Metal-CD-Review: SECRET SPHERE – Sweet Blood Theory (2008)

Alben-Titel: Sweet Blood Theory
Künstler / Band: Secret Sphere (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Mai 2008
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Avalon

Alben-Lineup:

Roberto „Ramon“ Messina – Vocals
Aldo Lonobile – Guitars
Paolo „Paco“ – Gianotti Guitars
Andrea Buratto – Bass
Federico Pennazzato – Drums
Antonio Agate – Keyboards

Track-Liste:

1. Evil or Divine (00:55)
2. Stranger in Black (05:14)
3. From a Dream to a Nightmare (06:29)
4. Bring On (05:31)
5. The Shadows of the Room of Pleasure (05:08)
6. Welcome to the Circus (05:01)
7. The Butterfly Dance (04:41)
8. Sweet Blood Theory (05:19)
9. Feed My Fire (03:54)
10. All These Words (04:34)
11. Vampire’s Kiss (04:37)

Wenn Theorie und Praxis nah beieinander liegen.

Nein, eigentlich verheißt der Blick auf das Alben-Cover von SWEET BLOOD THEORY nichts gutes – auch oder gerade weil man Anwandlungen wie die hier gezeigten eher von einer Genre-Formation wie SKYLARK erwartet hätte. Dennoch muss man SECRET SPHERE mindestens eines lassen: die bereits 1997 gegründete Italo-Power-Combo bewies in Anbetracht ihrer kontinuierlichen Release-Frequenz ein ordentliches Durchhaltevermögen – und schien darüber hinaus in der Lage zu sein, aus bereits begangen Fehlern zu lernen. Dementsprechend sollte man sich auch nicht vom ersten Eindruck des vorliegendes fünften Studioalbums der Recken um Frontmann Roberto „Ramon“ Messina täuschen lassen, denn immerhin – und glücklicherweise – unterstrich es den insgesamt als positiv zu betrachtenden Werdegang der Band, die kurz nach der Jahrtausendwende mit ihrem zweiten Studioalbum A TIME NEVER COME (siehe Review) Geschichte geschrieben und sich bald darauf einen ersten Ausrutscher geleistet hatte (namentlich das 2003 erschienene SCENT OF HUMAN DESIRE, Review).

Umso schöner ist es zu sehen, dass es SECRET SPHERE in Bezug auf die Wiederherstellung ihres einst etablierten Images nicht allein beim 2005 nachgeschobenen HEART & ANGER (Review) beließen – und der geneigten Hörerschaft mit SWEET BLOOD THEORY ein weiteres schlagkräftiges Argument in Richtung eines ebenso progressiv wie symphonisch angehauchten Power Metals kredenzten. Und dazu noch einen, der – und das ist die eigentliche mit dem fünften Album der Italiener einhergehende Überraschung – erstmals nicht mehr wirklich mit dem beinahe parallelen Schaffen der Kollegen von LABYRINTH verwechselt werden konnte. Anders gesagt: SECRET SPHERE hatten noch einmal ordentlich an ihren Alleinstellungsmerkmalen gefeilt und sie weiter ausgebaut – und mit den 11 auf SWEET BLOOD THEORY enthaltenen Titeln aufgezeigt, dass sie weit mehr waren als eine mit Band X oder Y zu vergleichende (oder gar selbige nachahmende) Combo. Glücklicherweise lebt das Album auch von eben dieser neu gefundenen Sicherheit und Zielstrebigkeit, die nach dem noch am ehesten zu vernachlässigenden Intro EVIL OR DIVINE in einer recht überzeugenden Art und Weise zum Tragen kommt.

Und tatsächlich: schon mit ihrem extrem starken Alben-Auftakt in Form des erfrischend knackigen Openers STRANGER IN BLACK, des atmosphärischen FROM A DREAM TO A NIGHTMARE sowie des leicht melancholischen BRING ON vermögen es die Italiener, für ein markantes Aufhorchen zu sorgen. Zum einen, da man hier schlicht die alte Ausdruckskraft, Spielfreude und den Ideenreichtum der A TIME NEVER COME-Ära wiederzubeleben scheint; und das auf eine recht angenehme Art – und zum anderen, da den Italienern hier vor allem in Bezug auf das an den Tag gelegte Handwerk und das durchaus als brillant zu bezeichnende Songwriting einfach nichts vorzuwerfen ist. Dass einzige Problem an und mit SWEET BLOOD THEORY ist daher noch am ehesten, dass das Album dieses immense Qualitätsniveau im weiteren Verlauf nicht immer halten kann – doch selbst das macht in diesem Fall nichts oder zumindest wenig, da man auch die nicht beim ersten Anlauf zündenden oder auch mal mit auf den ersten Blick störenden Elementen (wie etwa das Keyboard in WELCOME TO THE CIRCUS) versehenen Nummern mit einigen Highlights versehen hat.

Fast schon wenig überraschend erscheint in diesem Zusammenhang, dass es SECRET SPHERE ebenfalls geschafft haben eine gut funktionierende Ballade auf die Beine zu stellen. Sicher, THE BUTTERFLY DANCE gehört nicht unbedingt zu den besten Titeln des Albums – und doch zeigt sich in Details wie diesen, dass sich die Italiener einige Gedanken um ihr fünftes Album gemacht haben. Grundsätzlich fühlt sich keine der Nummern überflüssig oder so an, als wäre sie fehl am Platz – sodass mit Ausnahme weniger schwächerer Momente von einem zutiefst gelungenen Genre-Album sprechen kann, dass einen selbst in den zunächst eher unscheinbaren Momenten immer wieder positiv zu überraschen vermag. SWEET BLOOD THEORY kann sich damit allemal einen Platz in der Riege der besten SECRET SPHERE-Alben überhaupt sichern – und sollte bei jedem, der auch nur ansatzweise etwas mit dem Schaffen von Combos wie LABYRINTH oder VISION DIVINE anfangen kann; im Regal stehen.

Absolute Anspieltipps: STRANGER IN BLACK, FROM A DREAM TO A NIGHTMARE, BRING ON


„Die perfekte Symbiose aus den alten SECRET SPHERE und eines so erstmals anberaumten, enorm atmosphärischen Alben-Konzepts.“

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