TV-Kritik / Serien-Review: GAME OF THRONES (Staffel 7)

Originaltitel: Game Of Thrones
Typ: TV-Serie
Basierend Auf: A Song Of Ice And Fire
Umfang / Laufzeit: 7 Folgen (je ca. 53-77 Minuten)
Land: USA
Idee: David Benioff, D. B. Weiss
Genre: Abenteuer / Fantasy / Drama
Tags: GoT | Staffel 7 | Siebte Staffel | Fortsetzung | HBO | George R. R. Martin

Die Liste der 7 Episoden (deutsche und englische Titel):

01 Drachenstein Dragonstone
02 Sturmtochter Stormborn
03 Die Gerechtigkeit der Königin The Queen’s Justice
04 Kriegsbeute The Spoils of War
05 Ostwacht Eastwatch
06 Jenseits der Mauer Beyond the Wall
07 Der Drache und der Wolf The Dragon and the Wolf

Irgendwann geht es eben doch in die heiße Phase.

Kurzinhalt: Nachdem Daenerys Targaryen und ihre Truppen endlich in Westeros angekommen sind, stehen sie kurz vor ihrem geplanten Feldzug gen Königsmund – und damit auch gegen die hiesige Herrscherfamilie der Lannisters. Doch während noch auf allen Seiten Machtverhältnisse neu ausgelotet und Kräfte gebündelt werden, rücken die Armeen des Nachtkönigs weiter in Richtung Süden vor. Dabei sind sich zunächst nur Jon Snow und seine Anhänger der immensen Gefahr einer potentiellen Invasion der Untoten bewusst. So versuchen sie möglichst jeder auf dem Kontinent lebenden Fraktion klarzumachen, dass sich der wahre Feind erst noch zeigen wird – und man in Anbetracht der bevorstehenden Katastrophe kaum eine andere Wahl hat, sich zumindest für den Zeitraum des kommenden Winters zu verbünden. Immerhin: mit ihren drei Drachen hat Daenery Targaryen noch einen Trumpf im Ärmel, der sich auch im Kampf gegen die Untoten als äußerst nützlich erweisen könnte. Es bleibt zu hoffen, dass der Nachtkönig eben doch nicht mehr im Gepäck hat als eine Horde wilder Untoter – und durch das Zusammenspiel von Drachenfeuer und Waffen aus Drachenglas geschlagen werden kann.

Kritik: Mit erstmals nur 7 vorgesehenen Episoden wurde auch sie nun komplett ausgestrahlt – die mittlerweile siebte Staffel des beliebten Fantasy-TV-Epos GAME OF THRONES. Wie es sich bereits in der vorangegangenen sechsten Staffel angedeutet hat, geht es dabei langsam aber sicher in die heiße Phase – wenn die Verantwortlichen an ihrem Plan festhalten, wird es nur noch eine weitere Staffel mit lediglich sechs Folgen geben. Das ist der vorliegenden siebten Staffel auch zweifelsohne anzumerken – und das nicht nur in Bezug auf den unmittelbar bevorstehenden, schlussendlich schon der finalen siebten Folge beginnenden Kampf zwischen den Menschen und den Untoten. Auch einige der nunmehr über Jahre gepflegten Nebengeschichten werden weiter oder zu Ende erzählt, wichtige Charaktere sterben, neue kommen nicht mehr hinzu. Das besondere dabei ist: auch oder gerade weil das Gefühl, dass die Serie bald abgeschlossen sein wird omnipräsent ist; hat die Serie keine nennenswerten Qualitätseinbußen zu verzeichnen. Stattdessen übernimmt sie so gut wie alle bisherigen Stärken und Schwächen der vorherigen Staffeln – was gut ist und zeigt, dass die Macher nicht wirklich von ihrem bisher eingeschlagenen Marschrichtung abweichen und sich so gesehen treu bleiben.

Eine handvoll neuerlicher Probleme gibt es dann aber doch. Vornehmlich solche; die im gleichen Atemzug mit dem noch einmal ordentlich angezogenen Spannungsbogen, den wie schon zuvor beeindruckenden handwerklichen Aspekten und dem allgemeinen Spaßfaktor der Serie zu nennen sind – und so gewissermaßen wieder ausgeglichen werden können. Beispielsweise erscheint es fast schon aberwitzig, welches Gefühl dem Zuschauer in Bezug auf etwaige zurückgelegte Entfernungen einiger Charaktere oder aber bestimmte zeitliche Faktoren vermittelt wird. Wirklich sinnig wirken die allgemeinen Truppenbewegungen, und insbesondere die der Untoten jedenfalls nicht. Auffälliger als jemals zuvor ist auch die Tatsache, dass bestimmte Charaktere (noch) nicht das zeitliche segnen soll; und sie deshalb selbst aus den ausweglosesten Situationen gerettet werden können – analog zu einigen sich durchaus anbietenden Gelegenheiten, bestimmte Konflikte zu verhindern oder zumindest deutlich zu entschärfen. Hier hat man dann eben doch das Gefühl, als hätte das Drehbuch obsiegt – und nicht die Vernunft, respektive die durch die Serie vermittelte Logik des GAME OF THRONES-Universums. Sei es drum – auch die siebte Staffel der Serie wurde insgesamt hervorragend umgesetzt und macht schlicht einen Heidenspaß. So kann es gerne weitergehen, aber bitte wirklich nur noch in oder mit einer einzigen Staffel – und nicht auch noch in zahlreichen Spin-Offs.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © HBO

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„Auch die siebte Staffel hält das bisherige Qualitätsniveau – und ist daher kaum in der Lage, die allgemeine Faszination für das GAME OF THRONES-Universum zu brechen. Überhaupt: in Anbetracht des baldigen und im besten Falle entsprechend eindringlichen Serien-Finales kann man relativ problemlos über die meisten der kleineren Schwächen der Serie hinwegzusehen.“

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