Metal-CD-Review: EMERALD SUN – Escape From Twilight (2007)

Alben-Titel: Escape From Twilight
Künstler / Band: Emerald Sun (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. März 2007
Land: Griechenland
Stil / Genre: Power Metal
Label: LMP

Alben-Lineup:

Bill Kanakis – Drums
Johnnie Athanasiadis – Guitars
Teo Savage – Guitars
Jim Tsakirides – Keyboards
Jimmy Santrazami – Vocals
Spyros Babatzanides – Bass

Track-Liste:

1. Sunrise (01:30)
2. Scream Out Loud (05:08)
3. High in the Sky (06:49)
4. The Traveller (00:58)
5. Sword of Light (05:59)
6. Eyes of Prophecy (04:40)
7. Escape from Twilight (05:49)
8. Emerald Sun (06:45)
9. H.M. (04:33)
10. The Story Begins (04:36)
11. Not Alone (05:38)

Ein Déjà-vu der nicht ganz unproblematischen Art.

Nein, ein absolut hervorragendes oder gar kultverdächtiges Debüt hatten die griechischen Power Metaller von EMERALD SUN mit ihrem Erstwerk THE STORY BEGINS (2005, siehe Review) nicht hingelegt – und doch handelte es sich um ein recht spielfreudiges und grundsätzlich angenehmes Genre-Album, auf das man hätte aufbauen können. Gut, letztendlich haben die Griechen auch genau das getan – wenn auch in einer eher unerwarteten Art und Weise. Mit dem vorliegenden ESCAPE FROM TWILIGHT haben sie respektive Limb Music schließlich eine beinahe deckungsgleiche zweite Variante ihres Debütalbums an den Start gebracht. Beinahe deckungsgleich war und ist sie deshalb, da man das Album zwar nicht komplett neu aufgenommen hatte – dafür aber einen neuen Mastering-Prozess vorsah. Einen, der letztendlich weniger am betroffenen Liedgut veränderte – zumal sich weitere Veränderungen an den einzelnen Titeln auf ein absolutes Minimum beschränken. Als ein Beispiel sei hier gennant, dass das Instrumental EMERALD SUN nun nicht mehr mit einem ärgerlichen Fadeout endet – was nicht viel ist, aber immerhin. Dem sicherlich löblichen Grundgedanken zum Trotz ergibt eine Vorgehensweise wie diese aber natürlich auch Schwierigkeiten – die sich hier in mindestens zweierlei Richtungen offenbarten.

Ein Problem liegt beispielsweise schlicht darin begründet, dass die Entscheidung bezüglich der Neuveröffentlichung für einen dezenten Anflug von Verwirrung sorgte – und auch heute noch bei nicht jedermann auf Verständnis stoßen wird. Dass THE STORY BEGINS und ESCAPE FROM TWILIGHT letztendlich ein und dasselbe Album sind ist dabei nur der (glücklicherweise schnell zu bemerkende) Anfang – die Frage nach dem besseren, wertigeren; und vielleicht auch von der Band am ehesten abgesegneten Release eine ganz andere. Schließlich brachte der Prozess des Remasterings nicht nur Vorteile mit sich, oder anders gesagt: während der insgesamt ausgewogenere und auch druckvollere Soundeindruck im Vergleich zur Urfassung grundsätzlich überzeugt, scheint die Neufassung auch die ein oder andere instrumentale Schwäche zu offenbaren. Vornehmlich solche, die in der etwas raueren Urfassung nicht ganz so deutlich aufgefallen waren – und ESCAPE FROM TWILIGHT somit erst Recht zu einem eher streitbaren und im schlimmsten Fall sogar fast schon klinisch oder generisch wirkenden Genre-Album avancieren lassen. Denn, und daran ändert auch die Neufassung nichts: einen wie auch immer gearteten Innovationspreis haben EMERALD SUN für ihren Karriere-Auftakt nicht verdient, wobei es eine fragliche Veröffentlichungsstrategie wie die vorliegende natürlich nicht gerade besser macht.

Da das Album aber im Kern dasselbe geblieben ist und sich so gesehen auch nichts an der Qualität des offerierten Materials geändert hat (mit Ausnahme des hier seltsamerweise schlechter als im Original klingenden H.M.) – könnte man zumindest theoretisch die Endpunktzahl des Vorgängers übernehmen. Da es sich aber doch um eine eher fragliche Strategie handelt, die Neuveröffentlichung etwas mehr Schwächen innerhalb des EMERALD SUN-Handwerks offenbart und ein Recycling-Produkt niemals die gleiche Bedeutung haben sollte wie das jeweilige Orginal; gibt es einen dezenten Abzug. Man entscheide selbst…

Absolute Anspieltipps: SCREAM OUT LOUD, HIGH IN THE SKY, ESCAPE, AND THE STORY BEGINS


„Kein zweites Album – sondern eine grundsätzlich diskutable Neuveröffentlichung, die die Urfassung kaum verbessert.“

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