Metal-CD-Review: DREAMTALE – Shadow Of The Frozen Sun (Demo, 1999)

Alben-Titel: Shadow Of The Frozen Sun (Demo)
Künstler / Band: Dreamtale (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 30. August 1999
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Rami Keränen – Guitars, Vocals, Keyboards
Petteri Rosenbom – Drums
Petri Laitinen – Bass
Kalle-Pekka Ware – Guitars

Track-Liste:

1. Winds of Change (04:51)
2. Secret Wish (05:11)
3. Time of Fatherhood (05:14)
4. Wasteland of the Forgotten (06:11)
5. Now It’s Time (06:25)
6. Shadow of the Frozen Sun (08:19)

Eine Mär von alten, aber gewiss nicht vergessenen Geschichten.

SHADOW OF THE FROZEN SUN ist die erste offiziell von DREAMTALE veröffentlichte Demo-CD aus dem Jahre 1999 – und damit das wohl älteste heute noch verfügbare Material aus den Anfangszeiten der längst etablierten finnischen Power Metal-Combo. Mit der absoluten Ur-Besetzung, die so nur auf dieser Demo vertreten war und letztendlich nur ein einziges Jahr hielt – und einem damals noch etwas ungeschliffenen, dabei aber nicht minder zielstrebigen Sound konnten DREAMTALE hier erstmals zeigen was in ihnen steckt. Dabei scheint eben jenes musikalische Wagnis nicht nur in Anbetracht des späteren Erfolges der Band aufgegangen zu sein – denn schließlich klingt die Demo auch heute noch sehr angenehm. Sicher, von dem für das Debütalbum BEYOND REALITY (siehe Review) erstmals in jeder Hinsicht perfektionierten Sound war das Ganze noch dezent entfernt – doch die Tendenzen hinsichtlich eines hervorragenden Songwritings und der ausgezeichneten handwerklichen Fähigkeiten der Mitglieder waren schon damals klar erkennbar.

Viel wichtiger erschien in diesem Fall aber ohnehin der Wille, etwas ganz und gar großartiges innerhalb des noch vergleichsweise jungen Genres zu erschaffen – und auch der schimmert innerhalb der 6 auf der Demo vertretenen Titel immer wieder durch. So kann man auch den hier noch etwas wackelig und höchst gewöhnungsbedürftig erscheinenden Auftritt des Sängers Rami Keränen verschmerzen – der später wesentlich sicherer auftrat. Die Leistungen an den Instrumenten und die angepeilten Sound-Schwerpunkte ließen dagegen schon auf dieser frühen Demo kaum zu wünschen übrig: die äußerst variabel agierenden Gitarren stehen klar im Vordergrund, der Bass ist in Nummern wie SECRET WISH deutlich hörbar und perfekt in Szene gesetzt, das Drumming klingt recht organisch – und einige Melodien, wie etwa die in WASTELAND OF THE FORGOTTEN lassen großes vermuten. Allemal interessant ist, dass das später bei DREAMTALE omnipräsente Keyboard hier noch deutlich weniger Raum einnahm – und sich die Band so in einem eher klassischen Sound-Outfit präsentierte.

Es kann sich demnach auch heute noch lohnen, eine Veröffentlichung wie SHADOWS OF THE FROZEN SUN für sich zu entdecken – zumal immerhin 3 der 6 Nummern im Laufe der Jahre nicht noch einmal aufgenommen wurden, und so einen entsprechend hohen Raritätswert besitzen. Dabei sind ausgerechnet die verdächtig hochkarätig. Gut, der eher als solide zu bezeichnende Opener WINDS OF CHANGE vielleicht noch nicht – aber das hymnische NOW IT’S TIME und der fast schon überlange Titeltrack SHADOW OF THE FROZEN SUN allemal. Die anderen Titel konnte man dagegen auf den späteren Alben wiederfinden, in merklich aufgepeppten Versionen versteht sich – sodass sich hier ein ebenfalls nicht zu verachtender Blick auf deutlich frühere Entwicklungsstadien lohnt.

Absolute Anspieltipps: SECRET WISH, WASTELANDS OF THE FORGOTTEN, NOW IT’S TIME, SHADOW OF THE FROZEN SUN


„Eine nicht perfekte aber höchst interessante Demo, die das spätere Schaffen einer großartigen Band ankündigte.“

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