Filmkritik: „Undisputed III: Redemption“ (2010)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Isaac Florentine
Mit: Scott Adkins, Mykel Shannon Jenkins, Mark Ivanir u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 97 Minuten
FSK: keine Jugendfreigabe (uncut) / ab 16 freigegeben (cut)
Genre: Action, Drama
Tags: Knast | Gefängnis | Korruption | Alltag | Kämpfe | Brutal

Sind sie zu hart, bist Du zu weich.

Inhalt: Nachdem sich der gefürchtete Gefängniskämpfer Yuri Boyka (Scott Adkins) eine schwere Knieverletzung zugezogen hat, fristet der ehemalige Champion ein ebenso verwahrlostes wie hoffnungsloses Dasein als Toilettenputzer. Gänzlich verschwunden scheint sein Kampfgeist allerdings nicht, ebenso wenig wie die Erfahrungen aus seinem jahrelangen Training. Und tatsächlich: als er zufällig einen Kampf beobachtet, wittert er seine Chance in den Ring zurückzukehren. Als dann auch noch ein größeres internationales Gefängnisturnier ausgetragen werden soll, ist Boyka sofort Feuer und Flamme – und das nicht nur, da dem Sieger die Freiheit winkt. Viel wichtiger ist es ihm schließlich zu beweisen, dass er noch immer einer der besten Kämpfer aller Zeiten ist… wobei es höchst unklug wäre, nicht auch ein Auge auf die skrupellosen Hintermänner und Strippenzieher des in vielerlei Hinsicht nicht ganz unproblematischen Duells zu werfen.

Kritik: Korrupte Beamte und schmierige Bonzen investieren in muskelbepackte Sträflinge, die sich in einem Kampf um Leben und Tod gegenüberstehen – und dabei nur vermeintlich die Freiheit gewinnen können. So oder so ähnlich muss man den sich auf den vergleichsweise hochkarätig besetzten ersten Teil (2002) der Reihe beziehenden dritten UNDISPUTED-Film des seit dem zweiten Teil verantwortlichen Regisseurs Isaac Florentine vorstellen – wobei es tatsächlich nicht allzu viel hinzuzufügen gibt. Anders gesagt: so oberflächlich, unglaubwürdig und im Sinne einer fraglichen Männerunterhaltung zusätzlich vereinfacht der Film erscheint, so ist er auch im Kern – woran auch die hier und da geäußerten flotten Sprüche nicht viel ändern. Und das schon gar nicht in Bezug auf die äußerst fragwürdige Moral des Films (die noch am ehesten als so sicher nicht beabsichtigte Metapher funktioniert) – oder aber die Tatsache, dass man selbst aus einer durchwachsenen Vorlage wie UNDISPUTED gleich mehrere Teile macht oder machen muss. Zugute halten kann man UNDISPUTED III also nur, dass man dem Hauptdarsteller Scott Adkins seine Rolle als knallharte und lediglich zum Kampf bestimmte Maschine durchaus abnimmt (und das etwa im Gegensatz zu so manchem Möchtgern-Badboy der Marke Hollywood) – und dass es auch dieses Mal einige herrlich abstruse Überzeichnungen sowie eine handvoll ungeschönt inszenierter und recht gut choreographierte Kampfszenen zu sehen gibt. Die können den Film zwar auch nicht retten oder origineller machen, aber immerhin für einen – wenn auch diskutablen – Unterhaltungswert sorgen.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Millennium Films

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„Raubeiniges, aber eben auch reichlich luftiges Gefängniskampf-Futter für Zwischendurch.“

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