Metal-CD-Review: MORIFADE – Empire Of Souls (2011)

Alben-Titel: Empire Of Souls
Künstler / Band: Morifade (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 09. September 2011
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: IceWarrior Records

Alben-Lineup:

Henrik Weimedal – Bass
Kim Arnell – Drums
Fredrik Eriksson – Keyboards
Robin Arnell – Guitars
Kristian Wallin – Vocals
Mathias Kamijo – Guitars

Track-Liste:

1. Bleeding for Lust (05:19)
2. A Cry from the Void (04:33)
3. Come in Blood (05:51)
4. Fear Breeder (03:52)
5. My Silent Serenade (05:32)
6. Road of Deception (04:44)
7. Resemblance of Hate (04:38)
8. Impact of Vanity (04:54)
9. Strenght in Solitude (05:57)
10. The Dark Resignation (05:42)
11. A Sinister Mind (05:03)

Irgendetwas war geschehen… aber was ?

EMPIRE OF SOULS ist das vierte offizielle Studioalbum der Schwedischen Power Metaller von MORIFADE, die sich mittlerweile aufgelöst haben. Vor der offenbar endgültigen Trennung im Jahre 2015 jedoch waren die Musiker durchaus dazu in der Lage, für einiges an Aufsehen zu sorgen – und das vornehmlich um die Zeit der Jahrtausendwende herum. Immerhin konnten das 1999’er Debütalbum POSSESSION OF POWER (siehe Review), der schnelle Nachfolger IMAGINARIUM (Review) sowie das überraschende DOMINATION (Review) trotz des letzten fehlenden i-Tüpfelchens konsequent überzeugen – sodass es umso merkwürdiger erscheint, wieso die Band ab 2005 in eine Art Kältestarre verfiel. Sicher, dass der für den prägnanten Sound der Band alles andere als unwichtige Frontmann und Leadsänger Stefan Petersson das Boot verließ – und mit ihm auch noch der Gitarrist Jesper Johansson – sollte der Band einen Dämpfer verpasst haben. Dennoch ist es dezent kurios, dass es trotz des recht zeitnah akquirierten neuen Sängers Kristian Wallin ganze 7 Jahre brauchte, bis sich MORIFADE neu sortiert hatten und mit einem neuen Studioalbum zurück waren – dem vorliegenden EMPIRE OF SOULS.

Wobei es sich, und das ist kein Geheimnis; durchaus um ein Album mit diversen Problemen handelt. Und das gar nicht mal explizit, da MORIFADE hier ganz grundsätzlich wie eine völlig differente Band klingen – eine Band, die nichts oder nur noch wenig mit ihren Vorgängeralben am Hut zu haben scheint. Sicher wäre das unter Umständen noch zu verschmerzen, vor allem in Anbetracht der erwähnten Probleme und der langen Zeitspanne zwischen den jeweiligen Werken – doch nicht jede Band die sich neu erfindet, klingt danach noch überzeugend. Und tatsächlich: weder können MORIFADE hier mit ihrer neuen Marschrichtung und Gangart in Richtung eines eher auf modern getrimmten Releases mit schweren Riffs, aber merkwürdigerweise auch ohne viel Biss punkten (stellvertretend steht hier der gesamte Alben-Auftakt mit BLEEDING FOR LUST, A CRY FROM THE VOID und COME IN BLOOD) – noch in ihren hie und da durchschimmernden und dabei ebenso verspielten wie klassischen Power Metal-Momenten, die zumindest ansatzweise aus den alten Tagen der Band hätten stammen können.

Der hauptsächlichen Gründe dafür sind es vor allem zwei: zum einen hat sich der eher moderne, fast einzig und allen auf das schnell repetitiv erscheinende Riffing ausgelegte Sound auch in eben diesen Nummern breitgemacht – und zum anderen schaffte es Leadsänger Kristian Wallin hier einfach nicht, dem Album einen wirklich beeindruckenden Gesangsanstrich zu verpassen. Sicher: seine recht kräftige, wenn man so will laute und fordernde Stimme ist grundsätzlich eine willkommene Abwechslung – doch scheint sie nicht immer zur Stimmung der veranschlagten Instrumentalkompositionen zu passen. Überdies scheint sie auch nicht besonders flexibel zu sein, was eine ebenso ruhige wie emotionale Nummer a’la MY SILENT SERENADE unterstreicht – in der der MORIFADE-Sänger schlicht alles andere als glänzt, zumindest wenn es um die Strophen geht. Und überhaupt: was genau in einer Nummer wie STRENGTH IN SOLITUDE geschehen ist – vor allem in Bezug auf die veranschlagte Rhythmik und den lustlosen Refrain – das wissen respektive wussten wohl nur MORIFADE selbst.

Was dem Album bleibt, ist seine gelungene Präsentation inklusive aller die Abmischung und die Produktion betreffender Faktoren; sowie das grundsätzlich ansprechende Handwerk der einzelnen Mitglieder an den Instrumenten. Und eventuell einige doch noch direkt zündende Hymnen a’la ROAD OF DECEPTION oder IMPACT OF VANITY, wobei auch hier gilt: man hat vergleichbares einfach schon recht oft, und gegebenenfalls auch besser gehört. Fest steht: ein Album wie dieses lässt es weniger schade erscheinen, dass MORIFADE nicht mehr existieren; leider. Aber immerhin bleibt einem noch das Schwelgen in Erinnerungen, respektive der Genuss der besseren frühen Werke der Schweden – auf dass sie niemals gänzlich vergessen werden.

Absolute Anspieltipps: ROAD OF DECEPTION, IMPACT OF VANITY


„Ein nicht komplett zu vernachlässigendes, aber doch eher enttäuschendes Diskografie-Finale.“

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