Metal-CD-Review: CRYONIC TEMPLE – In Thy Power (2005)

Alben-Titel: In Thy Power
Künstler / Band: Cryonic Temple (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 30. Mai 2005
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: LMP / Limp Music Productions

Alben-Lineup:

Sebastian Olsson – Drums
Esa Ahonen – Guitars
Jan J. Cederlund – Bass
Leif Collin – Guitars
Jan Söderlund – Keyboards
Glen Metal – Vocals

Track-Liste:

1. The Sleep of the Innocent (01:23)
2. When Hell Freezes Over (05:40)
3. In Thy Power (05:36)
4. Travellers in Time (05:14)
5. Beast Slayer (05:22)
6. Wolfcry (06:36)
7. Mr. Gold (04:58)
8. A Soldiers Tale (05:01)
9. Shark Attack (04:30)
10. Rapid Fire (04:22)
11. Eternal Flames of Metal (06:44)

Eine weitere willkommene Macht- und Kraftdemonstration.

IN THY POWER ist das dritte offizielle Studioalbum aus dem Hause CRYONIC TEMPLE – und damit auch die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte jener eifrigen Power Metaller, die kurz nach der Jahrtausendwende endlich vollends mit ihren Genre-Beiträgen durchstarten konnten. Mit ihrem Debütalbum CHAPTER I (siehe Review) sowie dem bald darauf nachgeschobenen BLOOD, GUTS & GLORY (Review) konnten die Schweden jedenfalls relativ gnadenlos überzeugen – und das auch oder gerade weil sie erst gar keinen allzu großen Aufriss um ihre Musik machten. Stattdessen schienen sich die Recken um den damaligen Frontmann Glen Metal (eigentlich Johan Johansson) schon früh auf das zu besinnen, was sie am besten können – und das war und ist ein ebenso klassisch gestimmter wie zutiefst hymnisch angehauchter Power Metal der typisch europäischen Spielart. Das vorliegende dritte Album aus der hiesigen Power Metal-Schmiede bildet da so gesehen keine Ausnahme – auch wenn sich hie und da doch kleine Veränderungen bemerkbar machen.

Die beziehen sich indes weniger auf die grundsätzliche Spielart der Band, als vielmehr auf die Darbietung des Leadsängers Johan Johansson – der auf IN THY POWER teils deutlich bestimmter und aggressiver vorgeht als noch auf den Vorgängern. Vor allem der Auftakt mit dem in den Strophen ungewöhnlich harschen WHEN HELL FREEZES OVER bietet hier als treffendes Anschauungsmaterial an – wobei man sich durchaus erst an diese neue Herangehensweise gewöhnen muss. Aber eben auch nur kurz – schließlich merkt man schon dem Refrain an, dass CRYONIC TEMPLE keinesfalls auf ihre typischen Markenzeichen verzichtet hatten. Noch deutlicher wird dies im folgenden Titeltrack IN THY POWER – der ein für die Schweden typisches Power Metal-Feuerwerk abfackelt und dabei alles andere als eine schlechte Figur macht. An die schier umwerfende Wirkung der Vorgänger aber kommt das Album im weiteren Verlauf dann doch nicht ganz heran – was mehre Gründe hat.

Zum einen schienen CRYONIC TEMPLE hier nicht mehr ganz so spielfreudig zu agieren respektive aus wirklich allen Rohren zu feuern – was aller Wahrscheinlichkeit nach auf die bis zu diesem Zeitpunkt von der Band gewonnene Erfahrung und sicher auch Routine zurückzuführen ist. Zwar führt das nicht dazu, dass auch nur einer der insgesamt 11 Titel komplett zu vernachlässigen wäre – aber der zuvor noch vorhandene Überraschungsfaktor bleibt verständlicherweise aus. Auch scheint es, als wären die Schweden hie und da einfach etwas zu sehr auf Nummer sicher gegangen – was hier einige höchst solide, aber eben auch nicht herausragende (und den Refrains etwas schwächere, zumindest im Vergleich mit den Vorgängern) Titel wie etwa TRAVELLERS IN TIME, WOLFCRY, MR. GOLD, SHARK ATTACK oder RAPID FIRE zur Folge hat. Der Band absolut erhalten geblieben sind dagegen – und das auch in den nicht ganz so überzeugenden Titeln – ihre handwerklichen Fähigkeiten sowie das nötige Feingefühl in Bezug auf eine möglichst effektive Inszenierung und einen rundum zufriedenstellenden technischen Part.

Alles in allem wäre also definitiv davon auszugehen, dass IN THY POWER deutlich hinter seinem Vorgänger BLOOD, GUTS & GLORY zurückstecken müsste. Wenn, ja wenn sich da nicht doch noch das ein oder andere Highlight versteckt hätte. Vornehmlich zu nennen wären hier der bereits erwähnte, extrem knackige Opener WHEN HELL FREEZES OVER sowie natürlich der Titeltrack – aber auch das furiose und variantenreiche BEAST SLAYER, das zeitlos-hymnische A SOLDERS TALE sowie der Rausschmeißer THE ETERNAL FLAMES OF METAL als exzellente Band- und Genrehymne sorgen hier für den nötigen Ausschlag. Eben diese Nummern sind es dann auch, die eine allzu explizite Einstufung unter dem Niveau des Vorgängers vermeiden – und IN THY POWER letztendlich fast auf eine Stufe mit den ersten beiden Werken der Schweden hieven.

Absolute Anspieltipps: WHEN HELL FREEZES OVER, IN THY POWER, BEAST SLAYER, A SOLDIERS TALE, ETERNAL FLAMES OF METAL


„Fast so gut wie der Vorgänger, aber eben auch nur fast. Die Blöße geben sich CRYONIC TEMPLE hier dennoch nicht – auch für das dritte Album kann eine absolute Empfehlung ausgesprochen werden.“

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.