganz in der Nähe ein. Bei näherer Betrachtung dann bestätigt sich das unfassbare: es handelt sich um ein Raumschiff, aus dem eine augenscheinlich sehr aggressive Kreatur entschlüpft ist. Glücklicherweise kann er diese schnell auf die Knie zwingen, und die Gefahr zunächst abwenden. Um sicherzustellen, dass ihm später geglaubt werden würde nimmt er einen Teil der Ausrüstung an sich und schickt zusätzlich ein größeres Paket an seine Heimat – wo es ausgerechnet sein Sohn Rory (Jacob Tremblay) in Empfang nimmt und auch gleich akribisch untersucht. Derweil wird das tot geglaubte Wesen in ein Labor verfrachtet, wo man sich vor allem über eines einig ist: es handelt sich um einen sogenannten PREDATOR – hochgezüchtete Super-Wesen mit erstaunlichen Fähigkeiten, die von fernen Planeten stammen und immer auf der Suche nach einer neuen Jagd-Herausforderung sind. Offensichtlich aber ist der gefangene PREDATOR doch noch nicht ganz tot – und seine Gerätschaften, ganz egal wo sie sich auch befinden; eng miteinander vernetzt… und gut auf seine Häscher zu sprechen scheint er nun ganz und gar nicht mehr zu sein.

Kritik: Sie geht also weiter – die Geschichte um den ebenso sagenumwobenen wie blutrünstigen PREDATOR, der im Jahre 1987 erstmals im Rahmen eines vollwertigen (und mittlerweile legendären) Spielfilms das Licht der Welt erblickte. Von einem wirklichen Nachfolger im Sinne der knisternd-spannenden Atmosphäre des Originals, der quasi-Neuauflage PREDATORS aus dem Jahre 2010 (siehe Rezension) sowie teilweise noch vom 1997 nachgeschobenen zweiten Teil sollte man hier allerdings eher nicht ausgehen. Und das nicht nur, da zu viele Jahre zwischen den Veröffentlichungen vergangen wären oder kein Arnold Schwarzenegger weit und breit zu sehen ist. Nein, vielmehr ist der Grund in den Entscheidungen der Verantwortlichen zu suchen; die die namensgebenden PREDATOR-Elemente ganz offensichtlich nur als Aufhänger für ein vergleichsweise buntes und hektisches Hollywood-Spektakel nutzen.

Eines, das letztendlich deutlich mehr von einem reinen Actioner denn einem Sci-Fi-Film hat – und einstweilen explizit Gefahr läuft, überladen zu wirken. Eben darauf; das heißt auf einen in jeder Hinsicht turbulenten, mit einer großen Prise eines (nicht immer aufgehenden) Humors versehenen und mit gleich mehreren Parallelen zum STARSHIP TROOPERS-Universum garnierten Blockbuster sollte man sich auch einstellen; will man in den Genuss von PREDATOR – UPGRADE kommen. Den zu erleben ist im übrigen durchaus möglich – will man sich nur gut unterhalten und mit immer neuen ideenreichen Einschüben (die trotz der FSK-Freigabe ab 16 auch mal in Form von heftigen Splatter-Elementen daherkommen) bombardiert wissen. Immerhin, und auch wenn man keine tiefer gehenden Fragen zum Inhalt und speziell das Gebaren der stellenweise an TROPIC THUNDER erinnernden, dezent ver-rückten Charaktere-Riege stellen sollte; ist PREDATOR – UPGRADE noch weit davon entfernt, ein müder Abklatsch wie die aus zwei grundsätzlich guten Franchises zusammengestellten ALIENS VS. PREDATOR-Filme zu sein.

Anders gesagt: der neueste PREDATOR-Ableger mag nicht mehr viel vom ursprünglichen Flair der Reihe haben, plötzlich mit unerwarteten Side-Stories wie der des an Asperger erkrankten Sohns des Hauptcharakters (hier recht sympathisch gespielt von Jacob Tremblay) aufwarten und im Ausgleich dazu eine turbulente Action-Szene nach der anderen abfeuern – doch als reines Popcorn-Kino ohne größere Materialschlachten a’la Michael Bay macht er schlicht einen Heidenspaß. In diesem Zusammenhang sei es den Machern vielleicht auch verziehen, dass ausgerechnet die Nahansichten des computeranimierten PREDATORS eher schlecht als recht aussehen – und man auch in Bezug auf den Soundtrack und das Schauspiel von vielem sprechen kann, nur nicht von großer (oder eher: nennenswert ernstzunehmender) Kunst. Wen das nicht stört, der sollte durchaus mal einen Blick auf diesen Science Fiction-Film, pardon: Actioner werfen – und darauf hoffen, dass nicht zu viele weitere Nachfolger erscheinen und sich alsbald ein Übermüdungseffekt der Marke MARVEL einstellt.

Bilder / Promofotos / Screenshots: Twentieth Century Fox

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„Weniger PREDATOR, mehr Spaß – ein gewöhnungsbedürftiges, dafür aber umso kurzweiligeres Unterhaltungspaket.“

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