Filmkritik: „Matrix: Revolutions“ (2003)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski
Mit: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 128 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Science Fiction, Action
Tags: Matrix | Trilogie | Finale | Abschluss | Zion | Maschinenwelt

Eine Revolution beginnt mit einem Gedanken.

Inhalt: Während sich sowohl die Soldaten als auch die Zivilisten der Menschenstadt Zion auf die finale Auseinandersetzung mit den Maschinen vorbereiten und alsbald die ersten Gegner vor das Visier bekommen, setzt Neo (Keanu Reeves) noch immer alles daran, seine Rolle als Auserwählter und potentieller Retter der Menschheit endgültig zu verstehen. Wieder zur Seite steht ihm dabei das Orakel (Mary Alice) – aber unglücklicherweise auch der abtrünnige Agent Smith (Hugo Weaving), der sich ebenfalls auf einen letzten Kampf vorzubereiten scheint. Von seiner Liebe zu Trinity (Carrie-Anne Moss) beflügelt, wagt Neo das schier unmögliche: er begibt sich auf den Weg in das Herz der Maschinenwelt – und damit an einen Ort, den noch nie zuvor ein Mensch betreten hat.

Kritik: In der Tat – und analog zu den beiden vorherigen Rezensionen zu THE MATRIX (siehe Review) und MATRIX: RELOADED (siehe Review) – gilt es in Bezug auf das 1999 von den Wachowski-Brüdern ins Leben gerufene MATRIX-Franchise mindestens zweierlei Überraschungen festzuhalten. Zum einen natürlich den ursprünglichen ersten Teil selbst, der hinsichtlich seiner erzählerischen Innovation und der Effekte Maßstäbe setzte – und zum anderen die Feststellung, dass die Ideengeber sich auch im Hinblick auf die beiden Fortsetzungen nicht nennenswert verhaspelten. Oder auch: sich nicht nennenswert bei einem potentiellen Massenpublikum anbiederten, trotz der im zweiten Teil stärker betonten (und teilweise dezent kitschig inszenierten, glücklicherweise aber immer noch als Beiwerk fungierenden) Liebensgeschichte zwischen Neo und Trinity. Anders gesagt: trotz des gewaltigen Budgets und der hohen Erwartungen sind die Wachowski’s sich selbst respektive ihrer Idee treu geblieben, woraufhin sich die abgeschlossene MATRIX-Trilogie schnell einen enormen Kultstatus erarbeiten konnte.

Zwar muss man dabei speziell in Bezug auf den dritten Teil einige Abstriche machen – wie etwa hinsichtlich der einstweilen doch etwas strapazierenden Effekt-Flut während der Kämpfe in und rund um Zion, den durch die heftige Überzeichnung etwas unglücklich gestalteten Endkampf zwischen Neo und Agent Smith oder die nicht gänzlich zufriedenstellende Auflösung gegen Ende. Eine Auflösung, die glücklicherweise nicht wirklich eine ist respektive noch immer ausreichend Fragen unbeantwortet lässt – aber dennoch nicht ganz mit der eventuell erwarteten Wirkung von Statten geht. An den Überraschungseffekt (oder auch: das den Kultfaktor der Reihe rechtfertigende Aha-Erlebnis) des ersten Teils etwa reicht das Finale nicht mehr heran. Vielleicht, und auch wenn das ebenfalls kein wirklicher Trost ist; hatten sich die Wachowski’s hier schlicht selbst eine Messlatte angelegt, die kaum noch zu erreichen war.

Gut, oder eher eine rettende Notwendigkeit ist; dass sich die offenbaren Schwächen von MATRIX: REVOLUTIONS aber nur auf vereinzelte Momente des Films beziehen – und den rundum gelungenen Eindruck der Trilogie nicht mehr wirklich schmälern können. Gesehen haben sollte man THE MATRIX respektive die vollständige Trilogie allemal – andernfalls verpasst man einen ebenso einzigartigen wie in einem positiven Sinne denkwürdigen Kino-Moment des frühen 21.sten Jahrhunderts.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Warner Bros. GmbH

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„Ein nicht mehr ganz so starker, zweifelsohne aber dennoch absolut sehenswerter Abschluss einer einmaligen Trilogie.“

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