Filmkritik: „Der Verlorene Bruder“ (2015)

Filmtyp: Spielfilm (TV-Produktion)
Basierend Auf: Der Verlorene (Roman)
Regie: Matti Geschonneck
Mit: Noah Kraus, Katharina Lorenz, Charly Hübner u.a.
Land: Deutschland
Laufzeit: ca. 93 Minuten
FSK: ab 6 freigegeben
Genre: Drama / Komödie
Tags: Nachkriegszeit | Flüchtlinge | Familie | Verlorener Sohn | Bruder

Willkommen im Land des Lächelns.

Kurzinhalt: Wie so viele Familien sind gegen Kriegsende auch die Blaschkes aus ihrer Heimat im Osten in Richtung Westdeutschland geflüchtet. Einmal in der westfälischen Provinz angekommen, haben sie sich mit ihrem expandierenden Lebensmittelhandel eine recht ansehnliche Existenz aufgebaut – und mit Sohn Max (Noah Kraus) einen entsprechend quirligen Familienzuwachs bekommen. Und doch gibt es da etwas, was vor allem Mutter Elisabeth (Katharina Lorenz) nicht aus dem Kopf geht: ihr erster Sohn Arnold, der als Kleinkind in den damligen Wirren der Flucht verlorenging. Während Vater Ludwig (Charly Hübner) so gut es geht versucht über den Verlust hinwegzusehen und ihn mit seinen beruflichen Plänen zu verdrängen; erreicht die Familie eines Tages doch noch die Nachricht, dass Arnold möglicherweise gefunden wurde. Doch um wirklich sichergehen zu können, muss sich die Familie einigen langwierigen testverfahren unterziehen… was vor allem dem jungen Max eher missfällt.

Kritik: Seine eher einseitige inhaltliche Gewichtung und das plötzliche bis plumpe Finale geraten dem VERLORENEN BRUDER leicht zum Nachteil. Davon abgesehen handelt es sich um ein gleichermaßen solides wie sympathisch erzähltes Nachkriegs-Drama mit komödiantischen Elementen, die sich vor allem aus der kindlichen Erzählperspektive des Hauptprotagonisten ergeben. Die atmosphärischen Kulissen und die engagierten, teilweise sogar hervorragenden darstellerischen Leistungen runden das Ganze ab – ob nun im Sinne einer für das Fernsehen produzierten Tragikomödie, oder einer zumindest für deutsche Verhältnisse überraschend stimmigen Coming Of Age-Geschichte.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Universum Film Home Entertainment

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„Eine nicht spektakuläre, aber doch grundsolide deutsche Nachkriegs-Dramödie mit dem gewissen Etwas.“

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