Metal-CD-Review: IRON SAVIOR – Reforged – Riding On Fire (2017)

Alben-Titel: Reforged – Riding On Fire
Künstler / Band: Iron Savior (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 08. Dezember 2017
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Piet Sielck – Vocals, Guitars
Jan-Sören Eckert – Bass
Joachim „Piesel“ Küstner – Guitars
Patrick Klose – Drums

Track-Liste:

Disc 1
1. Riding on Fire (04:56)
2. Battering Ram (04:52)
3. Brave New World (04:34)
4. Prisoner of the Void (04:45)
5. Titans of our Time (03:57)
6. Eye to Eye (05:59)
7. For the World (05:27)
8. Mindfeeder (04:47)
9. Watcher in the Sky (05:28)
10. Mind over Matter (05:37)

Disc 2
1. Warrior (04:50)
2. Iron Savior (04:28)
3. Tales of the Bold (05:32)
4. No Heroes (04:15)
5. Break the Curse (04:39)
6. Condition Red (04:59)
7. Protector (04:37)
8. I’ve Been to Hell (04:06)
9. Atlantis Falling (04:36)

Das Eisen ist zu schmieden, solange es noch heiss ist.

Eigentlich ist es noch gar nicht so lange her, dass sich die deutschen Power Metaller von IRON SAVIOR mit einem neuen Studioalbum an die Öffentlichkeit gewandt hatten. Einem recht guten noch dazu, schließlich durfte und darf das hier gemeinte TITANCRAFT (siehe Review) wohl auf grundsätzlich keiner Power Metal-Bestenliste des Jahres 2016 fehlen. Umso erstaunlicher erscheint es, dass die Musiker um Frontmann Piet Sielck nun erneut nachlegen. Allerdings, und das erklärt die auch die schnelle Veröffentlichungsfrequenz; in einer so nicht unbedingt erwarteten Form. So kann REFORGED – RIDING ON FIRE zwar durchaus als eigenständiges Release betrachtet werden – in erster Linie aber handelt es sich um ein kunterbuntes Best Of-Album der Band. Betrachtet man den bisher recht gradlinigen Verlauf der IRON SAVIOR-Diskografie, so ist das mal was ganz neues für die bereits seit 1996 aktive Band – die bis auf zwei Singles, zwei EP’s und ein Livealbum bisher nichts veröffentlicht hat, was nicht das Prädikat eines vollwertigen Studioalbums verdient hätte. Gut, bei dem 2015 erschienen MEGATROPOLIS 2.0 (Review) müsste man wohl eine Ausnahme machen – schließlich handelte es sich hier um eine neu aufbereitete Version des ursprünglichen Albums aus dem Jahre 2007.

Das Stichwort einer eben solchen Neuaufbereitung ist es dann auch, die das REFORGED-Album recht treffend beschreibt – schließlich haben IRON SAVIOR ihre hier präsentierten Nummern nicht nur neu zusammengestellt, sondern gleich komplett neu eingespielt. Wobei eine solche Maßnahme, und das wissen wohl auch zahlreiche andere Genre-Künstler; nicht immer besonders erfolgversprechend sein muss. Erst Recht natürlich, wenn es in der Zwischenzeit markante Lineupwechsel gab – wie unter anderem bei RHAPSODY OF FIRE und ihrem aktuellen Best Of – oder man sich schlicht nur ein einzelnes Album zwecks einer meist fragwürdigen Neufassung herauspickt, wovon Bands wie SONATA ARTICA oder MANOWAR ein Lied singen können. Im Falle von IRON SAVIOR indes scheint ein Großteil der Zeichen auf grün zu stehen: im Sinne ihres Best-Ofs hat sich die Band wirklich durch ihre gesamte Diskografie gegraben, die Nummern nicht allzu sehr abgeändert – und das Lineup kann ebenfalls als klassisch bezeichnet werden. Zumindest was die wichtige Position von Piet Sielck angeht, der sich glücklicherweise auch heute noch maßgeblich für den Sound von IRON SAVIOR verantwortlich zeichnet.

Und so ist REFORGED – RIDING ON FIRE sowohl als Best Of-Album für etwaige interessierte Neueinsteiger, als auch als nettes Schmankerl für langjährige Fans zu verstehen – die dank der teilweise doch merklich verbesserten Abmischung und Produktion hier einige ebenso erfrischende wie altbekannte (und im besten Fall entsprechend geliebte) Power Metal-Momente erleben dürfen. Etwas schade ist dann nur, dass es wirklich keine einzige neue Nummer auf die Compilation geschafft hat. Dabei hätte sich doch mit Leichtigkeit etwas passendes finden oder gleich neu schreiben lassen, und sei es nur eine einziger neuer Titel – wie es etwa die Jungs von FREEDOM CALL mit ihrem 666 WEEKS BEYOND ETERNITY vorgemacht haben. Aber sei es drum – IRON SAVIOR machen mit ihrem Best-Of-Album klar, dass ein derartige Compilation nicht immer nur ein Gefühl der Ernüchterung nach sich ziehen muss. Oder gar ein Gefühl einer waschechten Enttäuschung, wenn mal wieder ein weiterer der eigentlich schon perfekten Klassiker neu verwurstet wird. Würden sich doch nur mehr Bands davon inspirieren lassen…

Absolute Anspieltipps: SWORD OF STEEL, IN A TIME OF BLOOD AND FIRE, DAWNSPELL, WIND OF DEATH, REST IN PEACE


„Eindeutig eines der besseren Best-Of-Alben.“

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