Metal-CD-Review: ETERKNIGHT – Ragnarök (EP, 2014)

Alben-Titel: Ragnarök (EP)
Künstler / Band: Eterknight (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 12. September 2014
Land: Mexiko
Stil / Genre: Symphonic Death / Folk / Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Jovany López – Keyboards
Geiler May – Bass, Vocals, Orchestrations
Jomâr Vázquez – Guitars
Samuel González – Guitars

Track-Liste:

1. Intro (00:33)
2. Kingdom Ashes (04:57)
3. Ride for Victory (04:35)
4. Our Legion (04:50)
5. Fimbulvetr (00:31)
6. Ragnarök (04:39)
7. Hero in a Dream (Ensiferum cover) (03:46)

Ja ist denn schon wieder Götterdämmerung ?

Bands, die man einfach nicht in eine einzelne Genre-Schublade stecken kann oder sollte; gibt es immer wieder – und das nicht erst seit den Anfangstagen von WINTERSUN, die für ihre die Beschreibung ihrer Musik eine recht abenteuerliche Kombination von Stichwörtern beanspruchen. Im Sinne dieser hörbar genreübergreifend agierenden Schwermetall-Combos könnten sich nun auch aus Mexiko stammenden Recken von ETERKNIGHT einen Namen machen – die auf ihrer vorliegenden Debüt-EP RAGNARÖK ebenfalls eine recht vielseitige musikalische Darbietung anstreben. Und, die dabei vornehmlich in Richtung der bereits genannten WINTERSUN oder auch ENSIFERUM schielen – immerhin gibt es mit dem Rausschmeißer HERO IN A DREAM auch ein entsprechendes, letztendlich gar nicht mal zu verachtendes Cover.

Aber auch davon abgesehen nutzen die Mexikaner so gut wie jeden Zeitpunkt ihrer musikalischen Interpretation der RAGNARÖK-Sage, um dem Hörer eine volle Breitseite aus in der Kombination wunderbar knackig erscheinenden Metal-Elementen zu präsentieren. Wobei, und das ist das eigentlich interessante; hie und da auch Einflüsse aus dem Bereich des europäischen Power Metals durchklingen – was die mit satten 7 respektive 5 vollwertigen Titeln bestückte EP zu einer in vielerlei Hinsicht antreibenden Angelegenheit macht. Vor allem die kompositorischen Fähigkeiten der Band und die handwerklichen Leistungen der einzelnen Mitglieder machen dabei ordentlich was her – und das so sehr, dass der RAGNARÖK-EP in rein instrumentaler Hinsicht kaum etwas vorzuhalten ist. Die Gitarren klingen schön schroff und knackig, das Drumming furios – und insbesondere die des öfteren anberaumte symphonische Komponente verleiht dem Ganzen einen angenehmen Druck.

Und auch eine ordentliche Portion Atmosphäre, die Dank der allgemein harten Gegenargumente seitens des Leadgesangs auch nicht wirklich Gefahr läuft; ins kitschige abzudriften. Allerdings, und das ist eine der momentan noch auffälligsten Schwächen von ETERKNIGHT; ist es eben jener Leadgesang der auf der RAGNARÖK-EP noch etwas Luft nach oben lässt. Anders gesagt: wirklich sicher oder gar kultverdächtig klingt der hiesige Gesangs-Akrobat Geiler May (der heißt wirklich so) mit seiner Mäandern zwischen kratzigen Screams, dunklen Growls und seltenerweise auch klaren Gesangspassagen nicht. Es könnte sich demnach für ETERKNIGHT lohnen, hier nach einer noch besseren Lösung zu suchen – und das vielleicht gar nicht mal in Form eines neuen Leadsängers. Mit ein wenig mehr Training, einer vorteilhafteren Abmischung und eventuell auch einem dezenten mehr an Klargesangspassagen und unterstützenden Chören (gerade die würden hervorragend zum Gesamteindruck von ETERKNIGHT passen) dürfte die Band noch deutlich besser abschneiden als momentan – was ihr für die Zukunft auch allemal zu wünschen ist.

Absolute Anspieltipps: KINGDOM ASHES, RIDE FOR VICTORY, OUR LEGION


„Keine perfekte, aber doch eine äußerst interessante erste Werkschau.“

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