Metal-CD-Review: EMERALD SUN – The Story Begins (2005)

Alben-Titel: The Story Begins
Künstler / Band: Emerald Sun (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2005
Land: Griechenland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Encore Records

Alben-Lineup:

Johnnie Athanasiadi – Guitars
Bill Kanakis – Drums
Teo Savage – Guitars
Jim Tsakirides – Keyboards
Jimmy Santrazami – Vocals
Spyros Babatzanides – Bass

Track-Liste:

1. Sunrise (01:00)
2. Scream Out Loud (05:22)
3. Sword of Light (06:54)
4. High on the Sky (06:43)
5. Eyes of Prophecy (04:51)
6. Emerald Sun (05:56)
7. Not Alone (05:18)
8. Escape (05:38)
9. And the Story Begins (04:48)
10. H/M (04:44)

Jede Geschichte hat einen Anfang.

Auch wenn sich die aus Griechenland stammenden Power Metaller von EMERALD SUN bereits im Jahre 1998 zusammengefunden hatten, sollte es bis zu ihrem ersten offiziellen Studioalbum noch etwas dauern. Nach zwei kleineren Demos und einigen frühen Mitgliederwechseln war es dann aber endlich soweit – und THE STORY BEGINS erblickte 2005 über das Label Encore Records das Licht der Welt. Enthalten sind insgesamt 10 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 51 Minuten – was im Zusammenspiel mit dem zugegebenermaßen eher schlichten Cover-Artwork und dem seinerzeit noch nicht wirklich vorhandenen Bekanntheitsgrad der Band auf nicht allzu viel schließen ließ. In Anbetracht des relativen Überraschungseffektes (der teilweise auch daraus resultierte, dass die Band als eine der wenigen nennenswerten aus Griechenland stammt) war und ist das, was EMERALD SUN hier in einem ihrer frühesten Stadien auf die Beine gestellt hatten; aber durchaus überzeugend – auch wenn das Genre-Rad beileibe nicht neu erfunden wurde und THE STORY BEGINS letztendlich nicht sonderlich anders klingt als so viele andere Power Metal-Alben der frühen 2000er Jahre.

Dennoch lässt sich einfach nicht verhehlen, dass dem Album sowohl eine auffallende und sich auf den Hörer übertragende Spielfreude, als auch einen relativ hohen Spaßfaktor mitbringt – wofür sich vornehmlich die recht hymnische, aber auch abwechslungsreiche Aufmachung der einzelnen Titel verantwortlich zeichnet. Anders gesagt: wer nichts gegen einen eher klassisch aufgemachten Power Metal mit einem typisch hohen Leadgesang, antreibenden Drums inklusive zahlreicher Doublebass-Einlagen, energetische Riffs sowohl im Rhythmus- als auch Solibereich sowie einen nicht immer knapp bemessenen, insgesamt aber noch angenehm zurückhaltenden Einsatz eines Keyboards einzuwenden hat; der sollte mit einem Album wie THE STORY BEGINS relativ problemlos warm werden können. Und das auch oder gerade weil die meisten Nummern absolut problemlos zünden – wie der schlagkräftige Opener SCREAM OUT LOUD, das einige Herausforderungen an den damaligen Leadsänger Jimmy Santrazami stellende aber ebenfalls recht gut funktionierende SWORD OF LIGHT oder das offenbar stark an BLIND GUARDIAN angelehnte AND THE STORY BEGINS.

Aber auch die meisten der anderen Titel machen eine gute Figur – wobei es eigentlich nur Kleinigkeiten sind, die man hätte vermeiden oder anders lösen können. Sei es ein deutlich zu vordergründiges und auf elektronisch getrimmtes Keyboard hier (HIGH IN THE SKY, das eine überaus gelungenen Mittelteil vorzuweisen hat), ein absolut unpassender Fadeout dort (EMERALD SUN, das als instrumentales Zwischenspiel grundsätzlich stimmig inszeniert ist) – oder die sich auf so gut wie alle Titel beziehende Tatsache, dass die Griechen hier noch nicht wirklich aus dem Vollen zu schöpfen schienen. Der grundsätzlich annehme aber eben doch relativ austauschbare und alles andere als spektakuläre Leadgesang sowie die für ein Independent-Release überzeugende aber noch stark ausbaufähigen Abmischungs- und Produktionsfaktoren jedenfalls ließen hier noch reichlich Luft nach oben – von der ganz und gar unsäglich schnulzigen Ballade NOT ALONE sowie dem etwas besseren (aber letztendlich auch nicht viel erreichenden) THE EYES OF PROPHECY gar nicht erst zu sprechen.

Insgesamt aber kann THE STORY BEGINS als Erstwerk einer bis dato unbekannten Combo aus Griechenland relativ konsequent überzeugen – wobei man lediglich abwägen muss ob man mit der hier behandelten ersten Fassung, oder aber der Remastered-Version ESCAPE FROM TWILIGHT (siehe Review) Vorlieb nimmt – die kurioserweise 2 Jahre später veröffentlicht wurde und dabei nicht nur Verbesserungen bereithält.

Absolute Anspieltipps: SCREAM OUT LOUD, HIGH IN THE SKY, ESCAPE, AND THE STORY BEGINS


„Ein ebenso klassisches wie überzeugendes Debüt-Werk einer heutzutage nicht mehr ganz so attraktiven Power Metal-Combo.“

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