Metal-CD-Review: NOCTURNAL RITES – Shadowland (2002)

Alben-Titel: Shadowland
Künstler / Band: Nocturnal Rites (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. Mai 2002
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Century Media Records

Alben-Lineup:

Jonny Lindqvist – Vocals
Fredrik Mannberg – Guitars
Nils Norberg – Guitars
Nils Eriksson – Bass
Owe Lingvall – Drums
Mattias Bernhardsson – Keyboards

Track-Liste:

1. Eyes of the Dead (04:52)
2. Shadowland (04:32)
3. Invincible (04:57)
4. Revelation (04:44)
5. Never Die (04:23)
6. Underworld (04:27)
7. Vengeance (05:19)
8. Faceless God (05:14)
9. Birth of Chaos (04:15)
10. The Watcher (04:00)

Wo Schatten ist, ist immer auch Licht.

Gute 2 Jahre nachdem sich die schwedischen Recken der NOCTURNAL RITES analog zu einem markanten Lineup-Wechsel (den einstigen Leadsänger Anders Zackrisson ersetzte ab dem Jahre 2000 der auch heute noch in der Band aktive Jonny Lindqvist) auf ihrem Ende 2000 erschienenen vierten Studioalbum AFTERLIFE (siehe Review) quasi neu erfunden hatten, folgte mit SHADOWLAND der nächste Rundumschlag in Form eines knackigen Genre-Albums aus der hiesigen Metal-Schmiede. Und damit auch eines Albums, welches die mit der Neubesetzung von Jonny Lindqvist einhergehende; etwas rauere Marschrichtung der Band nochmals explizit unterstrich – auch wenn SHADOWLAND durchaus einige Parallelen zu den früheren Werken der NOCTURNAL RITES aufweist. Demnach trifft man es vielleicht am besten, wenn man hier von den neuen alten NOCTURNAL RITES spricht – die ihre ab 2000 gewonnene Kraft vor allem in Bezug auf das Riffing und den kräftigeren Leadgesang mit ihrem ursprünglichen Gefühl für großartige Melodien und eine gewisse Verspieltheit auf SHADOWLAND zu einem überraschend gut funktionierenden Ganzen verweben.

Anders gesagt: SHADOWLAND kommt nicht mehr ganz so düster daher wie sein Vorgänger, legt die zuvor anberaumten Elemente aus dem Trash- und Speed Metal fast vollständig ad acta – und bringt stattdessen wieder eine zünftige Portion eines europäischen Power Metals an den Start, die auch in Bezug auf ihre Hymnentauglichkeit überzeugen kann. Und das vornehmlich, da die NOCTURNAL RITES hier zu keinem Zeitpunkt Gefahr laufen ins kitschige abzudriften – und den insgesamt 10 Titeln eine angenehme Grund-Härte innewohnt, die die Nummern trotz der teils extrem eingängigen Mitsing-Refrains (wie in REVELATION) angenehm knackig klingen lässt. Entsprechend schwer könnte es einem auch fallen, die Highlights des Albums herauszupicken – das bereits im Auftakt einige absolute Hochkaräter serviert. Sei es der Opener EYES OF THE DEAD, der ganz und gar kultverdächtige Titeltrack SHADOWLAND oder das atmosphärisch stampfende INVINCIBLE -die NOCTURNAL RITES geben sich hier wahrlich nicht die Blöße, und überzeugen analog zu ihren schon immer aussagekräftigen handwerklichen Fähigkeiten auch mit einem guten Gespür für ein möglichst effektives Songwriting.

Nimmt man nun noch die äußerst druckvolle Produktion, die schier perfekte Abmischung (die weder den Leadgesang noch die brachialen Instrumentalkulissen benachteiligt), das grundsätzliche Auskommen oder zumindest eine äußerst minimalistische Herangehensweise in Bezug auf das Keyboard sowie das Ausbleiben eine sonst gerne obligatorischen Genre-Ballade hinzu; erhält man nicht weniger als eines der besten Power Metal-Alben des Jahres 2002. Eines, das wenn überhaupt nur kleinere Schwächen offenbart; deren Gewichtung je nach persönlicher Facón unterschiedlich ausfallen wird. So könnte etwa der schon auf dem Vorgänger etwas gewöhnungsbedürftige Sound des Drummings auch dieses Mal für einen (wenn dann aber minimalen) Anflug von Verdruss sorgen, und auch der Faktor der offerierten Abwechslung hätte ruhig noch markanter ausfallen können oder sollen. Zwar nicht unbedingt in Form einer Ballade, aber dennoch. Schließlich kommen gerade im späteren Verlauf nicht mehr viele neue Eindrücke oder solche hinzu, die den gelungenen Alben-Auftakt noch toppen könnten. Dennoch, und bei aller Liebe handelt es sich zweifelsfrei um eines der absoluten TOP-Alben der NOCTURNAL RITES.

Absolute Anspieltipps: EYES OF THE DEAD, SHADOWLAND, REVELATION, VENGEANCE


„Eine höchst interessante Symbiose aus kräftig-bissigen und melodisch-hymnischen Elementen.“

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