Metal-CD-Review: SECRET SPHERE – A Time Never Come 2015 Edition (2015)

Alben-Titel: A Time Never Come – 2015 Edition
Künstler / Band: Secret Sphere (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. April 2015
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Aldo Lonobile – Guitars
Michele Luppi – Vocals
Andrea Buratto – Bass
Marco Lazzarini – Drums
Gabriele Ciaccia – Keyboards
Marco Pastorino – Guitars

Track-Liste:

1. Gate of Wisdom (00:59)
2. Legend (06:15)
3. Under the Flag of Mary Read (07:22)
4. The Brave (07:13)
5. Emotions (02:35)
6. Oblivion (04:34)
7. Lady of Silence (05:27)
8. The Mystery of Love (06:55)
9. Paganini’s Nightmare (01:11)
10. Hamelin (04:42)
11. Ascension (01:07)
12. Dr. Faustus (08:26)
13. Lie to Me (live) (04:12)
14. Wish & Steadiness (live) (04:55)

Vorsicht vor dem einen großen Fehler.

Dass sich eine Band aus irgendeinem Grund für eine Neuaufnahme eines ihrer älteren Alben entscheidet, ist längst nichts neues mehr. Wie sehr man sich mit einem eben solchen Projekt verhaspeln kann, überrascht dagegen immer wieder – zumal, und das ist das eigentlich fatale; es erst gar keinen offensichtlichen Grund für eine entsprechende Neufassung gab. Vor exakt diesem Problem stehen nun auch die italienischen Power Metaller von SECRET SPHERE – die sich für ihre 2015’er Edition von A TIME NEVER COME die gleich betitelte Urfassung aus dem Jahre 2001 (siehe Review) zur Brust nahmen um sie analog zum kürzlichen Lineup-Wechsel (für den angestammten Leadsänger Roberto „Ramon“ Messina kam erst kürzlich der von VISION DIVINE bekannte Michele Luppi) für die Zukunft der Band aufzubereiten. So oder so ähnlich müssen SECRET SPHERE jedenfalls gedacht haben – wobei das gar nicht erst nicht ihr größter Fehler war. Der liegt vielmehr und schlicht darin begründet, dass A TIME NEVER COME das markanteste und vielleicht auch beste Album der Italiener war und bis heute ist – und niemand der bei klarem Verstand ist, auf eine unnötige Neuaufnahme des bereits erstklassigen Materials setzen würde. Auch oder gerade dann nicht, wenn man in der Zwischenzeit einen neuen Leadsänger akquiriert hat – der das Erbe seines Vorgängers eigentlich nur mit Füßen treten kann. Und das selbst, wenn er sein Handwerk versteht.

So kann die 2015’er Edition eigentlich nur im Hinblick auf jene Aspekte punkten, von denen man erwarten konnte dass sie auch genau so eintreten. Namentlich wären das eine Aufnahme-, Abmischungs- und Produktionsqualität die den aktuellen qualitativen Standards entspricht – und eine Herangehensweise, die selbst kleinere Fehler oder Unstimmigkeiten vollständig ausmerzt. Das Problem: trotz dessen, dass A TIME NEVER COME in den ersten Momenten wesentlich klarer und druckvoller durch die Boxen rauscht; geht die einst anberaumte Magie fast vollständig verloren. Anders gesagt: die unbeirrte Kraft und der vom Originalmaterial ausgehende Wille der Band etwas großes zu erreichen, geht auf der Neufassung verständlicherweise verloren – und wird gegen eine eigentlich eher unliebsame Form der Perfektion ausgetauscht. Einer im schlimmsten Fall als seelenlos zu bezeichnenden noch dazu – auch wenn sich in Bezug auf die eigentliche Qualität des Materials nicht allzu viel ändert. Die wahre Crux liegt hier schlicht in der Darbietungsform begründet, die die 2015’er Edition eines legendären Albums zu alles andere als einem Genuss macht – und das schon mit dem Vorgänger PORTRAIT OF A DYING HEART eher wackelig erscheinende musikalische Konstrukt der Band nicht nennenswert festigt. So kann oder sollte es jedenfalls nicht weitergehen mit einer Band, die einst Power Metal-Geschichte schrieb.

Absolute Anspieltipps: /


Schon in der Theorie problematisch – und in der Praxis umso ernüchternder.“

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