Metal-CD-Review: TALES OF GAIA – Breaking Dawn (EP, 2015)

Alben-Titel: Breaking Dawn (EP)
Künstler / Band: Tales Of Gaia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 31. Januar 2015
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Niceto Aguilera – Bass
Sergi Sabater – Drums
Javi Carrillo – Guitars
Raul Moriana – Guitars, Keyboards
Edgar Castro – Vocals

Track-Liste:

1. Intro (01:30)
2. The Conquerors (04:39)
3. The Magic Land (05:38)
4. Death to the King (05:12)
5. Tales of Gaia (07:33)

Früher war eben doch (fast) alles besser.

Analog zur Alben-Besprechung in der ein intensiverer Blick auf das erste offizielle Studioalbum der Spanischen Power Metaller von TALES OF GAIA geworfen wurde (siehe Kritik zu HYPERNOVA), soll die Uhr an dieser Stelle doch noch einmal um ein paar Jahre zurückgedreht werden. Vornehmlich, da sich die Spanier aktuell wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert haben – und insbesondere der Leadgesang des aktuellen Frontmanns Néstor Català locker das Zeug dazu hat, eine mitunter verstörende Wirkung zu etablieren. Im gleichen Atemzug aber weckt eben jener Umstand auch ein gehöriges Interesse – und zwar in Richtung der früheren Marschroute der Band, die offenbar schon öfter Probleme mit der Besetzung des so wichtigen Leadgesangspostens hatte. Warum genau, das wissen wohl nur TALES OF GAIA selbst – eben so wie sie es hätten wissen müssen, dass Néstor Català womöglich doch nicht der richtige Mann für das Projekt ist.

Fakt ist aber auch, dass es eine Zeit gab in der es wesentlich besser aussah für die Ambitionen von TALES OF GAIA – worüber die vorliegende BREAKING DAWN-EP auch heute noch Zeugnis ablegt. Und das trotz der gerade einmal 5 respektive 4 enthaltenen vollwertigen Titel, die nach dem grundsätzlich überflüssigen Intro um die Gunst der Hörerschaft buhlen. Das besondere, und gewissermaßen erleichternde dabei ist: sie sind in eben diesem Bestreben auch recht erfolgreich – was vermutlich nur zwei Gründe hat. Zum einen wäre da die Tatsache, dass TALES OF GAIA ihr Handwerk durchaus verstehen, und vor allem das Spiel der Instrumente zu Gefallen weiß. Sicher, Anzeichen dafür findet man auch auf dem neuesten Album HYPERNOVA – doch die etwas abgespecktere (das heißt nicht überproduzierte, Sci-Fi-angehauchte und von dicken Keyboardteppichen unterlegte) Klangkulisse von BREAKING DAWN überzeugt dann eben doch noch ein stückweit mehr.

Der andere, in Anbetracht des neuen Albums noch wichtigere Grund aber sollte in der Darbietung des damaligen Leadsängers Edgar Castro zu finden sein. Zwar hat der keinen allzu hohen Wiedererkennungswert und klingt letztendlich wie nicht wenige seiner zahlreichen Genre-Kollegen – und doch wirkt seine Leistung vergleichsweise (stil-)sicher, engagiert und stimmig. Dies gepaart mit der der Band immer noch zu attestierenden Grundfähigkeit recht ansprechende Genre-Hymnen zu kreieren, führt dann eben zu Nummern wie THE MAGIC LAND – die wie so oft nicht vor diversen Klischees gefeit ist, aber schlicht einen Heidenspaß macht und vor allem gut klingt. Sicher, die EP mag in Anbetracht der hochkarätigen internationalen Konkurrenz nicht sonderlich interessant oder gar herausragend erscheinen; wobei sie am ehesten nach früheren Bestrebung von Combos wie etwa CRYSTALLION klingt.

Doch gerade wenn man BREAKING DAWN mit HYPERNOVA vergleicht, ist man geneigt über die kleineren Schwächen in der Abmischung (der Leadgesang beispielsweise ist deutlich zu laut und vordergründig), der nicht perfekten Darbietung von Edgar Castro und die letztendlich nicht ganz so aussagekräftige Gesamtwirkung hinwegzusehen. Anders gesagt: im Vergleich mit HYPERNOVA ist BREAKING DAWN schlicht Gold wert, und zeigt mit Nachdruck auf was einmal aus den Spaniern hätte werden können. Wobei die Geschichte der Band natürlich noch nicht zu Ende ist – und sich vielleicht doch noch alles zum Guten wendet.

Absolute Anspieltipps: THE MAGIC LAND, DEATH TO THE KING, TALES OF GAIA


„Weniger Innovation, mehr Wumms – das sind die eigentlichen TALES OF GAIA.“

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