Metal-CD-Review: DRAKKAR – Cold Winter’s Night (EP, 2018)

Alben-Titel: Cold Winter’s Night (EP)
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. April 2018
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: My Kingdom Music

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Davide Dell’Orto – Vocals
Emanuele Laghi – Keyboards
Simone Pesenti Gritti – Bass
Daniele Ferru – Drums
Marco Rusconi – Guitars

Track-Liste:

1. Cold Winter’s Night (04:26)
2. Black Sails (04:48)
3. Leviathan Rising (Death from the Depths Part 1) (04:49)
4. Invincible (live) (04:31)

Neues Jahr, neues Glück – vielleicht ja auch für DRAKKAR ?

Man kann es nicht von jeder Band behaupten, in diesem Fall aber stimmt es: wer DRAKKAR nicht kennt, hat etwas verpasst. Und das selbst in Anbetracht der Tatsache(n), dass nicht alle Alben der schon seit 1995 aktiven Italiener Gold waren, die Band ab 2002 in einen längeren Winterschlaf verfiel – und das letztaktuelle Studiowerk RUN WITH THE WOLF (siehe Review) dezent mit den bis dato an den Tag gelegten Traditionen brach. Nun aber sind schon wieder gute drei Jahre vergangen – und DRAKKAR sind sowohl mit einem veränderten Lineup (2017 kamen drei neue Mitglieder) als auch mit einer neuen EP am Start. Zwar beinhaltet diese nur vier beziehungsweise drei (abzüglich der Live-Version) vollwertige neue Titel – und doch ist es spannend zu erfahren, was die einst mit Hymnen wie ERIDAN FALLS (vom Album GEMINI, siehe Review) so manche Hütte abreißenden Musiker da im Gepäck haben.

Unglücklicherweise aber erfolgt die relative Ernüchterung schnell – und das nicht nur, da sich DRAKKAR in Bezug auf die als Videosingle ausgekoppelte Halbballade COLD WINTER’S NIGHT, das etwas flottere BLACK SAILS sowie das grundsätzlich kräftige LEVIATHAN RISING niemals wirklich aus dem Vollen zu schöpfen scheinen. Nein, denn weitaus gravierender wirkt sich ein gänzlich anderes und so nicht unbedingt erwartetes Problem aus – das klar auf die Warte des allgemeinen DRAKKAR-Sounds zu beziehen ist. Zum einen, und das ist einfach nicht zu verhehlen; klingt die EP einfach nicht gut respektive sonderlich überzeugend. Seien es der ebenso schroffe wie merkwürdig gekünstelt klingende Sound der Gitarren, der kaum hörbare Bass oder die hie und da eingespielten Keyboard-Elemente im organischen Retro-Stil – in klanglicher Hinsicht wirklich rund und ausgegoren wirkt das hier präsentierte Material nicht.

Zum anderen, und auch das eines der größeren potentiellen Mankos; wirkt insbesondere der hiesige Frontmann Davide Dell’Orto relativ angestrengt. In Anbetracht seiner recht drucksigen, rauen und ungestümen Herangehensweise von einem akustischen Genuss zu sprechen, trifft es jedenfalls nicht wirklich. Anders gesagt: sollten DRAKKAR so auch auf einem möglicherweise demnächst kommenden Album agieren, könnte sich nach einer so sicher nicht gewollten hörerseitigen Anstrengung schnell Ernüchterung einstellen. Immerhin: zugute halten kann man den Italienern weiterhin, dass sie es nicht verlernt haben potentiell wirksame Songs zu schreiben. Mit ein wenig mehr Arbeit und Herzblut sollte also noch weitaus mehr drin sein… hoffentlich.

Absolute Anspieltipps: /


„Eine kurze und leider nicht ausreichend überzeugende EP.“

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