Metal-CD-Review: AXENSTAR – Perpetual Twilight (2002)

Alben-Titel: Perpetual Twilight
Künstler / Band: Axenstar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2002
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Arise Records

Alben-Lineup:

Magnus Winterwild – Vocals, Keyboards
Magnus Ek – Bass
Pontus Jansson – Drums
Thomas Eriksson – Guitars (lead)
Peppe Johansson – Guitars

Track-Liste:

1. All I Could Ever Be (04:34)
2. The Cross We Bear (05:46)
3. King of Tragedy (05:34)
4. Scars (05:06)
5. Enchantment (04:41)
6. New Revelations (07:16)
7. Secrets Revealed (03:12)
8. Confess Thy Sins (04:08)
9. Perpetual Twilight (08:31)

Wenn ein gutes Gehör wichtiger ist als eine klare Sicht.

Nachdem sie sich schon 1998 unter dem Namen POWERAGE zusammengefunden hatten, sollte es kurz nach der Jahrtausendwende so richtig losgehen für Frontmann Magnus Winterwild und seine muntere Metal-Schar: AXENSTAR waren geboren, und damit auch das Bestreben einen ordentlichen Ruck durch die Power Metal-Landschaft gehen zu lassen. Den ersten markanteren Schritt in diese Richtung unternahmen die Musiker mit ihrem 2002 auf den Markt geworfenen Debütalbum PERPETUAL TWILIGHT – welches über das Label Arise Records erschien und insgesamt 9 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 50 Minuten enthält. Grundsätzlich handelt es sich bei diesem ersten Paukenschlag der Schweden um ein Album, welches recht gut in damalige Power Metal-Szene passte – und dass analog dazu auch einen ersten Vorgeschmack auf die durchaus vorhandenen Alleinstellungsmerkmale der Band erlaubte.

Die beziehen sich indes weniger auf die knackige instrumentelle Darbietung der einzelnen Mitglieder, als vielmehr den warm-weichen Leadgesang von Magnus Winterwild und die recht einzigartige Atmosphäre des Albums – das schon mit dem Opener ALL I COULD EVER BE eine mitunter magisch-poetische Grundstimmung etabliert, der man sich nur schwer entziehen kann. Das schöne dabei ist, dass sich AXENSTAR dabei niemals einem nennenswerten Kitsch hingeben – also beispielsweise das Keyboard eher hintergründig agieren lassen und auf allzu schmachtende balladeske Momenten verzichten. Anders gesagt: wenn AXENSTAR doch noch mal eine Ballade inszenieren, klingt das am ehesten so wie in SCARS oder ENCHANTMENT – also noch immer mit einem ordentlichen Druck und einer antreibenden Metal-Instrumentierung ohne viel Schnickschnack.

Doch das ist auf einem Album wie diesem ohnehin eher die Ausnahme – denn am liebsten bewegen sich AXENSTAR in kraftvoll-stampfenden (THE CROSS WE BEAR) bis rasant schnellen Power Metal-Gefilden (alle hinteren Titel, mit Ausnahme des vergleichsweise ruhigen akustischen Intermezzos in Form von SECRETS REVEALED). Zusätzlich interessant wird es dabei in Anbetracht von Nummern wie KING OF TRAGEDY (das ein interessantes emotionales Wechselspiel innerhalb längerer Instrumentalparts vorsieht), NEW REVELATIONS (das mit seinen fast schon feucht-fröhlichen Melodiebögen einen recht hymnischen Anspruch besitzt) sowie dem längeren Rausschmeißer und Titeltrack PERPETUAL TWILIGHT – der auch wenn er nicht mehr viel neues zum Gesamteindruck des Albums beitragen kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden muss.

All das klingt so, als würde PERPETUAL TWILIGHT keinerlei Schwächen offenbaren – was aber auch nicht ganz richtig ist. Eventuell sollte man in Anbetracht des Alben-Daseins als erste offizielle Veröffentlichung einer seinerzeit noch völlig unbekannten Band nicht allzu streng mit AXENSTAR ins Gericht gehen, aber: insbesondere die Abmischungs- und Produktionsqualität (und damit alles, was die eigentliche Inszenierung des Sounds betrifft) ist in diesem Fall nicht wirklich optimal ausgefallen. Gewissermaßen passig, also ebenfalls nicht gerade differenziert schneidet vielleicht auch die grundsätzlich angenehme Darbietung des Leadsängers Magnus Winterwild ab – dem man zwar schon hier eine relative Einzigartigkeit attestieren konnte, aber eben keine sonderlich ausgeprägte Variabilität.

Davon abgesehen gibt es aber nichts zu mäkeln, oder zusammenfassend gesagt: auch wenn PERPETUAL TWILIGHT nicht ganz an den Status eines sensationellen Debütalbums wie etwa SONATA ARCTICA’s ECLIPTICA (siehe Review) herankommt, waren die Schweden von AXENSTAR schon früh auf dem richtigen Weg.

Absolute Anspieltipps: ALL I COULD EVER BE, KING OF TRAGEDY, NEW REVELATIONS, PERPETUAL TWILIGHT


„Ein fast perfektes, in jedem Fall empfehlenswertes Debütalbum.“

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