Metal-CD-Review: MORIFADE – Across The Starlit Sky (EP, 1998)

Alben-Titel: Across The Starlit Sky (EP)
Künstler / Band: Morifade (mehr)
Veröffentlichungsdatum: November 1998
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Loud ’n‘ Proud

Alben-Lineup:

Christian Stinga-Borg – Vocals, Keyboards, Piano
Fredrik Johansson – Guitars
Jesper Johansson – Guitars
Henrik Weimedal – Bass
Kim Arnell – Drums

Track-Liste:

1. Enter the Past (06:06)
2. Tomorrow Knows (03:57)
3. Starlit Sky (04:59)
4. Distant World (04:31)

A true blast from the past.

ACROSS THE STARLIT SKY ist die erste offizielle EP der mittlerweile aufgelösten schwedischen Power Metal-Combo MORIFADE – die der Welt durchaus einige waschechte Genre-Perlen hinterlassen hat, vor allem aus der Zeit um die Jahrtausendwende herum. Einen dezenten Hinweis darauf gab und gibt auch schon die vorliegende EP – und das trotz der gerade einmal 4 enthaltenen Titel, die sich auf eine Gesamtspielzeit von knapp 19 Minuten summieren. Schließlich zeigten MORIFADE bereits hier und in einem ihrer frühesten musikalischen Stadien auf, dass sie problemlos dazu in der Lage waren ihren zahlreichen Konkurrenten die Stirn zu bieten. Interessant dabei ist, dass hier noch der kurz nach der Veröffentlichung der EP aus der Band ausgestiegene Christian Stinga-Borg den Posten des Leadsängers übernahm – und dabei eine mehr als annehmbare Figur machte. Keine herausragende vielleicht, doch scheint seine vergleichsweise tiefe und raue Herangehensweise recht gut zum allgemeinen Soundeindruck der EP zu passen.

Ein Soundeindruck, der natürlich auch durch die Abmischungs- und Produktionsqualität beeinflusst werden wird. Umso überraschender ist, dass die EP trotz ihres offensichtlichen Hangs zum typischen Klang einer Demo-Produktion recht aussagekräftig klingt – und potentielle Nachteile hier sogar eher dazu neigen, sich ins positive zu verkehren. Immerhin sollte es so nicht unbedingt beabsichtigt gewesen sein, dass die Gitarren hier ausgerechnet der Präsenz des Bass weichen mussten (markant: TOMORROW KNOWS und STARLIT SKY) – was allemal eine angenehme Abwechslung darstellt, und die ohnehin angedeutete progressive Note der Band zusätzlich unterstreicht. Beim Stichwort des progressiven und dem Blick auf den Entstehungszeitraum der EP könnte einem überdies auch schnell eine andere, eventuell mit MORIFADE zu vergleichenden Combo in den Sinn kommen: die aus Italien stammenden LABYRINTH.

Tatsächlich ergeben sich zumindest streckenweise Parallelen, auch wenn die Italiener in ihrer früheren Schaffensperiode ungleich stärker auf das Keyboard setzten. Auf ganz ähnlich emotional angehauchte Nummern wie DISTANT WORLD (die man am ehesten als progressive Power-Ballade bezeichnen könnte) aber setzten beide Bands – wobei hier die Schweden deutlich hinter ihren italienischen Kollegen zurückstecken mussten; hauptsächlich aufgrund der leider kaum für eine Nummer wie diese geeigneten Frontstimme von Christian Stinga-Borg. Letztendlich aber hatten MORIFADE hier aber vieles richtig gemacht, und eine ebenso schmackige wie überzeugende erste Werkschau abgeliefert – sieht man von der noch früheren und ungeschliffeneren Ur-Demo THE HOURGLASS ab.

Absolute Anspieltipps: TOMORROW KNOWS, STARLIT SKY


„Eine der besseren Power Metal-EP’s aus einer hoffentlich nicht vergessenen Zeit.“

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