Metal-CD-Review: ECLIPSE HUNTER – One (2009)

Alben-Titel: One
Künstler / Band: Eclipse Hunter (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. September 2009
Land: Russland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Нью Рок

Alben-Lineup:

Andrey Osokin – Keyboards
Alexander Yurov – Vocals
Vladimir Ilyuhin – Guitars
Tim Alexeyev – Bass

Track-Liste:

1. One (01:20)
2. Freedom (03:56)
3. I’ll Never Forget (07:25)
4. Train of Dreams (07:08)
5. Angel (05:57)
6. I’m Going Down (05:11)
7. Lost Symphony (03:49)
8. Fading (05:04)
9. Coming Home (08:31)
10. Awake (05:49)
11. Eternally (06:57)

Ein wenig Finsternis muss nicht immer etwas schlechtes bedeuten.

Ja, auch Russland spielt als Herkunftsland so manch hochkarätiger (und dabei gerne mal übersehener) Power Metal-Combo eine Rolle. Ein gutes Beispiel dafür waren unter anderem auch ECLIPSE HUNTER – eine bereits 2004 in Moskau gegründete Band mit einem vergleicshweise interessanten Namen und einem respektablen, 2009 erschienen Debütalbum. Selbiges horcht auf den Titel ONE, beinhaltet insgesamt 11 Titel – und vervollständigt so gesehen das, was die Band auf der 2008 erschienenen EP LOST SYMPHONY begonnen hatte. Einen hohen Bekanntheitsgrad genießt die Band indes nicht, wobei es davon abgesehen auch so scheint als hätten sich eCLIPSE HUNTER mittlerweile wieder aufgelöst. Was allemal schade ist, denn: zumindest dem heute zu Rezenionszwecken vorliegenden ONE wohnt durchaus etwas spezielles, einzigartiges und in jedem Fall für die Band sprechendes inne.

Was genau das ist oder sein könnte, ist dabei gar nicht so leicht zu beschreiben – denn eigentlich und ganz nüchtern betrachtet setzten die Russen gar nicht erst auf eine allzu ausgefeilte oder außergewöhnliche Spielart des Power Metal. Hinzu kommt, dass der Sänger auf ONE weitestgehend akzentfrei tönt – oder mindestens so, dass man nicht direkt auf sein Herkunftsland schließen kann. Auf den ersten Blick ordnet sich das Album damit relativ problemlos in die Riege etwaiger anderer euopäischer Veröffentlichungen ein, bei denen vornehmlich auf absolut typische Genre-Zutaten gesetzt wurde. Ein Beispiel dafür sind etwa die bei ECLIPSE HUNTER recht hoch gehaltenen Keyboards inklusive eines leicht elektronischen Einschlags (LOST SYMPHONY) – oder aber die Tatsache, dass die Band doch einige eher balladeske Ströumungen Einzug halten lässt. Und das mal ganz explizit wie in ANGEL (das als reine Ballade eigentlich recht gut funktioniert), mal im Duett mit einer weibnlichen Gesangsparnterin (FADING), mal in der Mixtur mit deutlich griffigeren Metal-Elementen (I’LL NEVER FORGET).

Und doch wird man schon mit dem ebenso sphärischen wie minimalistischen Intro ONE, dem darauffolgenden Opener FREEDOM oder dem späteren AWAKE bemerken; dass irgendetwas anders ist bei ECLIPSE HUNTER. Etwas, das in erster Linie nicht mit dem an den Tag gelegten Handwerk korrespondiert – denn das ist speziell in Bezug auf die sich alles andere als zurückhaltenden Keyboards und die Gesangsleistung von Alexander Yurov (recht kritisch wird es beispielsweise in I’M GOING DOWN) nur oder immerhin noch als soldie zu bezeichnen. Dennoch schafft es gerade FREEDOM als potentielles Highlight des Albums, für eine so nicht unbedingt erwartete Atmosphäre zu sorgen. Das, und die Tatsache dass sich ECLIPSE HUNTER trotz der teils übertriebenen elektronischen Akzente überaus glaubwürdig inszenieren (wie in der gesanglich nicht makellosen, aber insgesamt doch überragenden Rausschmießer-Ballade ETERNALLY); macht ONE dann doch noch zu einem Hingucker respektive Geheimtipp für eingefleischte Genre-Fans. Solche, die keine Perfektion erwarten – und die überdies nichts gegen eine dezente Portion Kitsch sowie eine eher fantastisch angehauchte Variante des Power Metals einzuwenden haben.

Absolute Anspieltipps: FREEDOM, I’LL NEVER FORGET, COMING HOME, AWAKE


„Grundsätzlich nicht viel besser oder schlechter als das Schaffen von so vielen anderen, eher typischen Genre-Combos – und doch irgendwie besonders. Vielleicht trifft es der Begriff einer Rarität hier am besten.“

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