Filmkritik: „Darkman“ (1989)

Auch bekannt als: Darkman – Der Mann mit der Gesichtsmaske
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Sam Raimi
Mit: Liam Neeson, Frances McDormand, Colin Friels u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 91 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror, Action
Tags: Unfall | Entstellt | Gesichtsmaske | Rachefeldzug | Trash

Mit dem DARKMAN ist nicht zu spaßen.

Inhalt: Gerade, als der ehrgeizige Wissenschaftler Peyton Westlake kurz davor steht erstmals synthetische Haut für Verbrennungsopfer herstellen zu können; wird sein Labor von einer skrupellosen Verbrecherbande überfallen und dem Erdboden gleichgemacht. Peyton, der nur mit schwersten Verletzungen davonkommt und in einem Krankenhaus erwacht; schwört daraufhin Rache an seinen Peinigern. Dabei versucht er, seine Forschungen wieder aufzunehmen und auf sich selbst anzuwenden – und das nicht zuletzt, um seiner geliebten Frau nicht völlig entstellt gegenübertreten zu müssen. Problematisch dabei ist nur, dass die von ihm gefertigten Masken noch immer nur 99 Minuten in Form bleiben – was ihm sein altes Ich unmöglich zurückbringen, aber immerhin den ein oder anderen Überraschungsangriff ermöglichen sollte. Das seine Frau dabei irgendwann selbst in der Schusslinie steht, macht es ihm nicht gerade leichter…

Kritik: Auch wenn sich der US-Amerikanische Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler Sam Raimi schon in den frühen 80er Jahren – und das nicht zuletzt durch auch heute noch gegenwärtige Filme wie die 1982 begonnene TANZ DER TEUFEL-Reihe – einen Namen machte, ist die nunmehr satte 40 Jahre umfassende Filmografie des nicht gänzlich unumstrittenen Multitalents eher übersichtlich geblieben. Dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb war und ist sie nicht vor diversen Kuriositäten gefeit, die sich nicht erst durch seine überraschende Mitwirkung bei den relativ blutleeren SPIDER MAN-Filmen der Jahre 2002 bis 2007 äußerten – sondern schon viel früher. Ein gutes Beispiel dafür ist sicherlich auch der 1990 erschienene Spielfilm DARKMAN – der trotz seiner grundsätzlich gruseligen Story um Gesichtsmasken, der durch die TANZ DER TEUFEL-Reihe maßgeblich trainierten Regie-Fähigkeiten von Raimi und nicht zuletzt seines damaligen Einspielergebnisses nicht so recht zünden will.

Einer der hauptsächlichen Gründe dafür ist indes weniger die respektable Leistung des Hauptdarstellers Liam Neeson, der dem Titel-gebenden DARKMAN Peyton Westlake allemal ein gewisses Maß an Leben (und selbstverständlich auch Wahnsinn) einhaucht – und auch nicht die Arbeit der Maskenbildner, die sich ebenfalls sehen lässt. Vielmehr ist es die krude Mixtur aus einer nicht allzu originellen Idee und einer vergleichsweise lachhaften, gefühlt aber dennoch absolut ernstgemeinten Umsetzung – der die zahlreichen hanebüchen Actionszenen klar konterkarierend gegenüberstehen. Dass der von Raimi bekannte Slapstick hie und da dennoch Einzug hält, macht es nicht viel besser. Eher ist das Gegenteil der Fall, zumal das Timing einfach nicht stimmt – was den ohnehin reichlich unentschlossenen Film auf noch wackligeren Beinen stehen lässt. Anders gesagt: da er wahlweise zu viele oder auch zu wenige der jeweils typischen Genre-Elemente an den Start bringt, ist DARKMAN weder Fisch noch Fleisch – und eignet sich daher weder für einen zünftigen Grusel-Abend noch für eine unterhaltsame Trashfilmnacht.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Universal Studios

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„Alles – nur kein guter Raimi.“

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