Metal-CD-Review: NOCTURNAL RITES – New World Messiah (2004)

Alben-Titel: New World Messiah
Künstler / Band: Nocturnal Rites (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 24. März 2004
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Century Media Records

Alben-Lineup:

Jonny Lindqvist – Vocals
Nils Norberg – Guitars
Fredrik Mannberg – Guitars
Nils Eriksson – Bass
Owe Lingvall – Drums

Track-Liste:

1. New World Messiah (04:08)
2. Against the World (04:19)
3. Avalon (04:20)
4. Awakening (05:28)
5. Egyptica (05:53)
6. Break Away (04:34)
7. End of Days (04:47)
8. The Flame Will Never Die (04:21)
9. One Nation (04:30)
10. Nightmare (04:37)

Siehe, ich verkünde euch eine neue Welt.

Nein, viel falsch machen konnten die NOCTUNRAL RITES wahrlich nicht. Zumindest nicht zum Auftakt des neuen Jahrtausends, und mit ihren bis dato veröffentlichten hervorragenden Alben im Gepäck – von denen sowohl die aus der früheren Ära mit Anders Zackrisson, als auch die mit dem später für ihn eingesprungen neuen Leadsänger Jonny Lindqvist einen zumeist tadellosen Eindruck hinterlassen konnten. Nach den beiden vergleichsweise schweren; man will nicht sagen düsteren Vorgängern AFTERLIFE (siehe Review) und SHADOWLAND (Review) aber wollten die Schweden offenbar wieder ein etwas verspielteres Album an den Start bringen – das vorliegende NEW WORLD MESSIAH, das aus dem Jahre 2004 stammt und im besten Fall einen weiteren markanten Meilenstein innerhalb der hiesigen Diskografie markiert.

Tatsächlich muss man den NOCTURNAL RITES eines in jedem Fall zugute halten, neben ihrem Talent sich bis dato absolut keinen Ausfall geleistet zu haben versteht sich. Und das ist die Tatsache, dass sich Band scheinbar niemals Gefahr läuft sich bloß zu wiederholen. So wohnt einem jedem NOCTURNAL RITES-Album eine spezielle Atmosphäre inne, die es gewissermaßen unverwechselbar macht – wobei auch NEW WORLD MESSIAH keine Ausnahme bildet. Sicher, etwas gänzlich neues hatten die Schweden auch dieses Mal nicht erschaffen – doch dafür überzeugte die hier an den Tag gelegte, so noch nicht dagewesene Zusammenführung und Harmonie der verschiedenen Band-internen Spielarten. Anders gesagt: das Album offenbart eine angenehme Mixtur aus den griffigen Elementen des Vorgängers SHADOWLAND, sowie einigen etwas verspielteren Zügen – die genauso gut vom früheren THE SACRED TALISMAN hätten stammen können. Nicht zuletzt dank ihres ebenso klassischen wie hymnischen Anspruchs.

Ein oder zwei kleinere Mankos gibt es dann aber doch – wobei man mit beiden nicht unbedingt hätte rechnen können. So fällt insbesondere zum Auftakt des Albums auf, dass die NOCTURNAL RITES durch ihre hier abermals etwas aufgelockerte Spielart und des noch geradlinigeren Sounds einstweilen stark an andere Genre-Vertreter wie etwa HAMMERFALL erinnern. Natürlich nur in einer eher oberflächlichen Betrachtung, und ohne die noch immer vorhandenen; so gesehen typischen NOCTURNAL RITES-Merkmale außer acht zu lassen. Aber dennoch, für NEW WORLD MESSIAH schien sich die Band durchaus in die ein oder andere Richtung angepasst zu haben. Das zweite, eventuell noch schwerwiegendere Manko bezieht sich dann auf eine so erstmals auf NEW WORLD MESSIAH anberaumte Komponente – den Backgroundgesang, inklusive einiger damit verbundener Faktoren in der Abmischung und Produktion.

Besonders auffällig wird das spätestens bei einer stark Refrain-lastigen Nummer wie AVALON – die sich zwar als recht angenehme Hymne präsentiert, durch den hier aber fast schon aufdringlichen Sound der Backgroundvocals und -Chöre einen leicht zwiespältigen Eindruck hinterlässt. Das ist schon ein wenig kurios, erst Recht wenn betrachtet dass ein beinahe jedes NOCTURNAL RITES-Album irgendeine kleinere; letztendlich absolut vermeidbare Schwäche offenbarte. Waren es zuvor etwa der nicht gänzlich optimale Sound der Drums, ist es dieses Mal schlicht alles was mit den Refrains und etwaigen überlagerten Gesängen korrespondiert – was bei einem eher hymnisch aufgemachten Album wie diesem natürlich nachteilig ins Gewicht fällt. Davon abgesehen stimmt aber, was der markant tönende Frontmann Jonny Lindqvist und seine Kollegen hier abliefern – vor allem in Bezug auf den wie immer schmackig-schroffen Gitarrensound und die insgesamt angenehm wuchtige Präsentation.

Wenn das Album also scheitert, dann auf einem recht hohen Niveau – und vornehmlich in Bezug auf die dieses Mal deutlich schwächeren i-Tüpfelchen in den Backgroundgesängen, Refrains und einzelnen merkwürdig kraftlos anmutenden Passagen in sonst guten Titeln wie END OF DAYS. Wen das nicht weiter stört, den erwartet noch immer ein äußerst anständiges Genre-Album – und ein weiteres Werk der hiesigen NOCTURNAL RITES-Diskografie, mit welchem man nicht allzu viele Fehler machen kann.

Absolute Anspieltipps: NEW WORLD MESSIAH, AVALON, NIGHTMARE, ANOTHER STORM


„Das erste NOCTURNAL RITES-Album bis 2004, das deutlichere Schwächen aufweist. Insgesamt betrachtet kann es aber noch immer überzeugen.“

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