Filmkritik: „Spion Zwischen Zwei Fronten“ (OT: Triple Cross, 1966)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Terence Young
Mit: Christopher Plummer, Romy Schneider, Trevor Howard u.a.
Land: Frankreich, Großbritannien
Laufzeit: ca. 140 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Drama
Tags: Zweiter Weltkrieg | Spionage | Alliierte | Achsenmächte

Wer kann dem schon widerstehen…

Inhalt: Nachdem der britische Dieb Eddie Chapman (Christopher Plummer) nach einem weiteren seiner vielen genialen Raubzüge auf der Kanalinsel Jersey geschnappt wurde und sich mit einer 15 Jahre währenden Haft konfrontiert sieht; kommt ihm die von der deutschen Wehrmacht ausgehende, zweifelsohne überraschende Besetzung der Insel gerade gelegen. Mit einigen Tricks schafft er es, die Aufmerksamkeit der Deutschen zu erlangen – und kommt frei, um bald darauf als Spion für das Dritte Reich zu arbeiten. Als Franz Graumann macht er Bekanntschafft mit Oberst Baron von Grunen (Yul Brynner), der großes mit seinem neuen Schützling vorhat – und plant, ihn weiteren Bewährungsproben zu einem wichtigen Einsatz nach Englang zu schicken. Einmal am eigentlichen Zielort angekommen, wendet er sich jedoch dem brtischen Geheimdienst MI5 zu – und bietet selbigem ebenfalls seine Dienste als Spion und wichtiger Informant an. Als gewiefter Doppelagent muss er fortan jeden seiner schritte genau überdenken – und aufpassen, dass ihm keine der beiden Seiten auf die Schliche kommt.

Kritik: Nein, einen Preis für die größtmögliche Authenzität wird Terence Young’s Agentenfilm SPION ZWISCHEN 2 FRONTEN, der sich lose an der Lebensgeschichte des berühmt-berüchtigten kriminellen und Spions Edward Arnold Chapman orientiert; vermutlich nicht. Eines muss man dem Fim aber in jedem Fall zugute halten, und das selbst in Anbetracht der ebenso ungewönlichen wie sicherlich auch geagten Vermengung des ernsten Kriegshintergrunds mit einer überraschenden Portion Komik: er ist gut gemacht. Und das liegt nicht nur an der durch und durch hochkarätigen Besetzung, der man in ihrem Spiel einfach gerne zusieht – sondern vor allem auch an der hervorragenden optischen Gestaltungsarbeit in Form der aufwendig in Szene gesetzten Kulissen und Kostüme. Unter der Zunahme der äußerst unterhaltsamen Dialoge sowie des vermutlich absichtlich etwas überakzentuierte Porträts des sich augenscheinlich auf Seiten jeder beteiligten Kriegspartei wohlfühlenden Spions Eddie Chapman avanciert SPION ZWISCHEN 2 FRONTEN zwar noch immer nicht zu einem der wichtigeren oder direkt kultverdächtigen Kriegsfilme – doch in seinem Dasein als luftig-lockerer Spionagethriller mit reichlich Charisma macht er vieles richtig. Wem genau das reicht respektive auch nicht mehr erwartet, sollte mit dem 1966 erschienenen Film – der auch heute noch nicht allzu altbacken wirkt – allemal zufrieden sein.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Poseidon Home Entertainment

border_01

„Der Inhalt und die Art der Inszenierung mögen diskutabel sein – das hervorragende Handwerk, die Leistungen der Darsteller und der immense Unterhaltungsfaktor inklusive einiger doch noch vorhandener kritischer Untertöne sprechen allerdings für sich.“

filmkritikborder

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.