Metal-CD-Review: ARIADNA PROJECT – Parallel Worlds (2007)

Alben-Titel: Parallel Worlds
Künstler / Band: Ariadna Project (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2005
Land: Argentinien
Stil / Genre: Power Metal
Label: NEMS Enterprise

Alben-Lineup:

Javier Yuchechen – Vocals
Rodrigo Alejandro Gudiña – Guitars
Guillermo Adrián D’Medio – Guitars, Keyboards
Alexis Espinosa – Bass
Pablo Garrocho – Drums

Track-Liste:

1. Fire of Hate (05:40)
2. New Dawn (05:18)
3. Seasons of Darkness (05:36)
4. Learning to Believe (05:45)
5. The Shadows Will Remain Behind (06:34)
6. Until the End (05:33)
7. Opening the Gates (00:49)
8. The Key (06:23)
9. Rainfall (05:20)
10. Magic tale (03:51)
11. Parallel Worlds (07:17)
12. Lost Horizon (04:56)
13. More than Meets the Eye (Europe cover) (03:21)

Doppelt hält (nicht) besser.

Was, ja was kann man als von sich selbst überzeugte und entsprechend aufbegehrende Genre-Band unternehmen, um seine Musik noch mehr potentiell interessierten näherzubringen ? Im Falle der gerne mal unterschätzten Argentinier von ARIADNA PROJECT, die 2005 ihr mehr als nur solides Debütalbum MUNDOS PARALELOS auf den Markt brachten (siehe Review) fiel eine der diesbezüglichen Entscheidungen eher kurios aus, denn: gute zwei Jahre nach dem eigentlichen Release wurde das Album noch einmal neu aufgelegt. Das besondere: die Band hatte weder einen Labelwechsel (der zu einem größeren Publikum hätte führen können) vollzogen, noch großartige Änderungen in Bezug auf die Qualität des Outputs (wie etwa in Richtung etwaiger Abmischugns- oder Produktionsfaktoren) vorgesehen. Anders gesagt: wie schon MUNDOS PARALELOS enthält auch PARALLEL WORLDS 12 reguläre Titel, und den Bonustrack zu EUROPE’s MORE THAN MEETS THE EYE.

Gut, eine mehr oder weniger kleine Änderung gab es dann aber doch. Eine, die sowohl die plötzlich ins englische übersetzten Titel des Albums erklärt – als auch die Brücke zu den bereits erwähnten möglichen Maßnahmen mit dem Ziel eines noch höheren Bekanntheitsgrades schlägt. Es ist ungewöhnlich aber: ARIADNA PROJECT (oder eher der hiesige Leadsänger Javier Yuchechen) haben für PARALLEL WORLDS alle Texte noch einmal neu eingesungen – dieses Mal allerdings auf Englisch. Änderungen am grundsätzlichen Aufbau des Albums, oder aber in Bezug auf die Instrumente / Kompositionen gab und gibt es dagegen keine. Dabei war und ist es dem ARIADNA PROJECT allemal zu gönnen; dass sie mit Maßnahmen wie diesen eine möglicherweise breitere Hörerschicht erreichen – doch zu einer regulären Taktik sollte das Ganze dann vielleicht doch eher nicht werden.

Denn: neben den bereits erwähnten Vorteilen hat eine Neufassung wie PARALLEL WORLDS auch einige potentielle Knackpunkte. So könnte man schon die ungewöhnliche Veröffentlichungs-Strategie an sich als eine Art Ausverkauf werten – und ARIADNA PROJECT gewisse Entscheidungsschwierigkeiten unterstellen. Denn warum sollten sie nicht in dem Territorium bleiben, in dem sie sich offensichtlich wohl fühlen – um gerade so zu weiteren Höhenflügen anzusetzen, die im besten Fall auch einen internationalen Eindruck hinterlassen ? Doch nicht nur diese Gedanken könnten der so gesehen forcierten Maßnahme der Band einen faden Beigeschmack verleihen – schließlich hat PARALLEL WORLDS noch ein anderes, letztendlich auch genau so erwartetes Problem.

Denn während die Qualitäten der einzelnen Titel grundsätzlich exakt denen von MUNDOS PARALELOS entspricht – womit PARALLEL WORLDS auch den Eindruck eines enorm starken Auftakts und eines schwächeren Finales übernimmt – wirken sich die Englischen Texte dann doch noch auf den Gesamteindruck aus. Und das in einer so sicher nicht gewünschten Art und Weise. Fakt ist, dass Javier Yuchechen einen wesentlich besseren, stilsichereren und vor allem authentischeren Eindruck hinterlässt wenn er in seiner angestammten Landessprache singt. Mehr noch: einige der auf PARALLEL WORLDS enthaltenen Titel klingen und wirken plötzlich deutlich weniger spektakulär und generischer als zuvor. Ganz besonders schlimm – und auch das war zu erwarten – trifft es diesbezüglich die eher balladesken Nummern des Albums, wie etwa UNTIL THE END oder LOST HORIZON.

Immerhin führt das ganze zu einer sicher nicht unwichtigen Feststellung: ändert man den Leadgesang – oder auch nur einzelne diesbezügliche Aspekte – ändert man auch das Album an sich. Das spiegelt sich natürlich auch in der Wertung wider – die dann doch deutlich niedriges ausfällt als die für MUNDOS PARALELOS. Wirklich an der Musik von ARIADNA PROJECT interessierte sollten daher weiterhin – und unbedingt – mit der originalen Fassung Vorlieb nehmen.

Absolute Anspieltipps: FIRE OF HATE, THE SHADOWS WILL REMAIN, MAGIC TALE


„Ein unnötiger Neuaufguss, der bestens dazu geeignet ist eben nicht den gewünschten Effekt zu haben.“

Advertisements

Die Kommentarfunktion wird noch zu selten genutzt... ändere dies !

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s