Metal-CD-Review: WE ARE LEGEND – Rise Of The Legend (2013)

Alben-Titel: Rise Of The Legend
Künstler / Band: We Are Legend (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 08. November 2013
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Pure Legend Records

Alben-Lineup:

Heiko Burst – Drums
Siggi Maier – Guitars
Dirk Baur – Guitars
Selin Schönbeck – Vocals, Piano
Dominik Burgdörfer – Bass

Track-Liste:

1. Hungry Mirrors (04:46)
2. This Holy Dark (04:57)
3. Enemy Within (06:10)
4. Birth of the Legend (01:18)
5. Rise of the Legend (06:52)
6. God Is Dreaming (04:44)
7. Out ! (06:04)
8. Only Time Can Tell (05:08)
9. March of the Living (04:43)

Eine Abkürzung auf dem Weg zur Legende ?

Kurz nachdem sich die deutsche Power Metal-Fraktion WE ARE LEGEND im Jahre 2011 zusammengefunden und bald darauf eine erste vielversprechende Demo (WE ARE LEGEND, siehe Review) an den Start gebracht hatte, folgte mit dem 2013’er RISE OF THE LEGEND der erste offizielle Langspieler der bei Pure Steel Records unter Vertrag stehenden Recken um Frontmann Selin Schönbeck (HÄVY ROXX). Wenn man so will – und vor allem dem vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Bandnamen selbst Glauben schenkt – könnte man die Rezension dabei eigentlich schon an dieser Stelle beenden. Vermutlich wäre das dann aber doch etwas unfair gegenüber den zahlreichen anderen Bands, die sich ihren Legenden-Status erst über die Jahre erarbeitet haben – aber wer weiß, vielleicht ist das vorliegende RISE OF THE LEGEND ja bereits der erste markantere Schritt in die richtige Richtung. Oder eher in die Richtung jener Tage, in der der gewissermaßen visionäre Bandname auch tatsächlich mit einer automatischen; ja wenn nicht gar völlig indiskutablen Qualitätsgarantie einhergeht.

Bis es soweit ist, muss sich RISE OF THE LEGEND aber noch als reguläres Debütalbum einer ebenso talentierten wie aufstrebenden Band profilieren – und wohl auch als Album, dass auf den ersten Blick nicht ganz so viel neues Material anzubieten vermag wie eventuell erwartet. Immerhin könnten die Titel THIS HOLY DARK, ENEMY WITHIN und GOD IS DREAMING einigen bereits von der Demo bekannt sein – sodass eigentlich nur 5 neue (und dabei auch vollwertige) Titel übrig bleiben. Das eher deplatziert wirkende Interlude BIRTH OF THE LEGEND, das sich nebenbei bemerkt schier perfekt als Intro geeignet hätte; fällt hier schließlich nicht wirklich ins Gewicht. Aber, und um dem angedeuteten negativen Verlauf der Rezension gleich wieder Einhalt zu gebieten: allzu gravierend ist all das nicht. Immerhin wurden die von der Demo übernommenen Titel noch einmal ordentlich aufpoliert, sodass sie nun endlich den Eindruck hinterlassen können der ihnen ursprünglich angedacht war – wovon insbesondere die beiden Brecher THIS HOLY DARK und ENEMY WITHIN profitieren.

Weitaus wichtiger erscheint indes, dass RISE OF THE LEGEND im allgemeinen ein recht buntes, vielschichtiges und abwechslungsreiches Genre-Album geworden ist – und weniger eines, dass eine gradlinige oder gleichmäßig stampfende Marschrichtung voraussetzt. Mit verantwortlich dafür sind auch die häufig anberaumten Tempo-Wechsel, der teils überraschend vordergründige Einsatz des ebenfalls von Leadsänger Selin Schönbeck bedienten Pianos, die zahlreichen Wendungen und dezent progressiv angehauchten Strukturen innerhalb einzelner Titel (wie etwa im Titeltrack RISE OF THE LEGEND) sowie sicher auch der allgemeine Eindruck, dass WE ARE LEGEND wirklich jeden einzelnen Augenblick intensiv nutzen. Anders gesagt: man sollte hier weniger von einem typischen Power Metal-Album mit einem unkomplizierten Einstieg oder einem hohen Hymnen-Faktor ausgehen – sondern vielmehr von einem vergleichsweise anspruchsvollen Werk, das mit jedem Durchlauf wächst und dementsprechend auch Zeit braucht um im Sinne der Hörerschaft zu gedeihen.

Dass das Album einen vergleichsweise hohen Anspruch vermittelt, liegt aber nicht allein an den ebenso abwechslungsreichen wie musikalisch ausgewogenen Strukturen und der äußerst variablen Atmosphäre – sondern auch am Handwerk der einzelnen Mitglieder. Tatsächlich ist das, was WE ARE LEGEND hier abliefern; kaum auf ein Debütalbum einer Band zurückzuführen – vielmehr klingt es nach einem Output, das aus einer langjährigen Erfahrung resultiert. Dass auch die Abmischung und Produktion relativ gnadenlos zu überzeugen vermag, ist dann auch keine wirkliche Überraschung mehr – wobei es angenehm ist, dass auch der von Dominik Burgdörfer gespielte Bass eine größtmögliche Aufmerksamkeit bekommt. Auch wenn sie gerade erst mit ihrem potentiellen Siegeszug begonnen haben, stehen die Zeichen für WE ARE LEGEND damit klar auf grün, oder anders gesagt: sollten die Jungs so weitermachen und auch in Zukunft entsprechend abliefern, könnte die Bedeutung des Bandnamens irgendwann tatsächlich Realität werden.

Absolute Anspieltipps: HUNGRY MIRRORS, THIS HOLY DARK, ENEMY WITHIN, RISE OF THE LEGEND, OUT


„Ein ebenso vielseitiges wie schlicht hervorragendes Album, dass eine gewisse Vorlaufzeit braucht – dann aber umso mehr überzeugt.“

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