Metal-CD-Review: AGE OF GLORY – The Dawn Of Heroes (2017, EP)

Alben-Titel: The Dawn Of Heroes (EP)
Künstler / Band: Age Of Glory (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. August 2017
Land: Schweden
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Spinnup

Alben-Lineup:

Andreas Alme – Drums, Percussion, Vocals
Márton Tóth – Guitars, Vocals
Oscar Jacobsson – Guitars, Vocals
Jacob Sandberg – Bass, Vocals

Track-Liste:

1. The Dawn of Heroes (05:25)
2. A King’s Immortal Tale (05:55)
3. Valiant Knight (05:12)
4. On the Last Shore (07:23)
5. Divine Fury (05:11)

Wunder… Wunder gibt es immer wieder.

Eigentlich war es kaum noch abzusehen, und doch ist es passiert: die Schwedischen Power Metaller von AGE OF GLORY sind zurück. Und das nach sage und schreibe 8 Jahren der Abstinenz – oder zumindest einer Phase, in der die Band kein offizielles Release mehr auf die Beine gestellt hat. Und das, obwohl die bereits 2009 erschienene erste Demo der Band (TALES OF VALOUR, siehe Review) recht vielversprechend war – und man sicher noch viel mehr von der Band hätte erwarten können. Sei es drum, mit der 5 Titel starken EP THE DAWN OF HEROES bekommt die bis dato recht karge Diskografie der Band nun doch den dringend benötigten Zuwachs – und das ist trotz der augenscheinlichen Verspätung allemal ein Grund zur Freude. Eine Frage lässt sich dabei aber keineswegs vermeiden: wo, ja wo haben AGE OF GLORY nur all die Jahre gesteckt – und haben sie in Bezug auf die zahlreichen mittlerweile etablierten Combos überhaupt noch eine Chance ?

Dabei erscheint es fast schon kurios, eine Frage wie diese zu stellen oder stellen zu müssen – schließlich konnte man der Band bis dato durchaus eine gewisse Vorreiter-Funktion unterstellen. Das gilt vornehmlich für ihre TALES OF VALOUR-Demo, die in der Retrospektive betrachtet stark an den heutigen Sound von TWILIGHT FORCE erinnert. Doch ob AGE OF GLORY nun tatsächlich ihrer Zeit voraus waren oder nicht, sie haben nichts oder nur wenig daraus gemacht. Und das merkt man auch der vorliegenden EP THE DAWN OF HEROES an – die sich verständlicherweise wie ein kompletter Neustart anfühlt. Entsprechend wenig überraschend ist auch das musikalische Angebot – das einen recht typischen Power Metal mit allerlei symphonischen Elementen an den Start bringt, und nicht nur durch die beiden Gastauftritte die Atmosphäre einer Metal-Oper verprüht. Einer vergleichsweise übersichtlichen, versteht sich – und einer, die in der heutigen Zeit schlicht nichts besonderes mehr ist.

Sicher, halbwegs gut abgemischt und produziert ist das Ganze; und auch das Handwerk der einzelnen Mitglieder kann sich hören lassen. Wo indes der einst herausragend-furiose und wandelbare Leadgesang, die markant-schmackigen Chöre und die schlicht abenteuerlich-abwechslungsreichen Strukturierungen der einzelnen Titel abgeblieben sind, wissen wohl nur AGE OF GLORY selbst – denn offenbar hat die Band noch immer die gleiche Besetzung wie zu den Zeiten der TALES OF VALOUR-Demo. Eine kleine Änderungen gab es dann aber doch, und die wirkt sich nicht unbedingt positiv aus: bei ihrer neuen EP waren offenbar gleich alle Bandmitglieder am Leadgesang beteiligt. Nicht nur, dass dies wenig konsequent wirkt und eine klare Linie vermissen lässt; auch die jeweiligen Darbietungen sind schlicht alles andere als herausragend. Da schneiden die beiden Gastsänger schon wesentlich besser ab.

Somit wird gleich in doppelter Hinsicht klar, dass sich AGE OF GLORY mittlerweile weit weg vom Dasein einer möglichen Inspirationsquelle für Bands wie TWILIGHT FORCE bewegt haben – hin zu einer im schlimmsten Fall müden Kopie eben jener Schweden, die mit ihrem HEROES OF MIGHTY MAGIC (fast) alles richtig gemacht haben. Aber: es bleibt noch abzuwarten, wohin die Reise der Band gehen soll – und ob möglicherweise doch noch ein Studioalbum erscheint. Sollte das irgendwann einmal der Fall sein, so sollte die Band noch einige dringende Änderungen vornehmen – in erster Linie in Bezug auf den Leadgesang und die sich nunmehr etwas plastisch und aufgesetzt anfühlende symphonische Komponente, die einstweilen stark nach den früheren RHAPSODY OF FIRE klingt.

Absolute Anspieltipps: THE DAWN OF HEROES, DIVINE FURY


„Eine EP, die gefühlt einige Jahre zu spät kommt – aber dennoch gut unterhält. Am Leadgesang und im besten Fall auch neuen Alleinstellungsmerkmalen müssen AGE OF GLORY aber unbedingt noch arbeiten.“

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